Zwickau setzt ein Zeichen gegen Extremismus: In einer Kundgebung*wehren sich*hunderte Bürger*gegen ein*rechtes Image.*Viele von ihnen sind fassungslos, dass das Mordtrio*um Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt*unbehelligt unter ihnen gelebt hat - Zwickau sei keine "Heimstätte braunen Terrors".
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...800044,00.html
war ja schon vorher da, das immage der stadt zwickau war nie wirklich nicht braun, wieso jetzt das lippenbekenntnis? wieso nicht schon früher? das sollte man sich fragen, brauch es erst braune attentate um sich von rechts zu distanzieren?
Als Zwickauer kann ich da noch folgende "extremistische" Randgruppen nennen:
- Automobilfanatiker
- Robert-Schumann-Euphoiristen
- konspirative Kaninchenzüchter
- begeisterte Fans von Rollstuhl-Basketballern
- Kleingärtner-"Terror"gruppen
- fundamentalistische Automotive-Freaks
- wehrsportlich orientierte Segelflieger
- extrem rückwärtsgewandte Bergbau-Nostalgiker in Militaria - Uniformen
Letztere treten meist in der Vorweihnachtszeit zu propagandistischen Großveranstaltungen wie Bergparaden und Weihnachtsmärkten auf.
Wie gesagt, Zwickau und seine Bürger sind durch und durch extremistisch.
Nicht zu vergessen: Um 1524 beherbergte die Stadt kurzzeitig den größten bekannten "Terroristen" der Reformationszeit: Thomas Müntzer.
Dies allein dürfte - nach sächsischer Regieriungslogik von heute - schon eine unbefristete Beobachtung der gesamten Stadt durch den Verfassungsschutz rechtfertígen, oder?
Dumm nur, dass die Oberschlauen nicht rechtzeitig darauf gekommen sind: Ansonsten hätten sich ja vielleicht auch die drei Nazis von Weißenborn in diesem Raster verfangen. ;-D
Keine Ahnung in welcher DDR sie gelebt haben, Cecilia. Aber in meiner DDR gab es durchaus Nazis. Und weil wir grad bei Zwickau sind. Da gibt es eine Straßenunterführung unter einer Eisenbahnlinie, deren Wände beim Bau gefliest wurden. Die Sozialisten hatten leider kein Geld für die Sauberkeit der Fliesen zu sorgen, so daß diese in den 80er Jahren so verdreckt waren, das es für die Nationalsozialisten ein leichtes war Nazisymbole zu schmieren. Die Straßenunterführung, immerhin eine Hauptverkehrsader in Zwickau, mußte daraufhin mehrere Tage gesperrt werden, bis die Fliesen gereinigt waren.
Nicht weit von der Straßenunterführung stand ein Buswartehäuschen, erbaut aus diesen formschönen Wellasbestplatten. Auch diese war Ende der 80er so verdreckt , das Nazis ihre Spuren hinterlassen haben. Die Polizei deckte dann das Wartehäuschen mit Planen ab und reinigte es.
Nicht zu vergessen die Kleinstadt Crimmitschau, nicht weit von Zwickau, wo alljährlich Ende der 80er die Polizei zum Führergeburtstag einen Skinheadaufmarsch verhindern mußte.
sie ist heute latent in Deutschland unterschwellig zu spüren, auch in Sachsen und in Zwickau. In der DDR gab es die auch schon, Hakenkreuz-Schmierereien in den Werkstattlatrinen und auch verbale rassistische Angriffe gegen Mocambiquaner und Vietnamesen gab es zuhauf. Die Stasi hat bei diesen Fällen mit den Akteuren meist kurzen Prozess gemacht.
Im Übrigen, es war nicht das Geld und die Reinigungskräfte, die den sozialistischen Kommunalpolitikern zur Reinigung der Fußgängerunterführung gefehlt hatten, es war die Toleranz der DDR-Bürger und der Verwaltungen, sich mit Schmutz, Verfall, Unrat und Schmiereien im öffentlichen Raum abzufinden. Das gab und gibt es auch heute noch in Berlin, Leipzig, Frankfurt und in anderen deutsche Städten, in Schulen und Universitäten findet man politisch gefärbte Schmierereien.
Aber die braune Terrorgruppe als ein Zwickauer Phänomen darzustellen, ist verleumderisch und eine zum Himmel schreiende Verantwortungslosigkeit des deutschen Journalismus.
Im Übrigen hatte Zwickau in den vergangenen Jahren mit politischen Extremisten kaum Probleme, es fanden hier keine nenneswerten Demonstrationen statt.
Außer, dass die Fußball-Hooligans von Zwickau und Aue sich Straßenschlachten lieferten, gab es kaum Aufmärsche.
Das die Zwickauer Bürger sich gegen das Image wehren, eine "braune Stadt" zu sein, ist mehr als verständlich und vielleicht erwächst in Zwickau aus dieser Reaktion eine Bürgerbewegung gegen rechts.
Übrigens, Zwickau hat ein anderes Problem, das ist die Scientology.
Aber dagegen demonstriert keiner.
Sie meinen womöglich Schloss Osterstein und seinen dubiosen Herren (ist er's eigentlich noch)? - Egal, eines stimmt:
Natürlich demonstriert keiner gegen Scientology. Zum einen sicherlich, weil diese Truppe (glücklicherweise und bis jetzt) nicht den gleichen Einfluss in Neufünfland hat wie eben die Braunen. Andererseits würden solche Demos, selbst wenn sie stattfänden, kaum in vergleichbaren Maße öffentlich gewürdigt, und der Grund ist einfach:
Während die Nazis wie eh und je ihr Fußvolk aus Lumpenproletariat & Kleinbürgern rekrutieren, reicht der Scientology-Einfluss weit in die High-society hinein: Nehmen Sie z.B. den Oberscientologen Tom Cruise: Der kann sich immerhin der Freundschaft eines Thomas Gottschalk und eines KT zu Guttenberg rühmen!
... haben die braunen Terroristen auch keinen massenkompatiblen Namen, die braune Truppe hätte ja auch Mundlos - Zschäpe Gruppe heißen können, besser noch "NSU - Gruppe".
Aber da hätten sich die Oldtimer Freaks wieder diskrimiert gefühlt, denn NSU war früher eine bekannte Auto- und Motorradmarke.
Es ist für die Journaille doch viel einfacher, 90000 unbescholtene Bürger der Stadt Zwickau an den Medien-Pranger zu stellen.
Aber, haben die Zwickauer das Gekicher der restlichen-westlichen Welt über den Trabbi ausgehalten, die Scientologen totgeschwiegen so werden sie auch die aktuelle Medien Kampagne überstehen.
Das Sachsen-Volk ist hart im Nehmen.