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Breitband im Sauerland: Die Aussätzigen haben jetzt*Internet

Über viele Jahre*war das Sauerland*praktisch vom Internet abgeschnitten. Die Bewohner fühlten sich "wie Wilde, die auf Bäumen leben".*Denn für die*Konzerne lohnte sich die Investition nicht. Also bauten sich die*Menschen ihre eigene Breitbandversorgung.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...812563,00.html
  1. #60

    Falsch!

    Zitat von irobot Beitrag anzeigen
    …Und 16 Mbit halte ich eh für eine PR-Geschichte. Die kann man praktisch nie ausschöpfen.
    Das ist Unsinn. Mit HD Video Streaming (Internet TV) werden selbst dicke Leitungen an die Grenze gebracht. Selbst öffentlich rechtliches Fernsehen inzwischen so unerträglich geworden ist, das man die Alternative aus dem Internet wirklich dringend braucht.
  2. #61

    Surfen mit analogem Modem

    [
    Zitat von velociraptor Beitrag anzeigen
    Der Artikel ist mal wieder reißerisch geschrieben. Per Modem werden die dort wohl immer schon zumindest grundsätzlich ins Internet gekommen sein, wenn auch spartanisch langsam. Das wird dann später im Artikel ja auch erwähnt. Aber zunächst liest man eben von "wilden auf den Bäumen", die anscheinend bisher überhaupt noch nie ins Internet gekommen seien.
    Schon mal per Modem mit 56 kbit/s gesurft? Das ist in etwa so schnell, wie wenn man sein Volumenkontingent bei einem UMTS-Tarif aufgebraucht hat. Auch zu Zeiten, wo es unter Webdesignern noch als persönlciher Ehrgeiz galt, Grafiken möglichst stark herunterzurechnen, damit sie noch halbwegs schnell geladen wurden, artete das für den Nutzer, als es noch keine andere Technik gab, oftmals zum Geduldspiel aus.
    Heute, wo es keinen mehr sonderlich interessiert, aus wie vielen kb oder mb eine Grafik besteht, hauptsache sie ist schön bunt und sie bewegt sich munter, kann das Laden von zwei Seiten vom Spiegel bereits 5 MB ausmachen. Und das artet mit einem analogen Modem in Quälerei aus.
  3. #62

    Zitat von velociraptor Beitrag anzeigen
    Der Artikel ist mal wieder reißerisch geschrieben. Per Modem werden die dort wohl immer schon zumindest grundsätzlich ins Internet gekommen sein, wenn auch spartanisch langsam. Das wird dann später im Artikel ja auch erwähnt. Aber zunächst liest man eben von "wilden auf den Bäumen", die anscheinend bisher überhaupt noch nie ins Internet gekommen seien.
    Vor allen Dingen den letzten Absatz im Artikel finde ich merkwürdig. Wieso musste man früher zum Emailsschreiben stundenlang im Büro bleiben und kann jetzt pünktlich nach Hause kommen. Inwiefern hat die Geschwindigkeit der Internetverbindung Einfluss auf die Tippgeschwindigkeit eines Nutzers. Oder musste der Nutzer etwa immer größere Anhänge verschicken? Dann ist das aber doch wohl eher ein Einzelfall.
    Das erinnert mich alles so ein wenig an den Ort meiner Eltern (Vorort von Hamburg). Dort wollte man den Einwohnern auch mit erstaunlichen Erklärungen weißmachen, weshalb sie doch unbedingt eine viel schnellere Internetleitung benötigen würden. Es mussten ebenfalls eine Mindeszahl an Leuten mitmachen, damit der Ort die schnellere Leitung verlegen würde. Meine Eltern wollten nicht mitmachen, weil ihnen ihre alte Flatrate-Leitung (ca. 0,4 MB/s) vollkommen ausreichte (für ein wenig surfen, Emailschreiben und skypen). Meine Eltern wollten monatlich nicht erheblich mehr ausgeben, obwohl sie keinen wirklichen Vorteil für sich sahen. Weil meine Eltern dafür im Ort schräg angeguckt wurden und diese in ihrem Alter auch keine Ahnung von der Materie haben, fragten sie mich immer wieder, ob sie nicht doch deutliche Vorteile hätten, wenn sie eine schnellere Verbindung haben würden. Jedes Mal musste ich meinen Eltern dann erklären, dass sie weder schneller skypen, noch schneller emails schreiben, noch schneller die Seiten auf den Internetseiten lesen könnten, weil das von einem selbst und nicht von einer noch schnelleren Leitung abhängt. Jedenfalls bei meinen Eltern war bzw. ist die alte Leitung schnell genug für ihr Internetverhalten.
  4. #63

