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Boom bei Wind und Solar: Ökostrom verdrängt Atomenergie in Rekordzeit
Der Ausbau erneuerbarer Energien übertrifft alle Prognosen, schon jetzt werden Kernkraftwerke zum Teil ihren Strom nicht los. Eine neue Studie zeigt, wie rasch der Bedarf an Atomstrom sinken könnte - ohne dass in Deutschland das Licht ausgeht.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...690440,00.html
- #1 23.04.2010 05:36 von
So ein Unfug
"Am 25. Dezember 2009 etwa ließen orkanartige Böen Deutschlands Windkraftanlagen auf Hochtouren laufen. Da die Kraftwerke nicht schnell genug heruntergeregelt werden konnten, war auf einmal mehr Strom verfügbar als nachgefragt wurde. An der deutschen Strombörse in Leipzig hatte das absurde Folgen: Der Strompreis drehte ins Minus."
Schuld an dieser Situation sind der planwirtshcaftliche Ansatz des "EEG" und die prinzipbedingte Diskontinuität von Wind und Sonnenstrom, nicht die grundlastfähige "Stromarten". - #2 23.04.2010 05:43 von
Humbug
Völliger Humbug diese Studien. Fakt ist, dass jedes kW Solar und Windkraft zu 100% mit zuverlässigen Erzeugern abgedeckt werden müssen, das die Sonne halt nicht immer scheint und der Wind nicht immer bläst. Dadurch entstehen immense Kosten weil ein Kraftwerk auf standby sehr teuer ist. Aber die Stossrichtung ist sehr wohl richtig, aber solche Träumereien sind noch lange fehl am Platz. Fred
- #3 23.04.2010 05:45 von
Ähem...
Der herbei subventionierte "Boom" beim Solarstrom wird noch allen beteiligten Leid tun. Die idiotisch hohen Einspeisevergütungen werden die deutsche Volkswirtschaft für die nächsten Jahrzehnte belasten und hier insbesondere den Durchschnittsverbraucher, denn die Industrie wird sich den Strom einfach im Ausland kaufen.
- #4 23.04.2010 05:46 von
Und was wird uns dann die Kilowattstunde
kosten? Wie lange können, wollen und werden wir uns das noch leisten.
Solange - aber nur solange - wie mit Hilfe des EEG legal, einfach und politisch korrekt zusätzliche Milliarden abgezockt werden können bleibt der Trend zum Ökostrom ungebrochen. Und dass es nur darum geht zeigt der Run auf die Photovoltaik. Obwohl sie von allen Erzeugungsarten den miesesten Wirkungsgrad, die schlechteste Verfügbarkeit, und den geringsten Anteil an der Gesamterzeugung hat wird dort der grösste Teil der Gelder verbrannt. Und das vertraglich abgesichert auf Jahrtzehnte. - #5 23.04.2010 05:58 von
Rekordzeit?
Der grünen Studie zufolge würde der Bedarf an Atomstrom über die nächsten 10 Jahre also jährlich um 0,4% sinken.
Wäre mal interessant mit was für einer Subventionierung ISUSI rechnet.
Und wo kommt der Atomstrom nach dem deutschen Atomausstieg her wenn mal kein Orkan ist? - #6 23.04.2010 06:21 von
- #7 23.04.2010 06:26 von
Ergebnis klar
"Wie stark dieser Effekt sein könnte, hat nun das Institute for Sustainable Solutions and Innovations (ISUSI) im Auftrag des Grünen-Abgeordneten Hans-Josef Fell ausgerechnet. " Na - was meinen Sie ? Ist doch klar wie Klosbruehe, dass da das gewuenschte Ergebnis rauskommt. nd SON laesst sich einwicklen.
- #8 23.04.2010 06:29 von ayzyo
Öko-Stroh
Der Artikel ist ziemlich schwach, der Geist weht da nicht so richtig, da er das wesentliche Problem lappalisiert: die Sonne scheint grundsätzlich, wann sie will, und der Wind weht genauso.
"Und an besonders wind- und sonnenreichen Tagen könnte man theoretisch schon alle Atommeiler abschalten.", diese Satz grenzt an grünen Hirnschiss.
Der Umkehrschluss ist richtig:
Wir brauchen sie, die Atommeiler. Zumindest solange keine Speicher (z.B.) oder schnell verfügbare Maschinensätze anderer Art (z.B.) mit hinreichender Leistung vorhanden sind und vorgehalten werden, sollte der Wind mal woanders wehen oder die Sonne woanders scheinen.
Der zweite Punkt ist, dass die deutsche Solarindustrie so idiotisch hoch subventioniert wird, pro Arbeitsplatz fast doppelt so hoch, wie der Steinkohlebergbau, dass sie inzwischen fast Pleite ist. Denn unter dem Preisschirm der Subvention hat sie alle kostensenkenden Maßnahmen in den Ökowind geschrieben, so dass jetzt China locker lachend das Rennen macht. Im Endeffekt mit dem Ergebnis, dass wir hier völlig unwirtschaftliche - aber subventionierte - Paneele auf den Dächern haben, und dass einige per Einspeisungsgarantie und -Vergütung tüchtig kassieren.
Zahlen aber tun wir alle dafür, vorerst privat, und später dann noch viel mehr ber die Steuern, um die Folgen dieses unreflektierten grünen Subventionsirrsinns zu korrigieren, um der deutschen Industrie den Strompreis soweit herunter zu subventionieren, dass nicht auch noch die Arbeitsplätze nach China abwandern.
Notwendig wäre ein Systemumbau der Stromversorgung, der den Ökostrom so integriert, dass er, nur durch kurzsichtige Subventionen wachsend, nicht zum Klotz am Bein der Gesellschaft wird.
Allerdings würde in der Tat, wäre erst die gesamte Produktion verlagert, spätestens dann Ökostrom ausreichen. Deutschland wäre wieder rein-grünes Agrarland, ganz ohne Morgenthau-Plan, gelungen durch jahrelanges unreflektiertes Ökostroh-Dreschen. - #9 23.04.2010 06:32 von kurtwied
Unglaublich.
"(...) Wie stark dieser Effekt sein könnte, hat nun das Institute for Sustainable Solutions and Innovations (ISUSI) im Auftrag des Grünen-Abgeordneten Hans-Josef Fell ausgerechnet. (...)
Ein Öko-Energie Lobbyist hat im Auftrag eines Grünen Politiker eine Rechnung angestellt, wie etwas sein könnte ... auf Grund von Wetterdaten in der Zukunft.
Nicht etwa auf Grund von wissenschaftlichen Erkenntnissen oder auf Grund von technischen Entwicklungen in dem Bereich oder Wirtschaftlichkeit - was ja mit das größte Problem ist ...
Es ist unverantwortlich so eine Propaganda mit der Überschrift "Ökostrom verdrängt Atomenergie in Rekordzeit" zu betiteln und zu suggerieren, als gäbe es eine neue Entwicklung ...
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