Bonus-Urteil: Commerzbank muss Investmentbankern Millionen auszahlen

REUTERSDie Commerzbank hat einen spektakulären Prozess um Bonuszahlungen verloren. Ein Londoner Gericht verurteilte das Institut dazu, nachträglich Prämien in Höhe von gut 52 Millionen Euro an Investmentbanker auszuschütten - mitten in einer hitzigen Debatte über Bankerboni.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...832242,00.html
  1. #1

    Amokzeit

    wie lange geht das denn noch so weiter? Da weiß man einfach nicht was man tun soll mit all der Machtlosigkeit...
  2. #2

    Tja....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Commerzbank hat einen spektakulären Prozess um Bonuszahlungen verloren. Ein Londoner Gericht verurteilte das Institut dazu, nachträglich Prämien in Höhe von gut 52 Millionen Euro an Investmentbanker auszuschütten - mitten in einer hitzigen Debatte über Bankerboni.

    Bonus-Urteil: Commerzbank muss Investmentbankern Millionen auszahlen - SPIEGEL ONLINE
    Wär's um die Auszahlung einer Lärm-und Dreckzulage für Hilfsarbeiter gegangen - wär hätte da wohl gewonnen?

    Ich frag mich manchmal wirklich, ob es der "Elite" nicht schnell genug geht. Bis sie "abgelöst" wird.
  3. #3

    Merkwuerdig

    Es waere schoen gewesen man haette geschrieben, wie die Richter argumentiert haben, dass die Klausel, nach der keine Boni bei schlechter wirtschaftlicher Sitatuation faellig werden, unwirksam ist. So denkt man sich, in GB kann man auch Vertraege noch einfach mal so nachverhandeln und erklaeren, dass waren gar keine Erfolgsboni sondern Haltepraemien und was im Vertrag steht interessiert schlicht nicht. Also nachvollziehbar ist der Artikel nicht so ganz.
  4. #4

    ach nee

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Commerzbank hat einen spektakulären Prozess um Bonuszahlungen verloren. Ein Londoner Gericht verurteilte das Institut dazu, nachträglich Prämien in Höhe von gut 52 Millionen Euro an Investmentbanker auszuschütten - mitten in einer hitzigen Debatte über Bankerboni.

    Bonus-Urteil: Commerzbank muss Investmentbankern Millionen auszahlen - SPIEGEL ONLINE
    hat da etwa jemand einen schlechten Vertrag gemacht? womöglich wieder auf Steuerzahlers Kosten? Und natürlich ist derjenige in keiner Weise zu belangen. Bekommt vermutlich sogar Boni.
    Es gibt nur eine (oder zwei) weitere Kaste, die so schamlos agiert wie die Banker (wenn auch weniger lukrativ): die Politiker. Bei soviel Seelenverwandtschaft braucht niemand erwarten, daß sich grundlegendes ändert.
  5. #5

    Zwei Unterschriften unter einem Vertrag

    Jetzt auf die gierigen Banker einzudreschen ist das eine. Viel wichtiger wäre es aber, sich die Frage zu stellen, wie es eigentlich dazu kommen konnte. Denn jeder Vertrag trägt zwei Unterschriften; auch die Investmentbanker haben ihre Arbeitsverträge nicht mit sich selbst geschlossen.

    Die Schuldigen sind doch vielmehr in der Personalabteilung und im Management von Dresdner Kleinwort zu suchen. Denn dort sind die schlampigen Bonus-Agreements abgefasst worden. Wenn es Auslegungsspielräume gibt, die erst vor Gericht geklärt werden müssen, hat da irgendwer die Arbeit nicht gemacht.

    Bei einem meiner ehemaligen Arbeitgeber waren Sonderzahlungen glasklar geregelt: Es gab ein EBIT-Ziel, und Boni wurden nur oder nur anteilig gezahlt, wenn dieses Ziel im Unternehmen oder im Gesamtkonzern erreicht wird. Wenn es verfehlt wird, gibt's nix. Da die Investmentbanker wohl nie ernsthaft mit einem Verlust von 6 Mrd. geplant haben, kann es sich nur um schlampige Verträge gehandelt haben, mit denen überhöhte Gehälter als Bonuszahlungen kaschiert werden sollten. Dafür verdient das Personal-Management einen Tritt in den Allerwertesten.
  6. #6

    .

