Forum: Blogs
Blackout-Gefahr: Regierung lockt Industrie mit*Prämien für Stromnotabschaltung
Im Falle eines Blackouts gibt's Geld: Energieintensive*Betriebe sollen laut einem Zeitungsbericht Prämien bekommen, wenn ihnen im Notfall der Strom abgestellt werden kann. Die Pauschale soll bis zu 60.000 Euro betragen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...810989,00.html
- #1 24.01.2012 07:55 von
Blackout für diese Energiepolitik
Soweit ist Deutschland nun schon heruntergewirtschaftet!
Die anderen europäischen Länder lachen sich krank, erweitern ihre Kernkraftwerke und freuen sich darauf, dass sie Deutschland zu Marktpreisen mit Strom aushelfen können, wenn unsere Politiker ihr Ziel erreicht haben.
Auf wen werden diese Prämien wohl umgelegt werden ?
Doch mit Sicherheit auf die Endverbraucher, auf uns alle, auf die, die diese "Energiepolitiker" gewählt haben. - #2 24.01.2012 08:04 von
- #3 24.01.2012 08:12 von
- #4 24.01.2012 08:15 von
Nicht mit mir!
Wenn ein Aufruf an die Bevölkerung kommt, wegen eines drohenden Blackouts Strom zu sparen, werde ich genau das Gegenteil tun und erstmal die Waschmaschine bestücken und anwerfen. Schliesslich war ich nie mit der vorzeitigen Abschaltung der AKWs in Deutschland einverstanden. Hauptsache, die deutschen Angstgrünen bekommen dann ihre politische Quittung. Da nehme ich dann gern das vorzeitige Ende des maschinellen Waschvorgangs in Kauf!
- #5 24.01.2012 08:21 von
Super!
Also wieder nach dem ständig versagenden und letztendlich weitaus kostspieligerem Motto handelnd "Auswirkungen eindämmen, statt Ursachen bekämpfen". Weiter so, liebe Politik, ihr macht alles richtig, wenn es Euer Ziel ist, die Welt zu zerstören!
- #6 24.01.2012 08:33 von
Produktionsausfallnothilfen
waeren doch noch besser! Warum haben die keine Notstromaggregate wie z.B. in Krankenhaeusern?
Hier in Asien sind Stromausfaelle nichts Besonderes mehr.
Alle Leitungen sind oberirdisch und wenn dann jeden Monat mindestens 2 Taifune kommen und die Strommasten umreissen, regt das Niemanden mehr auf. Einmal musste ich bei einem sehr stuermischen Taifun 6 (sechs) Wochen auf Strom verzichten!!!
An einen 3taegigen Stromausfall im Raum Heilbronn erinnere ich mich noch. Kein Benzin, die Banken einige Laeden ( die mit den elektrischen Tueren) geschlossen, Kein Telefon nichts. Auch das Arbeits- Finanzamt blieben geschlossen. Und nicht ein einziger Toter oder Verhungerter!
Vielleicht gibt es demnaechst auch noch eine Verkaufsausfallpraemie!
Die koennte dann bei Schlecker angewendet werden.
Noch ein paar Praemien zum Locken: Pramien fuer nichtgemolkene Kuehe, nicht geschlachtestes Rind- und Schweine- Haehnchenvieh.
Oder fuer nicht ausgegorene Ideen?? - #7 24.01.2012 08:56 von
Atomiker trauern um den Gulaschsozialismus
Also was schlägt das BWM vor?
Wenn der Strom teuer wird, sollen Großverbraucher fürs Abschalten bezahlt werden, damit der Strom insgesamt billig bleibt.
Eine Art Marktsteuerung, wie es die Smartmeter für alle vorsehen sollten, nur nicht so smart.
Für die Großverbraucher einfach wieder eine zusätzliche Einnahmequelle - die 2 % - Partei eben. Die Manager in den Unternehmen setzen sich hin und rechnen einfach nach was günstiger kommt.
Eigentlich hätte man das schon längst machen können. Denn auch jetzt ist der Strom um die Mittagszeit am teuersten, wenn Gaskraftwerke die Spitzenlast bringen.
Die Mehrkosten werden ganz unmarktwirtschaftlich auf die nichtprivelegierten Endverbraucher umgelegt.
Und wie argumentieren die Freunde der harten und unsmarten Technologie (Atomiker)?
- sie singen wieder das alte Lied vom technologischen Rückstand (dabei könnte es der Start für eine wirklich intelligente Energieversorgung werden)
- sie wollen den alten Gulasch-Sozialismus behalten. Die Versorgung ist nicht besonders gut, wird aber staatlich garantiert.
Tja - so wird das nix mit der Energiewende und dem Zukunftsstandort Deutschland, gell. - #8 24.01.2012 08:58 von
- #9 24.01.2012 09:00 von
nicht nur die Politik
Man kann für diese Fehlentwicklung nicht nur die Politik verantwortwortlich machen, wenn auch tatsächlich Versäumnisse vorliegen, insbesondere bei dem Hickhack um den Atomausstieg.
Mindestens genauso verantwortlich dafür sind die 4 EVUs. Der Atomausstiegsbeschluss ist schon mehr als 10 Jahre alt. Aber anstatt darauf zu hoffen, dass eine Schwarzgeldregierung den Beschluss schon wieder rückgängig machen wird, was ja auch fast funktioniert hätte, wäre es notwendig gewesen in die Infrastruktur für den Energiewandel zu investieren. Dazu zählen auch intelligente Netze. Mit geeigneten Tarifen könnte dieses Lastmanagement zu beidseitigem Nutzen völlig problemlos und automatisch erfolgen. Wie eine neuere Studie von Pike Research zeigt, investieren in den USA Energieversorger Milliarden in "smart grids". Nur unsere Dinos glauben noch daran, dass man mit neuen Atommeilern das Problem lösen kann. Hier könnte die Politik tatsächlich etwas mehr Nachhilfeunterricht leisten.
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

