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Breiviks Vordenker: Ein bisschen Reue, ein bisschen Ausrede

Das wahnwitzige 1500-Seiten-Manifest des norwegischen Massenmörders Anders Breivik hat die Namen seiner ideologischen Vordenker weltweit bekannt gemacht. Viele von ihnen bemühen sich nun um Schadensbegrenzung - denn die Bluttat gefährdet ihren nationalistischen Kulturkampf.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...777315,00.html
  1. #20

    Er will in Frieden leben...

    Aus dem Beitrag:
    "Er ist nun einer von jenen, die am Pranger stehen. Ray soll eine der Haupt-Inspirationen für Breiviks krude Ideologien gewesen sein. Mehr noch: Manche glauben, sein bizarrer Kreuzritter-Verein, in dem Ex-National-Front-Mitglieder mit angeblichen Ex-Neonazis aus Deutschland und wegen mehrfachen Mordes verurteilten protestantischen Terroristen aus Nordirland den Schulterschluss üben, sei nichts anderes als die "Kreuzritter-Zelle" zur Befreiung Europas, von der Breivik so gern schwadroniert. Laut Ray alles Unsinn, ihm gehe es um nichts anderes als britische Brauchtumspflege, ansonsten wolle er "in Frieden leben, sonst nichts"."

    Und die Menschen, gegen die er hetzt, wollen das etwa nicht?
    Ich hoffe, man kann ihn belangen.
  2. #21

    Direkte Demokratie - nur wenns gerade passt.

    Zitat von s.t.b. Beitrag anzeigen
    Man ist bei einer Podiumsdikussion auf der über mehr direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild gesprochen wird, man fordert mehr Mitbestimmung durch Volksentscheide.
    Draussen randalieren Leute, werfen Flaschen und krakelen "Faschismus ist keine Meinug sondern ein Verbrechen?"

    Da fasst man sich echt an den Kopf.
    So stellen sich die Linken und Grünen direkte Demokratie vor:
    Über Bahnhöfe darf abgestimmt werden,
    über Minarette nicht.

    Jeder Volksentscheid ist zuvor von der Staatsverdienerkaste absegnen zu lassen.
  3. #22

    ...

    Zitat von zch Beitrag anzeigen
    Hätte der SPIEGEL bei einem islamistischen Attentat den Propheten Mohammed sowie alle vom Attentäter zitierten Imame und muslimische Blogger, ebenfalls als "ideologische Vordenker" der Bluttat bezeichnet?

    Würde der SPIEGEL sich dann auch darüber beschweren, wenn diese Imame und muslimische Blogger das Attentat zwar bedauern, aber "trotzdem" weiterhin an ihren islamischen Thesen festhalten wollen?

    Würde der SPIEGEL die die Distanzierung - oder gar Entschuldigung - dieser Imame und muslimischen Blogger ebenfalls verächtlich zurückweisen, weil es "nur eine Distanzierung von der Tat, nicht von der Religion dahinter" sei?
    Nun ich denke die Antwort kennen wir beide, natuerlich wuerde nichts derartiges passieren! Und das ist auch nicht weiter schlimm. Wichtig waere es nur, wenn man den Spiegel weiter als ernst zu nehmendes Nachrichtenmagazin betrachten wuerde. Mag sein, dass er das mal war. Heute ist er nur noch eine linksgruene Propagandaschleuder abgehalfteter Alt68er.
  4. #23

    Broder vergessen?

    Hier hätte ich gern auch etwas über einen Herrn Broder gelesen. Wird er wegen "treuer Dienste" ausgelassen, weil er so lange für den Spiegel und Spiegel Online geschrieben hat?
  5. #24

    Broder

    Und was ist mit Broder?


    Die billigste Art des Stolzes ist hingegen der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. "(Parerga und Paralipomena) Arthur Schopenhauer"
  6. #25

    Broder bashing

    Was um Himmels willen hat Broder mit den Anschlägen in Norwegen zu Tun? Ihn in eine rechtsradikale Ecke zu stellen, ist nicht polemisch, es ist abstrus und beleidigend. Broder prangert zu Recht die mittelalterliche Auslegung des Islam durch Salafisten und Islamisten an. Ein Blick ins Grundgesetz würde helfen, seine Intention besser zu verstehen. Für mich ist Broder einer mit Rückgrat, der sich wenigstens noch traut eine eigene Meinung zu haben.
  7. #26

    Wie immer...

