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Blackberry-Pause: VW-Betriebsrat setzt E-Mail-Stopp nach Feierabend durch

Volkswagen setzt ein Zeichen*gegen die totale Erreichbarkeit: Bei dem Autobauer werden künftig nach Feierabend keine E-Mails mehr an die Blackberrys von Mitarbeitern verschickt. So will der Betriebsrat die Belegschaft vor übermäßigem Stress schützen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...805524,00.html
  1. #1

    ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Volkswagen setzt ein Zeichen*gegen die totale Erreichbarkeit: Bei dem Autobauer werden künftig nach Feierabend keine E-Mails mehr an die Blackberrys von Mitarbeitern verschickt. So will der Betriebsrat die Belegschaft vor übermäßigem Stress schützen.

    Blackberry-Pause: VW-Betriebsrat setzt E-Mail-Stopp nach Feierabend durch - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    So richtig verstehe ich den Artikel nicht, werden jetzt die Blackberries abgeschaltet, oder nur der Server, und woher weiss der Server, wann Gleitzeit der jeweiligen MA´s anfängt und aufhört? Und haben alle Tarifmitarbeiter bei VW Blackberries? Was machen die AT´s?
    Fragen über Fragen.
    Hat für mich irgendwas mit den berühmten zerschlagenen Webstühlen zu tun....
  2. #2

    Eine gute Idee und -

    Zitat von sebastian.hechler@gmx.de Beitrag anzeigen
    Im Prinzip sinnvoll. Aber auch ein Blackberry hat einen "ein/aus"-Knopf. Und wenn man den drückt, dann geht das Gerät, man glaubt es kaum, aus. Und dann ist man auch nicht mehr erreichbar.

    Aber gut, bei den vielen Knöpfen auf einem Blackberry ist besagter Schalter vielleicht zu schwer zu finden :-)
    vielleicht auch ein Zeichen zur rechten Zeit, auf dass wir alle wieder etwas mehr zur Besinnung kommen.

    Das mit dem "ein/aus"-Knopf ist so eine Sache, letztlich entsteht doch immer wieder eine Eigendynamik, die sich letztlich aus Sicht des einzelnen als Zwang permanenter Ereichbarkeit darstellt.
  3. #3

    Sende-Stopp und nicht Empfangsstopp.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Volkswagen setzt ein Zeichen*gegen die totale Erreichbarkeit: Bei dem Autobauer werden künftig nach Feierabend keine E-Mails mehr an die Blackberrys von Mitarbeitern verschickt. So will der Betriebsrat die Belegschaft vor übermäßigem Stress schützen.

    Blackberry-Pause: VW-Betriebsrat setzt E-Mail-Stopp nach Feierabend durch - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Es geht nicht um das E-Mail-Checken, sondern um das Senden. Und da ist die Anweisung, dass nach Arbeitsende nichts mehr gesendet wird. Ist doch leicht zu verstehen.
  4. #4

    halbe Lösung

    Die Betriebsvereinbarung betrifft mehr als 1100 VW-Mitarbeiter, die einen Firmen-Blackberry besitzen und für die ein Tarifvertrag gilt.
    na gut für VW, dass der Großteil der BB-Nutzer vermutlich im außertariflichen Bereiche beschäftigt ist, und somit nicht an diese Regelung gebunden.
  5. #5

    Titel

    Zitat von Portobello39 Beitrag anzeigen
    So richtig verstehe ich den Artikel nicht, werden jetzt die Blackberries abgeschaltet, oder nur der Server, und woher weiss der Server, wann Gleitzeit der jeweiligen MA´s anfängt und aufhört? Und haben alle Tarifmitarbeiter bei VW Blackberries? Was machen die AT´s?
    Fragen über Fragen.
    Hat für mich irgendwas mit den berühmten zerschlagenen Webstühlen zu tun....
    Wenn Sie den Artikel gelesen hätten, würden sich Ihre Fragen erübrigen:

