Tilo Gockel / DOCMA Scharf allein ist nicht schön: Räumlich wirken Fotos erst, wenn Schärfe und Unschärfe sich abwechseln. Wie gelingen kunstvoll verschwommene Elemente? Das Fachmagazin "Docma" erklärt, wie das mit entsprechenden Objektiven oder spezieller Software gelingt.
http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...820159,00.html
Zuviel Bildberbeitung am Schluß. Fotografie passiert in der Kamera, nicht am Computer.
Ansonsten guter Überblick.
aus tatsächlich künstlerischer sicht sind das tatsächlich nur effekte - für livestyle-magazine und dilettanten etc. - und das wars.
Auch interessant für 3d. Tiefenschärfe in 3d ist oft rechenaufwändig, mit solcher Software geht es unter Umständen schneller (wenn nicht jeder Strahl auf Schärfe untersucht werden muss, sondern einfach das ganze fertige Bild bearbeitet wird). Das kann man sich dann evtl. sogar als Plugin vorstellen, gibts sowas schon? Der Renderer könnte so gleich vom Hauptpbjekt eine Maske herstellen und an das Plugin senden, für realistische Effekte.
Bei 3D-Spielen mag ich Tiefen- und gerade auch Bewegungsunschärfe überhaupt nicht. Ich bekomm davon Kopfschmerzen, wenn meine Augen etwas fokussieren wollen, aber nicht können, weil das Programm mir sagt, wo ich hinzuschauen habe... Wenn möglich, schalte ich solche Effekte immer aus.
Das Sony 135 f/2,8 STF fehlt in dieser Betrachtung.
Dieses Objektiv ist auf Bokeh-Effekt optimiert.
Vergleichsbilder zeigen, dass es tatsächlich das schönste Bokeh hat (vorherrschende Meinung). Selbst mit Zeiss-Objektiven kommt man nicht vollständig in die Nähe dieses Spezialobjektives.
Das ist ein ganz großes Mißverständis. Fotografie ist seit jeher die Kombination aus dem schießen und dem entwickeln, nur dass halt die allerwenigsten Fotografen die Entwicklung eines Fotos und die Möglichkeiten dabei je mitbekommen haben, wenn sie ihren Film bei Aldi abgaben.
Das kann man so nicht stehen lassen.
Fotografie ist der Weg vom Objekt zu einem fertigen Print. Erst wenn ich ein physisches Bild in Händen halte oder an der Wand hängen habe ist der fotografische Prozess vollends durchlaufen.
Lesen Sie Ansel Adams ("Das Negativ" und "Die Kamera") oder moderner Bruce Barnbaum ("The Art of Photography").
Den ersten künstlerischen Aspekt der Motivwahl und Bildgestaltung lasse ich außen vor:
Ein analoges Bild wird vom Fotografen mit der Kamera belichtet. Der Fotograf entscheidet über Belichtung und Kontrastumfang mit der Kamera. Danach ist die Kamera fertig! Er trägt das Negativ in die Dunkelkammer und entwickelt es, entscheidet hierbei durch die Wahl der Entwicklungsdauer über die Kontrastentwicklung des fertigen Negativs.
Dann vergrößert er es optisch auf Fotopapier. Wahl des Papiers, wahl des verwendeten Lichtes und die anschließende Entwicklung entscheiden dann, wie das Negativ auf dem späteren Bild wirkt. Sogar in die Belichtung des Papieres greift der erfahrene Fotograf manuel ein, indem er Schatten im Lichtkegel des Vergrößerers erzeugt (Abwedeln) oder Teile des Bildes nachbelichtet.
Erst danach ist ein brilliantes Bild entstanden. Das reine Bild, das die Kamera aufgenommen hätte, hätte man ihrer Automatik die Belichtung überlassen und das danach mit Standardwerten belichtet und vergrößert wird kann hier auch nicht ansatzweise mithalten.
Genau das gleiche gilt auch für die Digitalfotografie. Das "digitale Negativ" (RAW) ist genau so flach und "schlecht" wie das standardgeschossene und standardentwickelte Negativ.
Für Action-, Sport-, Veranstaltungsfotografie sicher ok. Für perfekte Landschafts- oder ARchitekturaufnahmen total ungeeignet.
Schauen Sie sich diese Bilder an:
Bruce Barnbaum
Sie sind wie oben beschrieben mit einer Großformatkamera geschossen und dann einzeiln entwickelt und vergrößert worden und der fertige Abzug wurde dann erst gescant. derartige Bilder mit derart perfektem Kontrastumfang (ausgeglichenem Histogramm) können Sie niemals (oder nur mit extremem Glück, weil die Situation ausnahmsweise perfekt passt) direkt aus der KAmera bekommen. Sie erfordern immer auch Arbeit in der Entwicklung. Und alles was für analoge Fotografie gilt, gilt in gleichem Maße für digitale! Und was für schwarz-weiß gilt, gilt auch für Farbe.
Die Aussage, das fertige Bild müsse stets und immer direkt aus der KAmera fallen ist einfach nur falsch!