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Bodypainting: Künstler malen Frida Kahlo auf Frauenkörper

The Itinerant Museum of ArtFür alle Frauen, die schon immer mal ein wandelndes Kunstwerk sein wollten: Der Kurator Fernando Morales-de la Cruz veranstaltet ein Jahr lang eine Bodypainting-Aktion zu Ehren der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo. Er will ihren Geist auf alle Kontinente tragen - und sucht dafür noch Modelle.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...846036,00.html
  1. #1

    Kein Marketing-Gag, dafür aber gutes Marketing in den Kleidern der Kunst.

    Universell besteht das Prinzip des lockeren Geldverdienens mit Kunst darin, mit Elementen der „hohen“ Kunst, also mit bekannten Namen, mit billigen Werteaspekten … „better Live“ … und mit einem Schuss Glamour auf Einkaufstour zu gehen.

    Im Grunde geht es hier nicht darum, Kunst nach thematischen und wirklichkeitsbezogenen Kriterien neu zu schaffen, sondern es wird eine Kunst, die schon längst Status hat, dazu benutzt, um Gelder einzutreiben. Insofern ist das fliegende Museum The Itinerant Museum of Art gut gemachte „Kulturelle Marktwirtschaft“, verpackt mit auf Wertetransfers und kultureller Kommunikation basierenden Marketingaspekten.

    Man soll dieses Handeln auch nicht verurteilen, es ist in der Sache völlig legitim. Traurig finde ich nur, dass gerade die Klientel von Politikern, Honoratioren und Sponsoren, die sich durch den Glamour solcher Trittbrettfahrer-Aktionen angesprochenen fühlen, für wirkliche Kunst nie eine müde Mark locker- machen würden. Im Grunde zeigt sich bei solchen Geschichten eines, dass nämlich die öffentliche Wahrnehmung für Kunst eine Bildungsaufgabe ist, wo der Staat seinen Verpflichtungen nachkommen muss, ohne aber seinerseits genau die gleichen Muster zu propagieren.


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