    1) Es werden einfach die Server abgeschaltet, es findet also keine Übertragung an die Endgeräte statt.
    2) Die Gleitzeit dürfte sich für die Tarifmitarbeiter in Deutschland nicht unterscheiden, also ist die Uhrzeit für das An- und Abschalten der Blackberry-Server eindeutig.
    3) Es sind mehr als 1100 Tarifmitarbeiter, die einen Blackberry haben.
    4) AT's sind von der Regelung nicht betroffen, da sie nicht dem Tarifvertrag unterliegen. Daher der Name "AT" :)
  6. #6

    Zitat von Portobello39 Beitrag anzeigen
    So richtig verstehe ich den Artikel nicht, werden jetzt die Blackberries abgeschaltet, oder nur der Server, und woher weiss der Server, wann Gleitzeit der jeweiligen MA´s anfängt und aufhört? Und haben alle Tarifmitarbeiter bei VW Blackberries? Was machen die AT´s?
    Fragen über Fragen.
    Hat für mich irgendwas mit den berühmten zerschlagenen Webstühlen zu tun....
    Betriebsvereinbarungen gelten i.d.R auch für AT`s. Entgegen weit verbreiteter Meinung sind sie nämlich nicht im rechtsfreien Raum..............
  7. #7

    Zitat von -fezi- Beitrag anzeigen
    vielleicht auch ein Zeichen zur rechten Zeit, auf dass wir alle wieder etwas mehr zur Besinnung kommen.

    Das mit dem "ein/aus"-Knopf ist so eine Sache, letztlich entsteht doch immer wieder eine Eigendynamik, die sich letztlich aus Sicht des einzelnen als Zwang permanenter Ereichbarkeit darstellt.
    Ja, das ist durchaus richtig und natürlich ist diese Betriebsvereinbarung gut und sinnvoll.
    Aber andereseits ist ja jeder alt genug um entscheiden zu können ob er jetzt erreichbar sein möchte oder nicht. Das meinte ich damit. Aber klar...es gibt eben Leute, die entweder aus Angst oder aus "Loyalität" zum Betrieb ständig erreichbar sind/sein wollen.
  8. #8

    unkaputtbar

    Zitat von Portobello39 Beitrag anzeigen
    ... Was machen die AT´s?...
    AT werden zum Glück nie krank, kennen das Wort burn out gar nicht, sind unendlich belastbar und können 24 Stunden arbeiten.

    AT beginnt nach Definition der IG-Metall auf VW bezogen bei oberhalb 85.000,-€ im Jahr. Das ist vielen nicht klar. Die Gruppe umfaßt darum ganz nicht die Mehrheit der Mitarbeiter.
  9. #9

    Mal das Positive an der Nachricht erkennen:

    Ein ausgesprochen gutes Ergebnis, dem vielleicht auch andere Unternehmen folgen sollten. Danke dem VW-Betriebsrat, mögen sich viele Kollegen ein Beispiel an Euch nehmen und das im eigenen Betrieb auch anstoßen.

    Die Leser, die der Nachricht nichts Positives abgewinnen können, sind vermutlich vom dem dauerhaften Erreichbarkeitszwang nicht betroffen.

    Klar hat es einen Abschaltknopf (und jeder BB-User weiß auch wo der sich befindet), aber man glaubt es kaum: Während der Offline-Zeit droht so häufig "die Welt unterzugehen" und nur dem unermüdlichen Einsatz vieler engagierter Mitarbeiter ist es zu verdanken, dass dies nicht tatsächlich in jedem Unternehmen täglich mehrmals passiert ...

    Etwas schade nur, dass es nur für tarifliche Mitarbeiter gilt, denn auch viele ATs werden nur knapp über dem Tarif entlohnt und reißen sich auch den Allerwertesten auf. Gesundheit ist allerdings auch mit Geld nicht aufzuwiegen.








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