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Brennstäbe in Fukushima: Gefahr aus dem Abklingbecken

REUTERSIn den Abklingbecken des havarierten Atomkraftwerks Fukushima lagern bis heute ungeheure Mengen heißer Brennstäbe. Sollte ein weiteres Erdbeben die halb zerstörten Gebäude treffen, könnte es zu einer neuen Katastrophe kommen - denn das hochgefährliche Material ist nur schlampig geschützt.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...831078,00.html
  1. #10

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In den Abklingbecken des havarierten Atomkraftwerks Fukushima lagern bis heute ungeheure Mengen heißer Brennstäbe. Sollte ein weiteres Erdbeben die halb zerstörten Gebäude treffen, könnte es zu einer neuen Katastrophe kommen - denn das hochgefährliche Material ist nur schlampig geschützt.

    Fukushima: Brennelemente in Abklingbecken bedeuten Gefahr - SPIEGEL ONLINE
    Noch eine Atom-Katastrophe? Naja, vielleicht gibt es diesmal wenigstens mal Todesopfer...
  2. #11

    Die Erkenntnisse sind nichtmal neu... Das wird seit Wochen diskutiert, dazu gibt es schon Fernsehreportagen....

    Das Ding wird nochmal in Luft fliegen. Die Arbeit kommt da erst noch.

    Aber die Energie ist ja soooo günstig.
  3. #12

    (...)

    Fukushima wird die Leute noch eine Weile beschäftigen.
    Ich frage mich ja, ob der Bau eines AKW's überhaupt als 'nationale' Angelegenheit betrachtet werden kann (siehe Tchernobyl und die Folen für Mitteleuropa). Eigentlich müßten nach heutigem Wissensstand zumindest die Bürger des bauenden Staates und die der Anrainerstaaten über einen solchen Bau abstimmen. Denn das Restrisiko beinhalted durchaus eine starke Einschränkung der Lebensqualität, schon was basale Bedürfnisse betrifft: Unversehrtheit von Leib und Leben.
    Tsunamis kann man natürlich nicht abschaffen. Aber den Bau von AKW's kann man eben auch bleiben lassen. AKW's sind NICHT alternativlos, auch wenn manche Lobbyisten einen das gerne glauben machen möchten.
  4. #13

    gähn

    *gähn* ........ ja, wir wissen es schon! Alles geht den Bach runter - die Katastrophen überrollen uns. Die Uhr steht auf 5 vor 12 !!!

    ....... und wenn die Katastrophen ausbleiben (Waldsterben - Vogelgrippe - Umweltkollaps - Oil Peak - etc. etc.), dann stellen wir halt die Uhr wieder neu.

    Schade, dass es in diesem Land nicht mehr Journalisten vom Schlage eines Dirk Maxeiners gibt! (Tipp: googlen Sie einmal nach dessen Büchern)
  5. #14

    Politik und Realität...

    Zitat von hienstorfer Beitrag anzeigen
    ...das Establishment - schreibt die Grünen hoch. Die Piraten dürfen bloss nicht in den Landtag in NRW.

    Deshalb geht es jetzt wieder um Atomstrahlen, Handystrahlen, Dioxin-Eier, Gen, uws. Gefahr, Gefahr!
    ...scheinen nicht immer ein und das Selbe zu sein oder wurden Sie, lieber "Hienstorfer" schonmal von einem Wahlergebnis verstrahlt?

    Grüne hin oder her. Unsere Nachfahren werden uns hassen für die Tonnen von Müll und Dreck, die wir hinterlassen. Traurig nur, dass selbst hinter wirklich erschreckenden Artikeln wie diesem Wahlkampfkalkül vermutet wird.... aua aua...
  6. #15

    Ja genau!

    Zitat von galens Beitrag anzeigen
    Ich höre noch die Aussagen am Anfang der Katastrophe in Fukushima: "Wasserstoffexplosionen? Das sind kleine Verpuffungen..."etc.
    Hoffentlich fliegt uns endlich mal der ganze Mist der Atomkraft so richtig um die Ohren damit diese Dummschwätzer ein für alle Mal den Mund halten!
    Ach das machen die noch nicht mal dann.
    Wir brauchen endlich mal ein paar nachweisbare Atomtote in Japan! Schon alleine damit Sie recht behalten! /ironie aus.
    Schlimm genug, was in Fukushima passiert ist. Das ist mal ein KKW, das Jürgen Trittins Prädikat "Schrottreaktor" zu recht trägt. Aber wir sollten doch froh sein, dass durch die Havarie selbst bislang niemand zu Tode gekommen ist - im Gegensatz zu dem Tsunami an sich, der zigtausende Opfer gefordert hat.

    Stattdessen werden wieder überzogene apokalyptische Szenarien ausgemalt. Die Abklingbecken sind ja wohl nicht aus Porzellan, sondern aus Stahlbeton. Selbst wenn ein noch stärkeres Beben stattfinden und die Behälter beschädigen sollte, dann zerspringen die nicht in tausend Teile, sondern bekommen Risse und werden undicht.

