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Blackberry-Ausfall: Die Cloud-Katastrophe

Von überall jederzeit auf E-Mails und Dateien zugreifen: Diese Bequemlichkeit geht auch mit Risiken einher - das mussten Blackberry-Nutzer gerade angesichts von hartnäckigen Ausfällen erfahren. Hakt es in den Rechenzentrum von Cloud-Anbietern, können die Kunden nur warten, warten, warten.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...791624,00.html
  1. #1

    RIM bald RIP ?und mehr Risiken

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von überall jederzeit auf E-Mails und Dateien zugreifen: Diese Bequemlichkeit geht auch mit Risiken einher - das mussten Blackberry-Nutzer gerade angesichts von hartnäckigen Ausfällen erfahren. Hakt es in den Rechenzentrum von Cloud-Anbietern, können die Kunden nur warten, warten, warten.
    RIM macht bald RIP es hakt bei Research In Motion (BlackBerry) auch in anderen Dingen, wie zB einer hakeligen Benutzerführung. Der BB Torch kam etwas spät und die Tabletprojekte sind eher zurückgenommen worden ... bald RIP (Rest In Peace) ?

    Aber sonst so: Cloud heißt persönliche Daten / Firmndaten irgendwelchen Unternehmen mit irgendwelchen nationalen Gesetzen anzuvertrauen. steht der Server in den USA, dann haben dank PATRIOT Act, der immernoch gilt, die US Geheimdienste und Militärs auf diese Daten vollen Zugriff.
    Zugriff heißt aber auch, dass genannte Dienste auch Mitbewerber in den USA mit daten ihrer Konkurrenten in Deutschland mit sensiblen Daten versorgen können.

    Wer seine Daten in eine Cloud schiebt, sollte genau wissen, was der anbieter für eine technische Organisationsstruktur hat (stehen Server z.B in USA) - welchen Gesetzen er unterliegt (US Firmen eben US Richtlininen und Zusatzgesetzen) und was für eine Art daten er da freigibt.

    Der Trend, Daten irgendwelchen Privatunternehmen anzuvertrauen ist nicht unbedingt nur vorteilhaft. Ich wäre und bin damit sehr vorsichtig.
  2. #2

    Missverstanden

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von überall jederzeit auf E-Mails und Dateien zugreifen: Diese Bequemlichkeit geht auch mit Risiken einher - das mussten Blackberry-Nutzer gerade angesichts von hartnäckigen Ausfällen erfahren. Hakt es in den Rechenzentrum von Cloud-Anbietern, können die Kunden nur warten, warten, warten.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...791624,00.html
    Erst einmal scheint der Autor das Konzept "Cloud" komplett missverstanden zu haben. Die Begriffe "Client/Server", "Host", "Zentralisierung" sind fast das genaue Gegenteil von Cloud Computing. Basierend auf diesem Missverständnis werden dann auch E-mail-Dienste dazugerechnet, als wenn dies etwas neues wäre, obwohl E-mailboxen sei je her für die große Mehrheit von uns nicht auf dem eigenen Rechner liegen. Hier wird künstich ein Problem konstruiert.

    Cloud-Computing steckt noch in den Kinderschuhen und wird uns noch einige Probleme bereiten. So gibt es das Problem, dass Daten zwar mehrfach redundant gespeichert, aber oft noch nicht mehrfach redundant erreichbar sind. Auch ist da das Problem des Datenschutzes, was sich aber (leider) wahrscheinlich von selbst lösen wird, weil er den Menschen zunehmend egal wird. Dennoch hat es sich doch schon lange durchgesetzt, und ein solcher Artikel wie dieser liest sich wie die naiven Kommentare aus den Neunzigern, dass das Internet nur eine vorübergehende Modeerscheinung sei.

    Viele der Probleme, die in dem Artikel beschrieben sind, bleiben uns auch ohne Cloud nicht erspart. Was in dem Artikel komplett fehlt (oder teilweise als "Dogma" verurteilt wird) sind die Vorteile der Cloud, wie z.B. Kostenersparnis, Kollaboration, ideale Plattform für Social Networks, und gewissermaßen auch die Datensicherheit durch Redundanz.
  3. #3

    Blackberry und Cloud

    So schlimm kann es eigentlich garnicht sein, weil
    1.) die meistens Menschen einen Blackbery als Zweitgerät für E-Mails haben (und darum über ihren PC, Notebook etc. ihre Mails lesen könnten)
    und
    2.) Blackberry eigentlich gar keine richtiger Cloud-Service ist.

    Aber was ich auch gelernt habe, ist das auf Blackberry-Geräten der Internet-Verkehr auch über deren Server geht (und nicht über die des Mobilfunkproviders).
  4. #4

    Wenn man nicht alles selber macht

    Die "Cloud" ist wie eine Toilette für Alle. Ist sie ausser Betrieb, macht die ganze Welt in die Hose...
  5. #5

    Nur eine Frage der Zeit ...

    ... war es, bis mal so etwas passiert.

    Heute ist es RIM und morgen eine andere Firma (hatte nicht letztens T-Mobile USA ein ähnliches Problem?).

