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Brandbrief: Ex-Währungshüter rechnet mit EZB-Kurs ab

Der Ex-Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank zeigt sich unversöhnlich: Jürgen Stark hat nach SPIEGEL-Informationen einen Brief an die Beschäftigten der Notenbank geschrieben, in dem er den Aufkauf von Staatsanleihen massiv kritisiert. Die EZB könne die Probleme der Euro-Zone nicht lösen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...809199,00.html
  1. #70

    Zitat von spiegelator Beitrag anzeigen
    Freiheit bedeutet auch die Freiheit zu Fehlern und Mist, aber dann auch Haftung und Pleite.
    Fürs zweite braucht man halt Parlamentarier mit Hirn und Herz.
    Leider sind auf den mir aufgezwungenen Wahllisten solche nicht zu finden.
    Übrigens, Schäuble ist Verwaltungsbeamter, hab ich gehört.
    Und demnächst lasse ich mir die Relativitätstheorie am Bankschalter erklären.
    Mein Anwalt wird mich dann operieren und mein Arzt im Prozeß vertreten.
    Aber jetzt haben Sie den zweiten Teil der Frage nicht wirklich beantwortet. Was würden Sie beispielsweise den SPON Foristen sagen, die meinen ihre Entscheidung ihr Geld von ihrer Bank verwalten zu lassen dürfte per Definition nicht falsch gewesen sein, und wenn jemand diese Realität zulässt würden sie evtl rebellieren, aber in jedem Fall nie mehr irgendetwas sparen oder investieren? Schließlich meinten Sie doch, die Leute müssten dazu ermuntert werden?
  2. #71

    Zitat von Liberalitärer Beitrag anzeigen
    Was haben Sie gegen eine Transferunion. Das ganze Leben ist eine Transferunion.
    Transferieren Sie nichts, an Ihre Frau, Ihre Kinder? Glauben Sie D kann als Insel der Seligen überleben und wir wären alle reich? Eine Volkswirtschaft exportiert, um etwas zu bekommen, was sie nicht besitzt. Warum auch sonst? Just for fun?
    Eine Transferunion wird nötig sein. Es ist aber abzulehnen, dass über eine Transferunion, die Schulden die in anderen Euroländern in den vergangenen Jahrzehnten, vor Euro-Einführung, angehäuft wurden, nun zu einem großen Teil von Deutschland übernommen werden.
  3. #72

    Bilanz

    Zitat von mimas101 Beitrag anzeigen
    das die dt. Bundesbank ihren 27,5% Anteil an diesem frankfurter Geldverbrennungsladen nimmt und eigenständige Geldpolitik rein für Dtld. macht..
    Und was würde das bringen?

    Gut, EADS würde Pleite gehen und die ein oder andere U-Boot Werft auch. Und die finanzierenden Banken auch und deren Sparer auch. Und dann? Wäre die Begeisterung wohl gigantisch. Die Schulden sind unsere Guthaben. Eine Bilanz fällt auf beiden Seiten.
  4. #73

    Zitat von henkel-franklin Beitrag anzeigen
    aber nicht jeder arbeitet im ÖD! Fragen Sie mal leute die bei Mittelständischen Unternehmen beschäftigt sind (85% der Bundesbürger), dort ist nicht wünsch dir WAS, das gibts nur beim Staat und deswegen sind wir ja in dieser Scheisse, weil dort immer nur die Wünsche der bediensteten erfüllt werden, aber nicht die Notwendigkeiten einer ordentlichen Betriebsführung!

    Aus Sicht der beim Staat beschäftigten mag Ihre Sichtweise stimmen, aber nur bis zum Griechischen Cut, un der kommt auch bei uns!
    Ich arbeite zwar nicht im ÖD, und Ihre Vorstellung von den Lohnsteigerungen dort stimmt glaube ich bestenfalls im höheren Dienst, aber wenn Sie meinen, die Staatsbediensteten wären an Ihrem zu niedrigen Gehalt schuld, sollten Sie das vielleicht nicht der EZB ankreiden. Ansonsten scheint man im restlichen Europa einen Weg gefunden zu haben, sich regelmäßig die nominellen Gehälter zu erhöhen, und trotz traditionell höherer Inflation nicht total zu verarmen.
  5. #74

    Ausgleich

    Zitat von ThomasM72 Beitrag anzeigen
    Eine Transferunion wird nötig sein. Es ist aber abzulehnen, dass über eine Transferunion, die Schulden die in anderen Euroländern in den vergangenen Jahrzehnten, vor Euro-Einführung, angehäuft wurden, nun zu einem großen Teil von Deutschland übernommen werden.
    Warum?

    Entweder sind wir Europa oder nicht, Fragt einer nach Frankfurt/Oder? Interessiert mich nicht die Bohne.
    Und dafür steht unsere Verfassung. Ja, es wird kosten, aber wir dienen dem Frieden in einen vereinten Europa - und das ist kein Spruch. Jeder Vertriebene sollte wieder nach Breslau ziehen können, es geht um die Menschen. Und sicher müssen wir dafür ins Gras beissen -in eigenem Interesse. Aber ohne den griechischen Porschekäufer wird es auch nicht gehen. Wir und Europa brauchen den Ausgleich.
  6. #75

    Zitat von Liberalitärer Beitrag anzeigen
    Und was würde das bringen?

