Forum: Blogs
Boeings Ärger mit dem Dreamliner: Warum neue Flugzeuge nie perfekt funktionieren
REUTERSFast täglich werden neue Pannen bei Boeings Prestigeflugzeug bekannt. Der Dreamliner hat reichlich Kinderkrankheiten. Das ruft nun die US-Luftfahrtbehörde auf den Plan. Dabei sind solche Probleme für einen neuen Flugzeugtyp eher die Regel als die Ausnahme.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-877083.html
- #1 11.01.2013 19:05 von
Warum neue Flugzeuge nie perfekt funktionieren
Die Kreitwirtschaft bewertet neue Flugzeuge im Kreditverh#ältnis schlechter als mindestens ein Jahr durch die Wartungen gelaufene Flugzeuge, weil dann die Fehler größtenteils beseitigt sind. Die Fehlerhäufigkeit bei neuen Flugtypen war seit Anbeginn der industriellen Produktion vorhanden. Es ist eben wie mit jungen Wein, erst nach einiger Zeit nimmt er geforderte Qualität ein ...
- #2 11.01.2013 19:12 von
Meine Güte, hört das denn nie auf?
- #3 11.01.2013 19:55 von
Der Absturz des Superjets kann man nicht als Pilotenfehler bezeichnen, denn der zuständige Fluglotse trägt ebenfalls einen Großteil der Verantwortung für den Unfall.
- #4 11.01.2013 20:12 von
Ist doch normal?
Ich kann mir gut vorstellen, dass es bei den Flugzeugen nichts anderes ist, als ja mittlerweile bei so ziemlich allen Produkten. Extremer Entwicklungsdruck... schnell, schnell, schnell mit wenig Personal. Viel wird schnell mit der heißen Nadel zusammengestrickt. Dann muss ein schneller Markteintritt erfolgen. Das kombiniert sich super damit, Zeit und sehr hohe Kosten für langwierige Tests und Überarbeitungen zu sparen. Der Kunde wird zum Beta-Tester degradiert. Beschwert er sich, wird er abgewimmelt. So lange sich nicht zu viele Kunden beschweren, der Absatz brutal einbricht oder extreme Rückrufkosten entstehen, ist alles allerfeinst..... Gibt es überhaupt noch Neuentwicklungen, egal was für ein Produkt, die überhaupt einfach nur funktionieren?
- #5 11.01.2013 20:19 von
Globalisierung ohne Sinn und Verstand
Habe nie verstanden, wieso es kostengünstiger sein soll,
wenn die zahllosen Teile eines einzelnen Flugzeugs in 200 verschiedenen Fabriken in 20 oder 30 verschiedenen Ländern angefertigt werden. Es wird damit so gut wie unmöglich, irgendwelche Qualitätskontrolle durchzuführen, von Lieferungsproblemen ganz abgesehen. - #6 11.01.2013 20:41 von
Die Behauptung, daß "eine neue Batterietechnologie" eine große Neuerung sei ist völliger Unsinn.
Vielmehr ist außer dem Kohlefaser-Rumpf die Umstellung vieler Systeme neu von pneumatischen Systemen (wofür bisher aus den Triebwerken heiße, komprimierte Luft abgezapft wurde und wird, zum Beispiel für die Enteisungsanlage, aber auch für die Klimaanlage und andere Systeme) auf elektrisch betriebene (wodurch die Zapfluft-Abzweigung entfällt, aber stärkere und zusätzliche Generatoren gebraucht werden, sowie viele zusätzliche Pumpen und Motoren).
Diese Umstellung ist sehr kompliziert und eben eine Neuerung; Und unter anderem dort haben sie scheinbar noch diverse Probleme, die angepeilte hohe Zuverlässigkeit auch in der Praxis hinzubekommen.
Was grundsätzlich wie gesagt bei einem neuen Modell nicht wirklich ungewöhnlich ist, aber wie umfangreich und wie anhaltend diese Probleme insgesamt betrachtet sein werden wird unter anderem auch darüber entscheiden, welche Rabatte Boeing seinen Kunden geben muß und wie gut sich die 787 insgesamt gegen die jetzige und vermutlich irgendwann nochmal überholte A330 auf der einen Seite und gegen die neue A350 auf der anderen behaupten können wird. - #7 11.01.2013 20:43 von
Dramatik der Ereignisse tiefer hängen...
Die Diskussion sollte man auch der Rivalität zwischen Airbus und Boening zu schreiben,hatte doch Boening die Nase wieder vorne,so wird dies Airbus nur bedingt freuen,denn auch sie sind in einer ähnlichen Situation mit der A380,also mehr Sachlichkeit bitte.
- #8 11.01.2013 20:50 von
halbwissen
wie beim heiliger_bimbam. wenn man wirklich ein produkt solange testen wöllte, bis man es absolut mängelfrei auf den markt bringen kann, vergehen jahre. testing kann nicht die realität ins feinste abbilden und ist ein sehr aufwendiger prozess. egal wo
- #9 11.01.2013 20:50 von
Ganz einfach: Globale Ausschreibung -> Billigster Anbieter wird genommen, der zumindest verspricht, außerdem auch noch die geforderte Qualität liefern zu können; Das Prinzip funktioniert doch bekanntlich auch bei öffentlichen Ausschreibungen immer ganz wunderbar, wie man gerade wieder mal an mindestens drei großen Baustellen in Deutschland sehen kann. 8-)
Außerdem lassen sich so aus allen entsprechenden Ländern direkte und indirekte Subventionen abgreifen, was nochmal die Kosten zu senken verspricht (im Fall der 787 vor allem auch aus Japan).
Und gleichzeitig kann man die ungeliebte Hausgewerkschaft aushungern, der man mit der ganzen Konstruktion vor allem eins auswischen wollte, und die heimischen Löhne drücken.
Daß man sich mit solchem kurzsichtigen Buchhalter-Denken ganz furchtbar in den eigenen Fuß schießen und das tatsächlich zu gewaltigen Mehrkosten führen kann und das auch immer wieder tut, ist dann nur eben die andere Seite der Medaille...
Wenn man erfahrene Mitarbeiter rausekelt und lieber überoptimistischen Windbeuteln glaubt als skeptischeren Fachleuten, die wissen, wovon sie reden, dann rächt sich das eben auch gerne mal.
Die aktuellen Top-Themen
Antworten / Zitieren


