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Brasilien: Präsidentin kämpft um den Schutz des Regenwalds

REUTERSKein Freibrief für Abholzungen: Während führende Politiker in Brasilien mit immer neuen Tricks versuchen, das Gesetz zum Schutz des Regenwalds aufzuweichen, hält die Präsidentin dagegen - bereits zum zweiten Mal legt sie ihr Veto ein.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-861974.html
  1. #1

    Der letzte große Regenwald ist in Gefahr!

    Nur kranke Menschen bringen es fertig, unsere Natur zu zerstören.
    Der Drang nach Reichtum, ein Maxime der westlichen Kultur, und der
    westlichen Bildungspolitik, fordert im Amazonas, aber auch in allen
    Regenwäldern der Welt seine Opfer. Mit jedem gefällten Baum geht
    seinen Bewohnern ein Stück Habitat verloren. Darüber wird nichts
    berichtet.
    Hier ist der Beweis, dass der Kapitalismus eine kriminelle Weltan-
    schauung ist,welche den Weltuntergang des Geldes wegen fördert.
  2. #2

    Der Kapitalismus ist also Schuld?

    @rolandjulius
    Ich Ihnen da nicht ganz folgen. Ich sehe hier keinen direkten Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Umweltzerstörung. Wenn ist Umweltzerstörung ein Problem der Zivilisation und Urabanisierung in Verbindung mit einer steigenden Bevölkerungsdichte....
    - gut die Globalisierung kann hier auch nicht ausser acht gelassen werden.
    Ein Population wächst immer weiter, bis ihr der Ressourcen ausgehen, dann kommt der Schock, alles bricht zusammen und es fängt von vorne an. So passiert das mit jeder Population auf unserem Planeten, die keine natürlichen Feinde hat.
    Der Mensch ist inzwischen nun mal sehr professional in der "Nutzung" der vorhandenen Ressourcen, das hat aber nichts mit dem Wirtschaftssystem zu tun, so ist der Mensch einfach, solange es niemanden gibt der ihn Aufhält geht das munter so weiter....
    Was wollen Sie den als Alternative anbieten?
    Was funktionierne könnte wäre so ne Art "Gutmensch-Öko-Diktatur" aber wer will das schon?
    --- Und die wäre dann sicher auch bald korrupt, wie das bei Gewaltmonopolen immer passiert.........
  3. #3

    Zitat von ancarion Beitrag anzeigen
    @rolandjulius
    Ich Ihnen da nicht ganz folgen. Ich sehe hier keinen direkten Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Umweltzerstörung.

    Der Mensch ist inzwischen nun mal sehr professional in der "Nutzung" der vorhandenen Ressourcen, das hat aber nichts mit dem Wirtschaftssystem zu tun, so ist der Mensch einfach, solange es niemanden gibt der ihn Aufhält geht das munter so weiter....
    Es ist eben doch ein Grundproblem des Kapitalismus, da nur Waren in der Berrechnung des Preises für das Endprodukt berücksichtigt werden. Der Umwelt lässt sich aber kein Preis zuordnen bzw. die Umweltzerstörung lässt sich nicht bzw. nur schwer als Ware erfassen und so in die Berechnung mit einbinden.

    Zum Teil wird ja versucht über CDM der CO2 Emission einen Preis zu geben und so der Umweltzerstörung einen Preis zu geben.

    Auf der anderen Seite ist es aber auch wieder kein Problem des Kapitalismus. In der Sowjetunion wurde ja auch nicht gerade schonend mit der Umwelt umgegangen.

    Das Problem, in dem was rolandjulius anspricht ist, dass wir heute zum ersten Mal in der Geschichte dabei sind die Lebensgrundlagen des ganzen Planeten zu zerstören bzw. zu verändern. Das ist wesentlich gravierender als beispielsweise die Abholzungen in Mittelamerika durch die Maya bis ins 9. Jh nach Christus, die unter Umständen zur Auslöschung der Maya-Kultur geführt hat. Dies war regional begrenzt! Wenn wir das auf globaler Ebene durchziehen wird es echt ungemütlich auf der Erde!
  4. #4

    Wer ohne Sünde ist der werfe den Ersten Stein

    Wer sind denn die größten Abnehmer für Edelholz ?
    Wo ist sind denn die Wälder in Europa geblieben ?
    Wofür wurden Deutschlands Flüsse begradigt?
  5. #5

    Bravo!

