Die Konjunkturprognosen werden düsterer, die Verluste auf den Finanzmärkten immer größer - und die Aktienkurse bleiben unter Druck. Doch eine Analyse zeigt: Der dauernde Vergleich mit der großen Depression der 30er Jahre hinkt gewaltig.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,613121,00.html
...wie auch der letzte Wirtschaftsaufschwung nicht bei den Leuten angekommen ist.
Die Verluste betreffen in erster Linie nur die "Kriegsgewinnler" im Krieg der neofeudalistischen Kaste gegen das Volk. Und wie in jedem Krieg kommen auch kleine Leute unter die Räder.
Wirtschaft ist das Ergebnis menschlicher Tätigkeit. Wirtschaftskrisen (und -aufschwünge) werden von Menschen gemacht und Menschen können reagieren. Konjunkturverläufe fallen nicht vom Himmel und sind keine naturgesetzlichen Ereignisse, sondern soziale "Launen". 1930 dachte man noch an Gottes Willen. Heute reagiert die Kaste dagegen, denn es ist ja ihr ergaunertes Geld, das völlig verloren gehen würde, wenn es eine reale, langanhaltende Krise werden würde. Deshalb wird das Ganze schon nicht so tragisch und jeder Vergleich mit der großen Depression hinkt.
Mir ist bis heute schleierhaft, wieso irreale Märkte (Finanzmärkte) welche auf den exponentiell verlaufenden Entzug des Kapitals aus der Realwirtschaft eine solche existenzielle Wichtigkeit für unser Ökonomische System eingeräumt wird.
"Irrational" reagieren Menschen nur in Panik - und Panik erreiche ich, wenn ich für den Einzelnen eine unüberschaubare (oder gar aussichtslose) Lage schaffe!
Ich habe vor ca. einer Woche in einem anderen Wirtschaftsthema versucht, darzustellen, dass es zum "2. Weltkrieg" auch ohne Hitler und seinen Angriffskrieg gegen Polen gekommen wäre, weil eben die "weltpolitische Lage" damals so war und vieles der damaligen Lage nicht auf die Weltwirtschaftskrise zurückzuführen war!
Oder glauben sie wirklich
- Ghandi, (führte zum Ende des britischen Weltreichs)
- Italiens Kolonialpolitik in Abessinien
- Japans Einfall in den Nordosten Chinas
hatte seine Ursache in den Kursstürzen an der New Yorker Börse 1929???
Das Einzige, was wir aus 1929 - 1932 lernen sollten, ist, die Lösung von damals hat nicht funktioniert, also müssen wir mutig was neues probieren, und um "Ruhe zum Nachdenken" zu bekommen, braucht es erst mal Geld, mehr Geld und noch viel, viel mehr Geld (ob "gedeckt" oder frisch gedruckt, ist zunächst mal egal)!
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Virtuelle Kapitalien dienen einerseits der Zukunft (Investitionen) und anderersetis der Bilanzierung (Beispiel Währungssicherungsgeschäfte in der Exportwirtschaft)
Diese sinnvollen Grundpfeiler haben eine irrwitzige Eigendnamik angenommen, die mittlerweile zerstörerisch wirkt: Da explodieren Rohstoffpreise aufgrund von Leerkäufen, da brechen Bankbilanzen zusammen, weil Kreditderivaten, zuvor bilanzschönend im Kurs hochgetrieben, kollabieren.
Die virtuellen Kapitalien können von Realkapital nichtmal mehr zu einem Bruchteil ausgeglichen werden. Und deswegen ist diese Krise so dramatisch.
rabenkrähe
Geändert von ( um Uhr)
Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
Wie kommt der Autor zu der Ansicht das diese Wirtschaftskrise light sein könnte.Mittlerweile ist wohl allen Beteiligten klar das es zumindest die schlimmste Wirtschaftskrise seid dem Ende des 2.Weltkiegs werden wird.Warum werden wird?Weil die Auswirkungen auf Arbeitsmarkt und Firmenpleiten,daraus resultierende Steuerausfälle,Explosion der Sozialausgaben genausowenig eingetroffen sind wie alle weiteren Folgen der gerade angelaufenen Schuldenexplosion.Das diese Auswirkungen bisher noch eher gering sind liegt in der Natur der Sache.Keine Wirtschaftskrise beginnt damit von einem Tag auf den anderen zu kollabieren.
