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Brandbrief: Ex-Währungshüter rechnet mit EZB-Kurs ab

Der Ex-Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank zeigt sich unversöhnlich: Jürgen Stark hat nach SPIEGEL-Informationen einen Brief an die Beschäftigten der Notenbank geschrieben, in dem er den Aufkauf von Staatsanleihen massiv kritisiert. Die EZB könne die Probleme der Euro-Zone nicht lösen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...809199,00.html
  1. #50

    Ablenkungsmanöver

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Ex-Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank zeigt sich unversöhnlich: Jürgen Stark hat nach SPIEGEL-Informationen einen Brief an die Beschäftigten der Notenbank geschrieben, in dem er den Aufkauf von Staatsanleihen massiv kritisiert. Die EZB könne die Probleme der Euro-Zone nicht lösen.

    Brandbrief: Ex-Währungshüter Stark attackiert EZB-Kurs - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Das ist doch nur ein Ablenkungsmanöver, Hr. Stark weiß leider nicht, dass in Deutschland von früh bis abend gerade die Eigenheim-Finanzierung durchgehechelt wird.
  2. #51

    Unbegreifliches mal ganz einfach

    Was viele, zu viele, auch in diesem Forum, nicht zu begreifen scheinen, ist:

    Dass Grundlage einer gesunden Volkswirtschaft eine gesunde Währung ist.

    Dass in einer gesunden Volkswirtschaft jeder über sein Geld/Vermögen frei verfügen können muß und nicht dauernd für die Schulden anderer haften und bezahlen muß, weil sich sonst Arbeit, Leistung, Sparen und Vermögen nicht mehr lohnen.

    Dass man, um das darzustellen, in den entscheidenden Gremien entsprechend vertreten sein muß.

    Dass man Veträge so schließen muß und nur dann unterzeichnen darf, dass oder wenn das unverzichtbare Eigeninteresse gewahrt ist.

    Dass man nicht zwei Systeme gleichzeitig fahren kann, nämlich einmal ungedeckte Schulden machen und damit die Gläubiger (Sparer, Rentner usw) plündern und andererseits gleichzeitig eine gesunde Währung haben. Paßt halt nicht zusammen !

    Dass man nicht dauernd die Fachleute im Regen stehen lassen kann und dann durch Praktikanten oder Günstlinge ersetzt. Dann findet man nämlich keine Fachleute mehr. (Merkels Dilletanten)

    Dass man nicht nur Lehrer und Verwaltungsbeamte ins Parlament wählen sollte, wenn man Sachpolitik haben will, man sollte vielleicht auch mal auf die Kompetenz dieser Mandatsträger achten, wenn diese schon unbedingt jeden Fachposten aus ihren Reihen besetzen müssen.

    Dass Mann keine Kanzlerin haben sollte, deren Aussagen eine Haltbarkeit haben, welche in Tagen zu messen ist und die entschieden mehr Täuschungen und Unklarheiten serviert, als ein Herr Wulff.

    Letztendlich, man sollte für sein Wahlrecht kämpfen, indem man dafür sorgt, dass Politiker aus dem Parlament verschwinden, welche ihr nicht Wort halten, denn nur dann weiß ich, was ich eigentlich wähle.
  3. #52

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Ex-Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank zeigt sich unversöhnlich: Jürgen Stark hat nach SPIEGEL-Informationen einen Brief an die Beschäftigten der Notenbank geschrieben, in dem er den Aufkauf von Staatsanleihen massiv kritisiert. Die EZB könne die Probleme der Euro-Zone nicht lösen.

    Brandbrief: Ex-Währungshüter Stark attackiert EZB-Kurs - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    er hat mit manchem recht, aber der reine monetarismus eines herrn stark ist nicht die loösung sondern zum teil auch ursache vieler probleme.
  4. #53

    Zitat von Nihil novi Beitrag anzeigen
    Es scheint einigen hier entgangen zu sein, dass die EZB nach Muster der alten deutschen Bundesbank gearbeitet hat. Und zwar fast 10 Jahre lang. Erst jetzt, wo uns das Wasser mit dier "Geldpolitk" voll gegen die Wand gefahren ist, wird mühsam und langsam ein Paradigmenwechsel eingeleitet für den es fast schon zu spät ist.
    Also ist Ihrer Meinung nach, die frühere Arbeitsweise (kein Ankauf von Staatsanleihen und Priorität auf Geldwertstabilität) der EZB verantwortlich für die Euro-Krise?
    Könnten Sie das bitte näher erläutern? Danke!
  5. #54

    Ja, aber dann ...

