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Blockbuster "2012": Hier entlang zum Weltuntergang

Wie man Städte und Landstriche zerlegt, weiß er. Jetzt hat sich Regisseur Roland Emmerich die ganze Welt vorgeknöpft. Sein Endzeitspektakel "2012" zeigt die Apokalypse als bildmächtigen Untergangs-Porno mit der schlichten Botschaft: menschliche Zivilisation? Muss in den Müll.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,660118,00.html
  1. #10

    Negation der Negation

    Zitat von tetaro Beitrag anzeigen
    Ironischerweise scheint die Lust an der mephistopheleschen Negation besonders den Amerikanern eigen zu sein, vielleicht als Kompensation für die Überbetonung eines geschlossenen kulturellen Welbildes
    Und deshalb brauchen sie einen deutschen Regisseur, damit er es ihnen mal so richtig "besorgt"?
    Es gibt doch auch hierzulande genügend Menschen, vorzugsweise aus den Reihen der Verschwörungstheoretiker, die ohne ihre apokalyptischen Vorstellungen einfach nicht auskommen.

    Diese Faszination am Untergang konnte ich noch nie so richtig nachvollziehen. Aber es scheint mir eher ein Versuch zu sein, die eigenen Urängste zu kompensieren.
  2. #11

    geht's noch?

    Das soll ein Blockbuster sein, kein Kunstfilm mit einer tiefer verborgenen Wahrheit. Selbst Emmerich gibt indirekt zu, dass er einfach mal nur die Technik ausreizen und möglichst spektakulär die Erde auseinander nehmen wollte. Eine Rezension dieses Stils passt also mal garnicht zu dem Anspruch des Films. Liebe Spiegel Kulturjournalisten: Passt doch bitte mal eure Schreibstile an das zu beschreibende Objekt an. Oder beschreibt ihr im privaten Leben den Geschmack von Cola ebenso gekünstelt, wie ein Sommelier einen guten Wein anpreist? Dann müsst ihr die aber auch wieder ausspucken. ;-)
  3. #12

    Hab jetzt schon Angst

    Die einzige Katastrophe am 21.12.2012 wird sein, dass ich mal wieder ohne Weihnachtsgeschenke da stehe!

    Abgesehen davon, freu ich mich auf den Film.
  4. #13

    Der deutsche Spielberg

    Roland Emmerich wird ja immer mit Steven Spielberg in einem Atemzug genannt. Das ist aber eine Beleidung des Amerikaners. Spielberg hat es immer hingekriegt, bei allem Mainstream und Profitdenken, seinen Filmen ein Element der Subversivität zu verleihen und allen Zuschauern, die nicht nur wegen "boah, geile Effekte" im Kino sitzen, obendrein noch eine halbwegs interessante Handlung zu bieten.

    Bei Emmerich fehlt schon immer dieses letzte bischen Seele. Die Filme sind nur noch Maschinen, die dem Profit dienen, und übertreffen in ihrem Zynismus sogar noch die Machwerke eines Michael Bay. Der Humor fehlt einfach. Wahrscheinlich kriegt das nur ein Deutscher Filmemacher so hin. Wenn man Emmerich reden hört, hört man nur den humorlosen Investmentbanker sprechen, bei Spielberg kann man sich noch vorstellen, dass da ein Filmfreak drin steckt.

    Im Grunde hat Emmerich außer Geld nichts vorzuweisen. Seine Filme waren alle Grottenschlecht. Er mag der Held aller Teenie-Machos sein. Naja, wahrscheinlich ist ihm außer Geld sowieso alles Latte. Ein Banker halt.
  5. #14

    ...

    solche filme sind für mich der grund, mal wieder ins kino zu gehen. grosse effekte. selbst auf dem besten hd-superduper-flachbildschirm mit 600hz und weiss-der-geier-nicht-noch sieht sowas doch eher fipsig aus. dafür braucht man die leinwand noch. wenn ich auf gute stories steh, guck ich lieber für mich allein oder zu zweit.
  6. #15

    @ Wicked: Danke, sehr gelacht!

    Ansonste: Leute (Oder: Spiegel), der Maya Kalender hat nie "gesagt", dass am soundsovielten die Welt untergeht. Der endet da lediglich. Und sogar das ist nicht ganz richtig. Genau genommen fängt der da in seiner Zählart wieder von vorne an (genau wie wir an jedem Jahresanfang mit dem 1.1. neu beginnen). Meiner Meinung nach ist das auch nix besonderes. Die konnten den ja schließlich nicht ewig weiter führen lassen. Große Zahlen (oder im Falle des Maya Kalenders "große Rädchen") werden auch irgendwann echt unpraktisch.
    Das einzig faszinierende ist, dass sie mit ihrem Kalender wohl einem astronomischen Zyklus folgen. Wie die sowas wussten, wundert mich. Aber die hatten ja einiges drauf, damals. War bestimmt auch einfacher, als es noch kein ständig abstürzendes Windows gab, was einem allen Daten versaut hat.

