Über viele Jahre*war das Sauerland*praktisch vom Internet abgeschnitten. Die Bewohner fühlten sich "wie Wilde, die auf Bäumen leben".*Denn für die*Konzerne lohnte sich die Investition nicht. Also bauten sich die*Menschen ihre eigene Breitbandversorgung.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...812563,00.html
Der Artikel ist mal wieder reißerisch geschrieben. Per Modem werden die dort wohl immer schon zumindest grundsätzlich ins Internet gekommen sein, wenn auch spartanisch langsam. Das wird dann später im Artikel ja auch erwähnt. Aber zunächst liest man eben von "wilden auf den Bäumen", die anscheinend bisher überhaupt noch nie ins Internet gekommen seien.
"Trotzdem hat sich Angela Merkel inzwischen wieder von ihren ehrgeizigen Plänen verabschiedet, eine DSL-Grundversorgungspflicht gesetzlich zu verankern. Der Widerstand der Telekommunikationsbranche war wohl zu groß."
Das hat die FDP verhindert. Etwas was man nach der nächsten BT Wahl ganz sicher heilen könnte.
The Incredible Herrengedeck - FDP (official video) - YouTube
Ich habe ein Downgrade von einem 16000 auf einen 6000 DLS gemacht und stelle nur beim Upload einen Unterschied fest. Kann es sein, dass Gesichtspunkt der Anschlußbreite überschätzt wird.
Nachweislich war es die FDP die "Internet auf dem Land" den "normalen Wettbewerbsbedingungen" unterworfen sehen wollte.... Was da wohl an Parteispenden von Bitkom und Co geflossen ist, mag man sich gar nicht vorstellen. im Gegenzug schenkte die FDP dafür der CDU die uneingeschränkte Aufbewahrung von abrechnungsfähigen Verbindungsdaten mit der Möglichkeit des erleichterten Zugriffsfür Strafverfolgungsbehörden auf diese Daten....
Merkwürdig wie billig die "einzige liberale" Partei mit den Bürgerrechen umgeht. Zumindest kann man der FDP eines nicht vorwerfen: der Lobbyismus wird nicht versteckt....
Kompliment an die Sauerländer! Im CDU dominierten größten Flächenkreis Marburg-Biedenkopf des Landes Hessen herrscht ebendieselbe Misere fehlender Internetzugänge. Im Umkreis von Marburg haben die Stadtwerke Marburg schon seit einigen Jahren über die DSL-Richtfunktechnik Abhilfe geschaffen und bauen weiter kontinuierlich aus. Nur, im Vorstand der Stadtwerke sitzen Grüne und SPD-ler, was natürlich ein Grund für die CDU ist, diese Technik zu verteufeln und auf das Merkelsche Breitband am Sanktnimmerleinstag zu warten. 35 Euro monatlich sind natürlich im Sauerland wie in Marburg nicht wenig. Nur, man kündigt den Telekom Telefonschluss, baut sich über Skype ein kostenloses Netz für Freunde und Bekannte auf, ordert für rund 50 Euro Jahresgebühr eine Festnetznummer über Skype oder einen anderen VoiP-Anbieter und ist die ganze Multi-Bande los und hat die Mehrkosten gut wieder drin. Und wem das auch noch nicht reicht, der kann sogar mit den 6000 kbits/s Fernsehen im PC sich antun, was allerdings die Datenrate in die Höhe treibt. Ich bin auf diese Weise mit 67 Jahren voll Vergnügen mit der ganzen Welt "rentenverträglich" verbunden.
Im Jahr 2012 mit einem Modem (56 kbit/s) im Internet zu surfen ist ungefähr so, als ob man mit einem 25 KM/H Fahrzeug auf der Autobahm fahren will. Was vor 10 Jahren vielleicht gerade noch erträglich war, ist bei den heutigen Seitengrößen geradezu unerträglich. Die Startseite von spiegel.de (inkl. aller Elemente und Werbung) hat beispielsweise zwischen 1.0 und 1.2 MB Größe. Das Laden der Seite dauert bei optimaler Verbindung mit einem 56-kbit/s-Modem ca. 2 1/2 Minuten. Wen man sich dies vor Augen führt, dann ist der Titel des Artikel durchaus gerechtfertigt.