Breivik vor Gericht: Gernegroß, gescheitert

AFPEr verliert sich in großen Worten, verkauft seine Hirngespinste als Ideologie und sein berufliches Scheitern als selbstgewählte Schaffenspause. Die Staatsanwaltschaft hat Anders Breivik über die Zeit seiner Radikalisierung befragt. Die war weniger politisch motiviert als Ergebnis persönlichen Versagens.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...828455,00.html
  1. #1

    Gescheitert?

    Ist ja ganz was neues! Wenn man persönlich scheitert, läuft man also Amok und tötet dutzende Menschen?

    Die Spiegel-Redakteure haben ziemlich abenteuerliche Thesen.

    Breivik ist nicht zum Massenmörder geworden, weil er mit seinen Firmen gescheitert ist, sondern weil er verrückt ist und den Bezug zur Realität verloren hat.

    Etwa jeder siebte Erwerbstätige in Deutschland hat keinen beruflichen Abschluss. Da müsste es aber in Deutschland vor lauter Massenmördern nur so wimmeln!
  2. #2

    Breivik ein Kanonenschlag ?

    So mancher wäre gerne ein Kanonenschlag,
    ist aber doch nur ein Piepmansche!

    v Pförtner
  3. #3

    Zu viel Aufmerksamkeit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er verliert sich in großen Worten, verkauft seine Hirngespinste als Ideologie und sein berufliches Scheitern als selbstgewählte Schaffenspause. Die Staatsanwaltschaft hat Anders Breivik über die Zeit seiner Radikalisierung befragt. Die war weniger politisch motiviert als Ergebnis persönlichen Versagens.

    Breivik vor Gericht: Gescheiterter Gernegroß - SPIEGEL ONLINE
    Ich finde, diese Person bekommt zu viel mediale Aufmerksamkeit.

    Mich interessiert nicht, was er für eine verschrobene Ideologie vertritt, was er für Games zockt, wielange er arbeitslos war und dass er eine gescheiterte Existenz ist. Der Typ ist ein verrückter Killer und Terrorist - ab in den Knast mit dem und Schlüssel wegwerfen.
  4. #4

    Zitat von StefanSchu Beitrag anzeigen
    Ist ja ganz was neues! Wenn man persönlich scheitert, läuft man also Amok und tötet dutzende Menschen?
    Die Spiegel-Redakteure haben ziemlich abenteuerliche Thesen.
    Breivik ist nicht zum.....
    Ihre Argumentation ist sehr einfach gestrickt.
    Es wird auch nicht jeder Verrückte oder jeder, der den Bezug zur Realität verliert, ein Massenmörder.
    Ihre eigene Argumentation widerspricht Ihnen da. Erstaunlich, dass Sie das nicht selber gemerkt haben.
  5. #5

    Was bringt es, Dreck aufzuhäufen?

    "Ergebnis persönlichen Versagens"

    Ist doch völlig ohne Belang, den Täter zu diffamieren. Wie am Pranger, SPON schmeisst Kohlköpfe und Pferdeäppel.
  6. #6

    Kasperletheater

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er verliert sich in großen Worten, verkauft seine Hirngespinste als Ideologie und sein berufliches Scheitern als selbstgewählte Schaffenspause. Die Staatsanwaltschaft hat Anders Breivik über die Zeit seiner Radikalisierung befragt. Die war weniger politisch motiviert als Ergebnis persönlichen Versagens.

    Breivik vor Gericht: Gescheiterter Gernegroß - SPIEGEL ONLINE
    Dieser Prozess ist ein reines Kaschperltheater. Vor Gericht gibts hier doch nichts mehr aufzuarbeiten. Einzig die Frage: narrisch oder nicht narrisch, steht noch an.

    Jedoch, interessant wird zu beobachten sein, wenn Breivik schließlich rechtskräftig verurteilt ist und einsitzt, ob und wann eine Phase der Läuterung eintritt.
  7. #7

    @membot: Falsch!