    Die Weltuntergangspropheten haben ihre Ausrede übrigens schon. Falls wir nämlich nicht alle sterben, bleibt für die meisten alles wie immer und nur die würdigen steigen in die 4. Dimension auf. Das merkt der Rest aber nicht. Damit haben sie dann auch auf jeden Fall Recht gehabt...
  7. #16

    Armageddon 2.0

    Vielleicht wirds ja nicht ganz so schwülstig wie obengenanntes "Jerry Bruckheimer" Machwerk.
    Als adrenalinsteigernde Unterhaltung schau ich solche Knallbumm-Filmchen recht gern - mehr wäre auch lächerlich.
    Mal ne andere Frage: Wie viele Filme aus dem Bereich Science Fiction/Utopia gibt es die sich mit dem Ende der Welt beschäftigen und wie viele die sich ernsthaft und genauso ausführlich mit der Utopie von einer "besseren Welt" auseinandersetzen statt mit rekordverdächtigem Bodycount und monumentalen Kollateralschäden?

    Na also, am geilsten sind wir alle selbst auf den "Tag der Abrechnung".

    Mit dem Thema "2012" habe ich mich ebenfalls sehr ausführlich beschäftigt. Nur soviel : Die Freude, uns für all unsere (selbst erschaffenen) Sünden und Freveleien mit
    global-katatrophaler Sühne zu bestrafen um uns so aus der Verantwortung ziehen zu lassen wird uns der Kosmos nicht machen :D

    Es geht da mehr um Bewusstsein und Wahrnehmung um tiefgreifenden Wandel als um religiös/abergläubisch eingehämmerte Erlösung durch Gottes Strafgericht - das ist bestenfalls eine ziemlich pathetische Metapher.
  8. #17

    Klar Blockbuster

    Zitat von nyo Beitrag anzeigen
    Das soll ein Blockbuster sein, kein Kunstfilm mit einer tiefer verborgenen Wahrheit. Selbst Emmerich gibt indirekt zu, dass er einfach mal nur die Technik ausreizen und möglichst spektakulär die Erde auseinander nehmen wollte. Eine Rezension dieses Stils passt also mal garnicht zu dem Anspruch des Films. Liebe Spiegel Kulturjournalisten: Passt doch bitte mal eure Schreibstile an das zu beschreibende Objekt an. Oder beschreibt ihr im privaten Leben den Geschmack von Cola ebenso gekünstelt, wie ein Sommelier einen guten Wein anpreist? Dann müsst ihr die aber auch wieder ausspucken. ;-)
    Ich will bestimmt nicht den Spiegel in Schutz nehmen, aber wo lesen Sie heraus dass der Rezensent einen französischen Autorenfilm erwartet hat?

    Natürlich geht es um Blockbuster. Aber, und das wird für Sie wahrscheinlich schon zu weit führen, es gibt auch unter den Blockbustern solche mit objektiven Merkmalen von Qualität, und solchen, denen diese Merkmale fehlen. Emmerichs Filme sind leider immer der letzteren Gruppe zuzuordnen: Independence Day, Godzilla, 2012 sind alle großer, teurer Mist.

    Matrix (zumindest Teil 1), Star Wars, Indiana Jones sind Beispiele für Blockbuster, die ihren Namen verdienen. Sowas würde Emmerich aber nie hinbekommen, weil diese guten Drehbücher dem humorlosen Schwaben nie angeboten würden. Dafür fehlt ihm dann doch der Durchblick.
  9. #18

    Sorry

    Zitat von Ein netter Netter Beitrag anzeigen
    Roland Emmerich wird ja immer mit Steven Spielberg in einem Atemzug genannt. Das ist aber eine Beleidung des Amerikaners. Spielberg hat es immer hingekriegt, bei allem Mainstream und Profitdenken, seinen Filmen ein Element der Subversivität zu verleihen und allen Zuschauern, die nicht nur wegen "boah, geile Effekte" im Kino sitzen, obendrein noch eine halbwegs interessante.....
    Sie unterschätzen Emmrich. Einige seiner Filme haben durchaus eine Moral. Sie versteckt sich halt hinter der vordergründigen Geschichte und nicht jeder kann sie sehen.
  10. #19

    Der Untergang wird etwas subtiler und langwieriger

    Vieleicht wird herr Spielberg dieses Thema aufgreifen und dann werden wir Szenen wie diese Sehen.
    Schloss neuschwanenstein steht noch aber keine Wälder mehr temperaturen von 65° C. Katastrohphale Stürme und Überschwemmungen an den Küsten, New York, Hamburg und Amsterdam unter Wasser , Florida existiert nicht mehr.
    Millionen Tote in der Dritten Welt da keine Rohstoffe und Nahrungsmittel.
    Ein rest von menschheit der sich in die Rest Antarktis gerettet hat.


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