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Boombranche: Hedgefonds scheffeln mehr Geld als Großbanken
Mit ein paar hundert Mitarbeitern verdienen sie mehr als sechs Großbanken mit einer Million Angestellten: Hedgefonds sind laut einer neuen Studie äußerst profitabel. Ganz weit vorn ist dabei*Investorenlegende George Soros.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...748523,00.html
- #100 02.03.2011 23:42 von Transmitter
Aus und vorbei!
Na klar weiß gerade Köhler ganz genau, welche Schweinerei hier in D und der EU gerade abgeht. Der hatte Angst, nach dem Crash an der nächsten Laterne aufgeknüpft zu werden. Deswegen hat er ja auch den Abgang gemacht. Köhler war schließlich über 10 Jahre Generaldirektor des IWF und gilt als internationaler Finanz- und Währungsexperte.
Auch richtig! Nur zurückrudern konnte - und kann - die verkommene und verlogene Berufspolitiker-Elite, die uns dieses Desaster eingebrockt hat, schon lange nicht mehr. Die Euro-Länder und ihre Finanzsysteme sind bereits derartig untereinander verfilzt und verwoben, dass der Staatsbankrott eines Euro-Pleitestaates zwangsläufig den der anderen zur Folge hat.
Der Super-GAU ist längst akzeptiert. Diese verluderten Harsadeure in Berlin und Brüssel wissen nur noch nicht wann und wie die Katastrophe eintritt. Daher die EZB-Geldschleuder. Es gilt, rette sich wer kann. Wenn es zum Bankenrun kommt, tritt die Merkelregierung sofort zurück und haut ab aus Deutschland. - #101 03.03.2011 18:52 von
Null Substanz
und keine Ahnung von der Materie scheinen Sie zu haben.
Anders kann man Ihr Geschreibsel nicht kommentieren.
Einfach mal ein bißchen lesen:
http://www.deutschlandjournal.de/Deu...pitalismus.pdf - #102 03.03.2011 19:07 von
Das kann man so nicht stehen lassen,
da Sie keinerlei Stellung zu den "Kollateralschäden" dieser Damen und Herren nehmen, welche übrigens auch durch Ihre Steuergelder gerettet wurden.
Märklin, Grohe, gezielter Ankauf von privaten Immobilienkrediten in D, um den Kredit sofort eintreiben zu können etc. - alles falsche Wahrnehmungen?
So, so. Was meinen Sie denn, wo diese hohen 2-stelligen Renditen innerhalb kürzester Zeit herkommen - oder sind die restlichen (ehrlichen) Unternehmner alle zu doof Ihre Läden rentabel zu führen?
Weiterhin müssten Sie wissen, dass häufig besonders Großbetriebe durch eine feindliche Übernahme übernommen werden (Aktienkauf oder auch durch den Erwerb von Forderungen & Verbindlichkeiten bei Hausbanken etc.).
Da ist nichts mit freundlichem Erwerb o.ä.
Ich kritisiere nicht generell das Prinzip der Hedgefonds - nur die Tatsache, dass sie sich jedlicher Kontrolle und Überwachung entzogen haben. Die Folgen sind bekannt.
Gruß
Gman
Die Realwirtschaft funktioniert ohne diese Herrschaften bestens - #103 03.03.2011 21:16 von
Missverständnis ...
Sch... Ökonomie: Wenn die Wirtschaft ohne die Hedge-Fonds "bestens" funktionieren würde, gäbe es sie nicht. Gefällt mir zwar nicht, muss ich aber akzeptieren. Und ich sehe auch keine Möglichkeiten Gesellschaften, die als "virtuelle Unternehmen" rein durch Kapitalaggregation funktionieren, durch nationale Gesetze einzudämmen, und ich glaube auch nicht daran, dass es ein genügendes Maß an internationaler Übereinstimmung gibt, um sie zu verbieten, oder auch nur zu "regulieren". Man muss andere Wege finden, um diesen Sumpf trockenzulegen: Hierzu gehen die Vorschläge von Dr. Roubini in die richtige Richtung, nach denen man zwischen die Hauptbereiche der Finanzindustrie strikte Brandmauern zieht, indem der Kontakt zwischen den Geschäftsbereichen Retail-Banking / Investmentbanking / Hedging und Versichern national verboten wird. Dann können sich Hedge-Fonds kein Geld mehr bei Banken leihen, was Übernahmen darauf reduziert, dass sie nicht mehr mit zusammengepumptem Geld erfolgen können. Flankierend hierzu müsste die Zahl der Kapitalanleger auf eine breitere Basis gestellt werden, indem mehr Anteile direkt und weniger von institutionellen Anlegern gehalten werden (z.B. Mitarbeiteraktien - wenn 10% des Unternehmens von den Beschäftigten kontrolliert werden, wird es für einen Übernahmewilligen eben schwerer).
Unser Denkfehler besteht darin, dass wir Hedge-Fonds als "Ausländer" wahrnehmen. Einesteils stimmt das, aber andererseits sind es die Deutschen Spargelder, mit denen die Fonds das große Rad drehen. - #104 04.03.2011 16:15 von
Vorschläge
Das ist so nicht richtig. Sinn dieser Gesellschaften ist die GEWINNMAXIMIERUNG innerhalb kürzester Zeit.
