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Branchentrend E-Bikes: Fahrradfirmen schwelgen im Elektro-Boom

Die Fahrradhersteller*hoffen auf einen Mega-Trend: Hunderttausende Deutsche satteln auf E-Bikes um - und treiben die Umsätze*kräftig*hoch. Sogar ein Autokonzern mischt nun in der Branche mit. Die Elektro-Drahtesel sollen den Markt*ähnlich revolutionieren wie die Smartphones die Handy-Industrie.*

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,783600,00.html
  1. #80

    re

    Zitat von a-mole Beitrag anzeigen
    Da muss ich mal entschieden wiedersprechen. Als Berufsautofahrer und privater Radfahrer hab ich ein echt großes Herz für Radfahrer. Aber was ich tagtäglich an dumm-dusseligkeit der Rad-Leuter (in Berlin) erlebe geht auf keine Kuhhaut. Da wird ohne links und rechts zu gucken vom Fahrradweg auf die vielbefahrene Straße gezogen um UNBEDINGT den anderen Fahrradfahrer gleich jetzt und hektisch zu überholen, bei Rot ohne links und rechts zu schaun über die Straße geraßt etc, Vorfahrt missachtet.

    Bin ich selber mit dem Rad unterwegs und lasse ein ebisschen Vernunft walten/ beachte den Rad UND Autoverkehr habe ich bis jetzt selten Probleme gehabt. Mann muss halt sichergehen das man sich gegenseitig sieht (bei Abbiegern) und hinter sich schaun wenn man überholt/ damit man sich nicht genau vor ein doch schnelleres Auto setzt. Klar Idioten unter den Autofahrern gibt es auch, aber manche übersehen einen schlichtweg (gerade wenn man von hinten kommt) und im zweifelsfall ist MIR meine Gesundheit wichtiger.

    Es erschließt sich mir einfach nicht wieso sich viele als doch recht ungeschützte Verkehrsteinehmer so riskant in den Verkehr einbringen. Schulterblick scheint den meißten ein Fremdwort zu sein. Recht hin oder her, im Zweifelsfall bringt es dem Fahrradfahrer NICHTS wenn er matsch auf dem Boden liegt, das Auto aber nur eine Beule hat.


    "Rund 42 Prozent der schweren Radunfälle wurden laut der Untersuchung von den Pedalisten selbst verschuldet. Die Gründe hierfür lagen in über einem Drittel der Fälle bei falscher Straßenbenutzung (36 Prozent), gefolgt von falschem Abbiegen (16,2 Prozent) und Vorfahrtmissachtung (14,5 Prozent). Besonders bedenklich: Während nur jeder 22. Pkw-Unfall auf Alkoholeinfluss zurückzuführen war, stand etwa jeder achte in einen Unfall mit Personenschaden verwickelte Radfahrer unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Rauschmitteln. Bei mehr als jedem vierten Unfall, der von Radfahrern verschuldet wurde, war der Radler berauscht." [url]
    Ich denke viele Probleme der Radfahrer sind in der Tat selbst verschuldet, ich selbst merke auch das ich mich zu wenig umgucke und nur selten "blinken" anzeige.
    Die Probleme sind jedoch nicht nur hausgemacht:
    a) Radwege sind oft so hundsmiserabel das ich mich nicht traue eine Hand zum "blinken" auszustrecken, weil ich beide Hände zum abfedern brauche. Lösung wäre hier ein elektrischer Blinker.
    b) Oft sind Radwege derart voll mit Lampen etc. das man volle Konzentration braucht um nicht irgendwo gegenzufahren, dass lässt wneig Zeit für umschauen etc.
    c) Radwege sind fast immer einspurig und damit für mich extrem nervig. Ich erreiche locker Geschwindigkeiten von 25km/h und die meisten Radfahrer sind langsamer. Da es aber keine Möglichkeit innerhalb der Radspur zu überholen muss man oft auf die Autospur wechseln, was risikoreich ist.
    d) Ich habe keinen Führerschein und gerade Vorfahtsregeln sitzen daher bei mir nicht so fest - ich sollte wohl einen Führerschein machen um das Problem in den Griff zu bekommen.
  2. #81

    von wegen "neuer Trend"

    In Peking sieht das schon seit Jahren so aus: Ca. 90% aller (motorisierten) Zweiräder (bis rauf zu Leichtmotorrädern) fahren elektrisch. Die wesentlichen Teile eines (deutschen) E-bikes (oder wie die Dinger auch immer heißen) kommen aus China (habe ich da schon gesehen). Hier haben die Chinesen mal wirklich die Nase vorn (wo die Europäer - angeführt von den Deutschen - fest geschlafen haben).
  3. #82

