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Bodenschwellung in den Anden: Forscher entdecken neuen Supervulkan

Tom FournierSatellitenbilder belegen eine dramatische Entwicklung in den Anden: Dort hat sich der Berg Uturuncu auf einer Fläche aufgebläht, die zehnmal so groß ist wie der Bodensee. Forscher vermuten, dass dort ein gigantischer Supervulkan entstanden ist. Im Untergrund strömen große Mengen Magma nach oben.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...823405,00.html
  1. #30

    Zitat von Paul Panda Beitrag anzeigen
    "Die Radarwellen wurden in letzter Zeit immer eher reflektiert - "
    Das halte ich für sprachlich sehr unpassend: Der Satz klingt für Laien so, als würden die Radarwellen nun nicht mehr um 12 Uhr Mittags, sondern schon um 11 Uhr reflektiert werden.
    Gemeint ist jedoch, dass die Laufzeit der Wellen vom Sender zur Erde und dann zurück zum Empfänger immer kürzer wird - und zwar in extrem geringen Zeitintervallen:
    Wenn sich der Berg in einem Jahr um einen cm hebt, wird die Laufzeit dabei in jedem Jahr, wenn ich mich nicht verrechnet habe, um eine zehnmilliardstel Sekunde kürzer.
    Ich finde daran absolut nichts auszusetzen. Das, was Sie meinen, was wohl der Laie versteht, beschreiben Sie doch ganz genau so. Es steckt ja bereits im Wort "Reflexion". Wobei es ja auch hier ganz genommen richtig, aber leider falsch, "Reflektion" heißen müsste.
    Dabei ist die Laufzeit von 60 Minuten, oder 10 milliardstel Sekunden auch für den Laien logisch.
  2. #31

    Zitat von angnaria Beitrag anzeigen
    Es wäre mit Sicherheit die größte Katastrophe in der Menschheitsgeschichte, wenn man mit Menschheitsgeschichte die letzten grob 50 k Jahre meint, seit denen es den Homo Sapiens gibt.

    Richtig ist auch, dass es keine Möglichkeit gibt und vermutlich auch nie geben wird so einen Ausbruch zu verhindern.

    Wo ich anderer Meinung bin das betrifft die Folgen, die (obwohl schrecklich) nicht das Ende unserer Zivilisation bedeuten würden.
    Deutschland und andere Industrieländer sollten das unter Einführung eines nationalen Notstandes, intelligenter Rationierungsmassnahmen
    und ähnlichem schaffen.
    (Frische Bananen gibts dann natürlich auf Jahre nicht mehr, so viel steht fest).
    Zu Ihrem letzten Satz: Dann werden die vielgescholtenen Ossis also am ehesten Überleben? ;-)

    Ernsthaft, was Sie schreiben, ist richtig, aber auch der von Ihnen zitierte Forist hat nicht ganz unrecht. Wenn eine der Calderen wirklich im besagten Maße ausbricht, ist es vorbei mit der Zivilisation, wie wir sie kennen. Ein paar Jahre dürfte es gut gehen, aber dann beginnen die Verteilungskämpfe und irgendwann dürften Dummköpfe auf die Idee kommen, mit Atomwaffen ihre Grenzen zu sichern. Am Ende blieben nur einige zehntausend Menschen übrig, allerdings in einer weitgehend toten Welt. Erst nach vielen Tausend oder hunderttausenden Jahren würde es wieder sowas wie Vegetation und "Artenvielfalt" geben.
    Das ist so, als ob "Mutter Erde" den Resetknopf drückt. Gab es schon mehrfach, normalerweise waren es Meteoriten oder Asteroiden, aber so ein Supervulkan könnte diese Wirkung auf unsere Zivilisation haben.

    Aber wir reden hier über Dinge, wo sich doch der gemeine Mensch nicht mal vorstellen kann, was er denn am kommenden Silvester so macht...
  3. #32

    I brake together..

    Zitat von Hermes75 Beitrag anzeigen
    Ist ihnen eigentlich der Unterschied zwischen gewöhnlichen Vulkanismus und dem Ausbruch eines Supervulkans bekannt?

