jetzt muss dann einmal gehandelt werden.
KIT/Harry MarxEr stand der Bologna-Studienreform stets kritisch gegenüber. Nun zieht Horst Hippler, Chef der Hochschulrektorenkonferenz, Bilanz: Es sei falsch gewesen, junge Leute schneller durch Studium schleusen zu wollen. Wegen des Studentenansturms warnte er vor NCs für fast alle Studiengänge.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...849933,00.html
jetzt muss dann einmal gehandelt werden.
scheitert Bologna.
Ein positiver Aspekt, den ich bisher noch gar nicht so gesehen habe. Ein Grund mehr, gegen die "neue Verfassung" zu stimmen.
Schon irgendwie bitter, wenn man als Journalist den korrekten Plural von "numerus clausus" nicht bilden kann und deshalb zu dem Neologismus "Notensperren" Zuflucht nehmen muss...
Warum nur meckern alle? Die Folgen von Bologna steckten doch schon immer in dem Wort "Hochschule". Es ist unerträglich, was man aus dem universitären Studium fabriziert hat. Aus meiner Sicht setzt man die Zukunft des Landes aufs Spiel. Aus einer Universität eine Schule zu machen ist ein komplett falscher Ansatz. Schulen haben wir genug! Dazu kommt noch das u.a. durch G8 verursachte Chaos. Blinder Aktionismus - kein Plan! Herzlichen Dank an alle Beteiligten!
Schon irgendwie bitter, wenn man das SPON Forum benötigt, um mal wieder mit seinem Latinum angeben zu können...
Na los, erleuchten Sie uns. Wie lautet denn der korrekte Plural? Vielleicht kann ja der eine oder andere bedauernswerte Bachelor mit diesem Wissen seinen Horizont wenigstens ein bisschen erweitern.
Einsicht? Schön wärs. Unsere bildungsfeindlichen Verwertbarkeitsideologen haben sich gerade erst in den entsprechenden Positionen eingenistet um ihre Dogmen immer radikaler umzusetzen. Werfen sie mal einen Blick auf einen "reformierten" Hochschulrat an einer Uni ihrer Wahl. Da ist von McKinsey bis Deutsche Bank alles dabei. Auf einen Lerneffekt oder gar Einsicht hofft man da vergeblich.
Wo Schatten da auch Licht oder wie heisst das so schoen. Ich hoere nur immer von den negativen Seiten Bolognas. Ich persoenlich, da ich selbst gerade die positiven Seiten geniesse, sehe das weniger kritisch. Positive Seiten sind zum Beispiel die universelle Anerkennung auslaendischer Studiengaenge innerhalb Europas. Das ermoeglich ein Studium im Ausland, ohne fuerchten zu muessen, dass einem in Deutschland die Muehen und Kosten nicht anerkannt werden. Ein Auslandsaufenthalt ist zudem auch persoenlichkeitsbildend oder etwa nicht? Ich hab dadurch eine ganz neue Sichtweise auf das Weltgefuege, Politik, Kulturen etc. erhalten.
Und was war denn so entscheident an der Persoenlichkeitsbildung vor Bologna? Davon wird wie so oft kaum ein Wort darueber verloren. Ist es die Zeit, die man fuer ein Studium aufwendet? Nun, fuer einen Bachelorstudiengang hat man i.d.R. 10 Semester maximale Studiendauer, bei einer minimalen Studienzeit von 6 Semestern. Das sind rund 67% zusaetzliche Zeit, die man sich zum studieren nehmen kann. Die Inhalte haben sich kaum veraendert. Es ist lediglich komprimierter und in manchen Bereichen ein wenig gekuerzt.
Jetzt muss man sich schon die Frage stellen, was denn der Faktor fuer die persoenlichkeitsbildende Funktion ist? Die lange Zeit? Ist immer noch gegeben und wer mehr als 10 Semester investieren moechte ist fuer mich persoenlich einfach jemand, der es unnoetig in die Laenge zieht.
Mal von den qualitativen Kriterien abgesehen. Ein schnelleres Studium erleichtert auch unseren Staatshaushalt.
Mir sind waehrend meines Bachelorstudiums noch Diplomstudenten begegnet im Sage und Schreibe 12. Semester. Wenn es das ist, was man zur Bildung der Persoenlichkeit benoetigt, dann kann ich aus meiner Sicht nur sagen: "Willkommen Bologna und vereintes Europa".
Und was sagt uns das?
Es war schon immer ein Irrglaube, dass die hohen Semesterzahlen eine Folge der Unfähigkeit der Studenten waren. Zumeist waren sie direkte Folge von schlechten Studienbedingungen. Wenn die plätze im physikalischen Praktikum ausgelost wurden, dann konnte man auch Pech haben. Allerdings nur zweimal, beim drittenmal wurde man gesetzt. Das Problem bestand dann darin, dass mal eben 4 Semester verstrichen waren. Und ohne Vordiplom keine berechtigung Scheine im Hauptdiplom zu erwerben.
Wie mit den Diplomern nach Einführung des Bolognese-fix-Abschlusses verfahren worden ist, lassen wir hier einmal ganz außen vor.
Also was wollten Sie mit den 12 Semestern andeuten?
Auch wenn es für Bacheloren eine Überforderung darstellen könnte. beschäftigen Sie sich doch einmal mit den begriffen "Regelstudienzeit" und 2durchschnittliche Studiendauer".