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Blackout-Gefahr: Regierung lockt Industrie mit*Prämien für Stromnotabschaltung

Im Falle eines Blackouts gibt's Geld: Energieintensive*Betriebe sollen laut einem Zeitungsbericht Prämien bekommen, wenn ihnen im Notfall der Strom abgestellt werden kann. Die Pauschale soll bis zu 60.000 Euro betragen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...810989,00.html
  1. #20

    Reif fuer die Klapse

    Zitat von Gerdtrader50 Beitrag anzeigen
    Mit Verlaub, es darf mit Recht am Verstand regierender Überflieger gezweifelt werden.
    a) Existenzunfähige Währung generieren, Billionen dafür verschwenden
    b) Stromversorgung durch voreilige, nicht sachgerechte
    Entscheidungen gefährden
    c) Ausfallgelder hierfür ankündigen

    Eventuell könnte vielleicht die Couch eines Sigmund Freud helfen ?
    Irgendwie und irgendwer müsste doch in der Lage sein, denen zu helfen ? Der Wähler kanns offensichtlich nicht.
    Selbst Freud wuerde sicher verzweifeln und eine Couch aufsuchen.
    Als Kinder haben wir uns immer mit dem Spruch beschimpft :
    "Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen (DBDDHKP)!"
    Wir haben nie gedacht, dass wir dies einmal praktisch erleben werden.

    Doch die Gnade der spaeten Geburt laesst es uns tagtaeglich bei fast allen wichtigen Themen, beginnend beim Geld, und nun auch beim Strom, dieses Phaenomen erleben. Und wie es scheint noch sehr lange, weil es sich nicht wie der Strom einfach abschalten laesst.
  2. #21

    Richtig

    Zitat von dr.u. Beitrag anzeigen
    Mann, Mann, Mann, dieser Artikel muss den atomophilen Black-Out Apologeten runtergehen wie Öl.
    Blöd nur, dass es immer noch keinen Black-Out mit vielen Stromlos-Toten gab.
    Es ist doch nur verständlich, dass sich Regierung und Netzbetreiber Gedanken darüber machen, wie man einem möglichen (Konjunktiv)! Black-Out begegnen könnte. Genauso, wie es Planspiele für Hochwasser, Strumflut, AKW Störfall und andere Unbill geben muss. Alles andere wäre verantwortungslos.
    Richtig. Seit den Siebzigerjahren (!!) erzählt uns die Atomlobby jedes Jahr aufs Neue das Märchen, dass "sehr bald" die ersten Lichter ausgehen würden, wenn wir nicht endlich ein neues AKW bauen. Nun, seit vierzig Jahren haben wir keins gebaut - und kein Blackout.

    Jetzt haben wir auch noch AKW abgeschaltet, und exportieren auch noch weiterhin Strom - und immer noch kein Blackout.

    Übrigens, das mit dem Zahlen einer Prämie bei Unterbrechbarkeit, das ist Witz vom Ministerium. Seit eh und je gibt entsprechende Tarife bei den Energieversorgern! Unterbrechbarer Strom (sogenannter Lastabwurftarif) war schon immer billiger, d.h. alle Industrieverbraucher, die abschaltbar sind, sind längst auch so geschaltet und genießen die entsprechen verringerten Stromtarife seit Jahrzehnten...
    Übrigens kann diesen Tarif auch jeder Verbraucher haben.
    Eine echte Nebelkerze unserer Lobby, und SPON fällt drauf rein.
  3. #22

    ...

    Zitat von ostap Beitrag anzeigen
    Aber anstatt darauf zu hoffen, dass eine Schwarzgeldregierung den Beschluss schon wieder rückgängig machen wird, was ja auch fast funktioniert hätte, wäre es notwendig gewesen in die Infrastruktur für den Energiewandel zu investieren. Dazu zählen auch intelligente Netze. Mit geeigneten Tarifen könnte dieses Lastmanagement zu beidseitigem Nutzen völlig problemlos und automatisch erfolgen. Wie eine neuere Studie von Pike Research zeigt, investieren in den USA Energieversorger Milliarden in "smart grids". Nur unsere Dinos glauben noch daran, dass man mit neuen Atommeilern das Problem lösen kann. Hier könnte die Politik tatsächlich etwas mehr Nachhilfeunterricht leisten.
    Weder die großen 2 privaten noch die großen 2 staatlichen EVUs glauben dass neue Atommeiler in Deutschland Probleme lösen können. Die Jungs können nämlich lesen und das Atomgesetz ist recht eindeutig!

    Und wenn Sie die Infrastruktur in den USA als Vorbild für Deutschland sehen, zeigt das nur dass Sie offensichtlich noch nicht allzuweit über den eigenen Gartenzaun hinausgekommen sind, schon gar nicht in die USA. Die müssen erst mal zig Milliarden investieren, um überhaupt in die Nähe des deutschen Standards zu kommen, obwohl Deutschland sich zugegebenermassen bemüht, den USA hier auf halben Weg entgegenzukommen.
  4. #23

    ...

