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Brief an Zuckerberg: Aigner zieht in den Kampf gegen Facebook

Facebook will Nutzerdaten automatisch an Dritte weitergeben, die Ministerin für Verbraucherschutz protestiert: In einem Brief an Facebook-Chef Zuckerberg kritisiert Ilse Aigner das Vorgehen des sozialen Netzwerks - und droht mit der Kündigung ihrer Mitgliedschaft.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...687255,00.html
  1. #160

    ach

    [QUOTE=desktopper;erscheinen konnten. Als sozial verantwortlicher Arbeitgeber habe ich IMMER die Chance gegeben, dieses Verhalten zu ändern, zu 90% ohne Erfolg. Dass ich dann noch Leute einstellen soll, bei denen ich schon VORHER weiß, dass sie sich so verhalten, ist doch nun wirklich verständlich.
    Und ja, ich weiß es, denn es gibt auch heute schon, legal, Internetdienste, die einem solche "Nachforschungen" abnehmen und hieb- und stichfeste Ergebnisse liefern. Noch mal, das ist LEGAL und in keinster Weise verboten und gerade bei größeren Firmen längst gängige Praxis! Alles was öffentlich ins Netz gestellt wird, ist ALLEN frei zugänglich. Und deshalb mein Appell an die Eigenverantwortlichkeit der meist jungen Leute, sich dessen stets bewusst zu sein.[/QUOTE]

    ... Sie haben aber auch ein unglückliches Händchen ....
  2. #161

    @ Solo-Knobi

    Sie sind wirklich noch ein aufrechter Sozialromantiker. Ab er das passt jetzt hier nicht mehr zum Thema. Nur einen einzigen Punkt muss ich richtig stellen, bei den anderen ist das wohl sinnlos.
    Mit sozialer Verantwortung meinte ich die, gegenüber meinen jetzigen Mitarbeitern, das haben Sie wohl falsch verstanden. Es macht denen nämlich unheimlich Spaß, das nächtliche "Internet-Vergnügen" anderer durch persönliche "Mehrarbeit" zu ermöglichen ...
    Aber da Sie ja sowieso schon ein so umfassendes Bild von MIR haben, was interessieren Sie dann die Probleme solcher "gelackmeierter" Mitarbeiter. Nur, wie gesagt, das gehört jetzt nur noch sehr peripher zum Thema.
  3. #162

    Sozial kompetent

    Zitat von Solo-Knobi Beitrag anzeigen
    und damit würden Sie sich als sozial inkompetenter Arbeitgeber outen - zumindest für jüngere Leute
    Das würde er sich keinesfalls. Er würde sich als äußerst kompetenter Arbeitgeber positionieren, der ganz offensichtlich Wert darauf legt, dass seine Arbeitnehmer zu unterscheiden wissen zwischen mancherlei: Mode und Substanz, Herde und Hirte, Darstellung und Erlebnis etc. Gerade junge Leute erkennen die soziale Kompetenz dahinter.
  4. #163

    Kann man wirklich löschen?

    Zitat von Paula Ludwig Beitrag anzeigen
    Ich behaupte doch gar nicht, dass ALLES wieder gelöscht werden kann. Es ging darum, dass Sie sagten, alles, was einmal hochgeladen sei, könne nicht mehr gelöscht werden, und das stimmt so eben nicht.

    Sie: Einmal im Netz, immer im Netz.
    Ich: Nein, nicht alles bleibt immer im Netz. Vieles lässt sich löschen.
    Sie: Aber alles kann nicht gelöscht werden!
    Nein! Es ist leider so, dass alles, was einmal im Netz war für immer dort bleibt, und sei es nur in irgendwelchen Kopien. Es gibt nämlich auch noch Archive und Schattenkopien. Die sind zwar nicht direkt zugänglich, aber ich bin sicher, dass man alles, wonach schon mal gesucht wurde, auch wieder findet, wenn man will. Es gibt meines Wissens sogar Institutionen, die professinell alles mögliche im Internet archivieren. Und nicht zu vergessen die vielen Daten, die von tausenden und Millionen aus dem Netz auf private Rechner oder Server kopiert wurden. Die können überhaupt nicht gelöscht werden. Wirklich sicher sind nur die Daten, die niemals ins Internet gestellt wurden.
  5. #164

