Blendung des Täters: Gericht verschiebt Racheakt des Säureopfers

Das iranische Säureopfer Amene Bahrami kann vorerst keine Rache an ihrem Peiniger nehmen: Die iranische Justiz hat die Vollstreckung eines Urteils verschoben, mit dem die Frau den Täter hätte blenden dürfen. Ein neuer Termin ist offen.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...762521,00.html
  1. #230

    Halte bitte durch, Ameni Bahrami!

    Hoffentlich verbringt der Dreckskerl im Knast noch eine richtig unangenehme Zeit, bis er irgendwann doch noch das bekommt, was er verdient hat. Hoffentlich wacht er jede Nacht mehrmals schreiend auf, weil er, sehr realistisch und detailliert, vom Vollzug seiner gerechten Strafe geträumt hat. Hoffentlich machen ihm seine Mitgefangenen und die Wärter jede einzelne Sekunde seines Verbrecherlebens zur Hölle.

    Ameneh Bahrami, ich weiß, du wirst von meinem Posting bestimmt nie erfahren, trotzdem möchte ich dir sagen dass es mir unendlich leid tut, was dir angetan wurde, und dass ich mich für das schauerliche Gutmenschengesülze, vor allem auch aus meinem Land, das dir immer wieder ausreden will, an dem Dreckskerl die einzig angemessene und gerechte Strafe zu vollziehen, unendlich schäme.

    Aber es gibt auch im Land der Kuscheljustiz und der Verbrecherversteher viele, die zu dir halten und dem, was du vorhast.

    Möge Allah dir die Kraft geben, von deinem gerechten Vorhaben nicht abzulassen!
  2. #231

    ...

    Zitat von el_turco Beitrag anzeigen
    Seien wir doch mal ehrlich wer nie Opfer einer Gewalttat wurde, vorallem nicht eines so Brutalen,
    kann sich nicht in die Frau hineinversetzten.

    Ich finde es auf jeden Fall gut das das Gericht es der Frau überlässt ob sie ihm Verzeiht (Schadensersatz) oder halt Rache nimmt.
    Übrigens entscheidet das im Iran nicht die Frau sondern deren Familie, maßgeblich ihr Brüder oder ihr Vater.

    Verwechsle nich den Iran mit unserer gleichberechtigten Gesellschaft. Im Iran kann eine Frau solch eine Entscheidung nicht selber treffen. Dass das Urteil jetzt ausgesetzt wurde zeigt vielmehr, dass die Familie des Opfers und des Täters sich noch nicht einig sind bzw. sich auch anderweitig einigen können, etwa durch Zahlung von Blutgeld. Die Leiden der Frau sind da zweitrangig.
  3. #232

    .

    Zitat von Lustigmacher Beitrag anzeigen
    Und da ist sie wieder, die Mär von der abschreckenden Wirkung. :-)
    Das ist keine Mär. In Singapur gibt es auf Drogenhandel die Todesstrafe. Deshalb gibt es in Singapur kaum Drogenkriminalität. In New-York hat sich seit der Einführung der "Three times and youre out"-Regel die Kriminalität deutlich verringert.
    Wenigstens lässt man in diesen Staaten keine Schwerstkriminellen (also Serienmörder und Vergewaltiger) auf die Straße weil ihre Inhaftierung angeblich nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist.
  4. #233

    Anderes Land

    Zitat von winterfichte Beitrag anzeigen
    aber in einer gesellschaft, wo männer ihre frauen anzünden, verprügeln und verätzen können (indien), greift und taugt unsere justiz auch nicht. wenn männer aber merken, dass ihnen gleiches angedroht wird, lässt es sich eindämmen.

    die übertragung unseres rechtssystems auf deren zustände ist lächerlich und zeugt nur davon, dass wir unsere vorstellung implementieren wollen, aber vom dortigen zustand keine ahnung haben. unser gutmenschengefasel ist da fehl am platz. es wird von denen dort nicht verstanden und schon gar nicht akzeptiert.
    Genau, Jahrzehntelang haben diese Vereine unsere impererialistische und eurozentristische Kulturverständnis kritisiert. Alle Kulturen sind gleich wird schon im Kindergarten gelehrt.
    Plötzlich beklagen sich die gleichen über ein Land und ihr Rechtsverständnis.

    Unabhängig ob es mir gefällt oder nicht, ihr Land, ihr Rechtsystem und Kultur.
    Wenn es ihnen nicht gefällt sollen sie es ändern.

    Anders sieht es bei Migranten aus die ihr Wertesystem bei uns importieren wollen, dies ist abzulehnen
  5. #234

    Blick in den SPiegel ist entweder ein gaaanz böser Humor oder ....

