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Blaue Briefe an Urheberrechtsverletzer: Deutsche Provider verweigern Polizistenrolle

CorbisSollen die Provider den gesamten Internet-Traffic kontrollieren und Urheberrechtsverletzern blaue Briefe zukommen lassen? Ja, finden die Branchenverbände der Unterhaltungsindustrie. Nein, sagen die deutschen Provider: Sie wollen sich nicht zu Hilfspolizisten machen lassen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...821714,00.html
  1. #1

    .........

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sollen die Provider den gesamten Internet-Traffic kontrollieren und Urheberrechtsverletzern blaue Briefe zukommen lassen? Ja, finden die Branchenverbände der Unterhaltungsindustrie. Nein, sagen die deutschen Provider: Sie wollen sich nicht zu Hilfspolizisten machen lassen.

    Blaue Briefe an Urheberrechtsverletzer: Deutsche Provider verweigern Polizistenrolle - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    geben die provider jetzt nach, dann ist das bloß der anfang einer totalen überwachung. erst werden die ip adressen nach "illegalen" downloads gescannt, danach folgt ein umfassendes logging der besuchten seiten, speicherung sämtlicher emails, kreditkartendaten usw usw.. zu guter letzt überwacht die heilige obrigkeit en detail unseren tagesablauf den rest kann man sich ausmalen. dagegen war die stasi ein waisenknabenverein.

    mittlerweile ist man anonymer wenn man kein facebook account hat, kein navi benutzt, autobahnen vermeidet (mautkameras!) so wenig wie möglich online ist und alles am besten bar bezahlt. schöne neue welt.. big brother war gestern.
  2. #2

    Rechtsstaat?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sollen die Provider den gesamten Internet-Traffic kontrollieren und Urheberrechtsverletzern blaue Briefe zukommen lassen? Ja, finden die Branchenverbände der Unterhaltungsindustrie. Nein, sagen die deutschen Provider: Sie wollen sich nicht zu Hilfspolizisten machen lassen.

    Blaue Briefe an Urheberrechtsverletzer: Deutsche Provider verweigern Polizistenrolle - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    Sollte es mal so weit kommen, dass mein Provider meinen Internetanschluß sperrt, werde ich selbstverständlich die Zahlungen einstellen bzw. habe ich dann wohl ein außerordentliches Kündigungsrecht. Keine Leistung - kein Geld.
  3. #3

    Mitlesen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sollen die Provider den gesamten Internet-Traffic kontrollieren und Urheberrechtsverletzern blaue Briefe zukommen lassen? Ja, finden die Branchenverbände der Unterhaltungsindustrie. Nein, sagen die deutschen Provider: Sie wollen sich nicht zu Hilfspolizisten machen lassen.

    Blaue Briefe an Urheberrechtsverletzer: Deutsche Provider verweigern Polizistenrolle - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    Ist doch ok. die Post- und die Paketdienste sollten auch alle Sendungen öffnen und lesen,damit nichts verschickt wird, was der Wirtschaft als Umsatz entgehen könnte.
    Alle Gebrauchtwaren-Märkte gehören ebenso verboten wie hjagliches Eigentum. Künftig kann man nur noch Lizenzen erwerben.
    Am Ende wird das auch für die Menschen eingeführt; Lizenz erlischt bei mangelndem Konsum oder zu geriner Steuerzahlung

    Brave New World 2.0.
  4. #4

    Dr.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sollen die Provider den gesamten Internet-Traffic kontrollieren und Urheberrechtsverletzern blaue Briefe zukommen lassen? Ja, finden die Branchenverbände der Unterhaltungsindustrie. Nein, sagen die deutschen Provider: Sie wollen sich nicht zu Hilfspolizisten machen lassen.

    Blaue Briefe an Urheberrechtsverletzer: Deutsche Provider verweigern Polizistenrolle - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    So ein Schwachsinn. Es ist schon im Einzelfall schwer zu beurteilen, ob eine Urheberrechtsverletzung vorliegt oder nicht, denn ist - es werden manche nicht für möglich halten - bereits schwer, den Urheber auszumachen und letztendlich zu bestimmen, wer, welches Nutzungsrecht innehat.

