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BP-Chefökonom Rühl: "Hoher Ölpreis macht Amerika verwundbar"

Das gab's sonst nur bei Kriegen und Katastrophen: Die Industriestaaten zapfen ihre strategischen Reserven an, um den Ölpreis zu drücken. BP-Chefökonom Rühl wertet das als Konjunkturstütze. Im Interview erläutert er, wie das Kostenhoch schon jetzt den Aufschwung bedroht - vor allem in Amerika.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...769781,00.html
  1. #20

    Chefökonom bei BP?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das gab's sonst nur bei Kriegen und Katastrophen: Die Industriestaaten zapfen ihre strategischen Reserven an, um den Ölpreis zu drücken. BP-Chefökonom Rühl wertet das als Konjunkturstütze. Im Interview erläutert er, wie das Kostenhoch schon jetzt den Aufschwung bedroht - vor allem in Amerika.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...769781,00.html
    Wenn ich das schon höre. Das ist ein Chef-Propagandist. Weder als Ökonom hat der je eine Tankrechnung selbst bezahlt, noch als BP-Angestellter!
  2. #21

    Interessant, aber wahrscheinlich doch nicht richtig

    Zitat von W. Robert Beitrag anzeigen
    Natürlich gibt es Öl auf unbegrenzte Zeit, da Öl eben abiotischer Natur ist und nicht von skelettlosen Sauriern in 500 Meter Tiefe unter dem Meer stammt;) Der Peak-Oil Schwindel wird auch noch in 200 Jahren zwecks Profitmaximierung verbreitet werden.
    http://www.peak-oil.com/was-ist-peak...ische-theorie/
    Habe unter Ihrem Link noch einen anderen Artikel gefunden:

    http://www.welt.de/wissenschaft/arti...en-Erdoel.html

    Hier heißt es, dass noch in jedem Tropfen Öl bestimmte Biomarker gefunden werden können, die den biologischen Entstehungsweg des Öls beweisen. Biomarker sind hier zum Beispiel sog. chirale Isomere, Pflanzenpigmente, usw. Alles hieb- und stichfeste Beweise, dass Öl von Fossilien stammt. Daher glaube ich schon noch an Peak-Oil.

    Wie dem auch sei (abiotisch oder biotisch), unsere Abhängigkeit vom Öl muss zurückgefahren werden, schon der unabsehbaren, riskanten Auswirkungen auf das Klima wegen.
  3. #22

    Korrektur

    Zitat von drsven Beitrag anzeigen
    Wie dem auch sei (abiotisch oder biotisch), ...
    Ich meinte natürlich "abiogen" und "biogen".
  4. #23

    Warum....

    Zitat von lynx2 Beitrag anzeigen
    Wenn ich das schon höre. Das ist ein Chef-Propagandist. Weder als Ökonom hat der je eine Tankrechnung selbst bezahlt, noch als BP-Angestellter!
    ....schreiben Sie eigentlich solchen Quatsch ?
    BP = Böse
    ...und Sie fangen an zu sabbern....

    Was Rühl in dem Interview sagt hat durch aus "Hand & Fuss".
  5. #24

    "Ökonomen"

    Aha, schon wieder einer.

    Ökonomen, das sind doch die Leute, die uns vor 10-12 Jahren gesagt haben, mit Blick auf die USA, daß wenn sich eine Putzfrau aus Puerto Rico sich einen Geländewagen kauft und ihre Schulden ihr Lebtag nicht zurückzahlen kann, zeuge das von Optimismus und sei gut für die Wirtschaft. Und noch vor ein paar Jahren, mit Blick auf Irland, haben sie gemeint, es käme allein auf die Standortpolitik an, Länder seien in Bezug auf Produktionsstätten in einem globalen Wettbewerb, und man müsse nur die besten Konditionen bieten, dann habe man Erfolg. Ökonomen, das sind auch die Leute, die jeder Blase auf den Leim gehen (uff, man verzeihe mir den Metaphernsalat) und in den 1990ern die Meinung vertreten haben, das Internet mache uns alle reich, und Renten und Pensionen könnten für alle Zeiten mit Spekulation bezahlt werden.