    Zitat von louis_quatorze Beitrag anzeigen
    Das Opfer ist lebenslänglich entstellt und wird jeden Tag durch en Blick in den Spiegel an das Geschehen erinnert.
    Im Spiegel sieht frau nicht allzuviel, wenn frau blind ist.

    Zitat von louis_quatorze Beitrag anzeigen
    Wo ist da die Gerechtigkeit?
    Aus meiner Sicht: Nirgendwo. Frau Bahrami ist blind und entstellt, und das ist weder gerecht noch umkehrbar. Der Täter verdient nicht mehr Schutz als ein Kakerlak. Soll sie doch mit ihm machen was sie will — ich fürchte, es wird ihr nichts helfen. Aber alles andere hätte genauso nichts geholfen, also gönnen wir ihr den zweifelhaften Spaß.

    Vielleicht wirkt es wenigstens generalpräventiv.
  6. #235

    geht es noch dummer ?

    Zitat von Bengurion Beitrag anzeigen
    Wir hatten das Beispiel hier im Thread schon: Sie überfahren mit ihrem Auto einen Fußgänger, der daraufhin querschnittsgelähmt ist. Es war in einer 30 km/h- Zone. Sie sind 50 km/h gefahren, konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen. Wären sie langsamer gefahren, wäre es zu diesem Unfall nicht gekommen.

    So, wo ist da das Problem? Sie stellen sich also auf eine Straße, wo ein Angehöriger des Opfers sie so anfährt bzw. so oft, bis auch Sie querschnittsgelähmt sind??? Wo ist da das Problem?
    Das Problem ist, dass Leute wie Sie nicht unterscheiden zwischen Fahrlässigkeit und Vorsatz.
  7. #236

    Unterschied

    Zitat von Bengurion Beitrag anzeigen
    Wir hatten das Beispiel hier im Thread schon: Sie überfahren mit ihrem Auto einen Fußgänger, der daraufhin querschnittsgelähmt ist. Es war in einer 30 km/h- Zone. Sie sind 50 km/h gefahren, konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen. Wären sie langsamer gefahren, wäre es zu diesem Unfall nicht gekommen.

    So, wo ist da das Problem? Sie stellen sich also auf eine Straße, wo ein Angehöriger des Opfers sie so anfährt bzw. so oft, bis auch Sie querschnittsgelähmt sind??? Wo ist da das Problem?
    Ein Unfall ist ein Unfall und kein Verbrechen. Diese Unterscheidung kennen Sie anscheinend nicht, die Scharia aber schon. Für Straftaten, die ausversehen geschehen gibt es a) eine finanzielle Entschädigung, b) das Bitten um Vergebung bei Gott (schließlich hat man seinem Geschöpf geschadet), c) das Fasten (als Sühne).
  8. #237

    Scharia

    Naja sehr makaberes Einzelurteil, aber von der Sache her sehr gut.
    Diese Säure in die Fresse Aktionen sind bei arabischen Männern sehr populär und daher sorgt das Urteil auch super für eine entsprechende Abschrekung.
    Man darf die Situation und die beiden Menschen nicht mit Europa vergleichen. Wenn man die Eheanbahnung in der Islamischen Welt versteht, versteht man auch das solche Wutaktionen passieren. Denn oft wird aus wirtschaftlichen interessen, familienerhalt oder auch aus familären freundschaften geheiratet. Und wenn sich ein Mann zB keine heirat leisten kann, dann kann er sich nicht fortpflanzen und das macht ihn frustig. (nachvollziehbar)
  9. #238

    ...

    Zitat von neuroheaven Beitrag anzeigen
    ich finde das herrlich. ich wünsche der frau, dass sie die aktion durchziehen kann.
    Wenn man keine Ahnung hat...

    Wenn das "durchgezogen" wird dann von der Familie der Frau, die Frau hat im Iran nichts zu sagen, auch wenn sie den Auslöser drücken darf, darf sie das nur weil beide Familien, von Opfer und Täter sich darauf geeinigt haben.
    Das ist Sharia-Recht.
  10. #239

    .

    Zitat von BuenaBanana Beitrag anzeigen
    In Deutschland wären 5 Jahre nicht unwahrscheinlich. Davon 2 Jahre zur Bewährung? Der Täter wäre innerhalb von 3 Jahren wieder draußen. Das ist keine Polemik das ist Realität.
    Und? Wo werden mehr Menschen durch ihre Ehepartner mit Säure geblendet, im Irak oder in Deutschland?

    Die Aufgabe eines Rechtsstaates ist es zuallererst, alle seine Bürger vor Straftaten zu schützen. Notfalls auch um den Preis, dass einzelne Bürger dadurch ungerecht behandelt werden.

    So, wie nicht alle reicher werden, wenn der Staat einfach mehr Geld druckt und verteilt, wird es auch nicht für alle sicherer, wenn der Staat einfach jeden Straftäter der Rache des Opfers ausliefert.