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"Blockupy"-Proteste: Rave gegen das System

DPAFrankfurt blockiert sich selbst: Wegen der "Blockupy"-Proteste gleicht die Stadt einer Festung. Die befürchtete Randale bleibt aus. Stattdessen feiern 20.000 Menschen eine Party gegen den Kapitalismus - zusammen mit skurrilen Aktivistengruppen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...834002,00.html
  1. #30

    Blockupy

    Zitat von letzter-dödel Beitrag anzeigen
    Die Ereignisse in FaM z.B. zeigen doch eher, dass der Sponti-Spruch: "Wahlen wären verboten, würden sie etwas ändern", nicht ganz abwegig ist.
    Nicht alles, was leicht von der Zunge geht, ist wahr oder realistisch.
    Mit der geringen Wahlbeteiligung erteilen die Buerger den Parteien die Erlaubnis, so weiter wie bisher zu arbeiten. Der geringe Unterschied bei der Prozentzahl animieren, ja ermaechtigen die Parteien, sich immer mehr aneinander anzupassen. Waere da eine aktivere Beteiligung, wuerde der Unterschied sehr schnell zu erkennen sein.
  2. #31

    Darf man noch in diesem Staat demonstrieren

    und die Unzufriedenheit zeigen?

    Wahscheinlich nicht mehr. Wer mit dem Staat unzufrieden ist, ist ein Volksverräter und ein Erzfeind Deutschlands.
  3. #32

    Zitat von Liberalitärer Beitrag anzeigen
    Danke, dass Sie mir die Augen öffnen, außerhalb des Grundgesetzes stelle ich mich nicht.
    eine menschlichere Gesellschaft kann auch durchaus innerhalb des Grundgesetzes entstehen.Ich glaube eher,daß die derzeitige Situation(Eigentum ohne Verpflichtung,Abgabe der Budgetsouveränität,Demonstrationsverbot)nicht ganz dem Geist des Grundgesetzes entspricht.
    Wenn Sie das so aber vollkommen in Ordnung finden,dann muss ich Ihre Sichtweise natürlich akzeptieren.
  4. #33

    Ich danke hiermit allen jungen Menschen,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frankfurt blockiert sich selbst: Wegen der "Blockupy"-Proteste gleicht die Stadt einer Festung. Die befürchtete Randale bleibt aus. Stattdessen feiern 20.000 Menschen eine Party gegen den Kapitalismus - zusammen mit skurrilen Aktivistengruppen.

    Blockupy: Großdemonstration gegen Kapitalismus in Frankfurt - SPIEGEL ONLINE
    die da endlich Zeichen setzen und Protest sich erlauben auch kundzutun, um damit ihre Generation klar bekundet, SO soll es nicht weitergehen dürfen.

    Ich glaube die Jungen sind in Deutschland viel sozialer und rücksichtsvoller, als die medien sich ihre neue Klientel von Menschen auserkören wollen.

    MFG
  5. #34

    Plettenberg

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die befürchtete Randale bleibt aus. Stattdessen feiern 20.000 Menschen eine Party gegen den Kapitalismus - zusammen mit skurrilen Aktivistengruppen.
    Es mutet schon ein wenig albern an, wenn eine verschwindend kleine Bevölkerungsgruppe, deren Zahl ungefähr den Bewohnern von Plettenberg im Sauerland entspricht, in Frankfurt das Ende des Kapitalismus fordert. Wann wachen sie auf und stellen fest, daß sich wegen ihnen nichts ändern wird?
  6. #35

    Beharrung

    Zitat von friesenbursch Beitrag anzeigen
    ...
    Wie kann aber nun der Bürger dieses Landes etwas ändern, wenn man ihm den friedlichen Protest nimmt, wenn man ihn andauernd bevormundet, für dumm hält und so behandelt, wenn man ihn von vornherein ausschliesst aus der Entscheidung, was denn zum Wohle "seines" Landes geschehen muss/sollte?
    ...
    Protest ist sinnlos, denn Protest ist immer ein "Anti", das mag für den Protest reichen, es ändert nichts. Sie müssen und können sich einsetzen. Werden Sie Parteimitglied bei einer Partei ihrer Wahl, arbeiten Sie in den Kommunen und gestalten Sie mit. Von Menschen wie Ihnen lebt die Demokratie, die Agora. Und auch Wahlgesetze kann man ändern, nichts ist in Stein gemeisselt - vielleicht eben die Grundrechte, was auch gut ist.

