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Blog über britisches Schulessen: Drei Gurkenscheiben für Martha

Martha PayneEine einzige Krokette, kaum Gemüse, dafür öfter ein Haar: Eine neunjährige Britin prangert in ihrem Foto-Blog das dürftige Mittagessen in ihrer Schule an. Nach zwei Wochen hat Martha schon mehr als 700.000 Leser, kriegt Presseanfragen aus aller Welt - und begeistert Jamie Oliver.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...834637,00.html
  1. #90

    Arme Industriestaaten

    "Die Fotos und Beschreibungen der Schülerin erregen inzwischen weltweit Aufsehen, über 700.000 Menschen lesen Marthas Blog, Medien aus den USA, Europa und Asien berichten über das dürftige Mittagessen der Kinder in Argyll."


    In meiner Stadt wurden allein in diesem Jahr 20 Frauen vergewaltigt und brutal ermordet und es wird totgeschwiegen oder niemanden interessiert's. Lieber spricht man ueber die armen britischen Kinder, die dem Hungertod bereits nahe stehen.
  2. #91

    Zitat von Domainator Beitrag anzeigen
    Mein Sohn bekam an der Grundschule und einem Gymnasium in München - einer der teuersten und reichsten Städte weltweit - kein Mittagessen an der Schule.
    Die Mittagsversorgung ist dort schlichtweg nicht vorgesehen.
    Ich find das viel schlimmer als dieses - zugegeben - sehr schlechte Mittagessen. Und auch, wenn es keiner hören will: Zumindest das war im Osten besser.
    Ganztagesschulen?
  3. #92

    Relativierung

    Zitat von guera Beitrag anzeigen
    In meiner Stadt wurden allein in diesem Jahr 20 Frauen vergewaltigt und brutal ermordet und es wird totgeschwiegen oder niemanden interessiert's. Lieber spricht man ueber die armen britischen Kinder, die dem Hungertod bereits nahe stehen.
    Was für ein unglaublicher Unfug. Mit solchen Aussagen lässt sich Jedes Thema herunterspielen.
    Vergewaltigungsmorde kommen in allen Zeitungen immer mal wieder vor. Und ich bin mir sicher, dass jene aus ihrer Stadt im Lokalteil noch häufiger zu finden sind.
  4. #93

    Ich versteh die Aufregung nicht,

    solange nicht der entscheidende Punkt geklärt ist:
    Stellen sich die Schüler das Essen selbst zusammen? In der Stellungnahme der Gemeinde klingt doch an, dass die Kinder sich nehmen können, was und soviel sie wollen?
    Die Schülerin sollte daher nicht ihren Teller sondern die Essensausgabe und die dargebotenen Möglichkeiten fotografieren, bevor man das ganze überhaupt bewerten kann.
  5. #94

    Zitat von nesmo Beitrag anzeigen
    Ich versteh die Aufregung nicht, solange nicht der entscheidende Punkt geklärt ist:
    Stellen sich die Schüler das Essen selbst zusammen? In der Stellungnahme der Gemeinde klingt doch an, dass die Kinder sich nehmen können, was und soviel sie wollen?
    Die Schülerin sollte daher nicht ihren Teller sondern die Essensausgabe und die dargebotenen Möglichkeiten fotografieren, bevor man das ganze überhaupt bewerten kann.
    Das britische Schulessen war schon vor 30a sehr schlecht und viel zu teuer!

    Wir Austauschschueler konnten uns von dem uns ausgehaendigten Essensgeld immerhin die Bahnfahrkarte von Leves nach Brighton und zurueck sowie dort eine grosse Portion chicken and chips leisten, nur fuer die Getraenke mussten wir unser Taschengeld bemuehen. Vermisst wurden wir nie, weder von unseren Austauschschuelern noch von ihren Lehrern!
    6 Wochen kostenlose "Ferien" an der englischen Kanalkueste, danach noch unsere echten Sommerferien; das war nicht wirklich schlecht ...

    Aber zu unserer Ehrenrettung: Wir waren damals gerade einmal 14a alt, m.E. viel zu frueh fuer einen ernsthaften Schueleraustausch.
  6. #95

    Ja, es laesst sich jedes Thema damit herunter spielen, aber ich habe meinen Kommentar ausgerechnet hier drunter gesetzt, weil anscheinend die ganze Welt von den drei Gurkenscheiben spricht und weil's irgendwie laecherlich ist, wenn man sich die Welt anschaut. Sorry, aber fuer mich ist es "unglaublicher Unfug", dass ueber sowas weltweit berichtet wird. Und nein, ich wohne in Mexiko und hier wird gerade alles totgeschwiegen, weil die Praesidentschaftswahlen anstehen und der Tourismus sowieso geschaedigt ist. Vielleicht drueck ich mich schlecht aus, was ich sagen will: wen interessiert das, wenn auf der Welt soviele schlimme Dinge passieren, ueber die wir uns eigentlich einen Kopf machen sollten. Die Berichterstattung ueber britisches Schulessen gehoert allenfalls in den hiessigen Lokalteil. In meiner Stadt laeuft ein Massenmoerder oder mehrere herum und niemand spricht darueber. Ich finde es einfach ein Paradoxon.
  7. #96

    Kameraverbot für Martha

    Leider wird Martha aka VEG seit heute nicht mehr gestattet Bilder Ihres Lunches aufzunehmen. Im Moment sieht es so aus, dass Martha den Blog einstellen wird. Schade, dass einer jungen Nachwuchsjournalistin Steine in den Weg gelegt werden. Darüber kann der Spiegel doch auch mal 'ne hübsche Story bringen.

    Hier Ihr letzter Blog Eintrag:

    Goodbye.
    This morning in maths I got taken out of class by my head teacher and taken to her office. I was told that I could not take any more photos of my school dinners because of a headline in a newspaper today.

    I only write my blog not newspapers and I am sad I am no longer allowed to take photos. I will miss sharing and rating my school dinners and I’ll miss seeing the dinners you send me too. I don’t think I will be able to finish raising enough money for a kitchen for Mary’s Meals either.

    Goodbye,
    VEG


    Hi,
    Veg’s Dad, Dave, here. I felt it’s important to add a few bits of info to the blog tonight. Martha’s school have been brilliant and supportive from the beginning and I’d like to thank them all. I contacted Argyll and Bute Council when Martha told me what happened at school today and they told me it was their decision to ban Martha’s photography.

    It is a shame that a blog that today went through 2 million hits, which has inspired debates at home and abroad and raised nearly £2000 for charity is forced to end.

    Dave Payne
    neverseconds@gmail.com


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