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Bischof Ackermann: Katholischer Missbrauchsbeauftragter schont Pädophile

REUTERSDer Trierer Bischof Stephan Ackermann beschäftigt nach SPIEGEL-Informationen in seinem Bistum sieben als pädophil aufgefallene Pfarrer. Einer von ihnen soll sexuelle Beziehungen zu einem Schüler gehabt haben, zwei weitere sind wegen Besitzes von Kinderpornografie verurteilt.

Bischof Ackermann: Katholischer Missbrauchsbeauftragter*schont Pädophile - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
  1. #210

    nur ein alibispruch

    Zitat von bernhardfischer Beitrag anzeigen
    Damals sagte der Heilige Vater wörtlich:„Wir werden Pädophile unbedingt vom Priesteramt ausschließen. Das ist absolut unvereinbar. Und wer wirklich schuldig ist, ein Pädophiler zu sein, kann kein Priester sein.“
    sagen kann man viel.

    wenn man aber nix tut, dann ist man unglaubwürdig. viel besser wäre, wenn der papst pädophilen priestern, oder allen priestern, die freiwillige kastration nahelegen würde. nur so können sie allein ihrem herrn dienen und das wollen sie ja angeblich.
  2. #211

    gute Idee

    Zitat von Arrivato Beitrag anzeigen
    Jeder, der die Opfer unterstützen will, könnte zum Beispiel nach Trier reisen (vielleicht an einem Wochenende – müsste möglich sein; Trier ist außerdem ein schönes Städtchen an der Mosel) und während seines Aufenthalts dort mit einer langen Unterhose bekleidet in Trier rumlaufen. Am besten auch innerhalb des Doms.
    .
    Was spricht aber dagegen dies in der gesamten Republik zu tun? Jeder an seinem Wohnort. Treffen auf großen Plätzen. Die Fahrt nach Trier ist doch ein ziemlicher Aufwand.

    JaneO. Betroffene sexualisierter Gewalt in der Kindheit
  3. #212

    Unangemessen!

    Zitat von ergo-oetken Beitrag anzeigen
    @jüttemann: erlebte sexualisierte Übergriffe machen krank. In "Altenheimen" leben vor Allem die alten Menschen, die sich aus Gründen von Krankheit und Gebrechlichkeit nicht mehr ausreichend selbst helfen können.

    Die Generation der "Alten", die derzeit in Heimen lebt, das sind v.a. die Jahrgänge 1920 - 1945. Diese Menschen haben sehr viel sexualisierte Gewalt erlebt und häufig sehr wenig Gelegenheit gehabt, das konstruktiv zu verarbeiten.

    Etliche sind deshalb schwer krank geworden. Nicht umsonst steigt der Anteil der "Dementen" massiv an. Diese Menschen sind hilflos und werden massiv getriggert, wenn sie mit sexualisiert übergriffigen Menschen in Kontakt kommen.

    Es handelt sich um Menschen, die sich nicht dagegen wehren können. Umso menschenverachtender und verachtenswerter erscheint die Praxis, kriminelles Personal in solche Einrichtungen zu entsorgen.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, Betroffene sexualisierter Misshandlung in der Kindheit
    Frau Oetken, auch wenn Sie schlau daher reden und sich selber hier quasi von Amts wegen Berufung bescheinigen, vieles, was Sie hier vom Stapel lassen ist bei allen anspruchsvollen Worthülsen bei der genannten Thematik nur als unterkomplex zu bezeichnen und hat auch den unsäglichen Anschein von Obsession.
  4. #213

    langfristige Gegenmassnahmen durch Abschaffung des Ehegattensplittings finanzieren