    Die Präsidentin und die jetzige Gesetzeslage haben meinen vollsten Respekt. Politiker wie sie bräuchte man dringend auch in Europa, Nordamerika, China und bald auch in den Polarregionen und in Afrika. Ich wünsche Frau Rousseff ein langes Leben, Gesundheit, Durchhaltevermögen, gute Leibwächter und die richtigen Mitstreiter an ihrer Seite!
  6. #6

    Zitat von rolandjulius Beitrag anzeigen
    Nur kranke Menschen bringen es fertig, unsere Natur zu zerstören.
    Der Drang nach Reichtum, ein Maxime der westlichen Kultur, und der
    westlichen Bildungspolitik, fordert im Amazonas, aber auch....
    Die UdSSR und DDR waren natuerlich ein Musterbeispiel in Sachen Umweltschutz. Schade, dass es die nicht mehr gibt. Aber es bleibt Ihnen ja noch das tapfere Cuba, wo Sie hingehen koennen.
  7. #7

    Zitat von lb9000 Beitrag anzeigen
    Die Präsidentin und die jetzige Gesetzeslage haben meinen vollsten Respekt. Politiker wie sie bräuchte man dringend auch in Europa, Nordamerika, China und bald auch in den Polarregionen und in Afrika. Ich wünsche Frau Rousseff ein langes Leben, Gesundheit, Durchhaltevermögen, gute Leibwächter und die richtigen Mitstreiter an ihrer Seite!
    So wie ich die Brasilianer kenne, unterstuetzen sie den Schutz des Regenwaldes voll und ganz. Das war oft ein Thema der Karnevals Umzuege.
  8. #8

    Der Amazonas stirbt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ... Während....Politiker in Brasilien mit immer neuen Tricks versuchen, das Gesetz zum Schutz des Regenwalds aufzuweichen, hält die Präsidentin dagegen - bereits zum zweiten Mal legt sie ihr Veto ein...
    am 25.10. ueberflog ich den Norden vom Riesenstaate Para Richtung Macapa, um zum 2.mal den Nationalpark Tumucumaque zu besuchen, und in 10km Hoehe wurde fuer mich wieder einmal erschuetternd deutlich, wie wenig Macht eine demokratische gewaehlte Praesidentin in Brasilien hat:
    Ich fotografierte aus dem Flugzeug heraus hunderte von kleinen, mittleren und grossen Brandnestern, die exakt NUR die letzten uebriggebliebenen nativen Baumbestaende anfressen, die inmitten weit gerodeter Flaechen stehen.
    RIO+20?
    Aufschrei der EU?
    Der Amazonas praesentiert sich fuer mich schon seit Jahren als immer kleiner werdendes Biotop. Da kann auch ein WWF leider nur wenig ausrichten.
    Dem zynisch-verlogenen "Schwarzbuchautor" Huismann wird es nicht gefallen, dass ich hier klar schreibe, dass er NUR wegen geplanten Verkaufserfolg dem WWF - nun wirklich eine der wenigen Umweltorganisationen, die hier in Brasil wenigstens einige Erfolge aufweisen koennen, schlechte Absichten unterstellte, und er dafuer auch noch von Durchblicker Joffe von der ZEIT.DE aeusserst termingerecht VOR dem RIO+20-Gipfel populistische Rueckendeckung erhielt.

    Ich kann es nur begruessen, dass SPIEGEL.DE - in leider viel zu grossen Abstaenden - einen Teil dazu beitraegt, dieses brandheisse Thema immer wieder in das Bewusstsein der Leser zu bringen!

    Im uebrigen: geht es Codigo Florestal um sage und schreibe fuenf Metern(!) oder um - sowieso schon laecherlichen 15 bzw 20 Metern?

    ME sind Dilma und ihre derzeitige Umweltministerin sowie die Ex-Umweltministerin dankbar fuer jede Unterstuetzung von aussen.
    Leider wird Hochkaraeter Allmeier auf ein einziges Thema reduziert und ziemlich schaebig totgeredet.

    Ich moechte noch auf Bischof Erwin Kraeuter aufmerksam machen: Es wurde wohl wieder ein Baustopp des Belo-Monte-Staudamms erreicht, an dem der oesterreichische Konzern ANDRITZ beteiligt ist.
  9. #9

    Zitat von dr.ponnonner Beitrag anzeigen
    Die UdSSR und DDR waren natuerlich ein Musterbeispiel in Sachen Umweltschutz. Schade, dass es die nicht mehr gibt. Aber es bleibt Ihnen ja noch das tapfere Cuba, wo Sie hingehen koennen.
    Öhh, nur nebenbei: Kuba gilt als das nachhaltigste Land der Welt:

    Energiesparen auf Kuba: Besuch im nachhaltigsten Land der Welt - SPIEGEL ONLINE


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