    Zitat von ulli7 Beitrag anzeigen
    In Städten wie Berlin mit einem relativ guten Radwegenetz benötigt man keinen PKW mehr, wenn man nicht aus beruflichen Gründen darauf angewiesen ist. Man kann mit dem Rad zur nächsten S-Bahn oder U-Bahn- Haltestelle fahren und dort auf ÖPNV umsteigen...
    ...
    und das Bike dort auch.
    http://www.tip-berlin.de/kultur-und-...ebstahl-berlin
    Die Stelle mit dem "der typische Fahrraddieb" überlesen wir wegen 12 Pressekodex.
    In einer angrenzenden Kleinstadt bei mir hatte jemand sein 6000 Euro Bike mit Monsterschloss an ein Geländer angeschlossen und war nur 5 min in einem Geschäft. Das Radl war wech. So wird es bei den Pedelecs auch sein. Die Dinger müssen nicht nur codiert sein, sondern müssen einen GPS-Ortungschip haben, den man beim Kauf mit Service kaufen können sollte und der dann irgendwo im Rahmen so angebracht sein müsste, dass man ihn nicht so ohne weiteres entfernen oder zerstören kann. Der Service schafft neue Arbeitsplätze: man kann Tag und Nacht anrufen oder per SMS seine Codierung senden und anfragen, wo sich das Ding gerade bewegt. Die Antworten auf solche Anfragen kann man mit einer Software automatisieren. Und die Polizei schlägt in elektronischer Geschwindigkeit zu.
  4. #83

    Habt ihr alle kein Wetter?

    Ich bin ja ein ausgesprochen leidenschaftlicher Mountainbike und Rennradfahrer und würde nur zu gerne mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Aber ich brauche leider einen Anzug dafür und allein das ist ein Problem. Bei der geringsten Feuchtigkeit auf der Straße sehen die Schuhe danach aus wie Sau. Zudem herrscht doch höchstens zu 1/3 der Tage annehmbares Wetter.

    Bitte nicht falsch verstehen, aber in Deutschland ist der Weg zur Arbeit doch eher was für Übererzeugungstäter und solche, die nicht auf gute Kleidung achten müssen. Sät ich in der new economy und würde in Kalifornien leben, so wäre das kein Problem. Aber hier in unserem Land bleibt das Fahrrad ein wunderschönes Sportgerät und der Weg zur Arbeit doch eher was für Barträger oder Ökosystem.

    Übrigens ist dieser Beitrag mit einem Smartphone geschrieben worden. Meinte doch eben jemand, der Absatz dieser Telefone würde schon wieder stagnieren, weil die Leute sich fragten, ob man überall Internet bräuchte. Glauben solche Menschen eigentlich selbst, was Sie da schreiben? Elektrobikes sind genial. Aber nicht für mich, nicht für den Weg zur Arbeit, nicht in Deutschland und nicht als Ersatz fürs Auto.

    Es gibt triftige Gründe dafür, dass Autos über Dächer verfügen! Für Leute wie mich eines der Hauptverkaufsargumente. Gute Elektroautos gerne, aber einen Rückschritt im Komfort nehme ich nicht hin. Ganz zu schweigen vom erhöhten Sicherheitsrisiko.
  5. #84

    Selbst mal gefahren?

    Viele der Kommentatoren äußern sich ablehnend über die E-Räder, sind aber anscheinend noch nie damit unterwegs gewesen. Man liest ständig:"Ich könnte mir vorstellen, Ich glaube." Fahrt doch mal damit, ganz unvoreingenommen!
    Ich verfolge die Entwicklung schon seit einer Weile und bin nun endlich mal dazu gekommen ein solches Rad zu testen. Ich fahre Motorrad und oft auch Rad, aber bin sicher kein Radsportler, sondern nutze es um schnell in der Stadt voranzukommen. Treppen hoch- oder runterfahren, Sprünge über Hindernisse bei voller Fahrt, alles kein Problem, nur macht mir persönlich, es keinen Spaß Strecken über zehn Kilometer damit zurückzulegen. Mein Rad ist ein "Specialized Rockhopper", älteres Modell ohne Ferderung.

    Nun zum E-Rad: Im Urlaub ausgeliehen, Frau und ich, hatten Glück noch welche zu bekommen. Fast alles auf Tage ausgebucht.
    Der Verleiher zeigte uns eine Karte von Stationen, wo wir ggf. den AKKU gegen einen geladenen tauschen können. Ich war etwas verwundert, denn die Stationen lagen 20-30 km vom Leihort entfernt. Wie sollte man da hinkommen?

    Nun nach den ersten Metern war mir klar wie. Man trat etwas kräftiger in die Pedale, es ging ja schließlich bergauf und man beschleunigt wie Armstrong, kann die Geschwindigkeit sogar halten. Am Radweg angekommen war die Steigung überwunden und es ging relativ flach weiter. Einfach nur geil, wie man leichte Anstiege wegbügeln kann mit den Geräten, selbst 10% Steigungen werden stark entschärft.

    Man fühlt sich wie Superman.

    Nach 50 Kilometern haben wir den ersten Satz Akkus getauscht, zu Mittag gegessen und sind weiter gefahren. Am Ende warens dann 75 km, ohne viel zu schwitzen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp über 20 km/h.