    Aber aus Sicht der Unterhaltungsindustrie haben die natürlich alle Rechte...
  5. #5

    Völlig übertrieben Hysterie

    Die Weigerung von 1&1 ist eher nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zu beurteilen. Wer mit "Privatisierung der Rechtsverfolgung" und "Aufweichung der neutralen Rolle der Provider" argumentiert, muss auch gegen kommunale Geschwindigkeitskontrollen an Kindergärten sein. Dort misst auch keine Polizei die Geschwindigkeit.
  6. #6

    Es wäre

    Zitat von teutoniar Beitrag anzeigen
    Die Weigerung von 1&1 ist eher nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zu beurteilen. Wer mit "Privatisierung der Rechtsverfolgung" und "Aufweichung der neutralen Rolle der Provider" argumentiert, muss auch gegen kommunale Geschwindigkeitskontrollen an Kindergärten sein. Dort misst auch keine Polizei die Geschwindigkeit.
    ja mal interessant zu erfahren, in wie weit
    es überhaupt legal ist hoheitliche Aufgaben an private Unternehmen
    zu vergeben.
    Gerade auch im Bereich der Geschwindigkeitskontrolle
    sehe ich hier dringenden Handlungsbedarf.
    Denn dann könnte man ja gleich den ganzen Sicherheitsapperat
    privatisieren.
    Wo die Content Industrie ja sehr gerne hin möchte.
    Aber Zustände wie in "RoboCop" möchte ich nicht haben.

    Für die, die den Film nicht kennen.
    Die Polizei wurde nach der Pleite der Kommune
    privatisiert. Die Folge davon waren Chaos, Korruption
    und Willkürherrschaft.
    Und viele tote Zivilisten.
  7. #7

    Ach so..

    Zitat von GerhardFeder Beitrag anzeigen
    Ist doch ok. die Post- und die Paketdienste sollten auch alle Sendungen öffnen und lesen,damit nichts verschickt wird, was der Wirtschaft als Umsatz entgehen könnte.
    Alle Gebrauchtwaren-Märkte gehören ebenso verboten wie hjagliches Eigentum. Künftig kann man nur noch Lizenzen erwerben.
    Am Ende wird das auch für die Menschen eingeführt; Lizenz erlischt bei mangelndem Konsum oder zu geriner Steuerzahlung

    Brave New World 2.0.
    ..ist jetzt "was der Wirtschaft entgehen könnte" ein neuer Begriff für Diebstahl? Und sollten Märkte auf denen gefälschte Rolexen, Fake-Handtaschen und raubkopierte DVDs verkauft werden tatsächlich nicht geschlossen werden?
    Diese Verharmlosung an jeder Ecke in dieser Diskussion ist nicht mehr zu ertragen. Hier geht es (nicht immer aber oft) um organisierten Diebstahl im großen Stil (siehe zB kino.to oder piratebay).
    Aus diesem Grund können Musiker (ja, vor allem die kleinen, nicht die Stars) von ihren Musikverkäufen in vielen Fällen nicht mehr überleben und Schriftsteller werden es mit Zunahme des raubkopierens von ebooks bald auch nicht mehr können.
    Die daraus resultierende Verknappung von Kultur und weitere Verdummung des Volks werden wir alle zu spüren bekommen.
    In diesem Sinne : viel Spass euch allen beim Selbstbedienen, Raubkopieren und freudigen konsumieren for free!!
  8. #8

    Zitat von felisconcolor Beitrag anzeigen
    Denn dann könnte man ja gleich den ganzen Sicherheitsapperat privatisieren. Wo die Content Industrie ja sehr gerne hin möchte.
    Das ist mit Sicherheit nicht gewollt, sondern allenfalls ein Mittel zum Zweck. Gewollt ist, dass die Leute mit Verbreitung und Nutzung von Raubkopien aufhören. Zurecht. Das ist das einzige Ziel, glauben Sie mir.
    Wenn Sie bessere Mittel kennen, können Sie es dem Bundeswirtschaftsministerium ja mal vorschlagen.
  9. #9

    Zitat von teutoniar Beitrag anzeigen
    Die Weigerung von 1&1 ist eher nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zu beurteilen. Wer mit "Privatisierung der Rechtsverfolgung" und "Aufweichung der neutralen Rolle der Provider" argumentiert, muss auch gegen kommunale Geschwindigkeitskontrollen an Kindergärten sein. Dort misst auch keine Polizei die Geschwindigkeit.
    Dort messen kommunale Beamte oder Angestellte, keine Privatfirmen.

    Das Geschrei unserer Kulturschaffenden möchte ich hören, wenn z.B. VW Fahrtenschreiber in jedem PKW installieren würde, diese regelmässig ohne Wissen des Fahrers auswerten und auf der Grundlage Bußgeldbescheide verschicken würde.

    Das ist nämlich das, was gefordert wird.

    Ich finde es unglaublich, dass man aus reiner Geldgier bereit ist Privatleuten Überwachungsinstrumente in die Hand zu geben, die man dem Staat zur Abwehr von Terrorismus und Kinderpornografie aus guten Gründen verweigert hat.








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