    Archive

    Zitat von hangotour Beitrag anzeigen
    Nein! Es ist leider so, dass alles, was einmal im Netz war für immer dort bleibt, und sei es nur in irgendwelchen Kopien. Es gibt nämlich auch noch Archive und Schattenkopien. Die sind zwar nicht direkt zugänglich, aber ich bin sicher, dass man alles, wonach schon mal gesucht wurde, auch wieder findet, wenn man will. Es gibt meines Wissens sogar Institutionen, die professinell alles mögliche im Internet archivieren. Und nicht zu vergessen die vielen Daten, die von tausenden und Millionen aus dem Netz auf private Rechner oder Server kopiert wurden. Die können überhaupt nicht gelöscht werden. Wirklich sicher sind nur die Daten, die niemals ins Internet gestellt wurden.
    Auch archive.org archiviert nicht alles. Was Google so treibt, weiß ich nicht ;-)

    Ihrem letzten Satz stimme ich zwar zu, aber es ist nicht ganz so schlimm mit der Archivierungswut, denn wenn jemand klagt oder rechtliche Schritte einleitet, werden Inhalte durchaus wieder gelöscht. Sonst wäre ich inzwischen reich an Schadenersatz-Geldern. Denken Sie nur an die ganzen Urheberrechtsverletzungen. Aber wer weiß, wenn das Urheberrecht weiter gelockert wird und Axolotl-Romane zum Vorbild geraten, verlieren wir irgendwann alle das Recht am eigenen Bild.

    Würde man wirklich alles archivieren, bräuchte man auch Unmengen Speicher.
  6. #165

    Rücksichtslosigkeiten nicht unwidersprochen hinnehmen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Facebook will Nutzerdaten automatisch an Dritte weitergeben, die Ministerin für Verbraucherschutz protestiert: In einem Brief an Facebook-Chef Zuckerberg kritisiert Ilse Aigner das Vorgehen des sozialen Netzwerks - und droht mit der Kündigung ihrer Mitgliedschaft.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...687255,00.html


    Die Ministerin hat recht. Was sie einfordert ist das Selbstverständlichste auf der Welt.
    Allerdings haben die Netzwerkmitglieder auch die Möglichkeit, ihrem Profil den selbst
    gewünschten Ausdruck zu verleihen und damit Kommunikationsstränge im eigenen
    Interesse weiter zu nutzen.

    Als das WWW noch nicht existierte, galt es, die einzelnen Klatschlinien zu erkunden und
    diese dann gezielt mit Informationen zu füttern, die das eigene Renommee ins rechte Licht
    rückten.

    Die Welt hat sich eben geändert. Wer die „Gemeinheiten“ der Netzwerkbetreiber kennt,
    kann sich gut auf deren Nutzerprofil einstellen und bedarf nicht in allen Fällen der Hilfe
    des Verbraucherschutzes. Datenverwendungsregeln müssen allerdings unabdingbar vor
    jedweder Vereinbarung stehen. Ebenso kann nicht darauf verzichtet werden, Änderungen
    in den Regeln rechtzeitig vor der faktischen Einführung bekanntzugeben. Das könnte Frau
    Verbraucherschutzministerin per Gesetz in konkrete Fristen fassen und Verstöße mit em-
    pfindlichen Geldbußen, in besonders gravierenden Fällen mit Freiheitsentzug ahnden.

    Auch der attraktivste Netzwerkbetreiber hat sich ein Mindesmaß an Schutzregeln für seine
    Mitglieder aufzuerlegen. - Was Goggle mit seinem Street-View-Projekts praktiziert, ist
    schon gar nicht hinnehmbar. Ich empfehle, Goggle wegen Verletzung der Privatsphäre
    zu verklagen und in den Fällen, in denen die Aufnahmen z. B. zu Kreditwürdigkeitsur-
    teilen herangezogen werden, Schadenersatz einzufordern.

