Das kann nur böse enden, oder? In der US-Serie "Breaking Bad" wandelt sich ein langweiliger Chemielehrer zum skrupellosen Drogenboss. Zum Deutschland-Start der vierten Staffel erklärt Hauptdarsteller Bryan Cranston, warum man* mit dem Bösen mitfiebert - und verrät, was er bereits vom Ende weiß.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,795677,00.html
Erstaunlich, dass 8Mrd GEZahlte Zwangegebuehren in DE nicht aussreichen wenigstens eine Serie vom Kaliber eines BB zu produzieren.
Das ist ein absolutes Armutszeugnis. Wir haetten hier auch genug Stoff den man ala "Die Musterknaben" schwarz/ironisch aufbereiten koennte.
"Das Boot" war tatsaechlich die letzte gute Serie aus Deutschland.
Zur Synchro sage ich nichts. Die Faehigkeit Englisch zu verstehen und sich darin zu verstaendigen haengt direkt mit dem Konsum von Englischem Ton zusammen. Fragen Sie mal einen Hollaender oder Skandinavier.
Und wenn "Monk" im O-Ton monoton spricht, dann ist das wohl genauso gewollt und Teil seiner Figur. Wenn dann ein Syncrosprecher kommt und meint dem ganzen etwas mehr "Leben" einzuhauchen, dann ist das eindeutig zuviel des Guten.
Jau, nicht nur erstaunlich sondern eher peinlich. Die BBC hat insgesamt ungefähr die Hälfte des hiesigen Budgets und stemmt damit Sendungen, die in die ganze Welt verkauft können und vor allen Dingen auch WERDEN. "Top Gear" hat DURCHSCHNITTLICH 350 Millionen Zuschauer!!! Unfassbar, wenn man bedenkt, dass es sich dabei "nur" um ein Auto-Magazin handelt. Sogar ich, der ich Autos wirklich extrem langweilig finde, sehe mir diese unglaublich lustige UND interessante Sendung jedesmal an. Clarkson Hammond und May sind ein absolutes Dreamteam. Oder die "Toy Stories" und das "Man Lab". Köstlich!!! :o)
Soweit ich weiß, ist die BBC nach diversen Reformen extrem verschlankt worden, so dass die Aufträge meist an kleinere (und jüngere) Produktionsfirmen gehen. Da geht man auch mal das Risiko ein, dass die Quoten mal nicht ganz so dolle sind. Sind sie aber meistens doch. *ggg*
Auf jeden Fall würde den ÖR eine Reform auch ganz gut anstehen. Aber das wird ja eh nie passieren, die haben ja schon angekündigt, dass sie wieder ein bisschen mehr Geld brauchen... :o(
Stimmt. Den Punkt der "Selbstverwirklichung" bei Sprechern habe ich ganz vergessen. Und auch, dass die meisten Schauspieler mit ihrer Stimme wirklich arbeiten, um einen Charakter "echt" wirken zu lassen. Hierzulande wird dann immer Christian Brückner drübergeklatscht.
"Die Gier steckt in jedem von uns"
In mir NICHT! und ich finde zwar die Idee gut kann aber nie lange zuschauen.
Unerträglich diese dauernde Gewalt! Als wolle man nun auch auf arte den Bildungsbürger langsam auf den bevorstehenden Zusammenbruch vorbereiten!
Arte wird schleichend auch so ein Sender!
Merkt das keiner mehr? Seid Ihr alle schon so Gehirn-gechipped?
Zappe ich durch den Kanalmüll, sehe ich nur noch Tote und Pistolen, zerprügelte Gesichter, Blut, kreischende Kinder, dazwischen mal ne Talkshow, Werbung, Politiker.....ich schau da nicht mehr zu!
Es geht nun mal in fiktiven Geschichten IMMER um Konflikte, ganz egal welcher Art. Selbst das Traumschiff und die Schwarzwaldklinik handelt zuerst einmal davon, wie etwas NICHT klappt. Natürlich wird in diesem Fall alles immer zum Guten gewendet. Oder ganz ohne Gewalt und Blut: "Romantische Komödien". Wer will schon sehen, wie sich zwei Menschen einfach verlieben und glücklich werden? Ohne Nebenbuhler, Schwiegermama usw. geht's halt nicht, und einer der Protagonisten muss natürlich auch eine Wandlung durchmachen z. B. vom unzuverlässigen Slacker zum verantwortungsbewussten Papa. Selbst die Buddenbrooks gehören zu den Geschichten, die vom Zerfall einer Familie handeln.
Oder wer will sehen, wie ein Bankraub vollkommen glatt verläuft, niemand verletzt wird, die Gangster sich nicht streiten usw.?
Sogar die "echten" Medien funktionieren nach diesem Muster. Oder haben Sie jemals einen Artikel gelesen, der davon handelt, dass Linienflug xyz von Köln nach Hamburg ohne Probleme gestartet und sicher gelandet ist?
Darum ist man noch lange nicht "Gehirn-gechipped", wie Sie es ausdrücken.
Es gibt viele Perlen bei uns. Ich habe einen online recorder und wenn ich den mit den richtigen Stichwörtern füttere bekomme ich wunderbare Sendungen. Normal hätte ich die nie gesehen, weil ich nicht auf den vielen Dritten und Spartensendern rund um die Uhr glotze. Wer nur am Vorabend einschaltet ist selbst schuld.
