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Bombenbau an Waldorfschule: Und es hat Bumm gemacht

Ein Waldorf-Lehrer in Lübeck ließ Fünftklässler mit Schwarzpulver hantieren. Eine Mutter schaltete die Generalstaatsanwaltschaft ein - ihr Sohn sei zur Rohrbomben-Bastelei gezwungen worden. Jetzt fliegt*das Ganze*allen Beteiligten um die Ohren.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...808539,00.html
  1. #160

    Zitat von hesse1978 Beitrag anzeigen
    Ich frag mich, was ihr ganzen Waffengegner sagen würdet, wenn der Lehrer die Schüler zum Luftgewehrschiessen mitgenommen hätte. Könnt ihr euch eigentlich vorstellen, was mit Schwarzpulver passieren kann?
    Zum Thema Waffen wegnehmen sag ich nur, dass der Kleine bei seiner ersten Abfuhr ja weiss, wie er das Haus des Mädels in die Luft jagen kann. Timothy McVeigh hat ja auch mit einem Lieferwagen ein Haus weggebomt.
    Ich kann wirklich nur den Kopf bei vielen Kommentaren schütteln.
    Waffengegner? Ganz und gar nicht, weiß gar nicht, wie Sie darauf kommen. Mein Papa hat mir und meinen Brüdern das Luftgewehrschießen beigebracht, als wir etwa 9 Jahre alt waren. Ich werd noch heute "wieder zum Kind", wenn ich "mit der Knifte rumballere".
    Mit ca. 12 Jahren durften wir dann auch - in der Kleingartenanlage, zwischen Garagenzeilen - mit seinem Moped rumkurven. Lauter so furchtbar gefährliche Sachen...
    Nee, aber wenn ich von dieser unsäglichen "Supermutti" und ihrem verzogenen, übel sozialisierten Nachwuchs (Stichwort "Petze", Mobbingvorwürfe) lese und dabei im Hinterkopf habe, daß die Eltern "Sportwaffen" besitzen, drängt sich mir unweigerlich die Assoziation mit Amokläufen von Jugendlichen in den vergangenen Jahren auf.

    Offenbar lieg ich damit nicht ganz fernab vom Schuß, denn einigen Mitforisten scheint es ebenso zu gehen...
  2. #161

    Zitat von phreiss Beitrag anzeigen
    Sehen wir mal in §5 des Sprengstoffgesetzes nach:
    "(3) (...)"

    Das heißt, Schulen dürfen laut Sperngstoffgesetz mit zu 100 g Sprengstoff, Hochschulen sogar mit bis zu 3 kg Sprengstoff hantieren.
    Es ist also in dieser Hinsicht kein Problem.
    Es kann aber abweichende Bestimmungen im Bremer Schulgesetz und Verordnungen geben - aber die kenne ich nicht und ich weiß auch nicht, was davon für Schulen in nicht-öffentlicher Trägerschaft gültig ist.
    Im hessischen Lehrplan G8 stehen Sprengstoffe ausdrücklich drin, (...)Also: ich befürworte das Experiment ausdrücklich und bin sicher, dass das Schüler motiviert.
    Grüße
    Ph. Reiß
    Sehr schön, daß sich hier mal ein Lehrer und Lehrer-Ausbilder fundiert zu Wort meldet.

    Ob die Würdigung juristisch ganz vollständig ist, haben Sie ja bewußt offen gelassen. Etwas Sorge macht mir in dem Zusammenhang, daß man wohl zum "Knall" auf eine Fläche außerhalb des Schulgeländes ausgewichen ist. Doch letztlich hat man hierdurch wohl die Sicherheit des Experiments noch erhöht.

    Alles in allem relativiert Ihre Info den "Aufreger" erheblich. Und der Lehrer braucht wohl doch keine strafrechtlichen Sanktionen fürchten.

    Schön!
  3. #162

    Zitat von Medienkritiker Beitrag anzeigen
    Schon schlimm, wie sehr Angst-Neurosen unsere Gesellschaft dominieren!
    Jap, leider.

    Bei uns fragte der Drogerist damals nur mit einem Grinsen, ob er noch Kohle dazulegen soll, als wir zum Einkaufen kamen. Dass 16jährige wohl kaum pökeln und mit dem Schwefel Blattläuse bekämpfen wollen war ihm auch klar.
    Und seit der angeblichen Idee, TATP in flüssiger Form an Bord von Flugzeugen zu schmuggeln haben wir das unsinnige Verbot von Flüssigkeiten im Handgepäck.
  4. #163

    kerle

    Zitat von glaubblosnix Beitrag anzeigen
    in Deutschland waren Böller mit 200 Gramm Sprengstoff zu Silvester erlaubt. Die EU hat es mal so auf 500 Gramm erhöht.
    Ich war selbst überrascht was für eine Wirkund diese Teile haben. Im Abstand von 10m habe ich bei der Explosion noch die Druckwelle gespürt.