    Rühl nun meint, die USA seien durch den hohen Ölpreis "verwundbar", weil sich die Preissteigerungen "deutlicher bemerkbar" machten. Er verschweigt, daß das billige Öl auf die US-Wirtschaft etwa ab 1985 wie eine Droge gewirkt hat. Das billige Öl hat es möglich gemacht, den Amerikanern massenhaft spritsaufende SUV, Vans und Pick-Ups mit der Motortechnik von 1935 anzudrehen und sie dazu verleitet, in neuerrichtete, abgelegene Siedlungen zu ziehen, wo man allein 50 Meilen fahren muß, um Brötchen zu kaufen. Der Ölpreis hat eben auch die Immobilienblase erst richtig angeheizt. Von der sonstigen Energieverschwendung will ich gar nicht erst reden.

    Der Gipfel der Unverschämtheit ist die Behauptung, "Es ist letztlich eine Frage der Zugangsbeschränkungen: Wo private Investoren willkommen sind, werden neue Felder entdeckt und neue Technologien entwickelt." Ja, ja. Im Klartext: nur wo die Umwelt- und Naturschutzbestimmungen nichts mehr gelten und die entsprechenden Risiken auf die Allgemeinheit abgewälzt werden, da tut sich was. Die Folgen von Unglücksfällen wie letztes Jahr im Golf von Mexiko muß der Staat tragen, und die Ölkonzerne werden für die Schlampereien aus Kostenersparnis, für die letztlich Ökonomen verantwortlich sind, nicht zur Rechenschaft gezogen.

    Uns selbstverständlich werden komplexe technische Risiken den Sub-Unternehmen aufgebürdet, was z.B. Rühls Worte "Unternehmen experimentieren mit Bohrtechniken..." zu verschleiern suchen.

    Wenn es eine parasitäre Branche gibt, dann ist das die Ölindustrie, sie bewegt sich nur dann, wenn es für sie keine Risiken gibt. Rühl sagt zu recht, der Ölpreis könne auch zur "Konjunkturstütze" dienen. Dann kann man auch gleich die Ölindustrie verstaatlichen und den Ölpreis, so wie die Zinsen, zu einem Instrument der Konjunktursteuerung machen.
  6. #25

    gläubig und primitiv

    Zitat von Birne115 Beitrag anzeigen
    Angebot und Nachfrage machen nunmal den Preis.
    Angebot hält mit der Nachfrage nicht Schritt, da es zu lange dauert und sehr kapitalintensiv ist, ein Ölfeld von der Entdeckung bis onstream zu entwickeln (Bohrinsel bauen, Probebohrungen, Bohrinsel aufstellen).
    Das ist eine leider noch weitverbreitete primitive und gläubige marktwirtschaftliche Denke. Die Wirklichkeit sieht heute eher so aus,

    (gepostet von dem Foristen "carahyba" am 23.5.10 während der Ölpest im Golf von Mexiko): "BP ist im Grunde kein Ölmulti mehr sondern eine reine Investitionsklitsche in riesigem Maßstabe. Das ist die Crux. Früher hatten die Ölmultis jede Menge technischen Sachverstand, heute werden die verantwortlichen Manager, durchweg BWLer, in 2-3 Tagekurse in Tiefbohrtechnik, Erdölgeologie, Seismik usw. "eingewiesen". Haben die Macht dem jeweiligen "Contractor" in jedem Augenblick die Insolvenz anzudrohen, wenn die nicht so spuren wie sie wollen.Die "Contractor" wie z.B. TransOcean sind "arme Schweine", im beider Worte Sinn, sie arbeiten immer am Grenzkosten-Limit mit allen Folgen, und diese werden ständig weiter nach unten gedrückt, während BP und Konsorten sich darin gefallen zu verkünden, dass sie anstatt X% Kapitalrendite nun dieses Jahr (X+5)% erwirtschaftete haben. Ausserdem werden ihre Risiken minimiert, weil sie weitere Risikokapital-Investoren in Konsortialform einbeziehen. Früher waren es andere Ölmultis heute sind es alle Arten von Fonds.Wichtige technische Entscheidungen werden von "BWL-Ingenieuren", die nicht mal ein Halbwissen mitbringen, aufgrund von Sparvorgaben schicksalhaft beeinflusst."


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