    Auch das wäre schon schlimm, aber da könnte man locker Wasser nachfüllen bis die Risse abgedichtet sind. Und eine unkontrollierte Kettenreaktion bei abgebrannten Brennelementen kann es sowieso nicht geben.
  7. #16

    Wo ist hier

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In den Abklingbecken des havarierten Atomkraftwerks Fukushima lagern bis heute ungeheure Mengen heißer Brennstäbe. Sollte ein weiteres Erdbeben die halb zerstörten Gebäude treffen, könnte es zu einer neuen Katastrophe kommen - denn das hochgefährliche Material ist nur schlampig geschützt.

    Fukushima: Brennelemente in Abklingbecken bedeuten Gefahr - SPIEGEL ONLINE
    das Problem ?
    Gleich kommen Chico und Hannovergenuss und erklären das Ganze sachkundig als unbedenklich.
    Also keine Bange, halb so wild...
  8. #17

    Industrienation Japan verzweifelt

    Eine Industrienation wie Japan verzweifelt am Problem der Atomenergie, wir sollten unsere Lehren daraus ziehen.
  9. #18

    Im Osten nichts Neues...

    Da hat SPON ja nur knapp ein Jahr gebraucht, bis diese Gefahr die Meldung in die Ticker gefunden hat.
    Die Gefahr ist sicherlich vorhanden, aber was sind die Alternativen? BEs rausholen ist momentan technisch noch nicht möglich. Es bleiben daher folgende mögliche Vorgehensweisen:
    1) Halb Japan vorsichtshalber evakuieren
    2) Panisch durch die Gegend rennen (auch in Kombination mit Vorgehensweise 1) möglich)
    3) Das Lagerbecken so gut es geht stabilisieren, hoffen, dass nichts passiert und die Arbeiten vorantreiben, sodass in naher Zukunft diese Zeitbombe entschärft werden kann
    Welche wäre wohl am Vernünftigsten?

    ----------

    Drei der sechs Reaktoren in Fukushima wurden mit Meerwasser geflutet, als es zur Kernschmelze kam. Das Wasser steht jetzt in den Sicherheitsbehältern, die den Reaktordruckbehälter umgeben. "Für diese Wassermengen sind die Behälter nicht ausgelegt", sagt Tromm. "Ob sie den Schwingungen durch ein Erdbeben gewachsen wären, ist zweifelhaft."
    Haha. Guter Witz. Zumindest in Reaktor 2 steht das Wasser im Sicherheitsbehälter ganze 60cm hoch, wie man neulich durch eine Bohrung herausgefunden hat (über welche SPON sogar berichtete). Da schwingt gar nichts.
    Und da diese wichtige, frei verfügbare Information dem Herrn Tromm offenbar nicht vorliegt, würde ich alles andere, was er sagt mit Vorsicht aufnehmen.
  10. #19

    Der einzige Dummschwätzer hier sind Sie. Dank Leuten wie Ihnen geht es jetzt schön zurück an die Kohlekraft, die mehr Radioaktivität verbreitet und auch wesentlich mehr tote Menschen fordert als es Nuklearkraft inklusive aller Katastrophen je getan hat.

    Danke. Ignoranten Steinzeitmenschen mit großen Mäulern wird in Deutschland eben gerne ein Ohr geschenkt.
    Zu Gute muss man Ihnen heißen, dass gegenwärtige Reaktordesigns tatsächlich das Potential haben, uns um die Ohren zu fliegen und ich stimme Ihnen insofern zu, dass diese Reaktoren ersetzt werden sollten.
    Zum Beispiel mit Molten Salt Reactor (MSR) Designs, vorzüglich Liquid Fluoride Thorium Reactors. Da gibts einen schönen TED-Talk, aber Sie finden sicher etwas daran, dass uns zukünftig alle umbringen wird.
    Ach Moment, die arbeiten unter nur einer Atmosphäre an Druck (keine Explosionsgefahr!), verbrennen 99% des Brennstoffes (statt 1% in gegenwärtigen Uran-235 Reaktoren) und deren gefährlicher Abfall ist zu 83% innerhalb von 10 Jahren komplett ungefährlich, und die restlichen 17% müssen für nur 300 Jahre endgelagert werden, statt der bisher üblichen 20,000 Jahre.

    Zudem ist 1 Tonne Thorium-232 ungefähr so energiewertig wie 35 Tonnen aufbereitetes Uran-235, die 0.02% vom ausgebuddeltem Uran.

    Oh und ich hab vergessen, dass es durch das LFTR Design verdammt schwer ist, waffenfähiges Material zu erhalten.
    Hab ich schon erwähnt das LFTRs selbstregulierend sind? Schauen Sie sich mal, wie die aufgebaut sind. Die flüssigen Thorium-Fluorid Salze transferieren Hitze vom Brennmaterial (auch diese flüssigen Salze), um einen Brayton oder Rankine Cycle anzutreiben und elektrische Energie zu generieren. Nun, diese werden an einem Punkt im Kreislauf gefroren und sollte es zu einem Reaktor Problem kommen, schmilzt dieser "Freeze Plug" und der gesamte Brennstoff wird einfach in Notfallcontainer gedumpt.

    Damit kann der Reaktor niemals zur Kernschmelze kommen, das ist komplett unmöglich nach Design. Fahrräder fliegen ja auch nicht.

    Im Großen und Ganzen hoffe ich, dass Sie nicht so voreilig sind mit dem Beschimpfen von Nuklearenergie.


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