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Boom von Hofgemeinschaften: Kochen mit der Kohl-Flatrate

Hendrik SteinkuhlObst, Gemüse, Brot und Fleisch ohne Ende - und das zum monatlichen Festpreis: Sogenannte Hofgemeinschaften gewinnen in Deutschland immer mehr Anhänger. Das aus den USA importierte Konzept überzeugt selbst Menschen, die sonst nichts von gesunder Ernährung wissen wollen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,827252,00.html
  1. #30

    Zitat von spon-spezi Beitrag anzeigen
    > Danach kommen sie an ein bis zwei Abholtagen in der Woche auf den Hof

    statt dass 1 LKW die Waren auf einmal bringt fahren dann also hunderte PKWs einzeln zum Hof. Das ist doch ökologischer Wahnsinn!
    Und wenn man die Fahrkosten und Zeit dazurechnet, macht es bestimmt auch finanziell keinen Sinn
    Nein... nein... die fahren alle stilecht mit dem Fahrrad vor! Umweltfreundlich, langsam, unpraktisch und auch im Januar!
  2. #31

    Zitat von doktorwaldmann Beitrag anzeigen
    ... 4,99€/kg Schweinenackensteak, ein echtes Stück Fleisch, auf den Grill ...
    Nichts gegen Ihre Vorlieben, aber werfen Sie so ein "preiswertes" Stueck Fleisch mal in die Bratpfanne, nur um zu sehen, wieviel von dem Kilogramm eigentlich Wasser war.
  3. #32

    Ja! Endlich fangen wir Menschen an die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen! Wir stellen auch gerade einen Biohof bei Müllheim/ Freiburg auf CSA um und suchen noch ca. 120 Verbraucher, die mitmachen wollen.
    Unsere Seite ist: www.luzernenhof.de.
    Auf facebook sind wir unter Solidarische Landwirtschaft Seefelden zu finden. Wenn jemand zu weit weg ist, auch über finanzielle Zuwendungen freuen wir uns.... Danke!
  4. #33

    Ich habe kein Auto, wohne in der Stadt und würde so ein Angebot gerne für mich und meine Familie nutzen. Wenn ich mit dem Fahrrad nicht mehr zu Alnatura, Aldi oder Kaufland fahren kann, sondern mitten in die Pampa fahren müsste, dann würde das für mich überhaupt keinen Sinn ergeben. Abholtage sind nur was für Ökomuffel.
    Viele Grüße
  5. #34

    Wie ich das lese, zahlt ein Mitglied pro Monat und kann dann auswählen und mitnehmen, was sie will. Da wird doch wohl keiner hamstern oder sich die besten Monate raussuchen...?

    Die CSA Idee ist doch eigentlich folgende:
    - Man bezahlt die ganze Saison im Voraus - der Bauer hat seinen garantierten Absatz, weiß genau wie viel er/sie anbauen muß, und muß (wichtig!) keine Bankkredite für Saatgut aufnehmen, der Kunde bekommt ein gutes Angebot (das was die Leute hier für einen Monat bezahlen, kostet in den USA eine ganze Saison Biogemüse, dann nochmal dasselbe für Obst und man ist aus dem Schneider)
    - Der Kunde fährt nicht zum Bauern, sondern ab 50 Teilnehmern zu einem von der Gemeinschaft bereitgestellten Lieferort, in vielen Fällen also vor die Haustür! Dort wird von Mitgliedern aufgeteilt und nachher gesäubert.
    - Jeder bekommt einen gleichen Anteil (kein Hamstern) von dem was tatsächlich geerntet wurde. Bessere Ernte - es gibt mehr! Hurricane - es gibt weniger.

    Das Ganze ist nicht dazu da, sich den ganzen Winter von Kohl zu ernähren, sondern die unsäglichen Zusatzstoffe der industriell verarbeiteten Nahrungsmittel zu vermeiden.