    Jordan Sokoł
  7. #166

    Haarsträubend

    Ich habe meinen Xing-Account, der auch ganz nützlich ist und bei dem ich sehr restriktiv mit meinen Daten umgehe. Facebook hat mich nie sonderlich interessiert. Nachdem mich meine Tochter in Neuseeland darum gebeten hat, habe ich einen Account eröffnet, nur mit den allernötigsten Angaben.

    Als ich dann neulich reinschaute, standen mir die Haare zu Berge. Unter den Freundschaftsvorschlägen fand ich von meiner Putzfrau bis zu einer "längst Verflossenen" ein gutes Dutzend Leute, die ich aus allen möglichen Zusammenhängen kenne. Mir stehen die Haare zu Berge, wenn ich mit vorstelle, was man mit solcher Art verknüpften Informationen anfangen könnte ...
  8. #167

    scheinheiliger Unternehmer

    Zitat von desktopper Beitrag anzeigen
    Ich erspare mir die Mühe, hier Ihr ganzes Post zu zitieren und einzeln zu beantworten, das langweilt nur.
    Ganz schön faule Ausrede für jemanden wie Sie, der in diesen Thread zwischen 11:39 und 15:56 Uhr siebzehn z.T. längere Beiträge von sich gegeben hat. Und dann anderen vorwirft, lange am PC zu hängen, und sie als untauglich für einen Job zu erklären.

    Nochmals: Sie haben am Ostermontag mehr als vier Stunden in diesem Forum zu gebracht (auch eine Art "soziales Netzwerk") und sich ständig beteiligt. Und dann lehnen Sie die Antwort auf detailliertere Nachfrage ab!

    Nach den von Ihnen hier verbreiteten Aussagen, wären Sie bei sich selbst nicht anstellbar: Verbringt zuviel Zeit im Internet.
    Stellen Sie sich mal vor, dass Sie sich 4 Stunden lang statt dessen nach Ihren eigenen (scheinheiligen) Kriterien hätten sozial engagieren können.

    Toller Unternehmer, so einer ...


    Und den fernsehenden, stundenlang herumzappenden Trottel werden Sie anstellen, denn da versagen die von Ihnen eingesetzten Schnüffeldienste dann, denn TV-Nutzung stellen die nicht fest.

    Im übrigen sind viele mobil längere Zeit in Facebook eingeloggt. Da ergeben Ihre Schnüffeleien wenig Sinn und über Produktivität eines zukünftigen Mitarbeiters gewinnen Sie keine realistische Aussage.
    Offenbar hat Ihr Nachschnüffeln Ihren Angaben zufolge auch keine brauchbaren Ergebnisse erbracht.
    Selbst stundenlang in Foren lesen und schreiben, und andere belehren wollen, dass solches Verhalten schädlich ist. Wer im Glashaus sitzt ...
  9. #168

    Der Mann ist doch kein Unternehmer. :)

    Zitat von io_gbg Beitrag anzeigen
    Toller Unternehmer, so einer ...
    Der Mann hat ein Alter Ego im Web, vermutlich auch auf Facebook. ;)
  10. #169

    Saubermann Facebook?

    So unsinnig auch der Inhalt der vermeintlichen Drohung erscheinen mag, eines hat er jedoch bewirkt: Aigner hat sich aus medialer und PR-Sicht hervorragend in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, um einer landläufigen Meinung, Facebook sei eine karitative und gesetzeskonforme Institution, entgegen zu wirken und zum Unbehagen (q.e.d.) der Fans am Image des Saubermanns zu kratzen.
    Aus meiner Sicht kommt endlich etwas Bewegung rein, da lange zu beobachten war, wie der Protest gegen die Datenschutzverstöße und Wettbewerbsbenachteiligung (wie z.B. von Jappy.de oder von StudiVZ CEO Riedl anlässlich der Cebit) anhaltend auf taube Ohren stößt.








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