    Es gibt da einige Ansatzpunkte, die so denke ich, sehr viele Menschen eint. Aber man muss neudeutsch performen. Passt mir nicht, das ist passe. Denken Sie an 1989, was ist geschehen. Nichts, dagegen sein war hip - zu Recht, aber es entwickelte sich nichts Neues. Die Gesellschaft ist nicht statisch, sie muss neu justiert und austariert werden - jeden Tag. Mit Blockupy, Querulanten, Kampfrentnern und Wutbürgern - eher nicht. Leider neigt der Mensch zunehmend zur Erstarrung und zu einem Beharren. Werden wir noch einmal jung und treten uns ein wenig in den eigenen selbstgefälligen Hinte....
  7. #36

    ...

    Zitat von c59 Beitrag anzeigen
    Protestieren ohne Not und Alternativen. Was soll das? Das System abschalten, ändern ?!? Leute, geht doch mal raus und schaut euch an, wie Scheiße es anderswo ist, ihr Luxusprotestanten. Meine Großmutter sagte mal: Wenn es dem Esel zu geht, geht er auf´s Eis tanzen. Recht hat die alte Dame!
    In Deutschland gibt es Hungersnot. In Deutschland gibt es "Ballungsgebiete" für Sozial-Suizide und dazu zählt mit Sicherheit nicht München-Grünwald.
    Es gibt Massen von Leuten mit Stundenlöhnen um die 4,50 mit NULL
    Perspektive dies je ändern zu können. Es gibt Ausbeutung, es gibt Schikane ob auf dem Jobcenter oder vom Arbeitgeber. Massenhaft.

    Dem Durchschnitts-Deutschen geht es nicht zu gut, es geht im Besch***en!

    Gute Nacht.
  8. #37

    ....

    Zitat von 26july1953 Beitrag anzeigen
    Es ist traurig, denn Frankfurt zeigt, dass die 99% eben doch keine reelle Chance gegen das 1% haben. Zu stark sind die Mächte des Kapitals mit den Fäden in der Hand...
    Ich würde das so nicht sehen. Wieviel Menschen leben denn allein im Großraum FFM? Wieviel davon sind denn Wohlhabend oder meinen es zu sein. 10%? 20%? Wieviel davon sind Rentner die die BILD lesen?
    Würde man 30% der Leute in und um FFM für eine solche friedliche Aktion mobilisieren können kämen am Ende 200.000 - 250.000 Leute zusammen.
    Es muß wieder eine Protestkultur in D entwickelt werden. Und Frankfurt
    war kein schlechter Start, trotz Petra Roth, trotz FAZ, trotz Polizei in Kampfmontur, trotz BILD .
  9. #38

    Zitat von Liberalitärer Beitrag anzeigen
    Danke, dass Sie mir die Augen öffnen, außerhalb des Grundgesetzes stelle ich mich nicht.
    Der Kapitalismus ist in der Verfassung als Wirtschaftsordnung nicht festgelegt.

    Würde man das Grundgesetz mal lesen, anstatt es zu missachten, könnte man damit auch arbeiten.
  10. #39

    nicht schlüssig...

    Zitat von letzter-dödel Beitrag anzeigen
    Die Ereignisse in FaM z.B. zeigen doch eher, dass der Sponti-Spruch: "Wahlen wären verboten, würden sie etwas ändern", nicht ganz abwegig ist.
    alle Idiote sind Menschen, daraus folgt allerdings nicht zwangsläufig, dass alle Menschen Idioten sind...

    Was bitte haben die Ereignisse in FFM mit Wahlen zu tun?

    Selbstverständlich können Wahlen etwas ändern und augenscheinlich sind sie nicht verboten. Die Frage ist, WARUM ändert sich nichts, wenn angeblich alle das wollen?

    verschlafen? vergessen? verhindert? schlechtes Wetter? Migräne?

    naja... eventuell nächstes mal...








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