    Neuseeländische Äpfel als Ergänzung möchte ich trotzdem nicht missen. Die haben in einer Hafenstadt übrigens eine bessere Ölbilanz als per LKW gelieferte einheimische Äpfel...
  6. #35

    Hofgemeinschaft in Wiesbaden gesucht

    Klasse Konzept!

    Wenn es das auch in Wiesbaden/Mainz gibt, wären wir sofort dabei. Kann ich das irgendwo rausbekommen, ob es hier auch so eine Hofgemeinschaft gibt oder kennt jemand von Ihnen eine in unserer Gegend?

    Vielen Dank schon einmal für die Hilfe!!!
  7. #36

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Obst, Gemüse, Brot und Fleisch ohne Ende - und das zum monatlichen Festpreis: Sogenannte Hofgemeinschaften gewinnen in Deutschland immer mehr Anhänger. Das aus den USA importierte Konzept überzeugt selbst Menschen, die sonst nichts von gesunder Ernährung wissen wollen.

    Boom*von*Hofgemeinschaften: Kochen*mit der Kohl-Flatrate - SPIEGEL ONLINE
    Sicher ein Anstoß zum Nachdenken. In der Breite bleibt das Konzept eher ein realitätsfernes Luxusmodell für die die sich auserwählt wähnen. Für 40 Millionen deutsche Haushalte müssten ungefähr 200.000 derartige Kooperationen entstehen. Beim derzeitigen Stand von 20 bis 30 Höfen in Deutschland auch noch von einem Boom zu reden, demonstriert gewagten Schlagzeilenopportunismus, jedoch keine Nachrichtenrelevanz.
  8. #37

    Teurer

    Zitat von jujo Beitrag anzeigen
    Das Konzept hat etwas, mit etwas mehr Hintergrundwissen, könnte ich mir vorstellen mich an so etwas zu beteiligen, da könnte es ruhig etwas mehr kosten als im normal Geschäft!
    Wieso teurer? Bei dem Direkteinkauf schalten Sie Gross- und Einzelhandel aus, dh zweimal Margen, die auf den Produkten liegen.

    Da die Produkte einen ingesamt geringeren Einstandspreis haben, faellt auch die MWst geringer aus. Triple Whammy. Zu Ihren Gunsten.
  9. #38

    .....

    Zitat von doktorwaldmann Beitrag anzeigen
    Soll Familie Pavicic so viel Kohl essen, dass er Ihnen zu den Ohren rauskommt. Da bleibe ich lieber bei meinem Steak Mexico von Kaufland. 4,99€/kg Schweinenackensteak, ein echtes Stück Fleisch, auf den Grill, dazu ein oder zwei schöne Weizen. Herrlich bei dem Wetter!!

    Für 95 Euro....
    Also es gibt auch Fleisch und Brot usw. grundsätzlich sehe ich da auch ein Problem und zwar sind die meisten Dinge doch verderblich und wer ordentlich zahlt könnte auch ordentlich zulangen mit dem Ergebnis ab in die Tonne, wobei dies auch bei Aldi und Co. passiert und das andere die Leute müssen ehrlich sein sonst verkauft jemand die Hälfte vom Fleisch einfach weiter.... man kann mit etwas Geschick vieles Einmachen oder gefrieren, insofern muss man auch im Winter nicht immer Kohl essen.
  10. #39

    Ich wäre ja sofort dabei, wenn es einen solchen Hof in meiner Gegend gäbe. Das ist aber leider nicht der Fall.
    Aber so einige Fragen bleiben doch noch offen: Wenn es auch Fleisch gibt, wer bekommt dann das Filet?
    Wer die Zunge oder die Füße?

    Vom SPON wünsche ich mir noch mehrere vertiefende Artikel zu diesem Thema. Ich habe heute das erste Mal davon gehört. Bisher kannte ich nur Modelle wie die wöchentliche "Gemüsekiste".

    Diese Idee hat auf jeden Fall eine Menge Potential und 24 Höfe in ganz Deutschland können doch nicht das Ende der Fahnenstange sein!


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