    Zitat von E.Cartman Beitrag anzeigen
    Natürlich hätte man auch direkt mit Schritt 5 anfangen können, und irgendjemanden den ohnehin keiner mag (Rehn oder van Rompuy vielleicht) das Statement: "Meine Damen und Herren, wir wussten doch eigentlich alle, dass die Staatsverschuldung Unsinn ist, und wir werden das jetzt durch eine einmalige Nachzahlung für die letzten 30 Jahre aus den europäischen Sparguthaben bereinigen" verlesen lassen.
    Aber dann hätte man sich erst einen anderen Vorwand für die Transferunion ausdenken müssen. Der Begriff "Eurorettung" war doch ideal dafür.
  6. #55

    Paradoxon

    Zitat von spiegelator Beitrag anzeigen
    Dass in einer gesunden Volkswirtschaft jeder über sein Geld/Vermögen frei verfügen können muß und nicht dauernd für die Schulden anderer haften und bezahlen muß, weil sich sonst Arbeit, Leistung, Sparen und Vermögen nicht mehr lohnen.
    Und was tut man, wenn die Leute die freie Verfügung über ihr Vermögen genutzt haben, um es in totalen Nonsens zu investieren bzw. investieren zu lassen, auch weil Steuern zahlen weniger schön ist als sich "Guthaben" aufzuschreiben? Und dann ankündigen, nie wieder zu sparen, wenn man nicht den leistenden und arbeitenden Steuerzahler verheizt um ihr Vermögen zu retten?
  7. #56

    "...zeigt sich unversöhnlich..."

    Eine völlig tendenziöse Formulierung. Das hat mit Journalismus wenig gemein. Da brcuhts kein Weiterlesen mehr!
  8. #57

    EUROBOND durch die Hintertür

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Ex-Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank zeigt sich unversöhnlich: Jürgen Stark hat nach SPIEGEL-Informationen einen Brief an die Beschäftigten der Notenbank geschrieben, in dem er den Aufkauf von Staatsanleihen massiv kritisiert. Die EZB könne die Probleme der Euro-Zone nicht lösen.

    Brandbrief: Ex-Währungshüter Stark attackiert EZB-Kurs - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    beklagt Herr Stark. Die dt. politischen Vertreter erzählen, es gäbe keine EUROBONDS; defacto führen die Anleiheaufkäufe der EZB durch ihre Häufung wirtschaftlich zu den Risiken von EUROBONDS.D ist beteiligt mit seinem Anteil an der EZB. Wenn sich Stark mit seinen Hinweisen bei den politischen Amtsträgern nicht durchsetzen konnte, ist es konsequent und notwendig zurückzutreten und in seinem Brief die Hinweise noch mal festhält.
  9. #58

    Werden Sie satt

    Zitat von spiegelator Beitrag anzeigen
    Was viele, zu viele, auch in diesem Forum, nicht zu begreifen scheinen, ist:

    Dass Grundlage einer gesunden Volkswirtschaft eine gesunde Währung ist.

    Dass in einer gesunden Volkswirtschaft jeder über sein Geld/Vermögen frei verfügen können muß und nicht dauernd für die Schulden anderer haften und bezahlen muß, weil sich sonst Arbeit, Leistung, Sparen und Vermögen nicht mehr lohnen...
    Sie können sich zu Tode arbeiten. It takes two to tango. Ansonsten können Sie Blei oder sonst etwas schmelzen. Glückwunsch zu Ihrem 454 Goldbarren in der Tenne. Hoffentlich mundet er Ihnen.
  10. #59

    Jep

    Zitat von ThomasM72 Beitrag anzeigen
    Also ist Ihrer Meinung nach, die frühere Arbeitsweise (kein Ankauf von Staatsanleihen und Priorität auf Geldwertstabilität) der EZB verantwortlich für die Euro-Krise?
    Könnten Sie das bitte näher erläutern? Danke!
    Ich könnte Ihnen das erläutern, es wäre aber gegen die Wand geschwätzt. Sie dürfen es jedenfalls als Fakt hinnehmen, dass diese Politik die Situation jedenfalls nicht verhindern konnte.

    Und über eines dürfte auch noch Einigkeit herschen. Einfluss verliert man nicht deshalb, weil man alles richtig gemacht hat. Soweit dürfte die gemeinsame Lebenserfahrung jedenfalls reichen, gelle?


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