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Brennstäbe in Fukushima: Gefahr aus dem Abklingbecken

REUTERSIn den Abklingbecken des havarierten Atomkraftwerks Fukushima lagern bis heute ungeheure Mengen heißer Brennstäbe. Sollte ein weiteres Erdbeben die halb zerstörten Gebäude treffen, könnte es zu einer neuen Katastrophe kommen - denn das hochgefährliche Material ist nur schlampig geschützt.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...831078,00.html
  1. #50

    Zitat von Hannovergenuss Beitrag anzeigen
    Wie wäre es mal mit der Meldung einer anderen Tatsache: 90% der in Fukushima eingesetzten Arbeiter sind bisher mit weniger als 20 m/SV belastet worden was sogar der noch der Bundesdeutschen Strahlenschutzverordnung entspricht!?!
    Mit welcher Strahlung sind die 10% belastet worden und von welchen absoluten Arbeiterzahlen sprechen wir?
  2. #51

    Wahnsinn?

    Fukushima zeigt, dass Kraftwerksbetreiber und Politik eine fatale Partnerschaft eingegangen sind. Weshalb die Brennstäbe noch immer nicht aus dem Gefahrengebiet entfernt sind ist nicht nachvollziehbar. Offensichtlich nimmt man eine viel größere Katastrophe in Kauf, die halb Japan unbewohnbar machen kann. Es ist auch nicht anzunehmen, dass die Folgen meinetwegen in Frankreich weniger verheerend wären, oder dass die Verwaltung kompetenter agieren wärde. Hier wird die Verstrickung von Industrie und Regierung eindeutig lebensgefährlich.

    Der Spitzendiplomat und ehemalige Botschafter Japans in der Schweiz, Murata Mitsuhei, erklärte, wenn der Reaktor 4 mit 1.535 Brennstäben zusammenbrechen würde, würde dies nicht nur die Abschaltung aller sechs Reaktoren bewirken, sondern auch das gemeinsame Abklingbecken für die abgebrannten Brennstäbe treffen, dass 50m von Reaktor 4 entfernt liegt. Hier befinden sich 6.375 Brennstäbe. Dies, so Murata Mitsuhei „würde sicherlich eine globale Katastrophe bewirken, wie wir sie niemals zuvor erlebt haben – es würde uns alle für Jahrhunderte betreffen“.
    Experten warnen vor weiteren Gefahren in Fukushima | Rödl Business News
  3. #52

    Zitat von Timm22 Beitrag anzeigen
    Die Industrienation hat mit Sicherheit mehr Probleme durch den Tsunami mit 15.857 Toten als mit der Atomkraft/Fukushima sie Ignorant. Kriegen Sie mal ihre Verhältnismäßigkeit wieder in den Griff.

    Wenn hier auf SPON an anderer stelle steht "ein Jahr nach dem Super GAU" und dann Artikel zum Tsunami kommen, weiß man schon dass .....
    Unterschätzen Sie so 'nen kleinen Super-GAU nicht. Für Tscherrnobyl gehen die Schätzungen auf bis zu 1,44 Mio. Opfer, dabei ist die Zahl der direkten, sofort betroffenen Opfer unter den Liquidatoren sehr gering.
    Die wirtschaftlichen Folgen für eine Industrienation sind auch berechenbar. In der Ukraine werden heute noch, 25 Jahre dananch, immer noch 5 Prozent des Staatsbudgents für die Folgen des Atomunfalls aufgewendet.
    Gerade im Umgang mit schwer zu kalkulierenden Risiken zeigt6 sich immer wieder: Abgerechnet wird zum Schluss.
  4. #53

    Oh mann... natürlich ist das Teil nicht sicher. Glaubt hier irgend jemand, diese Ruine würde so irgend eine Zulassung kriegen?
    Selbst wenn das Risiko einer massiven Freisetzung von Strahlen irgendwo im Promille-Bereich liegt, ist das viel zu hoch.
    Es scheint so, als gebe es eine gute Chance auch ein schweres Erdbeben irgendwie zu überstehen. Zum Glück. Darauf wetten will aber niemand.

    Strahlungsopfer sterben nicht fernsehgerecht und auch der ursächliche Zusammenhang ist kaum direkt nachweisbar. Dass es noch kein Mensch daran gestorben ist, ist deshalb zumindest fraglich. Es wird aber in Zukunft sicherlich Statistiken geben, die schwere Gesundheitsprobleme im verstrahlten Gebiet, insbesondere auch bei Kindern, verzeichnen. Zahlenmäßig bleibt der Tsunami vermutlich deutlich vorne. Im Unterschied zum KKW-Unfall ist das aber ein unvermeidliches Risiko und jedes mal ein einzelnes Ereignis. Das Wasser geht, die Strahlung bleibt.

    Die Fatale Lage des KKW ist gleichzeitig auch ein Glücksfall. Der mit Abstand größte Teil der ausgetretenen Strahlung ging richtung Meer. Also weg von den Menschen. Das würde in Europa wohl anders aussehen.

