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Breivik-Prozess in Oslo: Das Selbstmitleid des Attentäters

AFPDer norwegische Attentäter Anders Breivik will unbedingt vermeiden, für unzurechnungsfähig erklärt zu werden. Deshalb präsentiert er vor Gericht ein zynisches Kalkül bei seinen Taten - und versuchte, das Leid der Opfer und ihrer Angehörigen zu relativieren.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...829122,00.html
  1. #1

    Mann sollte Breivik lebenslang in der Psychiatrie verwahren... Erstens ist er wirklich irre und zweitens ist es das, was er am meissten hasst und befürchtet - die ideale Strafe für einen wie ihn.
  2. #2

    Die Tatsache das er auf geistesgesund plädiert ist doch ein klarer Beweis das er eben nicht geisteskrank ist
  3. #3

    Mir fehlt irgendwie das Verständnis für die Ausführlichkeit, mit der dieser Prozess anscheinend geradezu "zelebriert" wird. B. hat die Taten begangen und gestanden und gehört für den Rest seines Lebens weggesperrt, schon alleine zum Schutz der Bevölkerung. Seine ganzen Erklärungen und Gedankenkonstrukte sind da doch eher irrelevant.
  4. #4

    Merkwürdiger Ansatz

    "Breivik selbst will unbedingt verhindern, für geisteskrank erklärt zu werden. Am Nachmittag sollte er eigentlich zu zwei psychiatrischen Gutachten über ihn Stellung nehmen."

    Wie soll ein Laie, der zudem noch Objekt dieser Gutachten ist, zu ihnen Stellung nehmen? Ihm fehlt dazu sowohl die fachliche Konpetenz als auch die Unvoreingenommenheit. Wieso lässt man zwei Gutachten erstellen, wenn zum Schluß der Angeklagte selbst beeinflussen kann, welches man heranzieht? Ich wundere mich über eins: Normalerweise ist es so, daß ein drittes Gutachten erforderlich wird, wenn vorher zwei Gutachter zu gegensätzlichen Ergebnissen gekommen sind. Wird jetzt aus dem Angeklagten jener dritte Gutachter? Dann kann man sich alle Gutachten sparen und den Angeklagten selbst aussuchen lassen, ob er als geisteskrank zu behandeln ist. Ich habe das Gefühl, daß es bei diesem Verfahren genau darauf hinauslaufen wird.
  5. #5

    Just my 5 pence...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der norwegische Attentäter Anders Breivik will unbedingt vermeiden, für unzurechnungsfähig erklärt zu werden. Deshalb präsentiert er vor Gericht ein zynisches Kalkül bei seinen Taten - und versuchte, das Leid der Opfer und ihrer Angehörigen zu relativieren.

    Breivik-Prozess in Oslo: Das Selbstmitleid des Attentäters - SPIEGEL ONLINE
    Der Mann ist natürlich irre, aber nicht unzurechnungsfähig. Er ist genauso gestört, wie jedes völkische nationalistische Denken, da gleicht er seltsamer Weise den Taliban, oder anderen religiösen Fanatikern.
  6. #6

    Krankhaft

    Zitat von Quintatön Beitrag anzeigen
    Mir fehlt irgendwie das Verständnis für die Ausführlichkeit, mit der dieser Prozess anscheinend geradezu "zelebriert" wird. B. hat die Taten begangen und gestanden und gehört für den Rest seines Lebens weggesperrt, schon alleine zum Schutz der Bevölkerung. Seine ganzen Erklärungen und Gedankenkonstrukte sind da doch eher irrelevant.
    Das ist doch das Kranke an unserer Gesellschaft, dass solchen Irren (so wie auch dem in Toulouse) solch eine prächtige Werbeplatform angeboten wird.

    Diese Werbung fördert solche Taten, und Verbrechen zu begehen um berühmt zu werden ist schon aus der Antike bekannt (Herostratos).
  7. #7

    Relativität

    Zitat von psypunk Beitrag anzeigen
    Der Mann ist natürlich irre, aber nicht unzurechnungsfähig. Er ist genauso gestört, wie jedes völkische nationalistische Denken, da gleicht er seltsamer Weise den Taliban, oder anderen religiösen Fanatikern.
    Die Welt im Allgemeinen ist gestört und da kocht halt jeder sein Süppchen drin. Man könnte ihn als die Horror-Version von Don Quichote oder Karl May sehen. Charles Manson kommt dem vielleicht am nächsten. Der hat auch vesucht irgendetwas "anzuzetteln", hatte aber zumindest eine real existierende "Sekte" um sich geschart. Und ich denke Sie haben Recht - Unzurechnungsfähigket in medizinischem Sinne ist hier bestimmt nicht gegeben - da hätte man Hitler und Stalin auch in ein Sanatorium stecken müssen.
  8. #8

    Was ist denn das für ein "SCHEISS-LAND" - wo die POLIZEI (oder das MILITÄR?) nicht einmal einen HUBSCHRAUIBER hat,
    um schnellstens raus auf die Insel zu fliegen?
    Hat das schon mal einer "hinterfragt"???
  9. #9

    Inwieweit die Gutachten zu kritisieren sind, weiß ich nicht wirklich zu beurteilen. Komisch sind die unterschiedlichen Ergebnisse schon. Die Öffentlichkeit muss jedoch solch einen Strafprozess - mit seiner medialer Inszenierung - aushalten können, um den gesellschaftlichen Kontext zu beurteilen. Nur mit einer aktiven, öffentlichen Auseinandersetzung, mit den Mitteln des Rechtsstaats, erreicht man eine bestmögliche Beurteilung für ein Rechturteil.


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