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Bombenbau an Waldorfschule: Und es hat Bumm gemacht

Ein Waldorf-Lehrer in Lübeck ließ Fünftklässler mit Schwarzpulver hantieren. Eine Mutter schaltete die Generalstaatsanwaltschaft ein - ihr Sohn sei zur Rohrbomben-Bastelei gezwungen worden. Jetzt fliegt*das Ganze*allen Beteiligten um die Ohren.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...808539,00.html
  1. #1

    Toller Lehrer!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Waldorf-Lehrer in Lübeck ließ Fünftklässler mit Schwarzpulver hantieren. Eine Mutter schaltete die Generalstaatsanwaltschaft ein - ihr Sohn sei zur Rohrbomben-Bastelei gezwungen worden. Jetzt fliegt*das Ganze*allen Beteiligten um die Ohren.

    Bombenbau an Waldorfschule: Und es hat Bumm gemacht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL
    Toll, einen solchen Lehrer hätte ich auch gerne gehabt! Sofern Vorsichtsmaßnahmen getroffen wurden, sehe ich da kein größeres Problem drin - und würde die Geschichte eher Richtung hysterische Mutter deuten (was sie ja am Ende auch selber z.T. eingesteht).

    Stellt sich noch die Frage, wie alt die beteiligten Kinder waren. In der 3. Klasse ist es vllt. noch ein wenig früh Böller zu basteln ;-)
  2. #2

    In meiner Jugend ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Waldorf-Lehrer in Lübeck ließ Fünftklässler mit Schwarzpulver hantieren. Eine Mutter schaltete die Generalstaatsanwaltschaft ein - ihr Sohn sei zur Rohrbomben-Bastelei gezwungen worden. Jetzt fliegt*das Ganze*allen Beteiligten um die Ohren.

    Bombenbau an Waldorfschule: Und es hat Bumm gemacht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL
    ... gabs auch Mitschüler, die ein bisschen Schwarzpulver zusammengemischt haben und das dann im Wald hochgejagt haben. Nur heutzutage wird jeder gleich so hysterisch, dass man nicht mal mehr das "normale" Set an Chemie bekommt, das zu einem Chemiebaukasten gehört.
  3. #3

    -

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Waldorf-Lehrer in Lübeck ließ Fünftklässler mit Schwarzpulver hantieren. Eine Mutter schaltete die Generalstaatsanwaltschaft ein - ihr Sohn sei zur Rohrbomben-Bastelei gezwungen worden. Jetzt fliegt*das Ganze*allen Beteiligten um die Ohren.

    Bombenbau an Waldorfschule: Und es hat Bumm gemacht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL
    Diese Mutter tut ja geradezu so als würde Schwarzpulver auf der Straße liegen.
    Wenn man genug davon hat, kann jeder Vollidiot daraus eine "Rohrbombe" bauen. Dazu braucht es weiß Gott keinen Lehrer.
    Die Schwierigkeit liegt wohl eher in der Beschaffung oder der Herstellung des Pulvers.
  4. #4

    Wer so hysterisch reagiert,

    dem sollten zunächst erst mal die Knarren samt "Besitzkarte" und natürlich die gebunkerten 10.000 Schuss Munition abgenommen werden. Vielleicht reicht mal ein unfreundliches Wort über dem Gartenzaun und schon wird es laut. Da sollte die Polizei mal prüfen.

    Vor einem Lehrer, der irgendwelchen Blagen zeigt, wie man mal ordentlich Sprengstoff herstellt, vor dem habe ich keine Angst. Der scheint seinen Schülern genau das Vertrauen zu geben, das man im Leben braucht. Vor den Blagen habe ich daher auch keine Angst. Als Kinder haben wir auch Sprengstoff hergestellt und es hat uns köstlich amüsiert. Darüber hinaus war der Vater von einem Kumpel Chemiker bei einem großen Waschmittelhersteller. Der konnte uns immer gute Tipps geben. Heute gibt es die kleinen Sprengstofffiebeln ja nicht mehr, weil ja in unserer psychotischen Gesellschaft jeder sofort Angst vor dem Terror hat.

    Ich dachte immer an Waldorfschulen arbeiten so Gongschalentherapeuten mit Bachblütengeschwurbel. Hut ab vor dem Lehrer. Der macht mal was.
  5. #5

    Und der Schaden am Kind?

    Es ist richtig, die Geschichte kann von der Seite des gut meinenden Lehrers und der bis zur Hysterie verängstigten Mutter betrachtet werden.

    Leider scheint niemand die Perspektive des Sohnes einzunehmen: Jetzt wurde er von seiner Mutter schon wegen Mobbings von der ersten Schule genommen, und nun muss der arme Bub ein zweites Mal von vorne anfangen.

    Ich befürchte, den größten bleibenden Schaden wird er aus der Geschichte ziehen. Die Frage nach dem Hintergrund des Mobbings stellt sich bei so einem Muttertier nicht mehr.
  6. #6

    praxisnaher Unterricht

    Da bemüht sich ein Lehrer seine saturierten und krawallmedienerfahrenen Schüler durch ein aufregendes Experiment für den Chemieunterricht zu begeistern. Das war doch noch vor ein paar Jahren allgemein üblich, auch an Staatsschulen.

