Brieffreundschaft mit Todeskandidat: "Ich bleibe wach und bete"

Albert Jones sitzt im Todestrakt des Gefängnisses von San Quentin in Kalifornien. Kontakt zur Außenwelt hat der wegen Mordes Verurteilte kaum - außer durch eine Brieffreundschaft mit Martin Both aus Bad Endorf im Chiemgau. Die Geschichte einer ungewöhnlichen Korrespondenz.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...809029,00.html
  1. #1

    Was für ein ekliges widerliches Scheißland!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Albert Jones sitzt im Todestrakt des Gefängnisses von San Quentin in Kalifornien. Kontakt zur Außenwelt hat der wegen Mordes Verurteilte kaum - außer durch eine Brieffreundschaft mit Martin Both aus Bad Endorf im Chiemgau. Die Geschichte einer ungewöhnlichen Korrespondenz.

    Brieffreundschaft mit Todeskandidat: "Ich bleibe wach und bete" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Schuldige hinrichten. Unschuldige hinrichten.

    Da ist dieses rotchinesiche Dreckspack ja fast noch humaner. Da muß man wenigstens nicht Jahrzehnte auf seine Hinrichtung warten.
  2. #2

    .

    Zitat von lenin2009 Beitrag anzeigen
    Schuldige hinrichten. Unschuldige hinrichten.

    Da ist dieses rotchinesiche Dreckspack ja fast noch humaner. Da muß man wenigstens nicht Jahrzehnte auf seine Hinrichtung warten.
    Was für ein Artikel soll das bitte sein? Wenn er im Todestrakt sitzt wird auch etwas entsprechendes geschehen sein! Nur weil in den USA Straftäter hingerichtet werden dürfen, heißt dass noch lange nicht dass man hier Mitleid mit Mördern und Sonstigen haben muss nur um sich zivilisierter zu fühlen.

    Die Nachweisbarkeit der Schult lasse ich dabei aussen vor, nicht dass es heisst ich würde jeden der verdächtig ist gleich in den Todestrakt stecken.
  3. #3

    Respekt für Hr. Both

    Ich finde es ist ein unglaubliches Glück, dass es Menschen wie Hr. Both gibt, die sich um die Gefallenen, Ausgestoßenen und Entsorgten der Gesellschaft kümmern. Hr . Both muss eine starke Persönlichkeit sein, dass er sich gerade "so einen Fall" ausgesucht hat, da es für ihn auch gefühlsmäßig ein Ballanceakt ist, ob er dem Todeskandidaten trauen kann. "Er" zählt er mir nur eine traurige Geschichte von einem unschildig Verurteilten? Kann ich ihn auch wegen seiner Tat annehmen? Ich hoffe die Brieffreundschaft bleibt bis zum natürlichen Ableben der beiden bestehen.
  4. #4

    Friedensnobelpreis

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Albert Jones sitzt im Todestrakt des Gefängnisses von San Quentin in Kalifornien. Kontakt zur Außenwelt hat der wegen Mordes Verurteilte kaum - außer durch eine Brieffreundschaft mit Martin Both aus Bad Endorf im Chiemgau. Die Geschichte einer ungewöhnlichen Korrespondenz.

    Brieffreundschaft mit Todeskandidat: "Ich bleibe wach und bete" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Ein Träger des Friedensnobelpreis lässt das und noch viel mehr zu.
    Und so ein Staat will Weltpolizei sein und regt sich über Zustände in anderen Ländern auf. Erst mal selber human werden. Dann kann man wenigstens mit gutem Beispiel voran gehen.
    Die USA ist der inhumanster westlicher Staat, den ich zutiefst verabscheue.
  5. #5

    Eine Herausforderung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Albert Jones sitzt im Todestrakt des Gefängnisses von San Quentin in Kalifornien. Kontakt zur Außenwelt hat der wegen Mordes Verurteilte kaum - außer durch eine Brieffreundschaft mit Martin Both aus Bad Endorf im Chiemgau. Die Geschichte einer ungewöhnlichen Korrespondenz.

    Brieffreundschaft mit Todeskandidat: "Ich bleibe wach und bete" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Ein interessanter Artikel. Ich stehe ebenfalls in Kontakt mit einem Menschen, der in der Todeszelle sitzt. Die Anbahnung lief ebenfalls über die Organisation "Lifespark". Im Artikel werden genau die Probleme beschrieben, welche die Beziehung zu dem Todeskandidaten belasten können. Was schreibe ich ihm? Soll ich ihm aus meinem Alltag berichten? Soll ich ihm von meinem (aus seiner Sicht möglicherweise) perfekten Leben (Familie/Job/Gesundheit/relativer Wohlstand) erzählen? Das muss ihn doch total frustrieren. Auf Nachfrage erklärt er mir jedoch, dass ich für ihn sozusagen die Augen "nach draußen" bin. Ich schicke ihm auch Fotos oder Postkarten.

