Und finden im Zentralismus ihr Pech. Leute, wir hatten zwei zentralistische Staaten auf deutschem Boden und die waren alles andere als erfolgreich.
Was die Bildung angeht: Auch wenn die Inhalte die gleichen sind (Mathematik, Deutsch etc.), so ist den Schülern nicht damit geholfen, wenn die konkreten Lehrpläne aus Berlin statt aus Schwerin, Saarbrücken oder Stuttgart kommen. Die Landespolizeien setzen im Großen und Ganzen auch gleiches Recht um, und niemand will eine einzige Bundespolizei. Es hilft auch nichts.
Wettbewerb ist wichtig, Kreativität, Verantwortung muss möglichst weit unten angesiedelt werden. Alles in Berlin bestimmen, ist nicht besser als wenn alles in Schwerin oder Wiesbaden bestimmt wird. Die Direktoren brauchen Befugnisse, die Lehrer brauchen Freiraum. Engagierte Lehrer sind mehr wert als von Berliner Spitzenbeamten ausgetüftelte Lehrpläne. Engagierte Lehrer infizieren Kinder mit Bildung. Engagierte Lehrer ziehen engagierte Eltern an. Das(!) ist es doch, was Deutschland benötigt. Wir brauchen keine Vereinfachung.
Jeder kennt doch das Phänomen aus der eigenen Schulzeit: Bei dem einen Lehrer war es total langweilig und beim anderen nicht. Der andere schaffte es, Begeisterung zu wecken und die Zensuren wurden besser. Warum also wider der eigenen Erfahrung für Zentralismus sein?
Aristoteles: "Einen jungen Menschen unterrichten heißt nicht, einen Eimer füllen, sondern ein Feuer entzünden." - Das Gegenteil ist der Nürnberger Trichter.
Und das mit dem Feuer stimmt wirklich. Ich selbst war ein schlechter Schüler, aber heute bin ich geil auf Bildung. Ich habe studiert, lese viel, bin politisch interessiert. In mir lodert ein Feuer.
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