DPAWenn Anzugträger streiten, schreien sie sich an, knallen Türen, fuchteln mit Telefonhörern. Die Mitglieder des White Collar Boxclubs schlagen nach Feierabend lieber dem Kollegen die Faust ins Gesicht. Das befreit und baut Stress ab. Ein blaues Auge soll aber niemand bekommen.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...848124,00.html
Denn wie es da oftmals abgeht, wäre es vielleicht sinnvoll,sich gleich zu schlagen... wer übrig bleibt, der bestimmt, wo´s lang geht!
In anderen Ländern ist das doch auch üblich, dass man sich bei Meinungsverschiedneheiten mal kräftig verprügelt. Und unsere Politikersind doch schon längst auf diesem Niveau angekommen.
Na ja, dieses Verhalten löst aber auch keine Konflikte. Eigentlich ist genau diese innerliche Interessenlosigkeit der Grund für das teilweise sehr schlechte Arbeitsklima. Der eine schreit, der andere schweigt. Bei beiden ist der Konflikt dadurch programmiert, dass beide eigentlich an einem Austausch nicht wirklich interessiert sind. Wen man jeden Deutschen frägt, gibt er zu, er wäre teamfähig. Der Alltag von dieser Teamfähigkeit sind dann Worthülsen und innerliche Abgrenzung am Inhalt - der Schreier lenkt, der Rest macht einen auf Vogel Strauß. Das war schon so in der Jugendfreizeit, ist in der Arbeitswelt nicht anders. Gefragt sind da die Führungskräfte als Mediatoren. Die entziehen sich aber "kompetent" ihrer Verantwortung und lassen alles so laufen wie es ist.
Außerdem ist Kampfsport sehr befreiend und Aggressionen und Bewegungsdrang kann man so gut ausleben. Und dabei sind Kampfsportausübenden im Alltag freundlichere und gelassenere Menschen. Ein Ventil für unserer angepasstes "unnatürliches" Leben - denke also doch, dass mancher Choleriker geholfen wäre.
Regel 1: Man redet nicht ueber den Fight Club!
Regel 2: Man redet nicht ueber den Fight Club ...
eine innere Kündigung ist genauso sinnlos wie die Haltung der Vorgesetzten es laufen zu lassen.
Der Ringelpiez mit Anfassen Blödsinn wir natürlich auch nichts bringen, außer dem Erfinder zeitweise die Taschen zu füllen bis die Personaler merken mal wieder auf einen Pseudopsychologen hereingefallen zu sein. Immerhin kam er sehr hip daher!
Die Lösung:
Ein AG der an motivierten Mitarbeitern auch wirklich interessiert ist und nicht bei der ersten konstruktiven Kritik mit abstrafen reagiert.
Ein AG der seine Mitarbeiter so sein lässt wie sie sind und nicht krankhaft versucht in die Gruppe "regelnd" einzugreifen und über den Gruppenzwang auch noch den Letzten verprellt und dann innerlich kündigen lässt. Wenn sich Freundschaften bilden ist ok, aber man sollte es nicht nach dem idiotischen Motto "x Freunde sollt ihr sein!" erzwingen.
Das Boxen nach Feierabend wird so lange in sein bis die nächste Masche erfunden wurde. Also nicht sehr lange!