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Bodenschätze: Der Traum von Aynak
Armes Afghanistan? Das Land besitzt riesige Erzvorkommen, die es endlich zu Geld machen will. Die Bieterschlacht läuft, China ist bislang der größte Profiteur. Aber wohin fließt der Gewinn?
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,668292,00.html
- #50 25.12.2009 23:56 von
...
Eisenbahnen, Strassen, Schulen und Krankenhäuser werden überall in der Welt auch vom ach so ausbeuterischen Westen gebaut.
Das Problem ist allerdings, dass das in den meisten Fällen vergebene Liebesmühe ist. Es kümmert sich anschliessend niemand um Strassen, Eisenbahnen, Schulen, Krankenhäuser, das gibt es, solange es sich ohne Instandhaltungs-Investitionen hält oder durch Kriege zerstört wird, und dann ist es eben kaputt.
Afghanistan ist das typische Beispiel für eine solche Gesellschaft. Schön, dass die Chinesen investieren. Aber langfristig wird es sowieso alles wieder verrotten. Oder will hier Jemand so tun, als wären die Afghanen in der Lage, mal keinen Krieg zu führen und sich stattdessen um den Aufbau ihres Landes zu kümmern? Dass die meiste Zeit nicht gegen ausländische Invasoren, sondern untereinander gekämpft wurde, hat man hier wohl schon längst wieder vergessen...
Den Chinesen kann und wird es egal sein, die haben ihr Kupfer, der Rest interessiert sie nicht die Bohne. Wenn die Afghanen danach alles vergammeln lassen oder ein Warlord alles in Schutt und Asche schiessen lässt, das interessiert dann keinen mehr. - #51 26.12.2009 04:12 von esa
- #52 26.12.2009 11:25 von
Locker bleiben ingridsz
Ist das so? Und was war die Sache mit dem Kommunismus gleich noch? Keine Ideologie?
Also dann werfen wir erst mal die frechsten Journalisten für 11 Jahre in den Knast? Dann bauen wir also wieder Kohlekraftwerke ohne Entschwefellung? Vielleicht sollten wir auch religiöse MInderheiten von der Armee verprügeln lassen? Wie wäre es denn mit Waffenlieferungen an afrikanische Despoten?
Abwarten. Das chinesische Wirtschafsmodell ist so wenig nachhaltig, wie das amerikanische. Mit dem Problem, daß in China 1,6 Mrd Menschen etwa zu essen haben wollen und gleichzeitig die Wüsten wachsen. Der Klimawandel mischt die Karten neu, insb für China und Indien - nur leider nicht zu deren Vorteil. In 20 Jahren geht es weniger um Öl und Erz, als viel mehr um Wasser und etwas zu essen. Da werden auch die chinesischen Agrar-Kolonien in Afrika nicht viel ändern. - #53 26.12.2009 11:26 von
- #54 26.12.2009 11:30 von
Taliban ungleich Mudschaheddin
Die Taliban sind ganz sicher nicht frühere Mudschaheddin, die beiden Gruppen haben sich wiederholt bis aufs Blut bekämpft.
Die Mudschaheddin waren nie eine einheitliche Gruppierung sondern viele kleine autonome Einheiten des Krieges gegen die Sowjets. Mudschaheddin ist nicht viel mehr als ein Sammelbegriff für die ortlichen Guerillas. Mit Religion hatten die nicht viel am Hut.
Die Taliban dagegen sind straff organisierte radikale Islamisten mit ideologischem Unterbau durch die Ausbildung in Koranschulen. - #55 29.12.2009 14:03 von
Taliban entstanden aus den Mudschaheddin
Die Koranschulen wurden mit Hilfe von außen gebaut, um mehr Mudschaheddin rekrutieren zu können. Ohne einen größeren ideologischen Rahmen hätte man nie soviele junge Männer dazu gebracht, sich in Afg zu engagieren. Finanziert wurden diese nicht zuletzt auch durch den Drogenhandel. Die Taliban kristallisierten sich nach dem Sowjetabzug aus den zuvor Mudschaheddin genannten Kämpfern heraus, genauso die Nordallianz. Beide waren nie homogene Einheiten, sondern immer auch ein mal etwas festerer, mal loserer Zusammenschluß von Clanführern.
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