    Gut, EADS würde Pleite gehen und die ein oder andere U-Boot Werft auch. Und die finanzierenden Banken auch und deren Sparer auch. Und dann? Wäre die Begeisterung wohl gigantisch. Die Schulden sind unsere Guthaben. Eine Bilanz fällt auf beiden Seiten.

    Richtig - aber genau das wird kommen, egal mit welcher Währung. Das was derzeit läuft ist eine reine Alimentation (halb-)bankrotter Staaten (und ebenfalls alimentierter Banken die nicht im Traum daran denken mit Geld verantwortungsvoll umzugehen).
    Und was nutzen Schulden anderer staaten (unser Guthaben) die abgeschrieben werden müssen bzw. einfach nicht bezahlt werden (können). Kaum etwas. D.h. das Verlustgeschäft kommt ebenfalls unabwendbar und die Politik versucht eben nur den Betrag möglichst niedrig zu halten.
  7. #76

    Die Transferunion ist doch schon lange da.
    Die Südländer haben doch alle groß die Notenpresse angeworfen um ihren Lebensstandard zu finanzieren. Das ganze dort gedruckte Geld hat sich inzwischen in unserer Bundesbank angesammelt, in der Höhe von 500 Milliarden Euro.
    Schuldverschreibungen in Höhe von 500 Mrd Euro für welche eine Rückzahlung doch eher zweifelhaft ist.

    Wer es mir nicht glaubt weil er die Zahlen für zu abenteuerlich und noch dazu aus einem Internetforum, hält und viel Zeit mitbringt kann sich hier auch den ganzen 2 stündigen Vortrag von Prof. Dr. Sinn anschauen:

    Prof. Sinn: Ist der Euro noch zu retten? 19.12.2011 - YouTube
  8. #77

    Zitat von peter234 Beitrag anzeigen
    Die Transferunion ist doch schon lange da.
    Die Südländer haben doch alle groß die Notenpresse angeworfen um ihren Lebensstandard zu finanzieren. Das ganze dort gedruckte Geld hat sich inzwischen in unserer Bundesbank angesammelt, in der Höhe von 500 Milliarden Euro.
    Schuldverschreibungen in Höhe von 500 Mrd Euro für welche eine Rückzahlung doch eher zweifelhaft ist.

    Wer es mir nicht glaubt weil er die Zahlen für zu abenteuerlich und noch dazu aus einem Internetforum, hält und viel Zeit mitbringt kann sich hier auch den ganzen 2 stündigen Vortrag von Prof. Dr. Sinn anschauen:

    Prof. Sinn: Ist der Euro noch zu retten? 19.12.2011 - YouTube
    Was soll an den Zahlen abenteuerlich sein? Irgendwo müssen unsere Leistungsbilanzüberschüsse schließlich stehen, und wäre es nicht die BuBa, dann wären es die Landesbanken oder sonstwas. Dass Prof Sinn dazu nun große Reden schwingt und schon immer wusste dass das falsch ist, nachdem wir eben noch gar nicht genug Lohnzurückhaltung und Leistungsbilanzüberschüsse haben konnten um eine "Basarökonomie" abzuwenden, ist tatsächlich abenteuerlich. So gesehen haben wir natürlich auch eine "Transferunion" mit den Amerikanern und den Briten, genau wie die Chinesen und Japaner, aber wenn diese uns auf den Unsinn hinweisen, kommt von Prof Sinn, der deutschen Politik und einem Großteil der Foristen nur der Kommentar, die wären ja nur neidisch und sollten halt so toll viel (für nichts) arbeiten wie wir.
  9. #78

    Zitat von Liberalitärer Beitrag anzeigen
    Und was würde das bringen?

    Gut, EADS würde Pleite gehen und die ein oder andere U-Boot Werft auch. Und die finanzierenden Banken auch und deren Sparer auch. Und dann? Wäre die Begeisterung wohl gigantisch. Die Schulden sind unsere Guthaben. Eine Bilanz fällt auf beiden Seiten.

    Richtig - aber genau das wird kommen, egal mit welcher Währung. Das was derzeit läuft ist eine reine Alimentation (halb-)bankrotter Staaten (und ebenfalls alimentierter Banken die nicht im Traum daran denken mit Geld verantwortungsvoll umzugehen).
    Und was nutzen Schulden anderer staaten (unser Guthaben) die abgeschrieben werden müssen bzw. einfach nicht bezahlt werden (können). Kaum etwas. D.h. das Verlustgeschäft kommt ebenfalls unabwendbar und die Politik versucht eben nur den Betrag möglichst niedrig zu halten.
  10. #79

    Der Kern ist:

    Die Notenbank druckt Geld, um die Staaten zu finanzieren.

    Die Staaten leben also auf Pump und die Notenbank pumpt noch mehr Geld in den Markt. Folge: Inflation. Die Staaten entschulden sich in ca. 20 Jahren aus der Portokasse und die EZB sagt: Wir haben doch nur das getan, was der Greenspan und Barnanke uns vormachte.

    Der Bürger schweigt und zahlt alles. Oder er schweigt nicht und jagt dieses verantwortungslose Gesindel zum Teufel.








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