    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    Wer will das denn, dass die weiterhin Straftaten begehen sollen? Ich kenne niemanden.
    In dem Artikel wird konkret auf einen Priester hingewiesen, der "als Lehrer in einem Internat sexuelle Beziehungen zu einem Schüler gehabt haben soll" und von zwei Männern, die wegen des Besitzes von Kinderpornographie verurteilt wurden.
    Auf Anhieb sehe ich keine Wiederholungsgefahr, wenn die z. B. im Altenheim arbeiten. Jedenfalls keine, die nicht an einem x-beliebigen anderem Arbeitsplatz ebenfalls gegeben wäre...
    Ich bin auch Vater von Kindern (zum Glück inzwischen erwachsen), auch ich sehe in vielen dieser kranken Menschen tickende Zeitbomben, aber haben wegen diesen möglichen Rückfalltätern auch alle anderen keine Chance mehr verdient? Sollen wir sie alle prophylaktisch einsperren oder mit einer 24-Stunden-Bewachung vor ihrem Haus vor weiteren Taten abhalten?
    Das ist eine gesellschaftliche Frage, die man wirklich nicht sensationslüstern an einem kirchlichen Arbeitgeber festmachen sollte.
    Zumindest, wenn man etwas fair bleiben will.
    Völlig richtig. Das sehe ich als Vater von Kindern genauso. Pädophilie, solange nicht akut ausgelebt, sollte kein Grund für ein allgemeines Berufsverbot sein. Natürlich verbieten sich Ferienfreizeiten, Kindergottesdienste und Schulunterricht bei solch einer Diagnose von selbst! (Hinzu kommt, dass ausnahmlos jeder Täter auch selbst einmal Opfer war. Was nicht entschuldigen, aber erklären kann.) Und wenn im Altenheim, auf der Palliativstation kurz mal ein Enkelkind auf Besuch ist, sehe ich hier -bei normal aufmerksamen Eltern- immer noch keine Gefahr gegeben!

    Es ist wie bei einer anderen Problemgruppe: den NeoNazis. Allein durch Berufs/Verbote wandern sie in den Untergrund ab und radikalisieren und kriminalisieren sich weiter. Langfristige Abhilfe schaffen nur soziale Bindungen - auch berufliche. Denn genau das begegnet einer fehlenden Zugehörigkeit zur Gemeinschaft, die solche Randgruppenmenschen in ihrer Kindheit nie erfahren hatten.

    Vorbeugend muss man sagen: stocken wir die Jugendämter so auf, dass sie in der Lage sind, schon ab der Geburt eines Kindes den Eltern -wo immer erforderlich- menschenwürdige Hilfestellung, praktische Anleitung und Weiterentwicklungsmöglichkeiten (/Arbeit) zu verschaffen..

    Bezahlbar wird das durch eine Abschaffung des Ehegattensplittings und Umwidmung solcher Steuervergünstigung nur für Kinder und deren halbwegs kompetent erziehende Eltern.
  5. #214

    ...

    Zitat von Scheidungskind Beitrag anzeigen
    Dies stellt die katholische Kirche an sich nicht in Frage, weil ihr Wirken und ihr Welt- und Menschenbild zu sehr den Kern der menschlichen Existenz anrührt, um von einer perfiden aber seltenen Krankheit namens Pädophilie und einer menschlichen aber behebbaren Schwäche namens Chorpsgeist ernstlich in Frage gestellt zu werden.
    Im Gegenteil, gerade Corpsgeist hat die RKK seit ihrer staatlichen Vereinnahmung (oder eher umgekehrt) um 400 AD in ihrem Bestand bis heute gesichert. Das Anrühren des Kerns menschlicher Existenz hat allenfalls und zuletzt etwa 400 Jahre davor derjenige angestoßen, auf dessen Existenz die RKK ihre Legitimation ableitet. Derselbe hätte heute innerhalb dieser Institution zumindest keine Lehrerlaubnis.
  6. #215

    ...

