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Bizarre Oldtimer-Ausstellung: Rostige Schätze aus der Gruft

Heinz W. JordanDie Oldtimer-Sammlung der Gebrüder Schlumpf ist so sagenhaft wie umstritten. Jetzt hat ein Sammler im Keller eines Museums zahlreiche Modelle aufgespürt. Schon im kommenden Jahr will er sie ausstellen. Einige der Fahrzeuge wurden noch nie der Öffentlichkeit gezeigt - aus gutem Grund.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/a...-a-861522.html
  1. #1

    30 Millionen?

    Hmm, wenn Mercedes 30 Millionen für den Silberpfeil bietet, warum verkaufen die den einen Wagen nicht und nutzen die Einnahme zur Restaurierung eines großen Teils der anderen Wagen? Sich den Luxus zu gönnen, lieber alles verfallen zu lassen, statt ein oder zwei attraktive Objekte zur Rettung der anderen zu verscherbeln finde ich von der Einstellung her gelinde gesagt sehr merkwürdig.
  2. #2

    Wieso fragwürdig?

    Was haben denn perfekt restaurierte Fahrzeuge in einem Museum zu suchen? Alter, Zerfall und jetziger Zustand sind interessant - ansonsten können Sie sich doch eins a Repliken in die Halle stellen - Hauptsache piccobello, bunt und ohne Kratzer.
  3. #3

    Ich empfinde ein restauriertes Auto langweilig, wenn man es im Museum ansehen soll. Ein unrestaurierter Blechhaufen strahlt mehr Geschichte aus, weswegen im Antiquitätenhandel auch oft nur defekte, schmutzige Artikel angeboten werden.
    Für den Besitzer, der damit aber herumfahren will, sieht das natürlich anders aus. Dadurch wird es auch nicht öde, wenn nur Rosthaufen herumliegen.

    Am Oldtimer ist vordergründig das Design interessant, mich interessieren aber eher die handwerklichen Kniffe und technische Lösungen.
  4. #4

    Blind?

    Bin ich blind? Ich kann die Zahl 30 Millionen nirgendwo finden..
  5. #5

    Audi & Oldtimer

    Das passt vieleicht zu dem Thema:vor 30 min habe ich das Fahrgestell eines 1957-er DKW Monza per Schweißbrenner in Stücke geschnitten und einem bulgarischen Schrotthändler gegeben. Nicht irgendein DKW Monza - nein - sonder dieser DKW (heute Audi) war der erste Werkswagen, der 1957 die 24 Std von Le Mans mitgefahren ist (Fotobeweise). Ein vom Werk Düsseldorf für dieses Rennen vorbereitetes Rennauto. Ich hatte es Audi Tradiion angeboten,schriftlich, mit Dokumentation. Aber wer glaubt, Audi würde sich für soetwas interssieren, der irrt. Und das bei der hetigen Beziehung von Audi zu den 24 Std von eMans! Schade- wieder ein Stück technisches Kulturgut beim Schrott, dank kein Interssse für ein Unikat von Audi Tradition!
  6. #6

    wer lesen kann ist klar im vorteil...

    Zitat von dasGyros Beitrag anzeigen
    Bin ich blind? Ich kann die Zahl 30 Millionen nirgendwo finden..
    doch was sagen schon 30 oder mehr millionen? nichts.
    es sind allein nur ideelle werte und nur dann von wert wenn jemand bereit ist den ausgelobten preis zu zahlen.
    viel verwerflicher finde ich, daß der französische staat sich zwar das museum unter den nagel gerissen hat, doch jetzt nicht genügend geld hat aus der sammlung eine noch größere touristische attraktion zu machen, stammt doch das museum im wesentlichen von den schlümpfen.
    trotzdem ist es wunderbar solche automobilen schätze sehen zu können.
  7. #7

    Bizarr?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Einige der Fahrzeuge wurden noch nie der Öffentlichkeit gezeigt - aus gutem Grund.
    Was ist daran bizarr, den Menschen zu zeigen, was die Zeit aus der Technik macht? Was ist schlimm an einem von der Zeit und der Vernachlässigung gezeichneten alten Schatz wie dem Maserati?
    Und was hat das Thema Kunst mit einem Produkt des natürlichen Werdegangs eines Objektes zu tun, das von den Menschen als Wegwerfware behandelt wurde?
    Es ist weise, den Menschen vor Augen zu halten, wie in der Zwischenzeit mit dem, was heute die Augen von Geldsäcken zum rollen bringt, in Erwartung der potentiell erzielbaren Spekulationsobjekte.
    Dies Autos waren einmal Schätze, Träume, von ihren Erstbesitzern vom Mund angesparte Kleinodien, die irgendwann von den Geldsack-Ahnen der heutigen Geldsäcke zu Schrott, zu Müll, zu Beleidigung ihres guten Geschmackes erklärt wurden, und zu beseitigen waren.
    Es fanden sich andere Leute, mit Sinn für Schönheit der alten Technik und ästhetischem Empfinden für die teils unerreicht schönen Formen alter Autos, die diesen "Müll" wiederbelebt haben, und gezeigt haben, dass nichts von all dem Altmetall in die Presse gehören müsste. Und dann witterten die Geldsäcke wieder Geld durch Spekulation, Mercedes gäbe ja 30 Millionen..
    Wer Oldtimer toll findet, und Verschrottungsprämien zustimmt, verdient sich an sich einen derben Tritt in den Allerwertesten für seine unreflektierte bis zynische Bigotterie.

    Bei einem England-Urlaub habe ich einmal eine junge Frau kennengelernt, die einen damals über 70 Jahre alten Frazer Nash fuhr. "Er verliert etwas Öl, aber läuft zuverlässig, um jeden tag die Kinder in den Kindergarten zu bringen.", sagte sie. So geht das!
  8. #8

    audi und BMW sind bekannt..

    Zitat von Vorausspiegeln Beitrag anzeigen
    Das passt vieleicht zu dem Thema:vor 30 min habe ich das Fahrgestell eines 1957-er DKW Monza per Schweißbrenner in Stücke geschnitten und einem bulgarischen Schrotthändler gegeben. Nicht irgendein DKW Monza - nein - sonder dieser DKW (heute Audi) war der erste Werkswagen, der 1957 die 24 Std von Le Mans mitgefahren......
    dafür, daß sie mit ihrer automobilen geschichte nicht viel am hut haben, zumindest dann wenn es sich nicht um sogenannte nobelkarossen sondern "nur" um brot- und butterautos handelt. mit einer isetta, einem bmw 600 oder 700 ist kein statt zu machen, da schmückt man sich gern mit den noblen dieser welt. ich halte solch ein verhalten für ein ausgewiesenes armutszeugnis. aber sie wollen sich nicht mit ihren armen verwandten zeigen...
  9. #9

    Zitat von dasGyros Beitrag anzeigen
    Bin ich blind? Ich kann die Zahl 30 Millionen nirgendwo finden..
    Steht im Text in der Bilderschau ;)

    Ich bin mir nicht sicher, aber 30 Mio werden nicht reichen, um alle Fahrzeuge, die da im Keller stehen, wieder herzurichten und auszustellen ...


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