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"Blutbad"-Vorwurf: Zoff zwischen Volkswagen und Fiat

DPAHeftiger Krach unter Europas Autogrößen: Fiat-Boss Sergio Marchionne attackiert Volkswagen - und der Konzern giftet zurück. Der Italiener sei als Präsident des europäischen Branchenverbandes untragbar und solle zurücktreten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...846670,00.html
  1. #20

    Krieg?

    Zitat von prophet46 Beitrag anzeigen
    Man kann den internationalen Wettbewerbern wirklich nicht vorwerfen, sie würden Volkswagen zu unrecht des übermässig harten Konkurrenzkampfes beschuldigen.
    ...
    Es ist Krieg und VW ist zweifellos der Angreifer.
    Kapitalismus ist ökonomischer Krieg. Und solange VW die Gesetzte einhält, kann man VW daraus kaum einen Vorwurf machen. Es gibt im Kapitalismus keinen "übermäßig harten Konkurrenzkampf".
    Und wie einen der Foristen schon zuvor sagte. VW fällt auch mir als allerletzte Firma ein, wenn es um preiswerte Autos und großzügige Rabatte geht.
  2. #21

    Zitat von jenzer Beitrag anzeigen
    Na klar. Ich höre das auch schon seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, dass die Zulieferer immer mehr ausgequetscht werden. Trotzdem gibt es sie noch, natürlich gab es in der Branche ein Konsolidierung, aber es gibt immer noch Unmengen an Zulieferern. Und von irgendwas leben die auch, also kann es soooo extrem ja irgendwie nicht sein. Man schaue sich nur mal den Aktienkurs von Bertrandt an, am Tiefpunkt der Krise 2008 bei 13 Euro, heute bei 57 Euro.

    Es gibt also noch genügend Wege für die Zulieferer, Geld zu verdienen. Und wenn es "nur" die Arbeitnehmerüberlassungen sind, da kann man sich wenigsten noch die Taschen füllen....
    Bertrandt ist Ingenieurbüro und kein klassischer Zulieferer von Teilen.

    Und bei den Zulieferern gibt es große Unterschiede. Je nach dem, was zugeliefert wird. Auch Bosch ist Zulieferer und die sind sicher stärker als so mancher Automobilkonzern.
  3. #22

    Fiat steht für (P)Fusch In Allen Teilen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Heftiger Krach unter Europas Autogrößen: Fiat-Boss Sergio Marchionne attackiert Volkswagen - und der Konzern giftet zurück. Der Italiener sei als Präsident des europäischen Branchenverbandes untragbar und solle zurücktreten.

    VW fordert Rücktritt von Fiat-Chef Marchionne - SPIEGEL ONLINE
    Fiat ist Europas Trabbi; keiner will ihn, keiner kauft ihn.
    Und VW ist - wie Wowereit sagen würde - ein Erfolgsmodell!.
    Das gleiche gilt auch für PSA (Schrott auf Rädern).
    Sie haben die Zeit verpennt. Der Kunde entscheidet, welches Auto er kauft - oder nicht kauft!
  4. #23

    Seufz

    Zitat von Dosenpirat Beitrag anzeigen
    eine vernünftige Lösung aus dem Verband auszutreten. Man hat ja slebst seit 2007 ein eigenes "Lobbybüro" in Berlin aufgemacht, welches nach Konzernangaben "täglich mit dem Bundeskanzleramt kommuniziert". Also hat man Frau Merkel als Frontfrau, da brauch man keine Kaffeerunden mit FIAT. Jedenfalls frage ich mich, wo den die Lobby der Wähler bleibt, wir können nicht jeden Tag mit unseren Politikern kommunizieren, wir sollen nur immer die Kröten schlucken. Irgenwann hören wir aber auf damit!
    ACEA ist ein Branchenverband. Er ist zB auch der Rahmen in dem man zB auch über Normungen usw. redet
  5. #24

    SEAT eventuell

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Heftiger Krach unter Europas Autogrößen: Fiat-Boss Sergio Marchionne attackiert Volkswagen - und der Konzern giftet zurück. Der Italiener sei als Präsident des europäischen Branchenverbandes untragbar und solle zurücktreten.

    VW fordert Rücktritt von Fiat-Chef Marchionne - SPIEGEL ONLINE
    Alle anderen VW Marken sind eher stark nachgefragt. Wozu also großartig Rabatte. Die gibt es, wenn man will bei OPEL und noch schlimmer (GM macht damit OPLEL vorsätzlich kaputt) bei den quasi baugleichen Cevi Modellen.
  6. #25

    Zitat von prophet46 Beitrag anzeigen
    Man kann den internationalen Wettbewerbern wirklich nicht vorwerfen, sie würden Volkswagen zu unrecht des übermässig harten Konkurrenzkampfes beschuldigen.