    Zitat von stephan@mcsteph.com Beitrag anzeigen
    Ich garanteire Ihnen, wenn SIE "per Modem" auch nur den SPON lesen bzw. hier posten wollten, werden SIE nach spätestens 2-3 Tagen kurz vor dem Nervenzusammenbruch stehen. Ganz zu schweigen von Emails, die teilweise mittelgroße bis große Anhänge haben.
    Ich mache das von Oktober bis Juni. Geht schon, wenn man mit NoScript und co. alles ueberfluessige abschaltet.
    Bei anderen Foren geht es aber um Groessenordnungen besser. Wie machen die das nur?
  5. #64

    Wenn sie den Unterschied.....

    Zitat von ökos teuer Beitrag anzeigen
    "Trotzdem hat sich Angela Merkel inzwischen wieder von ihren ehrgeizigen Plänen verabschiedet, eine DSL-Grundversorgungspflicht gesetzlich zu verankern. Der Widerstand der Telekommunikationsbranche war wohl zu groß."

    Das hat die FDP verhindert. Etwas was man nach der nächsten BT Wahl ganz sicher heilen könnte.

    The Incredible Herrengedeck - FDP (official video) - YouTube

    Ich habe ein Downgrade von einem 16000 auf einen 6000 DLS gemacht und stelle nur beim Upload einen Unterschied fest. Kann es sein, dass Gesichtspunkt der Anschlußbreite überschätzt wird.
    ...zwischen 6Mbit und 16Mbit nicht merken, hatten sie entweder vorher keine 16 oder ihr Router ist zu alt und unterstütz nicht die volle Bandbreite:-)
  6. #65

    16 Mbit halte ich eh für eine PR-Geschichte?

    Zitat von irobot Beitrag anzeigen
    Das liegt daran, dass serverseitig die Übertragungsrate limitiert wird. Hat mir zumindest mal ein Admin in einem Rechenzentrum gesagt. Meistens ist bei 2Mbit Feierabend, damit die Leitungen nicht überlastet werden. Nach meiner Einschätzung würde das für einen DSL-Anschluss völlig ausreichen.

    Ach ja, ich habe in Köln auch nur 6 Mibit, da unsere Leitung nicht mehr hergibt. Reicht aber völlig. Und 16 Mbit halte ich eh für eine PR-Geschichte. Die kann man praktisch nie ausschöpfen.

    Ansonsten freue ich mich, dass unsere Nachbarn jenseits des Stimm Stamms endlich den Anschluss gefunden haben.
    Wundere mich immer wieder was manche Menschen für Märchen in die Welt setzen. Schon mal ein SP für Windows über 120MB geladen? Und noch einmal wenn sie zwischen 16 und 6Mbit keinen Unterschied merken haben sie entweder keine 16Mbit, werden von ihrem Provider beschissen, oder Ihr Router ist zu alt und unterstützt nur 6Mbit.
  7. #66

    >10Mbit flächendeckend verfügbar - nur will es niemand wissen

    Das seit Jahren flächendeckend verfügbare Internet per Satellit wird mal wieder ignoriert. Seit 2011 ist dank neuer Satelliten übrigens die Bandbreite erheblich gesterigert worden, die Kosten liegen unter Satellitenangebot der Telekom (wurde auch größtenteils ignoriert) und sind schneller als UMTS - sowohl im Up- als auch im Downstream. Denn seit 2011 können beide über Satellit erfolgen.
    Internet über Satellit als flächendeckende DSL-Alternative - teltarif.de Ratgeber
    DSL via Satellit – wenn ein herkömmlicher DSL-Anschluss nicht möglich ist l Telekom
    skyDSL: Satelliten-Internet jetzt zu DSL Preisen! | DSL und Festnetz - Nachrichten
  8. #67

    da wird er sauer der Sauerlaender,.....

    Zitat von nogg Beitrag anzeigen
    Im Jahr 2012 mit einem Modem (56 kbit/s) im Internet zu surfen ist ungefähr so, als ob man mit einem 25 KM/H Fahrzeug auf der Autobahm fahren will. Was vor 10 Jahren vielleicht gerade noch erträglich war, ist bei den heutigen Seitengrößen geradezu unerträglich. Die Startseite von spiegel.de (inkl. aller Elemente und Werbung) hat beispielsweise zwischen 1.0 und 1.2 MB Größe. Das Laden der Seite dauert bei optimaler Verbindung mit einem 56-kbit/s-Modem ca. 2 1/2 Minuten. Wen man sich dies vor Augen führt, dann ist der Titel des Artikel durchaus gerechtfertigt.
    Ich kann die Leute im Sauerland sehr gut verstehen, diese Probleme
    sind vielerorts sehr nervig. Vollmundige politische Versprechnungen
    der Politiker, de facto aber Internetkunde 2. oder 3. Klasse.

