Boom von Hofgemeinschaften: Kochen mit der Kohl-Flatrate

Hendrik SteinkuhlObst, Gemüse, Brot und Fleisch ohne Ende - und das zum monatlichen Festpreis: Sogenannte Hofgemeinschaften gewinnen in Deutschland immer mehr Anhänger. Das aus den USA importierte Konzept überzeugt selbst Menschen, die sonst nichts von gesunder Ernährung wissen wollen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,827252,00.html
  1. #60

    Siehst Du hier:

    Zitat von Claudia Beitrag anzeigen
    "Es rentiert sich absolut. In den Supermarkt müssen wir nur noch für Drogen wie Wein, Tabak und Schokolade",

    Wie sieht es mit Kaffe, Tee und Früchten / Gemüse im Winter aus. Der Import von Früchten gerade des Winters wird ja nicht nur aus Spaß an der Freude gemacht.
    Prinzipiell halte ich es für ein interessantes Modell, aber ganzjährig NUR von Lebensmitteln von einem norddeutschen Hof zu leben, käme für mich nicht in Frage.
    Meine Äpfel kann ich bis in den Mai essen ( Braeburn )
    Den selbst gebackenen ( deepvries) Pflaumenkuchen bis März, dann ist er alle.
    Meine Weintrauben werden zu Gelee.
    Mein Weißkohl zu Kohlroularden und Sauerkraut.
    Bohnen, Möhren und Rote Beete zu Salaten im Glas.
    Petersilie, Schnittlauch, Bärlauch tiefgefroren und und Zwiebeln
    im Keller gelagert. Allerdings gibt es bei mir im Winter weder frische Erdbeeren noch Kirschen.
  2. #61

    Wobei das von Ihnen genannte Sauerkraut...

    Zitat von mzbx Beitrag anzeigen
    Wenn die vorgestellte Familie Ihre Kinder nicht mit Mangelernährung über den Winter bringen müsste, wäre ich ja durchaus begeisterungsfähig für dieses Konzept. Vielleicht etwas weniger "Drogen" einkaufen und dafür eben Obst und Gemüse aus dem Süden. Übrigends sind auch im Sauerkraut viele Vitamine. Ansonsten halte ich es eher mit dem bewährten Konzept: Wochenmärkte mit regionalen Anbietern (die man auch mal besuchen kann). Der Bauer fährt einmal, die Kunden laufen oder fahren nicht so weit.
    ja auch "Kohl" ist. Ich denke, dass die Leute schon schlau genug sind, um Mangelernährung bei den Kindern zu verhindern.
    Übrigens kann man auch saisonal "einkochen", so z.B. "das Sauerkraut", Obstkompott, etc., pp..
    Wobei ich mir auch vorstellen kann, dass Koporationsmitglieder weiterhin mal eine Ananas oder Orange kaufen "dürfen". Die wachsen nunmal nicht in der deutschen Tiefebene. Es soll wohl keine reine Lehre sein, nur eine gute Basis.
  3. #62

    Die "Logik" der Chemomenschen

    Zitat von Onurbb Beitrag anzeigen
    @spon-spezi:
    Hey, für Biomenschen hat solch ein logischer Zusammenhang wenig Bedeutung :( Ich bin unter ihnen aufgewachsen, sie können mir glauben -.- Es ist ein bisschen wie eine Glaubensgemeinschaft, ob man jetzt einen oder zwei Literchen Benzin mehr verfährt... Pfff, dafür ist man exklusiv :/
    In ca. einem Dutzend Kommentaren wurde bis jetzt die Unlogik des Beitrags von spon-spezi nachgewiesen: die Behauptung dass nur 1 LKW heute die Waren zu jedem Kunden persönlich bringt, ist ja wirklich mehr als lächerlich.

    In solchem Zusammenhang dann die "Logik" zu loben zeugt von sehr viel Einbildung bei Null Ausbildung im logischen Denken.
  4. #63

    Zitat von SirLurchi Beitrag anzeigen
    Dies scheint bei dem vorgestellten Modell ganz offensichtlich nicht der Fall zu sein. Hinzu kommt, dass die einzelnen Mitglieder wohl etwas mehr denken, als "Otto Normalverbraucher", was die "Einkaufsfahrten" wohl drastisch senken dürfte.
    Das wird im übrigen auch auf der Webseite des Hofs thematisiert, sprich das Bewusstsein wie auch Lösungsansätze sind vorhanden. Offenbar beteiligen sich manche Mitglieder als "Verteiler" oder agieren als Fahrgemeinschaften. Wie gut das in der Praxis funktioniert sei dahingestellt, grundsätzlich kann man eine Abhol-Wirtschaft sicherlich hinterfragen.

    Die Kritik von vielen hier ist aber doch sehr wohlfeil. Zumindest wenn man sich das primäre Konsumverhalten der heutigen Bevölkerung vor Augen führt. Zu Fuss zum Bio-Marktstand ist da wohl nicht viel exotischer als eine Hofgemeinschaft. Der Normalfall ist eher das Einkaufszentrum in der urbanen Peripherie. Und dass deren komplexe "Frische"-Logistik sowie der verkehrsintensive Zugang punkto Energieverbrauch besser sein sollen braucht schon sehr viel Wunschdenken..
  5. #64

    Saisonales....