    Zitat von ginthos Beitrag anzeigen
    Wär's um die Auszahlung einer Lärm-und Dreckzulage für Hilfsarbeiter gegangen - wär hätte da wohl gewonnen?

    Ich frag mich manchmal wirklich, ob es der "Elite" nicht schnell genug geht. Bis sie "abgelöst" wird.
    Wer will die Elite denn "ablösen"? Unter- sowie auch die Mittelschicht sind mit sich selbst bzw. mit dem jeweils anderem beschäftigt. Den Eliten in Deutschland wird solange nichts passieren, bis auch die Mittelschicht ernsthafte Konsequenzen spürt. Zudem dauert es eine Weile, bis auf Enttäuschung Verweiflung wird und bis die Wut hochkocht, dauert es nochmals eine ganze Weile.
  7. #7

    das ist schon richtig

    Zitat von chaika Beitrag anzeigen
    Es waere schoen gewesen man haette geschrieben, wie die Richter argumentiert haben, dass die Klausel, nach der keine Boni bei schlechter wirtschaftlicher Sitatuation faellig werden, unwirksam ist. So denkt man sich, in GB kann man auch Vertraege noch einfach mal so nachverhandeln und erklaeren, dass waren gar keine Erfolgsboni sondern Haltepraemien und was im Vertrag steht interessiert schlicht nicht. Also nachvollziehbar ist der Artikel nicht so ganz.
    Denn es ist nicht genau erklaert was denn eine schlechte wirtschaftliche lage ist.
    es gibt sehr viele Vertraege wo klauseln stehen die einen Vertrag ungueltig machen. Viele Firmen denken die koennen da reinschreiben was Sie wollen.

    Z.B. hatte ich einen Vertrag wo stand das ich wenn ich die Firma verlasse nicht in dem selben bereiech einer anderen Firma arbeiten darf fuer 1 Jahr...totaler schwachsin, es gilt freie Wahl des Arbeitsplatzes in der EU.
    Ich bin kein Banker, aber man kann sich nicht ueber Gesetzte und richtlienien hinwegsetzten weil es gerade passt.
  8. #8

    Aber Entschuldigung

    Die Bankhäuser sind Hütchenspielunternehmen und sie beschäftigen Hütchenspieler. Die Verträge sind nach feudalistischen Prinzipien formuliert, da entspricht es von vorneherein rechtsstaatlichen Prinzipien Unklarheiten zu Lasten des Verfassers auszulegen.

    Sollen sie doch sauber formulieren, nur dann würde manch einer den Vertrag bei der Bank nicht unterschreiben, sei es als Arbeitnehmer, als Kreditnehmer oder als Wertpapierkunde.
    Hut ab vor dem britsichen Gericht -hätte ich ihnen gar nicht zugetraut ;-) !
  9. #9

    Wie kann man glauben ...

    Zitat von chaika Beitrag anzeigen
    Es waere schoen gewesen man haette geschrieben, wie die Richter argumentiert haben, dass die Klausel, nach der keine Boni bei schlechter wirtschaftlicher Sitatuation faellig werden, unwirksam ist. So denkt man sich, in GB kann man auch Vertraege noch einfach mal so nachverhandeln und erklaeren, dass waren gar keine Erfolgsboni sondern Haltepraemien und was im Vertrag steht interessiert schlicht nicht. Also nachvollziehbar ist der Artikel nicht so ganz.
    ... am Finanzplatz London ein Urteil zum Schaden von Investment-Bankern zu erwirken?
    Übrigens:
    Auch unser Bundesverfassungsgericht wird nicht gegen den Regierungs-ESM entscheiden.
    Wes Brot ich ess des Lied sing ich ...