    Man darf nicht denken so ein E-Rad fährt von allein, es erweitert einfach nur den möglichen Radius, egal ob man nun 10 oder 60 km schafft. Die Leistung des Motors lag bei 250 Watt und ab 20 km/h regelt die Elektronik die Leistung runter, bis bei 25 km/h keine Leistung mehr bereitsteht.

    Tolle Sache, selbst die Zyniker und Skeptiker sollten mal über ihren Schatten springen und ein E-Rad testen. Bausätze sind für jeden Typ erhältlich und wenn man vorher 60 km am Tag fuhr werdens dann eben 120 sein.

    Gruß
  6. #85

    Sonst nichts?

    ...zumindest viele Menschen mehr strampelnd auf die Strasse...
    Iss' das nix?!
    Zitat von founder Beitrag anzeigen
    Verkaufszahlen von 600.000, auf die Bevölkerung von China umgerechnet sind dies 10 Millione pro Jahr,
    in China werden aber seit 2006 30 Millionen Elektroroller pro Jahr verkauft.

    Was bringt das Elektrorad gegen das Fahrrad?
    Etwas weniger verschwitzt am Ziel ankommen.
    Sonst nichts.
    Auf den Radwegen eher gefährlich, weil
    Radwege eigentlich nicht für 25 km/h geeignet sind

    Elektroroller hingegen fahren sicher auf
    der normalen Straße 45 km/h oder schneller.
    Können 2 Personen transportieren
    Können jede Menge Einkäufe (bis 35 kg getestet von mir) transportieren


    Meine letzten 2 km - egal aus welcher Richtung her - bedeuten 200 m Höhenunterschied.

    Das schafft zwar ein Radsportler oder jemand, der täglich auf'm Sattel sitzt, aber schwerlich jemand, der 1-2 x / Woche sich mal 2 Std. die Beine 'vertreten' will.


    Mit meinem E-Bike komm' ich angenehm angestrengt nach Hause und in der Ebene reichen sowieso nur diebeiden Beine.

    25 km/h?

    Rowdys gibt's überall, besonders bei den vermeintlichen
    Super-Radsportlern, die sich oft im Pulk so alles herausnehmen...


    E-Scooter? find ich auch Klasse aber für den Bedarf der
    unabhängigen Bewegungsfreiheit und hat mit dem 'radfahren'
    eher nichts zu tun....
  7. #86

    Er fährt das Ding in Peking!

    Zitat von klaus meucht Beitrag anzeigen
    Und wieviel kostet der Flug nach Peking und der Rücktransport nach Deutschland?
    Zitat von Paolo Beitrag anzeigen
    Mmh, wenn ich jetzt nach Peking fliege, um mir so ein Ding zu holen....zahle ich dann nicht genausoviel??? Oder sind sich nach China geschwommen???
    "Mein E-Bike in Peking habe ich fuer 150 Euro gekauft."
    nicht
    Mein E-Bike habe ich in Peking fuer 150 Euro gekauft.
  8. #87

    Gut, dass es nicht von Apple ist.

    Zitat von a-mole Beitrag anzeigen
    Selbst so etwas banales wie ein E-bike schafft es einen haufen Zyniker aus den Löchern zu locken, damit sie im SpOn Forum wieder schimpfen, wüten und beleidigen können.
    Das Forum würde explodierem.... :-)
  9. #88

    Und...

    ...Schwupps - haben wir nen neuen Trend: E-BIKE!
    Seit Monaten immer wieder ein gern aufgenommenes Thema in Funk und Presse, incl. aller Tests von namhaften und vergüllten Institutionen.
    Ein Paradebeispiel dafür, wie Menschen (ver)manipuliert werden. KAUFEN!
    Ich sehe hier immer öfter Oldies durch die Pampa preschen, volle Kanne, jubilierend und dann das Teil nicht mehr zum stehen kriegen, oder auf abenteuerlichen Abkürzungen schnippelnd um die Kurven scheppern; im Rudel natürlich, weil -so wurde uns auch dies eingebleut - nur in der Gruppe macht die Gruppe Spass.
    Egal! Eines ist sicher wie das Amen in der Kirche - die Krankenkassenbeiträge werden mittelfristig angehoben werden (müssen), ob teurer OPs wg. Oberschenkelhalsbrüchen, zerfetzter Menisken und Kreuzbänder, eingedellter Fontanellen (Helmpflicht??), gestauchter Steissbeine incl. zerdrückter Nasen!
    Ok - aber ich werde wohl auch zuschlagen! Unerträglich, als mich letztens ein gut 80 jähriger an unseren Hausberg grinsend überholte - und ich im Wiegetritt.
  10. #89

    Regulator

    Zitat von leser008 Beitrag anzeigen
    1500-3000 Euro für ein Fahrrad. Da ist schon klar, dass das ein margenträchtiges Trendprodukt ist. Deshalb jetzt auch die viele Werbung. Die....
    Wollen Sie dafür wirklich ein Gesetz! Haben wir nicht schon genug? Und Verordnungen......
    Kauri








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