Die meisten Sendungen sind werbefrei. Entweder von Anfang an oder geschnitten oder ich spule vor. Ich halte keine Werbung mehr aus seitdem.
BB kenne ich nicht auf englisch, aber schon auf deutsch muss ich manchmal anhalten und Luft holen, weil die Atmosphäre so bedrückend ist.
In den letzten Forumsbeiträgen scheint es eher um die Synchronisation und um gute deutsche Serien zu gehen. Zur Synchronisation wurde die Behauptung aufgestellt, manche Filme bzw. Serien gewännen sogar manchmal durch sie. Diese Behauptung ist unhaltbar, denn spätestens bei Dialekten oder Akzenten und bei Wortspielen können Synchronisationen nie mithalten. Ein guter Synchronsprecher macht noch keine gute Synchronisation: Beispielsweise sind die Monty Python Sachen oft ordentlich synchronisiert, aber manchmal geh's halt nicht mehr ("This beer smells like making love in a canoe. It's fucking close to water". Die Übersetzung "Verdammt nah am Wasser" bringt das nur unzureichend rüber. Völlig hanebüchen wird es bei einem Klassiker wie "Spiel mir das Lied vom Tod": Der entscheidende Satz fällt, als Frank (Henry Fonda) dem Kind Harmonica (Charles Bronson) (auf dessen Schultern sein Bruder steht - mit einer Schlinge um den Hals) die Mundharmonika in den Mund steckt und sagt: "Keep your loving brother happy". Auf Deutsch wird daraus: "Spiel mir das Lied vom Tod". Wenn man den Film synchronisiert sieht, weiß man nicht, dass Harmonica den Tod seines Bruders rächen will.
Noch einmal drei Beispiele für gelungene deutsche Serien:
- KDD (das sagte ich schon)
- Im Angesicht des Verbrechens von Dominik Graf
- Kir Royal von Helmut Dietl
- Heimat von Edgar Reitz (zumindest die Staffeln 1 und 2)
Entscheidend dabei ist das große Figurenensemble, was es ermöglicht, auch Nebenfiguren zu wirklichen Charakteren auszubauen. Zudem unterhalten wir uns bei diesen High-Quality-Serien aus den USA auch immer über Serien, in denen ohne Kontinuität nichts geht. Hierbei scheint mir das Problem bei den deutschen Sendern zu sein, denn offensichtlich trauen sie sich nicht, auf eine fortlaufende Handlung zu setzen, weil sich dann neue Zuschauer nicht einklinken können. Hier wäre definitiv mehr Mut angebracht.
Bei Stallone fällt mir immer Sledge Hammer Folge 12 Staffel 1 "Miss of the Spider Woman" ein.
Doro "I have two tickets for the opera!"
Hammer "Och...!"
Doro: "I'm sure you wouldn't be interested in anything thats not in the English language!?"
Hammer: "Thats not true. I love Stallone movies!"
Wenn man findet das Jesse Pinkman schon nuschelt, sollte man sich unbedingt mal Stallone im Original geben. Nicht umsonst hat Stallone in der hervorragenden South Park Episode "Wing" einen eigenen Synchron-Dolmetscher - wie ist das eigentlich auf Deutsch umgesetzt worden? Aber genug Stallone "Bashing" - ich oute mich mal und gebe zu, dass ich viele seiner Filme mag und sein Genuschel rührt übrigens von einer Nervenverletzung her. Heute würde der Mann wahrscheinlich nicht mal die Chance auf eine Statistenrolle bekommen. Wer mal einen abgefahrenen Film mit dem jungen Stallone und David Carradine sehen will, sollte sich mal den hier geben http://en.wikipedia.org/wiki/Death_Race_2000
Ein anderer "Schauspieler", der durch die deutsche Synchronisation gewinnt, ist Action Arnie. Im Original würde er von jedem Ziegelstein an die Wand geschauspielert, nichts desto trotz, kommt er bei mir noch vor Sly. Mein persönlicher Lieblingsspruch von Arnie ist aus Commando - Arnie zu seiner Filmtochter, nach dem Sie Ihm ein Bild von Boy George gezeigt hat: "Whän ei wos a beu and Rockenroll cäme tu iest Gärmänie, comjunist säd it is subvörsiv." lächelt und beißt von seinem Sandwich ab, um dann nach zusetzen "Mäbie thä wäre reigt!" - was soll man hier anderes sagen als: "Großartig, Spitzenklasse, so was wird heute gar nicht mehr gemacht!" :D
@ Pinkman
Jesse ist übrigens der einzige Charakter, der in der deutschen Synchro wirklich verliert. So genial wie der Typ im Original auf White Trash gebürstet ist, ist es wirklich schwierig, das rüber zubringen. Übrigens wie auch bereits bemerkt wurde, entwickelt sich Jesse mehr und mehr zum positiven (unter Berücksichtigung der Umstände). Ist er Anfangs noch der nervende halbstarke Idiot, wird er mehr und mehr zu einem selbstbewussten jungen Mann. Ich hoffe, diese Entwicklung setzt sich in Staffel 5 fort.