    Zitat von de-be Beitrag anzeigen
    Mir ist KEINE andere Institution als die katholische Kirche bekannt, die einen organisierten Täterschutz für pädophile Mitarbeiter betreibt.
    Mal ebenso suggestiv geantwortet:

    Da haben Sie wohl im Falle der Odenwald-Schule angestrengt weggesehen.
  7. #216

    Zitat von Scheidungskind Beitrag anzeigen
    Würdenträger werden von ihrem Nahberich und Kollegen immer geschützt - egal ob Lehrer, Arzt, Bürgermeister oder Priester.
    ...
    Die Verantwortlichen dürften den Schuß gehört haben. Wenn sie im Einzelfall - wie Herr Ackermann - das Kind nicht gleich mit dem Bade ausschütten, so ist das diskussionswürdig aber nicht von vorneherein zu verurteilen.
    Der "EINZELFALL" Ackermann ist nur gegeben, weil der nicht nur Bischoff, sondern ausgerechnet auch noch Mißbrauchsbeauftragter ist.

    Es mag sein, daß Würdenträger immer geschützt werden....aber nicht von der ganzen Institution, wie es in der kath. Kirche geschieht.
    In der kath. Kirche werden Kinderschänder immer noch weiterhin geschützt, weiterhin in der Arbeit mit Kindern eingesetzt, nicht davon ferngehalten.
    Der Fall aus Salzgitter, wo ein Priester grad erst verurteilt wurde, ist das beste Beispiel.
    Man wußte seit Jahren, daß er pädophil ist, sich an Kindern verging, er bekam halt ne neue Gemeinde....und erst, nachdem ein Opfer letztes Jahr an die Öffentlichkeit ging, wurde er offiziell vom Amt enthoben.
  8. #217

    Zitat von kalumeth Beitrag anzeigen
    .........
    Bezahlbar wird das durch eine Abschaffung des Ehegattensplittings und Umwidmung solcher Steuervergünstigung nur für Kinder und deren halbwegs kompetent erziehende Eltern.
    Da wurde vor nicht allzu langer Zeit mal aufgedröselt, was die Instituton Kirche vom dt Staat abzockt. Da wurden über 20 Milliarden genannt, die ausreichen müssten, hier einen Ausgleich zu schaffen.

    Das Ehegattensplitting kann man außerdem abschaffen, aber deshalb braucht man doch keine Sittlichkeitsverbrecher tolerieren und Eltern erklären, dass der Täter hohe moralische Ansprüche erfüllt, wenn er gerade nicht in Versuchung geführt wird.

    Man sollte genau so Großzügig bei der Betrachtung dieser Sünder sein, wie die Kirche, die weder Ehebruch, noch andersgläubige toleriert.

    Was man nicht dadurch entschuldigen kann, dass man Pädophile schützt.

    MfG. Rainer
  9. #218

    Zitat von Scheidungskind Beitrag anzeigen
    Mal ebenso suggestiv geantwortet:

    Da haben Sie wohl im Falle der Odenwald-Schule angestrengt weggesehen.
    Das war eine Schule, nicht das ganze Schulsystem. Bei den pädophilen Priestern schaut aber nicht nur eine Gemeinde, ein Bistum weg, sondern die ganze katholische Kirche.
  10. #219

    Zitat von angste Beitrag anzeigen
    Das war eine Schule, nicht das ganze Schulsystem. Bei den pädophilen Priestern schaut aber nicht nur eine Gemeinde, ein Bistum weg, sondern die ganze katholische Kirche.
    Eine kleine Ausnahme :
    Die Krise der katholischen Kirche ist nach dem Missbrauchsskandal noch nicht überwunden, meint Kardinal Marx. Notwendig sei jetzt eine richtige Aufarbeitung der Missbrauchsfälle. "Abschottung, Verharmlosung und Relativierung führen nicht zum Ziel, neue Glaubwürdigkeit zu gewinnen." Seine Meinung vertrat Kardinal Marx in Rom bei einem Symposium gegen Missbrauch vor seinen Amtsbrüdern. ... In den vergangenen Jahrzehnten habe der Schutz der Institution im Vordergrund gestanden. Dazu habe auch eine verharmlosende und die Tatsachen verwischende Sprache beigetragen. Die Bischöfe seien gefordert, sich angesichts des Missbrauchsskandals den Medien und der Öffentlichkeit zu stellen, unterstrich Marx.


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