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Blohm +Voss: ThyssenKrupp verkauft Werft an Finanzinvestor
Die Hamburger Traditionswerft Blohm + Voss wird britisch. Nach jahrelangen Verhandlungen verkauft der Stahlkonzern ThyssenKrupp den Schiffsbauer an einen Finanzinvestor. Gewerkschafter sorgen sich um die Arbeitsplätze in Hamburg.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...803227,00.html
- #1 12.12.2011 21:54 von
Geschäftsgrundlage der "Investoren"
Damit ist die Zukunft der Traditionswerft besiegelt. Diese "Investoren gehören zu den sogenannten Heuschrecken, die aus den aufgekauften Unternehmen in möglichst kürzester Zeit soviel wie möglich herausholen wollen. Als Vehikel dieses Melkens des aufgekauften Unternehmens werden erst einmal alle flüssigen Mittel aus dem Unternehmen genommen, dann werden enorme Summen an Beraterhonorare angesetzt und an die Heuschrecke abgeführt. Als Nächstes werden bis an die Grenze des möglichen Kredite auf das Unternehmen aufgenommen, die dann aber an den "Investor" abgeführt werden müssen. Die Entwicklung, die Weiterbildung der Belegschaft und Investitionen werden gestrichen. Am Ende des Prozesses, wenn das Unternehmen finanziell völlig ausgequetscht wurde, werden evetuell noch vorhandene Werte verscherbelt. Dann ist der Punkt gekommen, wo das Unternehmen dann in die Pleite geführt wird. Da keine Werte mehr vorhanden sind, gehen die Beschäftigten bei der Entlassung leer aus.
So sieht die Zukunft der Traditionswerft aus. Der Prozess wird sich noch zwei, drei Jahre hinziehen und dann gibt es Blohm + Voss nicht mehr. 1700 Beschäftigte haben die Aussicht auf H4 und der "Investor" ist um ca. eine Milliarde reicher. So funktioniert der Kapitalismus angel-sächsischen Zuschnitts den Cameron für so schützenswert hält.
Die Dummen sind die Beschäftigten und die deutsche Werftindustrie und wir haben wieder mal ein Beispiel wie Unternehmen geplündert werden und dieses Land nach britischem Vorbild deindutrialisiert wird.
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