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"Blutbad"-Vorwurf: Zoff zwischen Volkswagen und Fiat

DPAHeftiger Krach unter Europas Autogrößen: Fiat-Boss Sergio Marchionne attackiert Volkswagen - und der Konzern giftet zurück. Der Italiener sei als Präsident des europäischen Branchenverbandes untragbar und solle zurücktreten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...846670,00.html
  1. #1

    VW und Dumpingpreise ???

    Wo lebt dieser Marchionne eigentlich? VW verlangt nach wie vor prohibitive Premiumpreise, liefert nicht immer Premiumqualität, und die meisten VW-Händler sitzen rabattmäßig (noch) auf dem hohen Ross. Schaut man sich die VW-Internet-Schnäppchen an (..*24.de), so werden beim Konfigurieren des Wunschfahrzeuges aus den 25 % sehr schnell 12 %. Fiat sollte mit dem Geheule aufhören. Würden sie ähnlich attraktive Fahrzeuge bauen, hätten sie nicht diese Probleme. Die Absatzschwäche auf dem europäischen Markt haben nicht wir zu vertreten. Bei uns trifft immer noch der Käufer die Entscheidung.
  2. #2

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Heftiger Krach unter Europas Autogrößen: Fiat-Boss Sergio Marchionne attackiert Volkswagen - und der Konzern giftet zurück. Der Italiener sei als Präsident des europäischen Branchenverbandes untragbar und solle zurücktreten.

    VW fordert Rücktritt von Fiat-Chef Marchionne - SPIEGEL ONLINE
    "Die "New York Times" hat Zitate Marchionnes veröffentlicht, in denen der Fiat-Boss Volkswagen eine rücksichtslose und zerstörerische Preispolitik vorwirft."

    Da die Fahrzeuge von Fiat im Schnitt günstiger sind, als von VW, frag ich mich doch, wer hier einen Preiskampf anstachelt.
  3. #3

    substanziell?

    Der Volkswagen-Konzern wäre der letzte Automobilproduzent, der mir zum Thema großzügige Rabattaktionen einfallen würde...

    PS:
    Den (italienischen) Punto mit Klima gibt es aktuell für 9.999 €...
  4. #4

    Marchionne hat leider Recht

    .. und zwar besonders auf Seiten der Lieferanten richtet der inzwischen definitiv zu mächtige Volkswagenkonzern ein Blutbad an.

    Da wird zuerst gefordert die Kalkulation für das anzuliefernde Bauteil offen zu legen, damit konzerneigene Controller jede zu teuer erkaufte Schraube identifizieren und bemängeln können - zeitgleich wird beim Vertragsabschluss (Long-Term-Agreement über 3-5 Jahre) eine jährliche Preisreduktion von 5% vorausgesetzt. Sonst kein Abschluss. Woher soll das angesichts steigender Personal- & Rohstoffkosten kommen?

    Und am Ende freut sich der Konzern, der mit dem gekauften Teil im Skoda 20% Rendite macht und das gleiche Teil im Audi verbaut & drüber lacht, dass der Kunde hier das doppelte bezahlt.

    ... sagt einer, der bis vor kurzem in der Branche arbeitete und sich freut, dem Wahnsinn den Rücken gekehrt zu haben.
  5. #5

    Der italienische Fuchs und die Trauben

    wenn man wie Fiat (Fehler In Allen Teilen) nicht weltmarktfähig und sowohl qualititativ als auch modellmäßig nicht entsprechend aufgestellt ist, muß man sich nicht wundern, wenn die Zahlen nicht stimmen. Ebenso wie bei PSA Modellen sieht man keine Produkte auf den wichtigen Weltmärkten. In Nordamerika sieht man abgesehen von Ferrari weder Fiat, noch Alfa oder Renault und Citroen und in Asien ebensowenig. Wenn der VW-Konzern weltweit trotz Automobilkrise in Italien und Frankreich erfolgreich ist kann man ihm den Einsatz von Kapital bei der Rebattgewährung kaum zum Vorwurf machen. Selbst wenn ich VW fahren würde oder Aktien hätte, würde ich das kaum anders sehen.
  6. #6

    Und das Traurige ist:

    Alle reden davon, dass Autos sparsamer und kleiner werden müssten, um zukünftigen ökologischen und ökonomischen Maßstäben gerecht zu werden.
    Dummerweise wird aber vornehmlich im Premium-Segment Geld verdient. Es leiden derzeit die Autobauer am meisten, die günstige, kleine & sparsame Autos bauen.
    Der Einfluss der vornehmlich in Premium-Segment tätigen deutschen Autohersteller geht leider so weit, dass alle EU-Regulierungsversuche das Fahrzeuggewicht als positiven Aspekt in die Kalkulation aufnehmen und somit einen Freibrief für schwere Luxuskarossen ausstellen.
    Zukunftsweisend wäre es gewesen, CO2-Grenzwerte ohne Ansehen des Fahrzeuges mit einer Formel aus Ladevolumen & Passagieranzahl zu ermitteln.
  7. #7

    Es ist doch überall dasselbe.

    Auf der einen Seite sind es jene, die eine falsche (Geschäfts-) Politik betrieben haben und nun vor den Scherben dessen stehen, was sie zugrunde gerichtet haben. Auf der anderen Seite stehen jene, die rechtzeitig Zeichen der Zeit erkannt und sich angepasst haben - und nun recht erfolgreich dastehen. Dass Anpassungsprozesse Geld und/oder Verzicht bedeuten, muss hier wohl nicht besonders erwähnt werden.
    Früher gingen die maroden Unternehmen in den Konkurs und marode Länder wurden entweder heschluckt, machten eine Währungsreform durch etc.
    Heute wird ordentlich Lärm gemacht: Die Erfolgreichen sind diejenigen, die unlauter arbeiten, sie müssen bluten und bestraft werden. Kein Unternehmer - und kein Politiker - kommt auch nur auf die Idee, an die eigene Nase zu fassen. Und es kommt leider heute auch immer dasselbe dabei heraus: die eigentlich Erfolgreichen sind die Doofen und dürfen für die Schwachleister die Suppe auslöffeln. Fast hat man sich ja daran gewöhnt. Das Dumme dabei ist nur, warum sind immer die Deutschen, ihre Volkswirtschaft, ihre Unternehmen auf der einen Seite und die Italiener (Griechen, Spanier, Franzosen) auf der anderen? Es mag ja sein, dass die romanischen Sprachen weltwiet an Bedeutung verlieren, aber muss man es uns in dieser Form heimzahlen??
  8. #8

    Im Prinzip für Volkswagen

    eine vernünftige Lösung aus dem Verband auszutreten. Man hat ja slebst seit 2007 ein eigenes "Lobbybüro" in Berlin aufgemacht, welches nach Konzernangaben "täglich mit dem Bundeskanzleramt kommuniziert". Also hat man Frau Merkel als Frontfrau, da brauch man keine Kaffeerunden mit FIAT. Jedenfalls frage ich mich, wo den die Lobby der Wähler bleibt, wir können nicht jeden Tag mit unseren Politikern kommunizieren, wir sollen nur immer die Kröten schlucken. Irgenwann hören wir aber auf damit!
  9. #9

    FehlerInAllenTeilen

    und wo die Prospekte schon rosten, wirft VW Dumpingpreise vor? Wer wirbt denn mit heute kaufen irgendwann bezahlen? Es sind 2 kapitalistische Konzerne - da geht es eben mit harten Bandagen zu - allerdings an dem Tag, wo ich einen Fiat kaufe - lasse ich mich beschneiden...


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