    Insgesamt ist der Dialog zuweilen herausfordernd, da das unterschiedliche Bildungsniveau manchmal ein Problem ist. Viele der Todeskandidaten sind Schulabbrecher. Ein Mensch mit einer Waffe in der Tasche braucht keinen Schulabschluss um sich und seinen Standpunkt zu erläutern. Andererseits ist es dann eben eine Aufgabe, komplizierte Sachverhalte auf eine ganz einfache Ebene herunterzubrechen.

    Was einem klar sein muss, ist, dass der Brieffreund 23 Std. am Tag in seiner Zelle sitzt. Und auf Post wartet, da er sonst nichts zu tun hat. Man hat also die Verpflichtung und Verantwortung diesem Menschen nicht durch auf Bequemlichkeit zurück zu führende Schreibpausen zu quälen. Ich sage mir dann, wenn ich eigentlich keine Zeit/Lust habe zu schreiben: "we're in it together".

    Fazit: wer sich mit der eigenen Endlichkeit und der Würde des Menschen auseinandersetzen möchte, der sollte den Schritt in eine Brieffreundschaft wagen. Es gibt übrigens mehrere Organisationen, welche Kontakte zu Insassen herstellen können.
  6. #6

    Zitat von lenin2009 Beitrag anzeigen
    Schuldige hinrichten. Unschuldige hinrichten.

    Da ist dieses rotchinesiche Dreckspack ja fast noch humaner. Da muß man wenigstens nicht Jahrzehnte auf seine Hinrichtung warten.
    China - ganz toll. Dort ist das Wort "Demokratie" ein Schimpfwort!
    Geh friedlich demonstrieren und du hast eine große Chance dir eine Kugel einzufangen! Wenn du gefangen wirst, wird dir eine Zukunft in einem Folterlager blühen (das haben die Chinesen von den Russen gelernt - Lenin, Stalin und Sibirien lassen grüßen)
  7. #7

    .

    In Kalifornien besteht die Todesstrafe praktisch nur noch auf dem Papier. Die letzte Hinrichtung fand vor über 5 Jahren statt (und das bei zur Zeit über 700 zum Tode Verurteilten).

    Das Leben im Todestrakt von St. Quentin ist für die dort Inhaftierten erheblich angenehmer als für die normalen Gefangenen. Das unterscheidet Kalifornien z. B. von Texas.

    Übrigens wird es im November diesen Jahres in Kalifornien eine Volksabstimmung zur Abschaffung der Todesstrafe geben (am selben Tag wie die Präsidentschaftswahlen).
  8. #8

    Waehrend es absurd ist dass man

    Zitat von fred4712 Beitrag anzeigen
    Ein Träger des Friedensnobelpreis lässt das und noch viel mehr zu.
    Und so ein Staat will Weltpolizei sein und regt sich über Zustände in anderen Ländern auf. Erst mal selber human werden. Dann kann man wenigstens mit gutem Beispiel voran gehen.
    Die USA ist der inhumanster westlicher Staat, den ich zutiefst verabscheue.
    Praesident Obama einen Preis gibt fuer etwas was er nicht geschafft hat muss ich doch gleichzeitig sagen dass Obama trotz allem was Deutsche denken er machen sollte, nicht als Kaiser der alleine verfuegen kann, in sein Amt gesetzt wurde..Obama muss sich mit den Leuten in seiner Partei,den Republikanern und den amerikanischen Waehlern auseinander setzen.
    Amerikanische Waehler sind entschieden agiler und schneller bereit sich fuer ihre politische Ideen einzusetzen waehrend viele Deutsche zwar weinen und greinen,aber selber wenig tun. Wenn ein Amerikaner etwas hat was ihm nicht gefaellt kann es passieren dass ein Senator oder Kongressmann von Telegrammen und Emails ueberwaeltigt wird um seinen Unwillen zu zeigen. Welche Deutsche macht sich schon die Muehe sich derartig zu engagieren?
  9. #9

    Immer die selbe Leier...

    Wenn man die Aussagen und Geschichten der inhaftierten und Verurteilten Menschen hört und daran glaubt, kann man sagen, daß die Gefängnisse voll sind mit Unschuldigen. Überall, auch in Deutschland! Keiner hat was getan!

    Es wäre schön, wenn es Initiativen gäbe, die sich um Brief- oder Gesprächskontakte zu Opfern von Verbrechen bemühten. Die Verbrechensopfer stehen aber in der Regel allein da. Auch Therapien müssen meist selbst bezahlt werden. Während dem "unschuldigen" Verursacher des Leids Teddibären in die Zelle geschickt werden.
    Wie pervers ist denn das?