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"Blockupy"-Proteste: Rave gegen das System

DPAFrankfurt blockiert sich selbst: Wegen der "Blockupy"-Proteste gleicht die Stadt einer Festung. Die befürchtete Randale bleibt aus. Stattdessen feiern 20.000 Menschen eine Party gegen den Kapitalismus - zusammen mit skurrilen Aktivistengruppen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...834002,00.html
  1. #60

    Im Grundsatz richtig!

    Zitat von .sagittarius. Beitrag anzeigen
    Ein neues System wird auch nichts bringen, da die ganze Gesellschaft von gierigen Säcken, die nur an ihr eigenes Wohl denken, durchsetzt ist. Ein neues System wird daher aus den selben Gründen scheitern, es sei denn, man sieht entsprechende Maßnahmen vor, unterbindet die Gier und schafft Voraussetzungen für mehr soziale Verantwortung. Wie dieses System genau aussieht kann ich nicht sagen, da es bisher nicht existiert hat...
    Allerdings sehe ich das nicht so negativ (Optimist :-)). Ein neues oder verändertes System muss nicht Revolution heissen, nicht weg von der Demokratie. Wie jemand hier schon schrieb: es geht um Prioritäten. Diese kann man neu setzen, fördern, entgegengesetztes erschweren. Z.B. Börsentätigkeit neu regeln, Gesellschaftsziele (neu) definieren, Auswüchse begrenzen, Bankgrundlagen ändern, etc.
    Dazu bedarf es nicht unbedingt Verbote sondern Anreize oder Nichtanreize (lohnt sich nicht).
  2. #61

    xxxx

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Die Proteste sind ohne Substanz. Es gibt nichts sinnvolles oder praktikables wofür die Demonstranten stehen.

    Ein bisschen Robin Hood Romantik und Schlaraiffa-Utopie ist kein Konzept, noch nicht einmal ein Ansatz eines Konzepts.

    Man wird der Verdacht nicht los dass es am Ende doch wieder nur eine Variante der Eventkultur ist.
    Mit dieser Rhetorik kann man jeglichen Protest delegtimieren. Das ist zu einfach und undemokratisch. Jeder hat das Recht in der Öffentlichkeit seinen Unmut über die bestehenden Verhältnis kundzutun.
    Übrigens sahen das die grün-schwarzen Stadtchefs von Frankfurt anders, sonst hätten sie nicht derart aufgerüstet. Vielleicht sollten sie über die Ereignisse der letzten Tage genauer nachdenken.
  3. #62

    Zitat von OliverRöseler Beitrag anzeigen
    Bei jeder Wahl geht es um die Systemerhaltung.Da dieses kapitalistische System aber nicht mehr funktioniert,kann eine Wahl auch nichts mehr verbessern..
    Woran erkenne Sie dass das kapitalistische System nicht mehr funktioniert ?

    Die Überschuldung des Staates, die Bankenrettung und die Fehlkonstruktion des Euro haben überhaupt nichts mit Kapitalismus zu tun, sind aber die Hauptursachen der Krise.

    Der Kapitalismus funktioniert sogar noch trotz der Krise.
  4. #63

    GG Artikel 14 (2)

    Zitat von arminius vom moor Beitrag anzeigen
    Leider gilt die Treue gegenüber dem Grundgesetz nicht für die Regierenden dieses Landes, die sich schon seit langem ziemlich ungeniert außerhalb des GG bewegen.
    „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ (Artikel 14(2) des Grundgesetzes)

    Sie haben vollkommen recht!!!
  5. #64

    Zitat von .sagittarius. Beitrag anzeigen
    Ein neues System wird auch nichts bringen, da die ganze Gesellschaft von gierigen Säcken, die nur an ihr eigenes Wohl denken, durchsetzt ist. Ein neues System wird daher aus den selben Gründen scheitern, es sei denn, man sieht entsprechende Maßnahmen vor, unterbindet die Gier und schafft Voraussetzungen für mehr soziale Verantwortung. Wie dieses System genau aussieht kann ich nicht sagen, da es bisher nicht existiert hat...
    Natürlich wird sich von Heute auf Morgen nichts ändern, aber man könnte z.B. mal mit dem Zinssystem anfangen. Natürlich gibt es dann immer noch genug Gier, aber sie lohnt sich nicht mehr so sehr, und eine prinzipelle systemische Umverteilung durch den Zins wäre nicht möglich.
    Zumindest wäre damit EIN großes Problem dieses Wirtschftsystems gelöst, das wäre doch auch schon mal was.