Aber kein ernsthafter Experte glaubt an eine Wirtschaftskrise Light.Ein irreführeder Titel also.Irreführend sind auch die weiteren Schlussfolgerungen.
So wird zum Beispiel daruaf hingewiesen das von 1929-1933 das amerikanische BIP um 45,3 % gesunken sei und dies heute kaum jemand prognostiziert.
Aber an welchem Punkt stehen wir?sind wir da wo wir 1933 waren oder eher da wo wir im März 1930 waren?Auch im März 1930 war die Wirtschaft noch nicht um 45,3 % eingebrochen.Heute wie damals gibt es Experten und Politiker die ein absehbares Ende prognostizieren und betonen das der Boden nun bald erreicht sei.
Damals wie heute wurden die Prognosen regelmässig nach unten korrigiert.
Und so sah dann die Realität 10 Jahre nach Krisenbeginn,Recovery-Programmen 1939 aus:
As Franklin Roosevelt's own Treasury secretary, Henry Morgenthau, lamented in an address to Congressional Democrats in May of 1939: "We have tried spending money. We are spending more than we have ever spent before and it does not work. And I have just one interest, and if I am wrong ... somebody else can have my job. I want to see this country prosperous. I want to see people get a job. I want to see people get enough to eat. We have never made good on our promises ... I say after eight years of this Administration we have just as much unemployment as when we started ... And an enormous debt to boot!"*
Richtig erkennt der Autor das die Börsen ähnlich abstürtzen wie 1929,wobei es auch damls in Wellen abwärts ging,mit mehrmonatigen Erholungsphasen im zweistelligen Bereich,bevor dann das endgültige Tief damls bei ca.90 Prozent minus lag.Es dauert 25 Jahre,bis 1954,bis der Dow wieder nominal auf der Höhe von 1929 lag.Inflationbereinigt also immer noch ein enormer Verlust.
Der Autor scheint aber nicht der Meinung zu sein das dies ein Zeichen für eine Wiederholung der damaligen Krise ist.Nun,die Börse sieht dies wohl eindeutig anders,trotz aller Konjunkturmassnahmen.
Wie kann es sein das enorm viel Geld in die Wirtschaft gepumpt wird und die Anleger trotzdem nicht glauben das die Unternehmensgewinne steigen?
Die Antwort könnte sein das alle getroffenen Massnahmen wirkungslos verpuffen.Wo aber bleibt das Geld?Eine mögliche Antwort wäre Inflation.Steigt die Inflation starker als die Gewinne kommt dabei Verlust raus.
Möglich wäre aber auch das all diese monetären Massnahmen nicht ausreichen um die Deflationären Kräfte zu überwinden und so ebenfalls wieder die Firmen keine steigenden Gewinne erwarten könnten.
Unter diesen Bedingungen von Wirtschaftskrise light zu reden ist wohl zumindest extrem verfrüht und ein Zeichen dafür das die Hoffnungen nicht im Einklang stehen mit den Tatsachen.
Der Artikel Wirtschaftskrise Light dürfte einer der unsachlichsten sein die der Spiegel zu dem Thema veröffentlicht hat.
Den Dax als Vergleich heranzuziehen, ist voellig untauglich, weil es ihn damals noch nicht gab. Wenn dann sollte man nur Dow gegen Dow vergleichen.
Genauso sagt die isolierte Betrachtung eines Aktienindizes wenig aus. Wesentliche makrooekonomische Faktoren deuten aber auf einen zulaessigen Vergleich mit der GD hin: Anstieg der Arbeitslosenrate, Rueckggang des realen BIP, relativer Verschuldungsgrad von privaten Haushalten. Letzteres ist auf aehnlichen Stand wie 1929 und kann nur ueber lange Zeitraeume abgebaut werden, bis die Kreditexpansion erneut beginnen kann. Dieser Chart ist schon erschreckend: http://financialsense.com/Market/cpu...p_image021.gif