    Der Ausbruch eines Supervulkans würde nicht nur das Land im Umkreis von vielen Hundert Kilometern vollständig zerstören und alles Leben auslöschen, er würde auch eine weltweite Klimakatastrophe auslösen. Die Ernten würden in großen Teilen der Welt auf Jahre hinaus ausfallen, der Flugverkehr zum erliegen kommen. Ein erheblicher Teil der Weltbevölkerung würde in der Folge schlicht verhungern oder erfrieren.

    Ein Supervulkanausbruch würde vermutlich das Ende der menschlichen Zivilisation bedeuten und es ist ein Naturereignis gegen das der Mensch völlig machtlos ist. Keine heute bekannte Technologie kann ihn aufhalten oder die Folgen mindern.
    Huch, einer hier hat wohl wirklich was vom Thema Calderen verstanden.

    Sagt mal, Leute, habt Ihr alle noch nie die Nasen aus den Micky Maus-Heften gehoben? Im Artikel steht:
    "Als Supervulkane gelten Feuerberge, wenn sie mit einem Mal mehr als tausendmal so viel Material ausspucken können wie der Mount St. Helens 1980 in den USA bei einer der größten Eruptionen des 20. Jahrhunderts."
    ..und wer den Sommer 1981 noch vor dem Holzauge hat (Am Niveau der Kommentare erahne ich, dass die Mehrheit der Kommentierenden da noch flüssig war), weiss auch noch, dass schon dieser Ausbruch deutliche Auswirkungen hatte.
    Wenn so ein Ding los geht mache ich mir um uns in Europa unmittelbar nicht so viele Sorgen wie um Asien. Da herrscht schon ohne globale Naturkatastrophe grosser Druck auf die Ressourcen. Was aber mittelbar passiert, wenn sich ca. 2,5 Milliarden Menschen auf den Weg in fruchtbarere Regionen machen mag ich mir nicht ausmalen.
    Ich frage mich nur auch, ob man, wenn man die Caldera in einer frühen Phase ihrer Aktivität beeinflussen kann, imstande wäre das Schlimmste zu verhindern. Wäre es z.B. möglich einen künstlichen Riss im Gestein zu erzeugen ehe sich genug Druck in der Erde aufbaut den pulverisierten Gegenwert der Alpen in die Athmosphäre zu blasen? Auf die Weise würde immer noch viel Land zerstört, aber immerhin eine dem nuklearen Winter entsprechende Katastrophe verhindert. Oder nicht?
    Wäre es z.B. durch Sprengungen möglich einen Kanal, über den sich Magmadruck entladen kann, zu schaffen?
  4. #33

    ...

    Zitat von peterderkleine Beitrag anzeigen
    eher Witzbold? Die sind heute nichtmal in der Lage die Erdbevoelkerung zu ernaehren, also woher die 10 Ernteausfaellereserven hernehmen?
    Wie schon gesagt, wir konnten sowas und verhungert ist bei uns auch keiner. Technisch ist es auch kein Problem und wenn wir das unsaegliche Biosprit-Thema endlich abhaken koennten, haetten wir auch die Ressourcen dafuer.

    Wenn natuerlich keiner will - nun ja. Wir haben ja jetzt Freiheit und da ist das erlaubt.
  5. #34

    Zitat von Hermes75 Beitrag anzeigen
    ...er würde auch eine weltweite Klimakatastrophe auslösen.
    Kann man das besteuern? *SCNR*
  6. #35

    Zitat von ridgleylisp Beitrag anzeigen
    In der Vergangenheit hat sich die Erde ja immer wieder durch Vulkanausbrüche abgekühlt. Diese Selbstregulierung findet schon seit Milliarden Jahren statt. So wurde es noch vor 30 Jahren in der Schule gelehrt. Warum hat man es nur seitdem vergessen? Stattdessen haben wir jetzt nur quasi-religiöse Klimahysterik.
    Selbstregulierung? Ungefähr wie zu Haus Ihr Heizungsthermostat? "Ach", sprach die Erde, "mir wird's jetzt langsam etwas zu heiß, ich werde mal ein bisschen Druck machen und lasse einen Supervulkan ausbrechen." Oder wie? Und wie lange hielt diese "selbstregulierte Abkühlung" an? Genau so lange bis sich Aerosole verflüchtigt und Staubteilchen gesetzt hatten. Ob gerade Warm- oder Eiszeit herrscht, ist einem Vulkan übrigens sowas von egal, da kann es auch schnell mal von Selbstregulierung in ungünstiger Richtung kommen. Oops.