    Von hier aus habe ich den Eindruck, dass sich TEPCO noch nicht so ganz von seiner ursprünglichen Idee verabschiedet hat, das Kraftwerk einfach sich selbst zu überlassen. Gibt es denn inzwischen mehrere redundante Rückfallebenen? Wird alles getan um das strahlende Material zu sichern? Wie sieht der Brandschutz aus? Gibt es einen neuen Tsunami- und Erdbebenschutz? Ist es vor einem Taifun gesichert? Oder säuft bei der nächsten Überschwemmung wieder alles ab? Wurden für die anderen Kraftwerke Lehren gezogen? Nach allem was man so hört, hezt man ohne Plan halbherzig von Provisorium zu Provisorium.
  5. #54

    ....

    Zitat von Rodelkönig Beitrag anzeigen
    Joa. Allein an der Beseitigung der Schäden in Fukushima wird die nächsten 40 bis 50 Jahre lang gearbeitet werden. Und raten Sie mal, wer die prognostizierten Kosten von etwa 130 Milliarden € für die nächsten 40 Jahre finanzieren wird? Ich geb Ihnen einen Tipp: Tepco nicht.
    Taschenrechner an!
    Wenn sie das über 40 Jahre mit einem Aufschlag auf den Strompreis bezahlen macht dies ca. 0,27 Cent je KWh aus!
    Bezogen auf 1180 TWh Stromerzeugung pro Jahr in Japan.
    Oder andersherum für 10 Jahre einen Fukushima-Cent.
    Zum Vergleich, unser EEG Wahnsinn kostet zur Zeit mit 3,5 Cent das 13-fache und wird weiter zunehmen.
  6. #55

    Zitat von W. Robert Beitrag anzeigen
    Fukushima zeigt, dass Kraftwerksbetreiber und Politik eine fatale Partnerschaft eingegangen sind. Weshalb die Brennstäbe noch immer nicht aus dem Gefahrengebiet entfernt sind ist nicht nachvollziehbar. Offensichtlich nimmt man eine viel größere Katastrophe in Kauf, die halb Japan unbewohnbar machen kann.
    Dazu müssen die Stäbe ja erstmal abkühlen, bis sie transportfähig sind. Dafür liegen die ja im Abklingbecken, und das dauert leider eine ziemlich lange Zeit.
  7. #56

    Unlgaublich...

    "Noch eine Atom-Katastrophe? Naja, vielleicht gibt es diesmal wenigstens mal Todesopfer..."

    Besserwisserei, Verschwörungstheorie und Menschenverachtung liegen hier ja ganz nah beieinander. Das Forum ist teilweise wirklich eine einzige Schande für jeden rational denkenden und empathischen Menschen.
  8. #57

    Sicher gibt es in Fukushima noch große Probleme, abe rmich stört die einseitige Berichterstattung, die so tut als sei hier in Deutschland seit der Wende bei den verbleibenden neun Reaktoren alles in Ordnung.

    Das Gegenteil st der Fall. Statt uns Sorgen um die Japaner zu machen, sollten wir uns eher Sorgen um die deutschen Atomkraftwerke machen.

    Auf meiner Internetseite www.tec-sim.de habe ich ausführlich dargelegt, dass die mobile Einspeisung bie einem schweren Störfall, deren Versagen in Japan endgültig in die Katstrophe führte, hier in Deutschland genauso notdürftig vorbereitet und organisiert ist wie in Fukushima - zumindest wenn die Angaben im deutschen Bericht zum ENSREG Stress Test zutreffen.

    Die Peer Review zum ENSREG Stress TEst hat ausdrücklich die schlechte Vorbereitung und Organisation der mobilen Einspeisung gerügt und umgehende Nachbesserungen angemahnt.

    Bemerkenswert ist, dass die Internetseite, auf der alle EU-Bürger ihren Kommentar zum ENSREG Stress Test hochladen konnten, vom 25.4.2012 bis zum 2.5.2012 nicht funktioniert und es niemand beanstandet hat. Kein Mensch interessiert sich hier in Deutschland für die eigene Sicherheit. Dagen ist das Lamentieren über Dinge im fernen Japan angesagt. Das ist für einen denkenden Menschen nicht nachzuvollziehen.

    Ein schlimmes Erdbeben im fernen Japan, das auch noch genau Fukushima wieder trifft, ist sicher nicht wahrscheinlicher als ein schwerer Störfall in einem deutschen Atomkraftwerk. SPON sollter besser die Defizite bei der Reaktorsicherheit in Deutschland, die der Unfall in Fukushima offengelegt hat, ansprechen.
  9. #58

    Zitat von shades_of_blue Beitrag anzeigen
    "Noch eine Atom-Katastrophe? Naja, vielleicht gibt es diesmal wenigstens mal Todesopfer..."
    Gab es doch - ach ne, ich vergaß: Es zählen ja nur sofortige Strahlenopfer.
  10. #59

    Sicher

    Zitat von bammy Beitrag anzeigen
    Das Solaranlagen die Grundlast nicht decken können, ist keine Erfindung der gierigen Atom- und Mineralöllobby (was hat die damit zu tun?), sondern klarer Fakt.
    ist sie das.Zum Zeitpunkt der Entscheidung fuer Akw haette man sich genauso fuer Solar- oder Windkraft entscheiden koennen.Mit letzterem kann man aber keine Waffen herstellen,ein Potential,dass jedes Land,in Besitz von Akw,hat.Es wuerde keinen Mangel an Strom geben mit erneuwrbaren Energien.








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