    Am sichersten sind meine Daten dort, wo nur ich rankomme. Bei Servern, auf die auch andere Zugriff haben (Administratoren, Hacker, Cracker usw.) kann man nie sicher sein, dass nicht doch irgendjemand mitliest.

    Packt eure privaten Daten auf eine Speicherkarte im Handy und macht BackUps auf den eigenen Computer. Da kommt kein anderer ran und man weiß, wo man sein BackUp gemacht hat.
  6. #6

    ...

    Auch Kommunikations- und Cloudanbieter sind "systemisch wichtig" und müssen entsprechenden Regulierungen unterliegen, die eine reibungslose Versorgung garantieren. Ein Kommunikationsausfall von mehreren Minuten (oder hier gar Tagen) verursacht schnell Milliardenschäden und kann durchaus auch Menschenleben gefährden. Leider wird dieser Tatsache noch viel zu wenig Bedeutung zugemessen, Kommunikationstechnik als "Spielzeug" und "Luxus" betrachtet, so wie einst die Stromversorgung - heute hat jedes Krankenhaus und jedes große Unternehmen ein Notstromaggregat, viele geschäftlich genutzte Rechner eine USV. Wenn aber hochkomplizierte Dienste wie BBM oder VoIP ausfallen, gibt es keinen Notfallplan. Nicht ohne Grund werden Notrufe heute immer noch primär analog abgewickelt - die Provider können einfach keine ausreichende Qualität ihrer "höherwertigen" Dienste anbieten.
  7. #7

    Schnelltod

    RIM scheint den Business-case 'Wie ruiniere ich schnellstmöglichst mein Unternehmen' durchzuführen.
  8. #8

    Unfug

    Einen solchen Unfug, wie die Cloud, hat die IT Branche schon lange nicht mehr hervorgebracht.
    Nicht nur die ungeklärte Verfügbarkeit, sondern auch Sicherheit, ausländische Rechtssysteme etc... stellen insbeosndere im Mittelstand unabsehbare Riskiken dar.
  9. #9

    Die Cloud klaut?

    Zitat von OlGa Beitrag anzeigen
    Erst einmal scheint der Autor das Konzept "Cloud" komplett missverstanden zu haben. Die Begriffe "Client/Server", "Host", "Zentralisierung" sind fast das genaue Gegenteil von Cloud Computing.
    Ich glaube eher, Sie haben das komplett missverstanden. Die "Cloud", zumindest nach bisheriger Deutung durch Unternehmen und Kunden, hat nichts direkt mit Distributed Computing zu tun (auch wenn im Hintergrund natürlich eher gigantische Serverparks als einzelne Fat Server stecken). Mag sein, dass das die Erfinder des Begriffs mal anders angedacht hatten, aber die Realität der Verwendung sieht eben so aus, dass "Cloud" nur ein schöner neuer Begriff für alte zentralisierte Serverstrukturen ist. "Cloud" bedeutet lediglich, dass die Daten nicht auf dem lokalen Gerät gespeichert sind (oder zumindest höchstens dort gecached wurden) sondern "irgendwo im Netz" liegen - zumeist eben auf zentralisierten Servern wie Google, DropBox, Apple, Microsoft, usw.
    Entsprechend ist auch die heute übliche Nutzung von E-Mail durchaus der Cloud zuzurechnen: Man bearbeitet ausschließlich die Daten auf dem Server. Anders sieht es aus, wenn man die Daten über ein E-Mail-Programm herunterlädt, seine Mails dort offline lesen und schreiben kann, und den Server eigentlich nur als Puffer und Sendemedium verwendet.

    Cloud-Computing steckt noch in den Kinderschuhen und wird uns noch einige Probleme bereiten. So gibt es das Problem, dass Daten zwar mehrfach redundant gespeichert, aber oft noch nicht mehrfach redundant erreichbar sind.
    Das wäre für den Durchschnittsuser auch viel zu verwirrend. Die Ausfallsicherheit muss, soweit das möglich ist, unsichtbar für den Anwender geschehen. Wer ginge denn schon auf spiegel-backup.de (fiktive URL, gibt's hoffentlich nicht) wenn spiegel.de ausfällt?
    Oft genug passiert das vermutlich auch, ohne dass es irgendjemand mitbekommt.

    Auch ist da das Problem des Datenschutzes, was sich aber (leider) wahrscheinlich von selbst lösen wird, weil er den Menschen zunehmend egal wird.
    Privatmenschen oft schon, oder sie vertrauen eben auf die Seriosität der großen Anbieter. Bei Firmen wird es dagegen oft schon rein rechtlich problematisch.

    Viele der Probleme, die in dem Artikel beschrieben sind, bleiben uns auch ohne Cloud nicht erspart. Was in dem Artikel komplett fehlt (oder teilweise als "Dogma" verurteilt wird) sind die Vorteile der Cloud, wie z.B. Kostenersparnis, Kollaboration, ideale Plattform für Social Networks, und gewissermaßen auch die Datensicherheit durch Redundanz.
    Die sind wohl zu Zeiten von Facebook, GoogleMail & Co. einfach viel zu selbstverständlich um noch erwähnenswert zu sein.








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