    Hier in der Türkei hat jedes Dorf, jeder Stadtteil seinen Wochenmarkt, wo regionale Anbieter, meist Kleinbauern, ihre Waren anbieten, und zwar zu 99% nur saisonal. Versuchen Sie mal, bei Ihren Kindern Begeisterung für grüne Bohnen zu wecken, wenn´s die immer und überall gibt - oder für Artischocken oder neue Kartoffeln, Frühlingsspinat etc. Gestern die ersten - bezahlbaren - grünen Bohnen wurden genauso freudig begrüßt wie in D z.B. Spargel. Ausser "Grundgemüse" wie Tomaten, Auberginen Zucchini etc gibt es sämtliche Gemüse- und Obstsorten auf den Basaren NUR dann, wenn sie auch regional angebaut werden.

    Da ich in einer zentralen Lage wohne, kann ich quasi an jedem Wochentag (auch sonntags) in max. 2-3 km Entfernung einen solchen Wochenmarkt erreichen.

    Wenn ich in Deutschland bin, bin ich immer wieder überwältigt von dem internationalen Angebot und der Vielfalt der verpackten Lebensmittel wie z.B. Käse, aber es gibt nicht eine Gemüsetheke, die mich zu größeren Einkäufen einlädt (schon gar nicht bei den Preisen...)

    Ich denke, sollten wir je wieder nach D zurückkehren, würde ich auf jeden Fall ein solches Paket "buchen".
  6. #65

    Zitat von HansEngler Beitrag anzeigen
    Nichts gegen Ihre Vorlieben, aber werfen Sie so ein "preiswertes" Stueck Fleisch mal in die Bratpfanne, nur um zu sehen, wieviel von dem Kilogramm eigentlich Wasser war.
    Deswegen gibt es ja im Fernsehen andauernd die Tipps von Schubeck, Mälzer, Lafer und Konsorten:

    Fleisch scharf von allen Seiten anbraten, damit die Flüssigkeit nicht ausläuft, dann schonend im Backofen bei 80-90 Grad fertiggaren lassen.

    So wird das Fleisch schonend gegart, und das teure Wasser, welches Sie ja schließlich bezahlt haben, bleibt im Fleisch.
  7. #66

    Ja.....

    Zitat von kaksonen Beitrag anzeigen
    Haben Sie schon einmal versucht, sich vorzustellen, wie man ökologisch-dynamisch sieben (später zehn bis elf) Milliarden Menschen satt bekommen soll?
    .....mit proteinreichen Insektenmenüs....
    Grashüpfer angebraten mit Reis..lecker Würzen...als Nachtisch angebratene Larven mit warmer Schokosauce...lecker !
    Das meine ich ernst !
    Das ist uns in den letzten paar Jahrhunderten abhanden gekommen....
  8. #67

    Vernetzung: "Bauer sucht Partner" und "Verbraucher sucht Hof"

    Hofgemeinschaften sind eine tolle Idee!

    Zwei Links zum Vernetzen:

    Bio Hofgemeinschaften
    und
    Solidarische Landwirtschaft
  9. #68

    Uargh.......

    Zitat von loeweneule Beitrag anzeigen
    Na, Sie trauen sich aber was. Sowas hier einfach so zu schreiben, wo es doch um Nachhaltigkeit, die Rettung der Welt und all sowas geht. Und Sie sprechen von sowas eigentlich Unaussprechlichem wie einem Stück mariniertem Fleisch aus dem Supermarkt. Sowas ist geradezu Gotteslästerung. Und wissen Sie was? Dafür danke ich Ihnen von ganzem Herzen!
    ....nichts gegen ein lecker Steak...aber 4,99€/kg ?.....mariniert ?
    Also ein gutes Steak kostet über 20€/kg und wenn es mariniert ist lag es vorher schon länger in der Theke..*würg*
    Aber naja....Kochen kann in Deutschland ja sowieso nur eine Minderheit.....ich empfehle mal in Rachs Restaurantschule reinzusehen...da wird von kleinem Geld Suppe bis zu teurem Wild Filet alles gemacht und die Natur ( auch des Tieres ) respektiert....ja Fleisch wächst nicht auf Bäumen......
  10. #69

    ...

    Zitat von pfeiffffer Beitrag anzeigen
    Deswegen gibt es ja im Fernsehen andauernd die Tipps von Schubeck, Mälzer, Lafer und Konsorten:

    Fleisch scharf von allen Seiten anbraten, damit die Flüssigkeit nicht ausläuft, dann schonend im Backofen bei 80-90 Grad fertiggaren lassen.
    So wird das Fleisch schonend gegart, und das teure Wasser, welches Sie ja schließlich bezahlt haben, bleibt im Fleisch.
    Vor Jahren habe ich mal günstig Schweinenacken zum Grillen vom Discounter gekauft, Fleisch mariniert und 4 Stücke auf den Grill.
    Nachdem sich der Wasserdampf verzogen hatte, waren die Stücke Mundgerecht geschrumpft, dann dauerte es noch bis sie langsam Farbe bekamen, Zäh wie Schuhleder aber tapfer und gut durchgekaut mit Bier runtergespült. Mein Schlüsselerlebnis. Seitdem Einkauf im Hofladen und seltener Fleisch auf dem Teller.