Sie müssen, mangels eigener EK-Decke und Rendite-Versprechen, die sie iherrseits Ihren Kapitalgebern gegenüber geäußert haben, Zinsen, Tilgung und den Gewinn für sich und ihre Kapitalgeber erwirtschaften. Und dafür ist ihnen in der Regel jedes Mittel recht.
Im verarbietenden Gewerbe können Sie in der Regel solche Gewinne nicht generieren (schon gar nicht in diesen Zeiträumen).
QUOTE=deppvomdienst;7303263]Und ich sehe auch keine Möglichkeiten Gesellschaften, die als "virtuelle Unternehmen" rein durch Kapitalaggregation funktionieren, durch nationale Gesetze einzudämmen, und ich glaube auch nicht daran, dass es ein genügendes Maß an internationaler Übereinstimmung gibt, um sie zu verbieten, oder auch nur zu "regulieren". Man muss andere Wege finden, um diesen Sumpf trockenzulegen:[/QUOTE]
Einfach ist das nicht. Aber nicht unmöglich.
Ein Anfang wäre z.B. bei Aktiengesellschaften ca. 25 % oder generell Wert X des Aktienkapitals, als Belegschaftsaktien auszugeben, die nicht oder nur zu sehr erschwerten Bedingungen, zu erwerben sind.
Hierzu bedarf es in der Tat einer Harmonisierung internationaler Gesetze und daran hakt es leider, da diese Gesellschaften mittlerweile über einen nicht unerheblichen internationalen und poltischen Einfluss verfügen.
Hinzukommt das besonders der anglo-amerikanische Wirtschaftsraum, eine vernünftige Steuerung und Überwachung der Wirtschaft mit Sozialismus oder gar Kommunismus verwechselt. Die Folgen sind weltweit bekannt und besonders diese Länder wehren sich weiterhin, nationale und internationale Gesetze zu erlassen, um dieser "Ich-mache-Geld-aus-nix-Branche" sinnvolle Schranken zu setzen.
http://www.stern.de/wirtschaft/news/...s-1567338.html
Ein Mittel kann auch die gezielte Besteuerung von Finanztransaktionen oder die Beschränkung Kredite zu erwerben, sein.
Wie gewährt die FED & EZB Kredite zu einem Zins zu 1 % nicht unter Auflagen oder gewährt diese Kredite nicht gleich dort wo sie gebraucht werden: im Mittelstand bzw. in der Realwirtschaft?
Sie sehen, es gibt genügend Möglichkeiten, sinnvolle Maßnahmen zu erlassen.
Wie gesagt, der Ursprung dieser "Investitionsform" ist zweifellos der anglo-amerikanische Raum. Das Tor zu D haben jedoch unsere Politiker aufgestoßen (Rot-Grün).
Für den normalen, auf Sicherheit bedachten deutschen Sparer,
sind diese Gesellschaften nahezu bedeutungslos.
Die Investoren sind vornehmlich risikobereite Großspekulanten und Investmentbanken.
Gruß
Gman - #105 05.03.2011 00:15 von
~
In Industrie und Gewerbe sind EK-Renditen von 25% durchaus üblich. Lediglich durch den Aktienkurs reduziert sich die Rendite auf ein Maß, das Otto Normalverbraucher als erträglich ansieht. Die Bewerung von Hedge-Fonds liegt einfach viel näher an einem 1:1-Verhältnis zum EK, das liegt in der Natur der Sache.
Utopie. Dann weicht man eben von der AG auf ltd. / GmbH aus oder schafft andere Unternehmenskonstrukte. Außerdem sind gerade die deutschen Gewerkschaften sehr skeptisch gegenüber einer zu hohen Eigenbeteiligung der Arbeitnehmer am Kapital ihres Betriebes.(...) Einfach ist das nicht. Aber nicht unmöglich.
Ein Anfang wäre z.B. bei Aktiengesellschaften ca. 25 % oder generell Wert X des Aktienkapitals, als Belegschaftsaktien auszugeben, die nicht oder nur zu sehr erschwerten Bedingungen, zu erwerben sind.
Die Zentralbanken gewähren diese Kredite nur an Geschäftsbanken. Wohin diese sie weiterreichen, entzieht sich deren Kontrolle. Hedge-Fonds selbst erhalten kein Geld von den Zentralbanken.Wie gewährt die FED & EZB Kredite zu einem Zins zu 1 % nicht unter Auflagen oder gewährt diese Kredite nicht gleich dort wo sie gebraucht werden: im Mittelstand bzw. in der Realwirtschaft?
Es hat keinen Zweck die Schuld bei Rot/Grün zu suchen: Die Deutschland-AG war einfach sturmreif: Unterkapitalisiert wegen zu hoher Steuern auf Betriebsvermögen war das Halten eigener Rücklagen unwirtschaftlich. Aktien mit Nennwerten von 50 DM und Kursen von über 300 DM / Stück hätten die Unternehmen auch anders zum Ziel des Großkapitals gemacht, weil sich die breiten Massen Aktien gar nicht leisten konnten.
Der einzig nachhaltige Weg zielt darauf ab die Aktienmärkte unempfindlicher gegen derartige Finanzpraktiken zu machen. Weil sie nicht wirklich zu verbieten sind. Sämtliche Versuche in dieser Richtung sind reine Schaufensterpolitik.
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