REUTERSDer Trierer Bischof Stephan Ackermann beschäftigt nach SPIEGEL-Informationen in seinem Bistum sieben als pädophil aufgefallene Pfarrer. Einer von ihnen soll sexuelle Beziehungen zu einem Schüler gehabt haben, zwei weitere sind wegen Besitzes von Kinderpornografie verurteilt.
Bischof Ackermann: Katholischer Missbrauchsbeauftragter*schont Pädophile - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
Frau Oetken, auch wenn Sie schlau daher reden und sich selber hier quasi von Amts wegen Berufung bescheinigen, vieles, was Sie hier vom Stapel lassen ist bei allen anspruchsvollen Worthülsen bei der genannten Thematik nur als unterkomplex zu bezeichnen und hat auch den unsäglichen Anschein von Obsession.
Völlig richtig. Das sehe ich als Vater von Kindern genauso. Pädophilie, solange nicht akut ausgelebt, sollte kein Grund für ein allgemeines Berufsverbot sein. Natürlich verbieten sich Ferienfreizeiten, Kindergottesdienste und Schulunterricht bei solch einer Diagnose von selbst! (Hinzu kommt, dass ausnahmlos jeder Täter auch selbst einmal Opfer war. Was nicht entschuldigen, aber erklären kann.) Und wenn im Altenheim, auf der Palliativstation kurz mal ein Enkelkind auf Besuch ist, sehe ich hier -bei normal aufmerksamen Eltern- immer noch keine Gefahr gegeben!
Es ist wie bei einer anderen Problemgruppe: den NeoNazis. Allein durch Berufs/Verbote wandern sie in den Untergrund ab und radikalisieren und kriminalisieren sich weiter. Langfristige Abhilfe schaffen nur soziale Bindungen - auch berufliche. Denn genau das begegnet einer fehlenden Zugehörigkeit zur Gemeinschaft, die solche Randgruppenmenschen in ihrer Kindheit nie erfahren hatten.
Vorbeugend muss man sagen: stocken wir die Jugendämter so auf, dass sie in der Lage sind, schon ab der Geburt eines Kindes den Eltern -wo immer erforderlich- menschenwürdige Hilfestellung, praktische Anleitung und Weiterentwicklungsmöglichkeiten (/Arbeit) zu verschaffen..
Bezahlbar wird das durch eine Abschaffung des Ehegattensplittings und Umwidmung solcher Steuervergünstigung nur für Kinder und deren halbwegs kompetent erziehende Eltern.
Im Gegenteil, gerade Corpsgeist hat die RKK seit ihrer staatlichen Vereinnahmung (oder eher umgekehrt) um 400 AD in ihrem Bestand bis heute gesichert. Das Anrühren des Kerns menschlicher Existenz hat allenfalls und zuletzt etwa 400 Jahre davor derjenige angestoßen, auf dessen Existenz die RKK ihre Legitimation ableitet. Derselbe hätte heute innerhalb dieser Institution zumindest keine Lehrerlaubnis.
Der "EINZELFALL" Ackermann ist nur gegeben, weil der nicht nur Bischoff, sondern ausgerechnet auch noch Mißbrauchsbeauftragter ist.
Es mag sein, daß Würdenträger immer geschützt werden....aber nicht von der ganzen Institution, wie es in der kath. Kirche geschieht.
In der kath. Kirche werden Kinderschänder immer noch weiterhin geschützt, weiterhin in der Arbeit mit Kindern eingesetzt, nicht davon ferngehalten.
Der Fall aus Salzgitter, wo ein Priester grad erst verurteilt wurde, ist das beste Beispiel.
Man wußte seit Jahren, daß er pädophil ist, sich an Kindern verging, er bekam halt ne neue Gemeinde....und erst, nachdem ein Opfer letztes Jahr an die Öffentlichkeit ging, wurde er offiziell vom Amt enthoben.
Da wurde vor nicht allzu langer Zeit mal aufgedröselt, was die Instituton Kirche vom dt Staat abzockt. Da wurden über 20 Milliarden genannt, die ausreichen müssten, hier einen Ausgleich zu schaffen.
Das Ehegattensplitting kann man außerdem abschaffen, aber deshalb braucht man doch keine Sittlichkeitsverbrecher tolerieren und Eltern erklären, dass der Täter hohe moralische Ansprüche erfüllt, wenn er gerade nicht in Versuchung geführt wird.
Man sollte genau so Großzügig bei der Betrachtung dieser Sünder sein, wie die Kirche, die weder Ehebruch, noch andersgläubige toleriert.
Was man nicht dadurch entschuldigen kann, dass man Pädophile schützt.
MfG. Rainer
Eine kleine Ausnahme :
Die Krise der katholischen Kirche ist nach dem Missbrauchsskandal noch nicht überwunden, meint Kardinal Marx. Notwendig sei jetzt eine richtige Aufarbeitung der Missbrauchsfälle. "Abschottung, Verharmlosung und Relativierung führen nicht zum Ziel, neue Glaubwürdigkeit zu gewinnen." Seine Meinung vertrat Kardinal Marx in Rom bei einem Symposium gegen Missbrauch vor seinen Amtsbrüdern. ... In den vergangenen Jahrzehnten habe der Schutz der Institution im Vordergrund gestanden. Dazu habe auch eine verharmlosende und die Tatsachen verwischende Sprache beigetragen. Die Bischöfe seien gefordert, sich angesichts des Missbrauchsskandals den Medien und der Öffentlichkeit zu stellen, unterstrich Marx.