    Fakt ist, die nächsten Jahre, Jahrzehnte wird sich viel ändern, bzw ändert sich schon. Wohin weiß niémand genau, aber mit Sicherheit nicht in Richtung ewiges Paradies. Der Kapitalismus lebt von seinen Zyklen aus Aufbau und Zerstörung. Zeitlich begrenzt durch die Aufnahmefähigkeit des Marktes und der Zinsformel. Dieser jetzige Zyklus begann mit Ende des 2.Weltkriegs und endet derzeit.
    Die letzten Zyklen endeten mit Chaos, Krieg und Armut breiter Massen, wahrscheinlich wird es diesmal wieder so kommen, zumindest die ersten Anzeichen sind da...
    Und wenn wir diesen natürlichen kapitalistischen Zyklus aus Aufbau und Zerstörung, aus Aufstieg und Verarmung durchbrechen wollen, müssen wir an die Grund"fehler" dieses Systems gehen.
    Das Zinssystem und das Eigentum an nichtvermehrbaren Grundresourcen

    Silvio Gesell: Die Natürliche Wirtschaftsordnung
  6. #65

    Zitat von Hoppeditz Beitrag anzeigen
    Ohne Not und Alternativen? Mittlerweile teilen weite Teile der Bevölkerung das Unbehagen am Kapitalismus.
    Weil die meisten weder wissen was Begriff eigentlich bedeutet und einem System immer nur solange gewogen sind wie es stetig wachsendes materielles Glück und Absicherung möglichst vieler Lebensrisiken verheisst.


    Zitat von Hoppeditz Beitrag anzeigen
    88 Prozent der Deutschen wünschen sich eine "neue Wirtschaftsordnung". Der Kapitalismus sorge weder für einen "sozialen Ausgleich in der Gesellschaft" noch für den "Schutz der Umwelt" oder einen "sorgfältigen Umgang mit den Ressourcen".
    Es ist interessant dass in diesen Forderungen kein einziger Grundwert unseres Grundgesetzes vorkommt. Das ganze ist im Grunde bei genauerem hinsehen der Ruf nach einer totalitär kollektivistischen Heilslehre. Und das wenige Jahrzehnte nach zwei katastrophalen Ergebnissen solcher Versuche auf deutschen Boden.
  7. #66

    Kapitalismus in der Krise

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Woran erkenne Sie dass das kapitalistische System nicht mehr funktioniert ?

    Die Überschuldung des Staates, die Bankenrettung und die Fehlkonstruktion des Euro haben überhaupt nichts mit Kapitalismus zu tun, sind aber die Hauptursachen der Krise.

    Der Kapitalismus funktioniert sogar noch trotz der Krise.
    Er funktioniert sogar sehr gut in der Krise, der Kapitalismus. Die internationalen Finanzjongleure verdienen sich auch noch einen goldenen Ar*** wenn andere dafuer verrecken muessen!
    Sie haben Angst, dass die bunten Scheinchen mit Zahlen drauf morgen nix mehr wert sind? Kaufen Sie Gold, Kunst, Immobilien.
    Haben Sie Angst um Ihre Altersvorsorge? Kaufen Sie Lebensversicherungen, Riester, Privatvorsorgen etc. und lassen Sie Andere (Cleverere) an Ihrer Angst verdienen... Und zwar nicht nur ein bisschen, sondern richtig schoen unverschaemt fett!!!
  8. #67

    Zitat von donpom Beitrag anzeigen
    Als Frankfurter Bürger schäme ich mich, dass die Grundrechte der Bürger abgeschaft wurden.
    Sind die Grundrechte abgeschafft wenn eine nicht genehmigte Demonstration einen Tag vor einer genehmigten gleichen Inhalts polizeilich verhindert wird ?
  9. #68

    xxx

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Die Proteste sind ohne Substanz. Es gibt nichts sinnvolles oder praktikables wofür die Demonstranten stehen.
    Fatalismus als Grundhaltung ist aber auch nicht besonders sinnvoll.
  10. #69

    Zitat von c59 Beitrag anzeigen
    Protestieren ohne Not und Alternativen.
    Immobilienkrise, Bankenkrise, Finanzkrise? Ohne Not?
    Die damit einhergehende Aufstockung der Schulden im unvorstellbaren Bereich bis Heute, in noch unvorstellbareren Bereichen künftig ist eine Bankrotterklärung und in der Tat mit "Not" richtig benannt!
    Nicht nur die Politik ringt hier um Alternativen. Und da die bisher hervorgebrachten "Alternativen" der Politik sich nur um das Wachstum von Banken kümmert scheint es sinnvoll, dass sich das Volk der Alternativen annimmt.

    Zitat von c59 Beitrag anzeigen
    Was soll das? Das System abschalten, ändern ?!? Leute, geht doch mal raus und schaut euch an, wie Scheiße es anderswo ist, ihr Luxusprotestanten.
    Durchaus richtig! Der deutsche Hartz-IV-Empfänger muß sich hier Luxusprotestant nennen lassen. Was aber nichts daran ändert, dass es einen Grund hat, dass es andernorts so "scheiße" ist, wie sie sich ausdrücken.








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