    RIESEN KRACHER STEHEN BEI FEUERWERKERN HOCH IM KURS :: AD HOC NEWS
    Wenn ich das wieder lese... solche Kommentare sind Bildzeitungsniveau. Das steht mit NICHTEN in diesem von Ihnen verlinkten Text. Lesen UND Verstehen. Es geht nicht um einen einzelnen Böller mit 500 g , sondern um sogenannte Batterien. Da sind dann eben 100 z. B. Fontänen drinne oder sowas (in diesem Beispiel im Übrigen bis zu 254, was bedeutet jeweils ca. 2 g pro "Schuss"). Die Böller werden oder sind dem entsprechend auch "gewaltiger" geworden aber 500 g !?!?!?! da gehts dann nicht mehr darum, ob die Hand noch ganz ist, da macht man schön die Krätsche. Eine "handelsübliche" Handgranate ist da mit weniger Sprengmasse bestückt.

    ein Demovideo:
    550gANNM - YouTube
  5. #164

    langsam wird es bunt

    man kann es auch übertreiben.
    Das war zu meiner Schulzeit ganz normaler Unterricht und wir haben unsere "Bomben" auf dem Schulhof gezündet. Im Chemieunterricht war das Hantieren mit "gefährlichen" Stoffen unter Aufsicht normal.
    So weit mir bekannt ist, dürfen Chemielehrer 1oo Gramm Schwarzpulver selber herstellen und besitzen.
  6. #165

    Oh je...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Waldorf-Lehrer in Lübeck ließ Fünftklässler mit Schwarzpulver hantieren. Eine Mutter schaltete die Generalstaatsanwaltschaft ein - ihr Sohn sei zur Rohrbomben-Bastelei gezwungen worden. Jetzt fliegt*das Ganze*allen Beteiligten um die Ohren.

    Bombenbau an Waldorfschule: Und es hat Bumm gemacht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL
    Eine verzwickte Sache...als Sportschütze lade ich meine Munition auch selbst und besitze nach umfangreicher behördlicher Überprüfung und Absolvierung eines Kurses die Erlaubnis nach Paragraph 27 des Sprengstoffgesetzes, um Scharz und Nitropulver zu besitzen, zu verladen und zu vernichten.
    Da hat der Lehrer eindeutig gegen verstoßen...
    Andererseits kann Herr oder Frau X zu Sylvester Kracher mit 500 gr Schwarzpulver kaufen - ohne auch nur grundlegende Ahnung von Sprengstoffen zu haben...und das legal.
    Mein Chemielehrer hat auch per Wasserstoff schöne Explosionen "gezaubert"...wir leben alle noch und geschadet hat´s keinem.
    Würden wir in einem vernünftigen Land mit vernünftigen, bürgerfreundlichen Gesetzen leben...man würde dem Lehrer wohl nur ermahnen und ihm (sinnvollerweise) nahelegen, erst mal die Erlaubnis nach Paragraph 27 zu erwerben und dann ist´s legal.
    Aber da wir das nicht tun...mein Beileid!!
  7. #166

    Deutsche Schüler haben viel Zeit...

    Zitat von oberklon Beitrag anzeigen
    Wenn ich das wieder lese... solche Kommentare sind Bildzeitungsniveau. Das steht mit NICHTEN in diesem von Ihnen verlinkten Text. Lesen UND Verstehen. Es geht nicht um einen einzelnen Böller mit 500 g , sondern um sogenannte Batterien. Da sind dann eben 100 z. B. Fontänen drinne oder sowas (in diesem Beispiel im Übrigen bis zu 254, was bedeutet jeweils ca. 2 g pro "Schuss"). Die Böller werden oder sind dem entsprechend auch "gewaltiger" geworden aber 500 g !?!?!?! da gehts dann nicht mehr darum, ob die Hand noch ganz ist, da macht man schön die Krätsche. Eine "handelsübliche" Handgranate ist da mit weniger Sprengmasse bestückt.

    ein Demovideo:
    550gANNM - YouTube
    Deutsche Schüler haben viel Zeit... Da ist es ein Leichtes, aus einer 1/2 kg-Batterie das Pulver heraus zu prökeln und es zu einem gewaltigen Donnerschlag zu vereinigen.

    Es geht darum, dass Schwarzpulver ein Sprengstoff ist und nicht in Kinderhände gerät. Das ist leider im sonst so regulierten Deutschland nicht der Fall! Dafür wird man fast kriminell, wenn man in der Kneipe, auf dem Bahnsteig oder im Finanzamt raucht.


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