    Kenne diese Probleme gut von einem anderen grossen global-player,
    der TELEFONICA, mit mittlerweile weltweit 270 Millionen Kunden.
    Internet und Telefon wird dann zum Gluecksroulette, im Notfall keine
    angenehme Sache, kann sehr aergerlich werden.

    SPON privat zu nutzen, geht bei mir, dauert aber.
    Wenn die Seite aufgebaut wird, kann ich getrost einen Kaffee trinken
    gehen, "cobertura" ist auch bei anderen Gesellschaften theoretisch
    gaaanz ganz toll, praktisch ziehst du die Arschkarte.
    Allerdings beim Abkassieren wollen immer alle nur in der champions
    league spielen, Tricks, Fallen und Abzocke inclusive.

    Guten Empfang!
  9. #68

    Flächendeckend ist nicht bedarfsdeckend...

    Zitat von endofline Beitrag anzeigen
    Das seit Jahren flächendeckend verfügbare Internet per Satellit wird mal wieder ignoriert. Seit 2011 ist dank neuer Satelliten übrigens die Bandbreite erheblich gesterigert worden, die Kosten liegen unter Satellitenangebot der Telekom (wurde auch größtenteils ignoriert) und sind schneller als UMTS - sowohl im Up- als auch im Downstream. Denn seit 2011 können beide über Satellit erfolgen.
    Es wird ignoriert, weil es ein Shared-Medium ist, wie auch jede Funktechnologie. Sobald eine gewisse Anzahl der Nutzer auf Satellit umsteigen, wird die Datenrate, wie auch bei UMTS, LTE und Co., pro Nutzer signifikant einbrechen. Das weiß jeder, der die Grundlagen der Nachrichtentechnik ansatzweise versteht.

    Wirklich zukunftsfähige Breitbandnetze, ob auf dem Land oder in der Stadt, werden bereits heute und zukünftig noch stärker von kommunalen oder regionalen (siehe HSK oder OD) Unternehmen auf Basis von Glasfaser (FTTx) errichtet. Weil man Vor-Ort in vielen Teilen Deutschlands inzwischen die Bedeutung dieser Infrastrukturen erkannt hat und deren physikalische Eigenschaften eine praktisch unbegrenzte Nutzungsdauer (bei entsprechender Wartung und Instandhaltung) zulassen.

    Gerade Stadtwerke und regionale Energieversorger (Köln, München, Norderstedt, Hamburg, Ulm (auch Umland), Donau-Ries, etc.) treiben das voran. Und weil diese auch nicht zwanghaft auf einen ROI von 3 - 5 Jahren fixiert sind, rechnet sich das auch (sonst würden diese Unternehmen nicht bauen).

    Einige hoffen noch auf die Hilfe der Konzerne, aber werden auch einsehen, dass diese nicht kommt. Vodafone konzentriert sich auf Mobilfunk und die DTAG hat ihr Geld in den USA und dem sinnlosen VDSL-Ausbau versenkt. Einzig die Kabelnetzbetreiber können noch eine Weile mit den neuen FTTx-Netzen mithalten. Mittelfristig werden denen aber auch die Renditevorgaben ihrer Hedgefonds und die Shared-Medium-Struktur im Anschlussbereich den Hals zuschnüren.
  10. #69

    Hier könnte Ihre Werbung stehen!

    Zitat von w b a Beitrag anzeigen
    Wundere mich immer wieder was manche Menschen für Märchen in die Welt setzen. Schon mal ein SP für Windows über 120MB geladen? Und noch einmal wenn sie zwischen 16 und 6Mbit keinen Unterschied merken haben sie entweder keine 16Mbit, werden von ihrem Provider beschissen, oder Ihr Router ist zu alt und unterstützt nur 6Mbit.
    Meine Leitung bringt nur 6Mbit. Aber ein guter Freund von mir hat 16Mbit. Da aber die Übertragungsrate oft auf der anderen Seite limitiert wird, bringt ihm das garnichts. Ich selber merke das immer, wenn ich große Linux-Distributionen herunterlade. Da komme ich auf 2Mbit. Einmal habe ich einen Server gefunden, wo es mit 4Mbit ging. Aber die kompletten 6Mbit habe ich nie geschafft.








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