    Zitat von off_road Beitrag anzeigen
    So stellen sich die Linken und Grünen direkte Demokratie vor:
    Über Bahnhöfe darf abgestimmt werden,
    über Minarette nicht.

    Jeder Volksentscheid ist zuvor von der Staatsverdienerkaste absegnen zu lassen.
    Die Linken in CH wollen/wollten das übrigens auch hier einführen, mit einem Gremium, das "prüft" welche Initiative zugelassen wird für eine Volksabstimmung und welche nicht. Zum Glück sind sie damit gescheitert.

    Was den Artikel betrifft:
    Wie schon von anderen Forennutzer kritisiert wurde, macht da beim Islam auch keiner einen Aufstand, auf wen sich der Attentäter bezieht wenn er gerade Züge in Madrid oder Busse in London in die Luft sprengt.

    Wenn ein Breivick zu den Rechten gehört, muss man konsequent auch fordern, das die Terroristen des Islams nunmal auch zum.. ähm.. Islam gehören. Man kann nicht bei der einen Gruppierung (bzw Religion in dem Fall) eine solche Differenzierung betreiben und bei der anderen Gruppe nicht. Da gibt es nur ein "Entweder - Oder". Alles andere wirkt nur lächerlich und absurd.

    Freundliche Grüsse
    diamorphin
  8. #27

    Wann...

    ...hört endlich dieses Gejammer der rechtspopulistischen Kampfterrier auf?
    Der Anschlag richtete sich gegen diejenigen, die sie regelmäßig als "Gutmenschen" verhöhnen. Und die meisten blogger, die über Linksfaschismus schwadronieren, wenn Sarrazin ausgebuht wird und die behaupten - wie der Kampfblogger Cengiz Dursun - die "Gutmenschen seien glücklich" über den Anschlag, was einer Unterstellung in der Nähe einer Volksverhetzung gleich kommt, haben nicht verbal abgerüstet, sondern pöbeln und flennen weiter.
    Die Selbstkritik und Selbstreflexion fehlt zumindest in der deutschen Bloggerszene fast vollständig.
  9. #28

    ja

    Zitat von stewog Beitrag anzeigen
    Hier hätte ich gern auch etwas über einen Herrn Broder gelesen. Wird er wegen "treuer Dienste" ausgelassen, weil er so lange für den Spiegel und Spiegel Online geschrieben hat?
    Oder Mohammed auf dessen Schriften sich die mit Abstand allermeisten Terroristen dieser Welt berufen
  10. #29

    Wer anders denkt, ist der Feind!

    Ich wünsche mir eine Diskussion, in der man den Gegner ernst nimmt. Helmut Schmidt sagt: „Wenn das so weitergeht, gibt´s Mord und Totschlag, denn es sind zu viele Ausländer bei uns.“ (Helmut Schmidt, 1994)
    Ayan Hirsi Ali sagt: "Die Unterdrückung der Frau ist genuin islamisch."
    Es gibt keine Verbindung zwischen diesen und ähnlichen Aussagen zu den Verbrechen von Breivick.
    Allein die Formulierung "Breiviks Vordenker" suggeriert, dass dieser ohne von Frank Patalong aufgelisteten Publizisten nicht zu einem Gedanken fähig war.
    Heisig, Ali, Abdel-Samad, Sarrazin, Broder, Spencer, Kelek usw. usw. werden doch deshalb gelesen, weil sie aussprechen, was viele Menschen denken. "Die sprechen aus, was ich nicht laut zu sagen wage", ist der zweite Gedanke. Wir müssen weg kommen, von nicht sagen dürfen. Die Diskussion muss zum Kern des Themas vordringen: In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Was müssen wir tun, damit sie sich in diese Richtung entwickelt?
    Freund-Feind-Denken führt nur zu ideologischen Wagenburgen.








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