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BMW-Karbonfabrik: Superfest, superleicht, superteuer

BMWDer Wunderwerkstoff Karbon ist ein Hoffnungsträger der Autoindustrie: Fester als Stahl, aber federleicht - selbst Kinder können Karosserieteile anheben. Doch das Material ist sündhaft teuer. Jetzt hat BMW in den USA eine eigene Fabrik aus dem Boden gestampft.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/l...-a-870839.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Wunderwerkstoff Karbon ist ein Hoffnungsträger der Autoindustrie: Fester als Stahl, aber federleicht - selbst Kinder können Karosserieteile anheben. Doch das Material ist sündhaft teuer. Jetzt hat BMW in den USA eine eigene Fabrik aus dem Boden gestampft.

    Leichtbauwerkstoff Karbon - BMW fertigt das Material in Eigenregie - SPIEGEL ONLINE
    Interessante Entwicklung. Wie werden sich die Reparaturrechnungen entwickeln, wenn das Struktur aus 30 dauerhaft verklebten Teilen besteht? Wie kriegt man das auseinander und vor allem auch wieder passgenau und dauerhaltbar zusammen in der BMW-Werkstatt? Oder wird jeder Unfall-i3 dann ins Werk transportiert?
  2. #2

    Kopfschmerz lass nach!

    Da vergleicht der BMW Mensch doch tatsächlich einen X5 Strassenpanzer mit einem i3 Einkaufswägelchen und will damit klarmachen, wie viel praktischer Carbon doch ist. Oje.

    "Karbon hat noch einen weiteren Vorteil. "Es befreit uns vom Joch der IG Metall", gibt Pohlmann unumwunden zu. Die Fabrik in Wackersdorf jedenfalls, in der BMW das Rohmaterial aus den USA weiterverarbeitet, läuft unter der Obhut der Textilbranche. Die Manager freuen sich über zahmere Tarifpartner, niedrigere Löhne und längere Arbeitszeiten als in der Metallindustrie."

    Aha so läuft der Hase. Und diese weiterverarbeitende Produktions kann dann folgerichtig auch irgendwann nach Vietnam oder Indien verlagert werden - die Hochburgen der Textilindustrie!
  3. #3

    Zitat von ergoprox Beitrag anzeigen
    Wie werden sich die Reparaturrechnungen entwickeln, wenn das Struktur aus 30 dauerhaft verklebten Teilen besteht?
    Die schon heute bestehende Tendenz, Teile auszutauschen statt zu reparieren, dürfte sich endgültig festsetzen.

    Ist bei den heutigen lackierten Stoßfänger aus Kunststoff auch nicht anders.
  4. #4

    Energiebilanz?

    Wie sieht es den mit der Energiebilanz zur Herstellung einer Karbonkarosserie im Gegensatz zur einer Karosserie aus Stahl- und Alulegierungen aus?
    Wie sieht es mit Reparaturmöglichkeiten bei Karbon aus nach Unfällen, besonders wenn nur wenige Teile verkebt sind? Kritische Fragen waren wohl wieder nicht erlaubt?!
  5. #5

    Karbonfasern haben einige Vorteile, wie z.B hoehere Zug(!)festigkeit als Stahl, geringeres Gewicht, Rostfreiheit, und Freiheit von Alterungsrissen auch ueber einen langen Zeitraum

    In Sachen Verarbeitung sehe ich aber bis heute fuer die Massenfertigung nur Nachteile.

    Vom Preis ganz einmal abgesehen: der Preis fuer (die besten) hochfesten Fasern aus Japan war 1990 ca 3000 USD/kg.
  6. #6

    Karbon ist irgendwas mit Dinosauriern

    Carbonfaser oder Kohlenstofffaser, Karbon ist irgendwas mit Dinosauriern ...

    Ne im Ernst, fast in jedem Satz Karbonfaser etc. wiederholen ohne ein einziges Mal die Bezeichnung Kohlenstofffaser einzustreuen deutet darauf hin, dass für Grundlagenrecherche keine Zeit war.
  7. #7

    Zitat von ergoprox Beitrag anzeigen
    Interessante Entwicklung. Wie werden sich die Reparaturrechnungen entwickeln, wenn das Struktur aus 30 dauerhaft verklebten Teilen besteht? Wie kriegt man das auseinander und vor allem auch wieder passgenau und dauerhaltbar zusammen in der BMW-Werkstatt? Oder wird jeder Unfall-i3 dann ins Werk transportiert?
    Also erstmal werden Schäden an bestimmten Rahmenteilen und der Sicherheitszelle auch bei Alu/Stahl Konstruktionen nicht mal eben so mit dem grossen Hammer zurechtgeklopft.

    Der Unterschied (abgesehen von der Grösse...) zwischen i3 und X5 liegt halt auch darin begründet, dass die wohl jedes verstärkende Gusset an tragenden Teilen beim X5 mitzählen. Bei Carbon fallen die evt. weg oder sind eben gleich Teil der Struktur.

    Ausserdem, Carbon verbiegt sich bis zu einem gewissen Punkt und dann bricht es, im Gegensatz zu Metall, welches sich u.U. zunächst noch plastisch verformt bevor es bricht. Dann muss das entsprechende Teil ausgetauscht werden und wenn das nicht geht, dann ist das Auto reif für die Plastiktonne. Das ist der Nachteil von Carbon.
  8. #8

    optional

    maulen..maulen..und nochmals maulen... da entwickelt bmw schon trends der zukunft, kommt der nächste daher und mault wieder... wer im stadtverkehr einem hinten drauf fährt, ist doch bekanntlich selbst schuld. fährt mir einer drauf, ist mir wurscht wie die rep. abläuft, weil die gegnerische versicherung zahlt..

    wenn man auf die meiste technik verzichten würde, wären die fahrzeuge heute schon so leicht, das der spritverbrauch mit einem hybrid locker mithalten kann..

    sie dürfen gewiss sein, das man sich darüber mit SGL schon so seine gedanken gemacht hat. wer es schafft diesen "werkstoff" kaputt zu machen, wird froh sein überlebt zu haben. den interessiert die werkstattrechnung nicht, sondern genießt lieber sein leben!
  9. #9

    müll?

    genau, carbon ist ein duromer, dh die fäden werden mit polyester getränkt und somit unlöslich verbunden - früher hieß das gfk, also glas statt carbon, oder eben pappe, wie beim trabant. während stahl- oder auch aluminiumschrott einfach wieder in den ofen kommen und somit recycelt werden, ist carbonschrott unrecycelbar!
    fortschritt mit noch mehr müll! die autoindustrie will ihre kisten nicht durch weglassen von schnickschnack leichter machen, sondern mit hightech den status quo halten. desweiteren wird die reparatur eine teure facharbeit - also eine win-win situation für die industrie.
    wenn das mal kein holzweg ist…


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