Über viele Jahre*war das Sauerland*praktisch vom Internet abgeschnitten. Die Bewohner fühlten sich "wie Wilde, die auf Bäumen leben".*Denn für die*Konzerne lohnte sich die Investition nicht. Also bauten sich die*Menschen ihre eigene Breitbandversorgung.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...812563,00.html
[ Schon mal per Modem mit 56 kbit/s gesurft? Das ist in etwa so schnell, wie wenn man sein Volumenkontingent bei einem UMTS-Tarif aufgebraucht hat. Auch zu Zeiten, wo es unter Webdesignern noch als persönlciher Ehrgeiz galt, Grafiken möglichst stark herunterzurechnen, damit sie noch halbwegs schnell geladen wurden, artete das für den Nutzer, als es noch keine andere Technik gab, oftmals zum Geduldspiel aus.
Heute, wo es keinen mehr sonderlich interessiert, aus wie vielen kb oder mb eine Grafik besteht, hauptsache sie ist schön bunt und sie bewegt sich munter, kann das Laden von zwei Seiten vom Spiegel bereits 5 MB ausmachen. Und das artet mit einem analogen Modem in Quälerei aus.
Vor allen Dingen den letzten Absatz im Artikel finde ich merkwürdig. Wieso musste man früher zum Emailsschreiben stundenlang im Büro bleiben und kann jetzt pünktlich nach Hause kommen. Inwiefern hat die Geschwindigkeit der Internetverbindung Einfluss auf die Tippgeschwindigkeit eines Nutzers. Oder musste der Nutzer etwa immer größere Anhänge verschicken? Dann ist das aber doch wohl eher ein Einzelfall.
Das erinnert mich alles so ein wenig an den Ort meiner Eltern (Vorort von Hamburg). Dort wollte man den Einwohnern auch mit erstaunlichen Erklärungen weißmachen, weshalb sie doch unbedingt eine viel schnellere Internetleitung benötigen würden. Es mussten ebenfalls eine Mindeszahl an Leuten mitmachen, damit der Ort die schnellere Leitung verlegen würde. Meine Eltern wollten nicht mitmachen, weil ihnen ihre alte Flatrate-Leitung (ca. 0,4 MB/s) vollkommen ausreichte (für ein wenig surfen, Emailschreiben und skypen). Meine Eltern wollten monatlich nicht erheblich mehr ausgeben, obwohl sie keinen wirklichen Vorteil für sich sahen. Weil meine Eltern dafür im Ort schräg angeguckt wurden und diese in ihrem Alter auch keine Ahnung von der Materie haben, fragten sie mich immer wieder, ob sie nicht doch deutliche Vorteile hätten, wenn sie eine schnellere Verbindung haben würden. Jedes Mal musste ich meinen Eltern dann erklären, dass sie weder schneller skypen, noch schneller emails schreiben, noch schneller die Seiten auf den Internetseiten lesen könnten, weil das von einem selbst und nicht von einer noch schnelleren Leitung abhängt. Jedenfalls bei meinen Eltern war bzw. ist die alte Leitung schnell genug für ihr Internetverhalten.
Wundere mich immer wieder was manche Menschen für Märchen in die Welt setzen. Schon mal ein SP für Windows über 120MB geladen? Und noch einmal wenn sie zwischen 16 und 6Mbit keinen Unterschied merken haben sie entweder keine 16Mbit, werden von ihrem Provider beschissen, oder Ihr Router ist zu alt und unterstützt nur 6Mbit.
Das seit Jahren flächendeckend verfügbare Internet per Satellit wird mal wieder ignoriert. Seit 2011 ist dank neuer Satelliten übrigens die Bandbreite erheblich gesterigert worden, die Kosten liegen unter Satellitenangebot der Telekom (wurde auch größtenteils ignoriert) und sind schneller als UMTS - sowohl im Up- als auch im Downstream. Denn seit 2011 können beide über Satellit erfolgen.
Internet über Satellit als flächendeckende DSL-Alternative - teltarif.de Ratgeber
DSL via Satellit – wenn ein herkömmlicher DSL-Anschluss nicht möglich ist l Telekom
skyDSL: Satelliten-Internet jetzt zu DSL Preisen! | DSL und Festnetz - Nachrichten
Ich kann die Leute im Sauerland sehr gut verstehen, diese Probleme
sind vielerorts sehr nervig. Vollmundige politische Versprechnungen
der Politiker, de facto aber Internetkunde 2. oder 3. Klasse.
Kenne diese Probleme gut von einem anderen grossen global-player,
der TELEFONICA, mit mittlerweile weltweit 270 Millionen Kunden.
Internet und Telefon wird dann zum Gluecksroulette, im Notfall keine
angenehme Sache, kann sehr aergerlich werden.
SPON privat zu nutzen, geht bei mir, dauert aber.
Wenn die Seite aufgebaut wird, kann ich getrost einen Kaffee trinken
gehen, "cobertura" ist auch bei anderen Gesellschaften theoretisch
gaaanz ganz toll, praktisch ziehst du die Arschkarte.
Allerdings beim Abkassieren wollen immer alle nur in der champions
league spielen, Tricks, Fallen und Abzocke inclusive.
Guten Empfang!
Es wird ignoriert, weil es ein Shared-Medium ist, wie auch jede Funktechnologie. Sobald eine gewisse Anzahl der Nutzer auf Satellit umsteigen, wird die Datenrate, wie auch bei UMTS, LTE und Co., pro Nutzer signifikant einbrechen. Das weiß jeder, der die Grundlagen der Nachrichtentechnik ansatzweise versteht.
Wirklich zukunftsfähige Breitbandnetze, ob auf dem Land oder in der Stadt, werden bereits heute und zukünftig noch stärker von kommunalen oder regionalen (siehe HSK oder OD) Unternehmen auf Basis von Glasfaser (FTTx) errichtet. Weil man Vor-Ort in vielen Teilen Deutschlands inzwischen die Bedeutung dieser Infrastrukturen erkannt hat und deren physikalische Eigenschaften eine praktisch unbegrenzte Nutzungsdauer (bei entsprechender Wartung und Instandhaltung) zulassen.
Gerade Stadtwerke und regionale Energieversorger (Köln, München, Norderstedt, Hamburg, Ulm (auch Umland), Donau-Ries, etc.) treiben das voran. Und weil diese auch nicht zwanghaft auf einen ROI von 3 - 5 Jahren fixiert sind, rechnet sich das auch (sonst würden diese Unternehmen nicht bauen).
Einige hoffen noch auf die Hilfe der Konzerne, aber werden auch einsehen, dass diese nicht kommt. Vodafone konzentriert sich auf Mobilfunk und die DTAG hat ihr Geld in den USA und dem sinnlosen VDSL-Ausbau versenkt. Einzig die Kabelnetzbetreiber können noch eine Weile mit den neuen FTTx-Netzen mithalten. Mittelfristig werden denen aber auch die Renditevorgaben ihrer Hedgefonds und die Shared-Medium-Struktur im Anschlussbereich den Hals zuschnüren.
Meine Leitung bringt nur 6Mbit. Aber ein guter Freund von mir hat 16Mbit. Da aber die Übertragungsrate oft auf der anderen Seite limitiert wird, bringt ihm das garnichts. Ich selber merke das immer, wenn ich große Linux-Distributionen herunterlade. Da komme ich auf 2Mbit. Einmal habe ich einen Server gefunden, wo es mit 4Mbit ging. Aber die kompletten 6Mbit habe ich nie geschafft.