    Nein, man hat es nicht "vergessen", dass ein solches Monster auch unter dem Yellowstone Nationalpark schlummert. Es waren nur "damals" (beim letzten Ausbruch) gerade keine Menschen in der Nähe, die erstens das Unheil kommen sahen und zweitens sich davor früchten konnten. Hätten die Säbelzahntiger gewusst was ihnen blühte, sie hätten es nicht lustig gefunden.

    Drei Jahre ohne Nahrungsmittel bei -20 Grad und gänzlich ohne Brennstoffversorgung zu überstehen, das dürfte selbst Ihen nicht ganz leicht fallen. Oder doch? Keine Sorge - falls Sie genügend Weck-Gläser und Feuerholz im Keller haben, werden ganz schnell von frierenden und hungernden Zeitgenossen um Ihren kostbaren Besitz gebracht....
  7. #36

    ...ich sage nur

    21.12.2012 - jetzt wird es klar, was den Weltuntergang auslösen wird.
    In den Anden!!! Da waren die Mayas doch nah dran oder?
    Die wussten das.
    Also liebe Weltuntergangsleugner.....fürchtet euch und verjubelt euer Geld bis dahin.
  8. #37

    wo anstatt der, die, das = schwäbisch

    Zitat von simiasvontheben Beitrag anzeigen
    Besser passt "die uns um die Ohren fliegen sollen"

    Wo habt ihr nur diese Sprache her .....
    Des war der wo gesagt hat, mir könne koi hochdeutsch.
  9. #38

    Zitat von Alternator Beitrag anzeigen
    Ich frage mich nur auch, ob man, wenn man die Caldera in einer frühen Phase ihrer Aktivität beeinflussen kann, imstande wäre das Schlimmste zu verhindern. Wäre es z.B. möglich einen künstlichen Riss im Gestein zu erzeugen ehe sich genug Druck in der Erde aufbaut den pulverisierten Gegenwert der Alpen in die Athmosphäre zu blasen? Auf die Weise würde immer noch viel Land zerstört, aber immerhin eine dem nuklearen Winter entsprechende Katastrophe verhindert. Oder nicht?
    Wäre es z.B. durch Sprengungen möglich einen Kanal, über den sich Magmadruck entladen kann, zu schaffen?
    Bruce Willis macht das schon. Aber erst nachdem er Apophis vom Himmel gesprengt hat. *SCNR*
  10. #39

    Träumen Sie mal hübsch weiter....

    Zitat von strixaluco Beitrag anzeigen
    An sich sind Menschen sehr anpassungsfähig. Das größte Problem im Fall einer solchen Katastrophe wäre nicht der Vulkanausbruch an sich, sondern der Mangel an internationaler politischer Organisation - sich mit demselbigen auseinanderzusetzen wäre doch ohnehin ganz sinnvoll. Weniger Hunger, Terrorismus, Krieg - und eine vernünftige Reaktionsfähigkeit in Katastrophenfällen, das wäre doch etwas... Man kann es sich wenigstens wünschen.
    Anpassen? Sie wissen anscheinend nicht, was der Ausbruch eines Supervulkans bedeuten würde. Schauen Sie mal hier:

    Supervulkan Yellowstone - Thomas Sävert Naturgewalten

    Da entdecken Sie auch einen Vergleich bekannter Vulkane wie Pinatubo oder Mount St. Helens im Vergleich zur Yellowstone-Caldera. Der Unterschied ist, schlicht gesagt, beeindruckend. Wenn so ein Ding hochgeht, wächst in Ihrem Balkonkasten keine Primel mehr, die Landwirtschaft käme zum Erliegen und auch in bezug auf Überbevölkerung käme es zu einer "Selbstregulierung", nur dass zur Abwechslung die Akteure diesmal nicht allein auf die Schwellenländer beschränkt wären. Keine Sorge, auch wir im Musterländle dürften beim Verhungern mitmachen.


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