    Dass die Staatsanwaltschaft so eine wohl aus einem zwischenmenschlichen Konflikt entstandene Bagatelle dermassen aufbläst verstehe ich nicht. Haben wir nicht ganz andere Probleme? Wollen wir den Kindern in Zukunft auch das schulische Fahrradfahren auf dem Verkehrübungsplatz verbieten wegen möglicher Unfälle? Die Jungs also nur noch am Computer mit dem blutrünstigen Ego-Shooter spielen lassen?

    Dann doch lieber ein wenig Pulverdampf und vor Aufregung rote Wangen in der Heide!
  7. #7

    Bombenbau

    Na, dass an Waldorfschulen nicht unbedingt fuer den Beruf sondern eher fuers Leben gelehrt wird, ist schon klar.
    Das die jetzt aber schon zukuenftige Terroristen heranziehen, ist ja ganz war Neues.
    (Sarkasmusende)
  8. #8

    Bei uns war das sogar Schulstoff

    Zitat von derpif Beitrag anzeigen
    Diese Mutter tut ja geradezu so als würde Schwarzpulver auf der Straße liegen.
    Wenn man genug davon hat, kann jeder Vollidiot daraus eine "Rohrbombe" bauen. Dazu braucht es weiß Gott keinen Lehrer.
    Die Schwierigkeit liegt wohl eher in der Beschaffung oder der Herstellung des Pulvers.
    Sylvesterböller - aber abgesehen davon haben wir 1967-1969 in (West-)Berlin im Chemieunterricht der Klassen 8 bis 10 all diese Sachen, sogar Schiessbaumwolle, hergestellt und auf dem Schulhof zur Explosion gebracht. Das wurde sogar bewertet. In der 11 Klasse kam dann sogar mal die praktische Herstellung von Nitroglyzerin dran und es wurden Versuche mit weissem Phosphor gemacht. Ebenso praktische Versuche mit Kaliumpermanganat und Glycerin. Das gehörte zum normalen Unterricht dazu.

    In Biologie, 11. Klasse, hatten wir sogar eine Arbeitsgruppe, die einer Ratte eine Niere amputiert hatte und die dann weiterlebte. Die ganze Klasse musste dann später im Unterricht bei der Tötung und anschliessenden Ausschlachtung mitmachen (ein paar sind mit grünen Gesicchtern allerdings verschwunden). Das alles gehörte zum praktischen Schulunterricht.

    Es werden jetzt vielleicht einige Leute die Nase rümpfen und sich empören, aber auf diese Art und Weise wussten Leute wenigstens schon aus der Praxis, mit was ihre eventuelle Berufswahl zu tun haben würde und was siee bestimmt nicht machen wollen.

    ...achso - die beiden Schüler, die das Rattenexperiment leiteten wurden später wirklich Chirurgen
  9. #9

    Armes Kind

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Waldorf-Lehrer in Lübeck ließ Fünftklässler mit Schwarzpulver hantieren. Eine Mutter schaltete die Generalstaatsanwaltschaft ein - ihr Sohn sei zur Rohrbomben-Bastelei gezwungen worden. Jetzt fliegt*das Ganze*allen Beteiligten um die Ohren.

    Bombenbau an Waldorfschule: Und es hat Bumm gemacht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL
    Armes Kind. Erst gemobbt, dann Schule gewechselt. Dann einem vermeintlichen Bombenbauer in die Hände gefallen und wieder die Schule gewechselt. Wie oft soll das Kind denn noch die Schule wechseln? Es wird immer auf Menschen treffen, die nicht so sind wie die Mutter es sich vorstellt.

    Typisch auch, wie Kinder etwas zuhause erzählen. Das hängt oft davon ab, wie ihre Eltern zur Schule eingestellt sind. In diesem Fall sind zwei Versionen denkbar:
    1. "Der Lehrer hat eine Bombe gebaut und sie vor uns gezündet."
    2. "Wir haben heute gelernt, dass Schwarzpulver gefährlich ist."

    Bei 1 nutzen Kinder die Voreingenommenheit der Eltern aus, um ihrem Lehrer eines auszuwischen. Bei 2 wird neutral berichtet, so dass Eltern sich ein eigenes Bild machen können.

    Auf jedem Fall hat der Lehrer, wenn es sich denn so wie im Artikel beschrieben abgespielt hat, grob fahrlässig gehandelt. Man füllt Schwarzpulver nicht in ein Metallrohr und zündet das Gemisch in unmittelbarer Nähe von Personen. Die Splitter fliegen so weit, dass jemand verletzt werden kann.
    Als Äußerstes wäre es evtl. noch hinnehmbar, wenn er das Pulver in ein Papprohr getan hätte und die Kinder so um die 20m entfernt gewesen wären (à la Silvester).








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