Ist Google gut oder schlecht? Ist politischer Aktivismus im Netz sinnvoll oder gefährlich? Ist Privatsphäre ein hohes Gut oder ein überkommenes Überbleibsel des Bürgertums? Bei der Bloggerkonferenz re:publica in Berlin wird deutlich: Die Netzgemeinde zerfällt mehr und mehr in Splittergruppen.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...689087,00.html
Nichts für ungut, aber was soll man von so einer 'Bloggerkonferenz' schon halten ?
Personen deren Blogs mehr oder minder totale Reinfälle sind was die Nutzerzahlen angeht präsentieren sich als Vorzeigeblogbetreiber .... naja , wenn die Nutzerzahlen es nicht hergeben muss halt ein anderer Massstab angewendet werden damit Looserblogs schön weit oben in den Charts stehen.
Juchee ....... ein Blog das nur von einer Person pro Tag gelesen wird kann so rein theoretisch ganz oben in den Charts stehen solange nur genügend andere Blogs zu diesem verlinken.
»Die Tage, in denen der Sammelbegriff "Netzgemeinde" noch irgendeinen Nutzen hatte, dürften bald gezählt sein.«
Klingt für mich, als wäre die "Netzgemeinde" für den Autor eine Art Sekte, die gefälligst einer Meinung zu haben hat.
Wenn sie nicht ist, fällt die Sekte auseinander und die "Bedrohung" für die übrige Gesellschaft und insbesondere den Autor lässt endlich nach.
Dem lieben Gott sei's gedankt.
Die Netzgemeinde zerfällt ... genau!.
Und zwar in das Clanwesen, das sie selbst erzeugt. Hallo 15. Jahrhundert!
Wer meint man könne eine Gesellschaft nur auf digital vermittelter, direkter und persönlicher Kommmunikation aufbauen - ohne repräsentative und hierarchische Referenzsysteme in Medien (Massenmedien, Bücher) und Politik (Wahlen), der erzeugt genau die Gesellschaft, die durch den Buchdruck abgeschafft wurde.
Die Distribution von Wissen hochgradig monopolisiert und autoritativ (Kirche/Papst = Google).
Die Ausübung von Herrschaft hochgradig intransparent und an nichts als soziale Herkunft und soziale Einbettung gebunden (Sozialer Stand = "Netzwerk")
Der Ohnmacht des einzelnen Bürgers gegen willkürliche Angriffe auf die Privatsphäre grenzenlos.
Der Wohlstand der Allgemeinheit Opfer der Raubzüge von Lobbygruppen und Clans (Adel = digitale Meinungsführer)
Wer's nicht glaubt, der lese nach bei Marshall McLuhan.
Allgemein ging man in der Bloggerszene von einem eher jüngeren Publikum und auch Schreibertum aus :"Der Durchschnittsblogger ist weiblich, um die 14, und schreibt eine Art digitales Tagebuch über dass, was ihn (sie) bewegt", steht in etwa in einem Buch über Blogs von dem Blogger Don Alfonso. Nur fühlen sich die Konferenzteilnehmer als Blog-Elite weil sie besser vernetzt scheinen, und nicht weil sie am meisten Leser haben. Im deutschen Raum wäre das, zumindest vor ein paar Jahren, tatsächlich eine pubertierende 14 Jährige gewesen. Die genannten Konferenzteilnehmer dürften mittlerweile die dreißig auch schon überschritten haben.
Ist diesen System in Blogsuchmaschinen noch immer so aufgebaut? In dem Fall müsster der Leser aber doch erkennen dass es sich im eine Mogelpackung handelt, wenn nicht einmal Hinz und Kunz sich in den Kommentaren verewigen...
Das Angebot der Re Publika ist so überladen, dass es einem schwindelig wird.
Hauptsache volles Programm, damit die Hütte voll wird und für jeden was dabei ist.
Kein Konzept, ein Jahrmarkt der Hyperaktivisten aus dem Netz.
Gruselig!
Sorry, ich wollte Sie nicht ausgrenzen.
Ausnahmen wie wir bestätigen wie immer die Regel.
Bin auch schon ein paar Jährchen über die 30 hinaus.
Ich kenne aber genauso viele in meinem alter, welche die Möglichkeiten des Netzes nicht begreifen wollen oder können und es sogar fürchten.
Die unter 30jährigen besitzen den Vorteil, dass sie mit ihrem Medium aufgewachsen sind. Für sie ist das Internet so selbstverständlich wie das TV und die Zeitung für die "Bundfernsehen/Papierdruck-Gemeinde".
Aber Sie haben selbstverständlich Recht! Es gibt sehr viele Ü30, die das Netz nicht verteufeln, es genauso gut beherrschen und dieser "Netzgemeinde" angehören.
Aber die vernünftige Politik beim Thema Internet werden leider erst die heute unter 30jährigen gestalten, weil erst dort die Mehrheiten existieren, die es nicht in erster Linie als Ort voller Gefahren begreifen wollen.