Zitat von
a-mole
Da muss ich mal entschieden wiedersprechen. Als Berufsautofahrer und privater Radfahrer hab ich ein echt großes Herz für Radfahrer. Aber was ich tagtäglich an dumm-dusseligkeit der Rad-Leuter (in Berlin) erlebe geht auf keine Kuhhaut. Da wird ohne links und rechts zu gucken vom Fahrradweg auf die vielbefahrene Straße gezogen um UNBEDINGT den anderen Fahrradfahrer gleich jetzt und hektisch zu überholen, bei Rot ohne links und rechts zu schaun über die Straße geraßt etc, Vorfahrt missachtet.
Bin ich selber mit dem Rad unterwegs und lasse ein ebisschen Vernunft walten/ beachte den Rad UND Autoverkehr habe ich bis jetzt selten Probleme gehabt. Mann muss halt sichergehen das man sich gegenseitig sieht (bei Abbiegern) und hinter sich schaun wenn man überholt/ damit man sich nicht genau vor ein doch schnelleres Auto setzt. Klar Idioten unter den Autofahrern gibt es auch, aber manche übersehen einen schlichtweg (gerade wenn man von hinten kommt) und im zweifelsfall ist MIR meine Gesundheit wichtiger.
Es erschließt sich mir einfach nicht wieso sich viele als doch recht ungeschützte Verkehrsteinehmer so riskant in den Verkehr einbringen. Schulterblick scheint den meißten ein Fremdwort zu sein. Recht hin oder her, im Zweifelsfall bringt es dem Fahrradfahrer NICHTS wenn er matsch auf dem Boden liegt, das Auto aber nur eine Beule hat.
"Rund 42 Prozent der schweren Radunfälle wurden laut der Untersuchung von den Pedalisten selbst verschuldet. Die Gründe hierfür lagen in über einem Drittel der Fälle bei falscher Straßenbenutzung (36 Prozent), gefolgt von falschem Abbiegen (16,2 Prozent) und Vorfahrtmissachtung (14,5 Prozent). Besonders bedenklich: Während nur jeder 22. Pkw-Unfall auf Alkoholeinfluss zurückzuführen war, stand etwa jeder achte in einen Unfall mit Personenschaden verwickelte Radfahrer unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Rauschmitteln. Bei mehr als jedem vierten Unfall, der von Radfahrern verschuldet wurde, war der Radler berauscht." [url]