    Zitat von dr.u. Beitrag anzeigen
    Total unverständlich ist für mich allerdings, wieseo wieder mal der Normal-Bürger per Umlage zur Kasse gebeten werden soll.
    Warum läßt man nicht die energieintenisiven Betriebe einen kleinen Aufschlag auf ihren reduzierten Strompreis zahlen, sammelt das Geld in einem Fond, aus dem die Ausfälle dann begleichen werden.
    Netter Vorschlag, aber warum kommen Sie nicht auf das naheliegende: Warum lässt man nicht die energieproduzierenden Betriebe für eine sichere und zuverlässige Stromversorgung sorgen, so wie es hundert Jahre lang ging, mit dem "Siegeszug" der EE aber scheinbar auf einmal ein Ding der Unmöglichkeit wird?? Das nenne ich mal einen Fortschritt.
  5. #24

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Falle eines Blackouts gibt's Geld: Energieintensive*Betriebe sollen laut einem Zeitungsbericht Prämien bekommen, wenn ihnen im Notfall der Strom abgestellt werden kann. Die Pauschale soll bis zu 60.000 Euro betragen.

    Strom-Notabschaltung: Regierung lockt Industrie mit*Blackout-Prämien - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Erst gingen die Lichter aus, dann wanderte die Industrie ab - und jetzt auch noch Blackouts! Und das mit schwarz-gelb an der Regierung!
  6. #25

    Zitat von 21Pinto Beitrag anzeigen
    Netter Vorschlag, aber warum kommen Sie nicht auf das naheliegende: Warum lässt man nicht die energieproduzierenden Betriebe für eine sichere und zuverlässige Stromversorgung sorgen, so wie es hundert Jahre lang ging
    ... weil wir alle wissen, dass das nicht so weitergehen kann. Rohstoffverknappung und Umweltverschmutzung scheinen an Ihnen spurlos vorübergagangen zu sein. Wie machen Sie das nur?
  7. #26

    Richtig-richtig

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Richtig. Seit den Siebzigerjahren (!!) erzählt uns die Atomlobby jedes Jahr aufs Neue das Märchen, dass "sehr bald" die ersten Lichter ausgehen würden, wenn wir nicht endlich ein neues AKW bauen. Nun, seit vierzig Jahren haben wir keins gebaut - und kein .....
    Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpenanlagen werden auch über "Rundsteueranlagen" in den entsprechenden Tarif geschaltet.

    Bei industrieellen Großverbrauchern läuft das genau so, die werden ja wohl kaum den teuren Spitzenlaststrom nutzen!
  8. #27

    vierzig Jahre?

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Nun, seit vierzig Jahren haben wir keins gebaut - und kein Blackout.
    Die jüngsten deutschen AKW gingen 1989 ans Netz, das ist meines Wissens noch keine 40 Jahre her.
  9. #28

    Zitat von Zuversicht7 Beitrag anzeigen
    Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpenanlagen werden auch über "Rundsteueranlagen" in den entsprechenden Tarif geschaltet.

    Bei industrieellen Großverbrauchern läuft das genau so, die werden ja wohl kaum den teuren Spitzenlaststrom nutzen!
    Industriestrompreise haben nichts mit "Spitzenlast" zu tun. Wie verhandeln einen Strompreis für X-kWh/a bedarfsgerecht zu liefern. Der Stromverbrauch in unserem Betrieb richtet sich nach tariflich vereinbarten Arbeitszeiten und Auftragslage - in der Reihenfolge! Die Produktion nach Wetterlage ist noch nicht in Sicht......
  10. #29

    Zitat von sormitz Beitrag anzeigen
    Soweit ist Deutschland nun schon heruntergewirtschaftet!
    Im Grunde genommen gibt es das unter anderen Vorzeichen schon lange.

    Bezieher hoher Leistungen sind Sondervertragskunden mit dem man auch aushandeln konnte den Spitzenlast abzuschalten. Auch andere Einrichtungen, wie beispielsweise jede zweite oder alle Straßenlampen, können ferngesteuert abgeschaltet werden. Die Netzleitstelle sollte erkennen können, ob in einer bestimmten Region die erzeugte Leistung und die abforderte Leistung nicht mehr übereinstimmen.

    Es gibt probate Mittel dagegen vorzugehen - damit will ich hier niemanden langweilen. Die Abschaltung von Leistungsabnehmern geschieht dabei nicht sofort. Letztes und radikales Mittel ist die Trennung von Erzeuger vom Netz (damit die Kraftwerkseigenversorgung funktioniert) gefolgt dann vom unvermeidlichen Netzzusammenbruch.

    Netzzusammenbrüche waren bei uns in der Vergangenheit recht selten. Durch die Investionspölitik mancher Unternehmen - hier in Übertragungsnetze - und einer teilweisen Überalterung von elekr. Einrichtungen kann alleine durch Unterfinanzierung früher oder später Engpässe eintreten. Hinzu kommt, siehe Personalpolitik, ein starker Abbau von Personal. Folge ist dass alleine schon deswegen die Verfügbarkeit sinkt.

    Unser Problem ist ein anderes: Zu schnelle politische Eingriffe und die Zersplitterung des Marktes bei mangelnder Koordinierung. Da die unsichtbare Hand des Marktes offenbar alles regelt müssen wir halt warten bis die Beteiligten sich auf den vorgezeichneten Wechsel einstellen.

    octopuss








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