Forum


 

Bonn: Archäologen finden antiken Tempel bei Lehrgrabung

Uni Bonn/ Ulrich ManiaÜberraschende Entdeckung in Bonn: Archäologen sind bei einer Lehrgrabung auf die Reste eines fast 2000 Jahre alten römischen Tempels gestoßen. Die Art des Baus ist nach Meinung der Forscher eine regionale Rarität.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...831171,00.html
  1. #10

    Lehrgrabung ist ja lustig...

    Auf dem Areal wird gerade der neue Campus Poppelsdorf gebaut (bzw derzeit erstmal die Infrastruktur wie Kanalisation, Kabel, Straßen,...). Beim Ausbaggern für eine Straße (deren Trasse auch auf den Bildern zu sehen ist) ist man auf die Steine gestoßen und hat dann mal die Archäologen rangelassen.
  2. #11

    Gasthaus zum Goldenen M

    Zitat von Olorande Beitrag anzeigen
    Dann bekommst Duvielleicht eine Ahnung wie es funktiniert und erwartest vielleicht nicht mehr ein halbes Studium in einem Zeitungsartikel erklärt zu bekommen.
    Das braucht's nun wirklich nicht. Es wurde eine berechtigte Frage gestellt und wenn hier Leute aus diesem Fachgebiet sind, die evtl. weiterführende Informationen oder Links geben können, ist das sehr hilfreich. Wenn man bei Kernkraft mitreden will, soll man mehrere Jahre Physik, bei Diskussionen über die Finanzkrise VWL studiert und beim Reden über Essen mindestens Küchenhilfe gelernt haben...


    Eine Einordnung erfolgt aufgrund der Bauweise, Lage und evtl. Funde. Beim "Klo" findet man z.B. entweder einen Kanalisationsanschluss oder eine Sickergrube. Bei anderen Gebäuden erfolgt die Einordnung ähnlich (Bauweise, Nebengebäude, Keramikreste, Ausschmückungen, Brunnen, Abfallgrube,...)

    Sollten in späteren Jahrhunderten Kirchenfundamente ausgegraben werden: auch hier gibt es Anhaltspunkte. Z.B. die Kreuzform, Grabplatten, Funde wie Messgeschirr, abgestürzte Wetterhenne, etc. Bei der McDonalds-Grabung wird man vielleicht auf den McDrive stoßen oder auf Plastikspielzeug. Wurde bereits einmal sicher erforscht, dass es sich beim "Dreizack" um das "Gasthaus zum Goldenen M" handelt, wird man wohl auch in Zukunft immer dann, wenn es bei Funden solch ein "M" gibt, darauf schließen können, dass es sich ebenfalls um eine Speiselokalität gehandelt haben muss. Wie die weitere Einordnung funktioniert - beispielsweise die Einordnung und Funktionsweise als Schnellrestaurant - wird sich dann zeigen. Vielleicht finden sich an zwei "M-"Ausgrabungsstätten ja eingeschweißte Burgerkarten, es finden sich Hinweise in Archiven und Literatur, ...
  3. #12

    So sieht eine Rekonstruktion aus:

    http://www.ms-modellzeit-galerie.de/displayimage.php?pid=10&fullsize=1

    Sie finden diese Tempelform in der ganzen Eifel. Das ist selbst für Laien gut erkennbar.
  4. #13

    Zitat von wosenjohn Beitrag anzeigen
    Gräbt man in ein paar tausend jahren unsere städte und dörfer aus wird sich in fast jeder größeren ansiedlung ein gebäude finden das den selben Grundriss hat. weil man in allen das symbol der "Goldenen Welle" bzw. des "Goldenen Dreizack" (je nach dem was man als oben/unten betrachtet) findet schließt man daraus dass es die tempel eines weit verbreiteten poseidon kultes sind. aus heutiger sicht hat aber McDonalds recht wenig mit poseidon am hut.
    Vor allen Dingen wird man mehr Dörfer mit einer Kirche finden, als mit einem McDonalds. Und Kirchen haben Gemeinsamkeiten, sind gut klassifizierbar und sind Sakralbauten, genau wie dieser Tempel.

    Da sehe ich keine Schwierigkeiten.
  5. #14

    Nie mehr einen Titel...

    Zitat von eumel Beitrag anzeigen
    Von stratigraphischer Grabungstechnik hat mann oder frau in Bonn noch nichts gehört? Wie zeitgemäß ist den die Grabunsmethodik die da gelehrt wird?
    Jedenfalls zeitgemäßer als Ihre Rechtschreibung und Grammatik....
  6. #15

    Nie mehr einen Titel...

    Zitat von leser008 Beitrag anzeigen
    ... Soweit ich weiss, soll dort von der Uni umfangreich gebaut werden, dann sind die Bodenfunde eh vernichtet. Man sollte das ganze also nicht so ernst nehmen.
    Näheres in der heutigen Ausgabe des Bonner Generalanzeigers: Uni Bonn:*Studenten stoßen bei Grabung in Poppelsdorf zufällig auf Relikte aus der Römerzeit | Bonn | Lokales | General-Anzeiger Bonn
  7. #16

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Überraschende Entdeckung in Bonn: Archäologen sind bei einer Lehrgrabung auf die Reste eines fast 2000 Jahre alten römischen Tempels gestoßen. Die Art des Baus ist nach Meinung der Forscher eine regionale Rarität.
    Römischer Tempel in Bonn gefunden - SPIEGEL ONLINE
    ...
    Wie die Forscher berichten, trug das innere Fundament des Tempels einst einen Raum mit einer Tür.
    Ein Raum mit einer Tür. Boah, ey. Ob das allerdings tatsächlich so war, oder es nicht vielleicht doch anders war, hat wie immer in der Archäologie keinerlei Auswirkung auf unser heutiges Leben.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Drumherum befand sich vermutlich ein niedrigerer, überdachter, mit Dachziegeln gepflasterter Umgang, dessen Stützen auf dem äußeren rechteckigen Fundament ruhten.
    Echt jetzt? Niedrig? Nicht doch hoch? Überdacht? Nicht doch frei? Mit Dachziegeln? Nicht doch mit bspw. Bastmatten? Gepflastert? Nicht doch bspw. gestampft? Recheckiges Fundament? Nicht doch bspw. doch fünfeckig?

    Wie überaus beeindruckend.

    Ob das allerdings tatsächlich so war, oder es nicht vielleicht doch anders war, hat wie immer in der Archäologie keinerlei Auswirkung auf unser heutiges Leben.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Neben dem Fundamentsteinen stießen die Archäologen auf weitere Funde aus der Römerzeit, darunter Dachziegel, Eisennägel und vor allem Tonscherben.
    Dachziegel, Eisennägel, Tonscherben. Meine Güte. Wie wurscht ist das denn.

    Wie immer in der Archäologie hat es keinerlei Auswirkung auf unser heutiges Leben, ob Tonscherben gefunden werden, oder ob keine Tonscherben gefunden werden.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auch einige Keramikscherben aus vorrömischer Zeit seien darunter gewesen, berichten die Forscher.
    Ob Keramikscherben aus vor-irgendeiner Zeit gefunden werden, oder ob keine gefunden werden, hat wie immer in der Archäologie null Auswirkung auf unser heutiges Leben.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die ältesten stammen spätestens aus dem achten Jahrhundert vor Christus.
    Echt jetzt? Und was hab' ich davon? *kopfschüttel*

    Archäologie - die wirkungsloseste und nutzloseste aller akademischen Disziplinen.

    V.


TOP



TOP