    Diese Firma betreibt seit 2 -3 Jahren eine brutale Verdrängungspolitik, da man doch auf Ferdels Geheiß hin (der mit der Weltmeistermacke) überall die Nr. 1 werden will: Weltweit im Fahrzeugsegment (VW gesamt), im Premiumsegment (Audi), im LKW-Sektor (MAN). VW attackiert mit allen Mitteln und aus allen Rohren (Zukäufe, PR, Preispolitik, Gleichteilekonzepte, Vielmarkenstrategie, Baukastensysteme). Man braucht sich also nicht zu wundern, wenn die Konkurrenten sich zunehmend zusammenschließen, um letztlich VW von der angestrebten Spitzenposition fern zu halten.

    Es ist Krieg und VW ist zweifellos der Angreifer.
    Das könnten viele andere Hersteller ebenfalls so machen, wie sie beschreiben. Bei den meisten fehlt es aber schon an den Basics, nämlich einer klaren (Marken-)Strategie. Bei "Baukastensystem" denken einige Hersteller noch an DUPLO... Nehmen wir doch mal besagten FIAT als Beispiel: Fiat als Kernmarke ist eine Billigmarke, die nur noch Kleinwagen baut. Alfa soll die Premiummarke sein, haut auch einigermassen hin. Lancia ist --- ähm --- was genau? Seit den 70er Jahren eigentlich gar nichts mehr, lebt aber immer noch. Man baut vom Ypsilon bis zum Thesis so ziemlich alles, in miserabler Qualität, den Thesis zB hat man 18500 mal gebaut. In 7 Jahren. Was für ein Desaster! Der letzte Lancia, dessen Namen einen Klang hatte, war der Lancia Delta. Danach kam nur noch Müll. Und daran sind andere Schuld, klar....

    Die Geschichte der Firma Lancia
  7. #26

    Sorry das zu sagen

    Zitat von Pandora0611 Beitrag anzeigen
    Fiat ist Europas Trabbi; keiner will ihn, keiner kauft ihn.
    Und VW ist - wie Wowereit sagen würde - ein Erfolgsmodell!.
    Das gleiche gilt auch für PSA (Schrott auf Rädern).
    Sie haben die Zeit verpennt. Der Kunde entscheidet, welches Auto er kauft - oder nicht kauft!
    Aber FIAT und PSA haben in den letzten 20 Jahren Fortschritte gemacht.
    Sicher haben die Fehler gemacht. Der Hauptfehler war die Golbalisierungsverweigerung, die aber erstaunlicherweise laut der französischen Regierung die Lösung für die Probleme sein soll.
  8. #27

    Einen Satz noch zu VW:

    Der Jahresgewinn sieht nicht sonderlich nach Dumping aus.
  9. #28

    Richtig so

    Zitat von ekkehart-martin Beitrag anzeigen
    wenn man wie Fiat (Fehler In Allen Teilen) nicht weltmarktfähig und sowohl qualititativ als auch modellmäßig nicht entsprechend aufgestellt ist, muß man sich nicht wundern, wenn die Zahlen nicht stimmen. Ebenso wie bei PSA Modellen sieht man keine Produkte auf den wichtigen Weltmärkten. In Nordamerika sieht man abgesehen von Ferrari weder Fiat, noch Alfa oder Renault und Citroen und in Asien ebensowenig. Wenn der VW-Konzern weltweit trotz Automobilkrise in Italien und Frankreich erfolgreich ist kann man ihm den Einsatz von Kapital bei der Rebattgewährung kaum zum Vorwurf machen. Selbst wenn ich VW fahren würde oder Aktien hätte, würde ich das kaum anders sehen.
    Warum nur erinnert mich dieses von Ihnen dargelegte an die Euro-Krise mit den Problemen der südeuropäischen Staaten - inkl. Italien?

    Zur Ehrenrettung muss man allerdings sagen, dass es in Italien auch exzellente Firmen gibt - allerdings sind die NICHT im Automobilbau tätig, sondern im Bereich Werkzeugmaschinen, Verpackungsmaschinen etc.
  10. #29

    Zitat von Dosenpirat Beitrag anzeigen
    Im Prinzip für Volkswagen eine vernünftige Lösung aus dem Verband auszutreten. Man hat ja slebst seit 2007 ein eigenes "Lobbybüro" in Berlin aufgemacht, welches nach Konzernangaben "täglich mit dem Bundeskanzleramt kommuniziert". Also hat man Frau Merkel als Frontfrau, da brauch man keine Kaffeerunden mit FIAT. Jedenfalls frage ich mich, wo den die Lobby der Wähler bleibt, wir können nicht jeden Tag mit unseren Politikern kommunizieren, wir sollen nur immer die Kröten schlucken. Irgenwann hören wir aber auf damit!
    Man ist nicht nur in bestimmten Verbänden, um etwas zu erreichen, sondern manchmal auch, um einiges NICHT zu erreichen - vor allem in Bezug auf manchem Gegner.
    Vor allem bekommt man in solchen Verbänden mit, was der Gegner vorhat, wie er tickt ...








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