    Zitat von membot Beitrag anzeigen
    Ihre Argumentation ist sehr einfach gestrickt.
    Es wird auch nicht jeder Verrückte oder jeder, der den Bezug zur Realität verliert, ein Massenmörder.
    Ihre eigene Argumentation widerspricht Ihnen da. Erstaunlich, dass Sie das nicht selber gemerkt haben.
    Die Argumentation widerspricht sich hier natürlich nicht.
    Die ursprüngliche Behauptung war das eine vermeintlich gescheiterte Existenz zum Massenmord tendiert. Das ist offensichtlich falsch, sonst gäbe es deutlich mehr Massenmorde.
    Ihr Umkehrschluss, nämlich das alle realitätsfremden Irren, Massenmorde begehen ist nicht zulässig. Der Grund liegt darin das ich den Begriff Irrsinn nicht näher spezifiziert habe. Sie können also nicht vom Allgemeinen zum Speziellen schlussfolgern, ich kann aber sehr wohl vom Speziellen auf das Allgemeine schließen, weil der Irrsinn eine Teilmenge ist.

    Massenmörder leiden fast ausnahmslos unter einer gestörten Persönlichkeit und einer falschen Wahrnehmung der Realität, siehe Ted Bundy, Charles Manson, etc. Welche konkreten Psychosen letztlich den Ausschlag geben, dass ein Mensch zum Massenmörder wird, steht auf einem ganz anderen Blatt, denn die können sehr differenziert sein.
  8. #8

    Das mal lesen

    In dem Buch "Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren" werden die Breiviks dieser Welt übrigens ausführlich beschrieben.

    Interessante Hintergrundlektüre zu Fanaktikern jeglicher Religion.
  9. #9

    Überraschend? Wohl kaum.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er verliert sich in großen Worten, verkauft seine Hirngespinste als Ideologie und sein berufliches Scheitern als selbstgewählte Schaffenspause. Die Staatsanwaltschaft hat Anders Breivik über die Zeit seiner Radikalisierung befragt. Die war weniger politisch motiviert als Ergebnis persönlichen Versagens.

    Breivik vor Gericht: Gescheiterter Gernegroß - SPIEGEL ONLINE
    Tja. Das ist also übrig geblieben von Breivik, selbsternanntem "Zellkommandant" und "Tempelritter". Es scheint so, als ob er langsam aber sicher wieder aus seiner Scheinwelt zurückkommt und die Realität wahrnimmt.
    Und in dieser Realität ist Breivik ein Versager: mehrere Unternehmen hat er in den Sand gesetzt, weil er mit Geld nicht umgehen konnte: Schuld war die Gesellschaft in seinen Augen, nicht er selbst. Und irgendwann, zwischen Computer und Schlafengehen, im selbstgewählten Sabbatical, fing er wohl an, sich in Traumwelten zu flüchten. Aus dem Versager wurde eben ein "Tempelritter", ein "Zellkommandant". Das klingt beeindruckend, irgendwie wichtig und man kann damit angeben, gerade im Internet, gerade in entsprechenden sozialen Netzwerken.

    Das Schlimmste: Breivik ist eben kein Einzelfall. Er ist in der Hinsicht natürlich "einzigartig", als dass er seine Gedankenspiele realisiert hat und Menschen sterben mussten. Aber effektiv gesehen sind solche Gedankenspiele nicht so selten und finden sich auch oft in radikalen Kreisen wieder. Es sind i.d.R. Einzelgänger, welche die Gesellschaft für persönliches Scheitern verantwortlich machen und sich rächen wollen.

    Die Schlussfolgerung sollte natürlich nicht lauten, soziale Netzwerke zu überwachen oder das Internet zu regulieren, denn dazu ist der logistische Aufwand zu hoch und es würde ohnehin in Richtung "Gesinnungsüberwachung" bzw "Gedankenverbrechen" führen - keine erstrebenswerte Entwicklung.
    Nein, statt dessen sollte intensiv nach Ursachen geforscht werden: warum hat Breivik sich zu seinen Taten hinreißen lassen? Wo ist was falsch gelaufen in seinem Leben?